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Superline und Easy-Release Katheter
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Superline und Easy-Release Katheter
26 Jan. 2014 22:12
Ich habe ein etwas seltsames Problem mit den 4,5 mm Superline bzw. Easy-Release Kathetern. Da die 6 mm Rapid-D-Links Jari im Po Bereich häufig Schmerzen machen, waren sie hierfür gedacht und wir haben sie seit der Pumpeneinstellung zu Hause. Ich habe es aber nie geschafft die 4,5 mm Katheter zu legen ohne anschliessend einen Blutzuckeranstieg auf >300 mg/dl zu bekommen - da kommt Freude auf. Da die Rapid-D Links insgesamt angenehmer sind (Kupplungsstelle trägt nicht so auf, Schlauch ist flexibler usw.) habe ich mich also auf den Bauch beschränkt...
Ich denke, dass der Grund für die Blutzuckeranstiege folgender ist: die Luft lässt sich beim Befüllen des Infusionssets nicht richtig aus dem Übergangsteil zwischen Luer-Lock und Schlauch entfernen (ich weiß nicht wie dieses Stück des Infusionssets heißt). Nun habe ich mir das gestern mal genauer angesehen: es befindet sich ein Art Steg um den Schlauchauslass herum, dahinter sammelt sich dann die Luft und kann nicht in den Schlauch hinein (geklopft werden). Ich weiß es hört sich seltsam an, es ist auch nicht die Luft aus dem Reservoir - sondern aus dem Bauteil selbst. Die Luftblasen selbst wandern dann wieder ins Reservoir (Jari trägt die Pumpe mit dem Schlauch nach unten) und bescheren uns beim ersten Bolus den Blutzuckeranstieg. Wenn ich dies wieder in den Griff bekomme, habe ich anschiessend keine Probleme mehr mit den Kathetern. Nun habe ich heute mit einer Spritze den Luer-Schlauch-Übergang mit Insulin befüllt bevor ich das Infusionsset angeschlossen habe. Und siehe da: der Blutzucker blieb im Normbereich. Kennt jemand dieses Problem und hat eine einfachere Lösung dafür? Oder stelle ich mich nur dumm an?
Gruss,
Lena
Ich denke, dass der Grund für die Blutzuckeranstiege folgender ist: die Luft lässt sich beim Befüllen des Infusionssets nicht richtig aus dem Übergangsteil zwischen Luer-Lock und Schlauch entfernen (ich weiß nicht wie dieses Stück des Infusionssets heißt). Nun habe ich mir das gestern mal genauer angesehen: es befindet sich ein Art Steg um den Schlauchauslass herum, dahinter sammelt sich dann die Luft und kann nicht in den Schlauch hinein (geklopft werden). Ich weiß es hört sich seltsam an, es ist auch nicht die Luft aus dem Reservoir - sondern aus dem Bauteil selbst. Die Luftblasen selbst wandern dann wieder ins Reservoir (Jari trägt die Pumpe mit dem Schlauch nach unten) und bescheren uns beim ersten Bolus den Blutzuckeranstieg. Wenn ich dies wieder in den Griff bekomme, habe ich anschiessend keine Probleme mehr mit den Kathetern. Nun habe ich heute mit einer Spritze den Luer-Schlauch-Übergang mit Insulin befüllt bevor ich das Infusionsset angeschlossen habe. Und siehe da: der Blutzucker blieb im Normbereich. Kennt jemand dieses Problem und hat eine einfachere Lösung dafür? Oder stelle ich mich nur dumm an?
Gruss,
Lena
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Joa
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Re: Superline und Easy-Release Katheter
27 Jan. 2014 01:32
Hallo Lena,
vielleicht "frisst" die Gasblase bei Euch so viel Druck, Gase sind komprimierbar, dass das therapierelevant wird wegen des entsprechend fehlenden Abgabevolumens?
Müsste mal ein Physiker/Chemiker/Mathematiker berechnen.
Dann wäre es wohl auch machbar, diese Fehlmenge des Insulins einem Druckaufbaubolus zuzuschlagen. Wenn er schwierig zu berechnen ist, dann austesten?
Ansonsten kenne ich solche Blasen zwischen Luerausgang und Schlauchabgang im Dombereich des Lueradapters auch, ignoriere sie aber.
Ich werde mal wieder etwas mehr drauf achten.
Gruß
Joa
vielleicht "frisst" die Gasblase bei Euch so viel Druck, Gase sind komprimierbar, dass das therapierelevant wird wegen des entsprechend fehlenden Abgabevolumens?
Müsste mal ein Physiker/Chemiker/Mathematiker berechnen.
Dann wäre es wohl auch machbar, diese Fehlmenge des Insulins einem Druckaufbaubolus zuzuschlagen. Wenn er schwierig zu berechnen ist, dann austesten?
Ansonsten kenne ich solche Blasen zwischen Luerausgang und Schlauchabgang im Dombereich des Lueradapters auch, ignoriere sie aber.
Ich werde mal wieder etwas mehr drauf achten.
Gruß
Joa
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Re: Superline und Easy-Release Katheter
27 Jan. 2014 13:06
Hallo Joa,
ich denke auch, dass die Komprimierbareit der Gasblase für das Insulindefizit verantwortlich ist. Fällt natürlich mehr ins Gewicht bei einem Bolus der 1,0-1,5 IE beträgt...Ich sehe eher das Problem, dass diese Gasblase u.U. nicht immer gleich groß ist (manchmal schafft man es ja doch einen Teil herauszuklopfen), wenn ich nun einen Füllbolus verwende bringt das aufgrund der großen Sinkfaktoren ja fast so viel Unruhe in den Tag wie der Blutzuckeranstieg. Da ich sowieso eine Spritze zum Erzeugen des Unterdrucks im Insulinfläschchen benutze, werde ich mal weiter den Domausgang (das trifft es wirklich gut) befüllen, das ist zwar ein bisschen umständlich, aber mit weniger Experimenten verbunden. Die Blutzuckerentgleisungen nach dem Katheterwechsel ziehen sich ja dann auch oft bis in die Nacht hin und ich habe mir fest vorgenommen es bald endlich zu schaffen die Nachtmessungen zu reduzieren...
