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Diabetisches Koma
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Diabetisches Koma
10 Dez. 2010 17:52Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Aw: Diabetisches Koma
10 Dez. 2010 20:17allzu häufig kommt das wohl nicht vor, das liegt aber sicher auch daran das es den Betroffenen schon vorher nicht gut geht und deshalb auf sich aufmerksam machen. Wenn die Kinder dann doch umkippen wird meist gleich ein Rettungswagen geholt und so kann das schlimmste vermieden werden. Dazu gibt es in den meisten Fällen eine Gegenregulation. Das heißt die Leber setzt bei Unterzuckerung ihren gespeicherten Zucker frei und verhindert damit das schlimmste.
Uns wurde damals in der Schulung gesagt, dass die richtig üblen Unterzuckerungen vorwiegend nach Alkoholkonsum auftreten weil da die Gegenregulation nur schlecht bis gar nicht funktioniert.
Da euer Kind sich aber bei euch nicht melden kann, habt ihr es sicher ein ganzes Stück schwerer. Ich kann deine Angst gut nachvollziehen.
Ihr hattet doch schon einmal die kontinuierliche Glukosemessung. Warum habt ihr die nicht mehr? In euren Falle wäre das sicher extrem hilfreich.
viele Grüße, Katrin
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Re: Aw: Diabetisches Koma
10 Dez. 2010 21:06Und noch was...Dieses Sensor hat so eine wahnsinnig dicker Nadel zum einsetzen! Solche Nadeln habe Ich nur bei uns in Russland vor 20 Jahren gesehen und seitdem überhaupt nicht mehr...Nach dem einsetzen, blutet das richtig schwer...Und wenn es Blut in die Sensor kommt...dann zeigt er recht falsche Werte...Wie gesagt...für manche, die bischen Speck haben...mag es was bringen...bei uns war es total verkehrt...
Liebe Grüße, Liliana
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Re: Aw: Diabetisches Koma
10 Dez. 2010 21:31erst mal soweit ich weiß spricht man dann von diabetischem Koma, wenn man aufgrund zu langer hoher BZ-Werte ins Koma fällt.
Du meinst wohl das Hypokoma. Mein Sohn hatte zum Glück noch keines und ich kenne doch einige Kinder, die schon seit vielen Jahren DM haben, die auch noch nie ins Koma gefallen sind. Sehr häufig treten diese wohl nicht auf. Wenn ein Kind das allerdings nicht äußern kann, ist das wohl sehr schwierig. Du musst wohl sehr auf äußere Anzeigen bei ihm achten, z.B. Blässe im Gesicht, Zittern, totale Albernheit, Unruhe. Ich habe bei meinem Sohn manchmal auch schon äußerlich einen Unterzucker vor ihm erkannt. Er sagt dann manchmal, dass es ihm noch sehr gut geht aber nach 5 bis 10 min kommt er dann und spricht von Unterzucker.
Schade, dass das mit der CGM nicht funktioniert.
LG
Anja
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Re: Aw: Diabetisches Koma
11 Dez. 2010 17:38ich weiß man macht sich immer furchtbar viele Sorgen um die Kinder aber um dich etwas zu beruhigen, meine Schwester hat schon seit 20 Jahren Diabetes und hat sich noch nie in einer Situation befunden, in der sie sich nicht mehr selber helfen konnte.
Und unser Tobias hat erst einmal in fast drei Jahren DM einen Wert unter 40 gehabt und es war recht schnell offensichtlich das bei ihm irgendwas nicht stimmt. Sonst meldet er zuversichtlich bei spätestens unter 60 eine UZ. Kommt zu mir und sagt er muss jetzt messen oder er legt sich auf die Couch und sagt: Mess mich ich brauch Traubenzucker.
Das erzähle ich, weil ich also nicht wirklich ständig ein Auge auf Tobi habe, da er ja selbst mitbekommt das er niedrig ist.
Aber bei dem einen Mal wo er es nicht gemerkt hatte war es für jeden offensichtlich das er sich seltsam verhält. Er war erst völlig glücklich überdreht um dann in Tränen auszubrechen und schluchzend im Bett alle möglichen Geständnisse abzuliefern. Dabei hat er sich total an mich geklammert. Als er dann auch noch anfing zu reden als wäre er betrunken, gingen sämtlich Alarmglocken an. Und ich bin los gerannt und habe erstmal 3 KE TZ und Saft in ihne reingekippt. :blush:
Danach habe ich gemessen und gesehen das er bei 37 war. Woraufhin ich ihm noch 3 KE eingeflößt habe. Lange, Kurze, alles was er essen wollte.
Wir waren kurz vorher draußen im Schnee toben und ich hatte angst das er sonst gleich wieder oder weiter runtergeht.
Meine Reaktion war natürlich völlig überzogen. Er hatte dann drei Stunden später eine 480. :blush:
Aber das war mir zu dem Zeitpunkt so ziemlich schnuppe. Hauptsache erstmal was in das Kind bekommen. :laugh:
Ja also wenn ich das merke dann merkst du auch wenn er akut zu niedrig ist.