Gruss, Lena
ich denke auch, dass die Komprimierbareit der Gasblase für das Insulindefizit verantwortlich ist. Fällt natürlich mehr ins Gewicht bei einem Bolus der 1,0-1,5 IE beträgt...Ich sehe eher das Problem, dass diese Gasblase u.U. nicht immer gleich groß ist (manchmal schafft man es ja doch einen Teil herauszuklopfen), wenn ich nun einen Füllbolus verwende bringt das aufgrund der großen Sinkfaktoren ja fast so viel Unruhe in den Tag wie der Blutzuckeranstieg. Da ich sowieso eine Spritze zum Erzeugen des Unterdrucks im Insulinfläschchen benutze, werde ich mal weiter den Domausgang (das trifft es wirklich gut) befüllen, das ist zwar ein bisschen umständlich, aber mit weniger Experimenten verbunden. Die Blutzuckerentgleisungen nach dem Katheterwechsel ziehen sich ja dann auch oft bis in die Nacht hin und ich habe mir fest vorgenommen es bald endlich zu schaffen die Nachtmessungen zu reduzieren...
Gruss, Lena
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Re: Superline und Easy-Release Katheter
28 Jan. 2014 01:25 - 28 Jan. 2014 01:25
Hi,
.
.
Der Insulinflussdruck wird wohl solange in der Gasblase landen, wie deren Kopressionswiderstand geringer ist, als der nötige Durchflusswiderstand. D.h., wenn nur basales Insulin läuft, wird das erst dann fließen, wenn mehr Druck zu Gaskompression benötigt werden würde, als zum Durchfluss. Bis dahin gibt das Gas ja Raum frei, der vom Insulin eingenommen wird.
Ein Bolus überwindet diesen Punkt schneller. Ähnlich ist es mit weiteren "Druckfressern" im Pumpensystem. Kolbenringe etc..
Dazu (mal wieder) der Thread zu "Pumpe und Pen möglich?" im IC als Diskussionsbeitrag.
Ansonsten natürlich klar, wenn die vorgehende Befüllung des Totraumes im Luer-Adapter zu ausreichend stabilen Ergebnissen führt, dann ist ja alles gut und letztlich wohl auch einfacher.
Viel Erfolg und
Gruß
Joa
.
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Also wenn Gaskompression, dann würde ich denken, dass die besonders basal durchschlagen kann.JarisMama schrieb: Hallo Joa,
ich denke auch, dass die Komprimierbareit der Gasblase für das Insulindefizit verantwortlich ist. Fällt natürlich mehr ins Gewicht bei einem Bolus der 1,0-1,5 IE beträgt...
Der Insulinflussdruck wird wohl solange in der Gasblase landen, wie deren Kopressionswiderstand geringer ist, als der nötige Durchflusswiderstand. D.h., wenn nur basales Insulin läuft, wird das erst dann fließen, wenn mehr Druck zu Gaskompression benötigt werden würde, als zum Durchfluss. Bis dahin gibt das Gas ja Raum frei, der vom Insulin eingenommen wird.
Ein Bolus überwindet diesen Punkt schneller. Ähnlich ist es mit weiteren "Druckfressern" im Pumpensystem. Kolbenringe etc..
Dazu (mal wieder) der Thread zu "Pumpe und Pen möglich?" im IC als Diskussionsbeitrag.
Ansonsten natürlich klar, wenn die vorgehende Befüllung des Totraumes im Luer-Adapter zu ausreichend stabilen Ergebnissen führt, dann ist ja alles gut und letztlich wohl auch einfacher.
Viel Erfolg und
Gruß
Joa
Letzte Änderung: 28 Jan. 2014 01:25 von Joa.
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Re: Superline und Easy-Release Katheter
28 Jan. 2014 09:46
Da ich den Katheter grundsätzlich nur vor Abgabe eines Bolus wechsele, kann ich die Auswirkungen auf eine basale Insulinierung nicht einschätzen. Ich habe in den letzten Monaten die Erfahrung gemacht, dass die Luft im Reservoir bei uns wirklich deutliche Auswirkungen hat. Als ich das Reservoir noch so befüllt habe, wie im Krankenhaus gezeigt: also zimmerwarmes Insulin aufziehen, einlegen, Luftbläschen entfernen, fertig, hatte ich nach einem Wechsel auch immer Werte von ca. 280. Auch brauche ich nach einem Katheterwechsel einen Bolus von ca. 1,2 IE um nachher keinen BZ Anstieg zu bekommen (ggf. fülle ich echt mit Süßigkeiten auf
). Ich hätte das ja früher nicht für möglich gehalten, aber auch ein Katheterwechsel vor dem Abendbrot (c.a. 0,5 IE Standardbolus vorher, Rest nach dem Essen über 2,5h) führt zu Werten zw. 250-300 mg/dl. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, dass der 4,5 mm Katheter zu kurz ist. Da der 6 mm aber wirklich glaubhaft am Muskel schrammt und auch immer wieder ein Hämatom zu sehen war, welches nicht beim Legen entstanden ist, glaube ich das eher nicht. Bin mal gespannt was der Langzeittest bringt.
Liebe Grüße,
Lena
Liebe Grüße,
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