Liebe Grüße,
Alexa
Vielleicht machst du auch einfach mal eine Umfrage im Forum? Was der niedrigste Wert war oder ob jemand schon mal eine schwere Hypo hatte?
Ich weiß nicht ob es dir hilft aber meine Diabetesberaterin hat mal gesagt das sie keinen Vorfall kennt in der ein Kind an einer Hypo gestorben ist. Also erholen tut man sich eigentlich immer. Unsere Kinder leben ja nicht alleine und konsumieren keinen Alkohol. Und einen Autounfall durch eine Hypo können sie auch noch nicht haben.
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Re: Aw: Diabetisches Koma
11 Dez. 2010 18:16also wir hatten schon einmal eine. Der Alptraum aller - nämlich nachts.
Ich bin von den Schreien wach geworden. Lara schrie, als ob sie dem Leihaftigen gegenüber stehen würde - im schlimmsten Alptraum gefangen. Diese SChreie werde ich, glaub' ich, nie vergessen.
Ich raste in ihr Zimmer, sie war nicht wach zu kriegen. Da ich hier im Forum schon einmal davon gelesen hatte, dass schwere Hypos Alpträume ausgelöst haben, habe ich sie sofort nach unten getragen um ihr die Notfallspitze zu geben. Auf einmal hörte sie auf zu schreien und hatte einen Krampfanfall - der Augenblick, wenn dein Kind nicht mehr atmet... kann heute noch kaum darüber sprechen, mein Mann war auf Geschäftsreise. Ich verabreichte Lara die Notfallspritze und rief den Notarzt. Gott sei Dank atmete sie wieder, war aber noch bewusstlos. Bis der Notarzt 10 Min. später eintraf, kam sie auch wieder zu sich. Sie war total orientierungslos, wollte immer nach Hause, lallte unverständliche Sachen für ca. eine Stunde. Sie kann sich an die Fahrt ins Krankenhaus nicht mehr erinnern, hat sich mehrmals erbrochen, weil ich ihr in meiner Panik die ganze Spritze verabreicht habe mit schiefer Nadel - man muss beim Einstechen exakt die Mitte treffen (Notfallprodudkt!).
Bis Mittag hatte sich Laras Stoffwechsellage weigeends normalisiert und sie konnte wieder nach Hause. Sie weiß von nichts.
Am Tag vorher hob Ich Lara von hinten vom Stuhl. Sie sagte:"Au mein Kather". Ich prüfte ihn noch mal, nichts tat mehr weh. Am Nachmittag war sie HI. Ich korrigierte. 1 Std. später immer noch HI, Ketone ++ doppelter Korrekturfaktor. Eine Stunde später immer noch Hi. Katheter gewechselt, mit Spritze korrigiert und sie kam wieder in den grünen Bereich. Als ich zu Bett ging, hatte sie seit 6 Stunden keine Insulin mehr bekommen, sie lag bei 80, ich gab ihr noch Apfelsaft.
In der Klinik meinte man, es hätte sich an der Nadelspitze ein Insulinblase gebildet, die in der Nacht dann aufgeplatzt ist. Seither korrigiere ich extrem hohe Werte immer mit Spritze und wechsle dann sofort den Katheter.
Danach hatte ich natürlich panische Angst in den Nächten, habe seither Schlafstörungen. Auf der anderen Seite habe ich schon das Schlimmste erlebt, es macht einfach etwas sicher. Trotzdem möchte ich das nie wieder erleben müssen.
Viele Grüße
Diana
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Re: Aw: Diabetisches Koma
11 Dez. 2010 18:36Danke für die Antwort. Ich lerne noch.
LG
Heike
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Re: Aw: Diabetisches Koma
11 Dez. 2010 19:51HI zeigt unser Messgerät (und ich glaube jedes andere auch)an, wenn der Wert SEHR hoch ist. Den genauen Grenzwert kenne ich nicht, seit der Manifestation hatten wir das zum Glück nicht mehr, damals hab ich gemessen (ich hatte ein Gerät, weil ich nen Schwangerschaftsdiabetes hatte, Krankenschwester bin und die Symptome alle Alarmglocken aktiviert hatten...) und wir hatten ein "HI", der Wert im KH war dann 837mg/dl:blink:
Also ich schätze so zwischen 400-500 zeigen die Geräte das an...
Zu der Hypo: Wir hatten erst einmal einen Wert (30mg/dl), bei dem Manuel nicht mehr selbständig reagieren konnte, es war nachts, mein Wecker stand auf 3.00 zur Kontrolle und ich bin um halb drei aufgewacht (warum, weiss ich nicht- 7. Sinn??) und habe gemessen. Manuel war kaum weckbar, konnte aber zum Glück noch Fanta trinken als ich ihn aufgesetzt habe und ihm die Flasche gehalten habe. Die Flasche stand neben dem Bett- aber da war er nicht mehr in der Lage, danach zu greifen, aufzudrehen und alleine zu trinken :ohmy:
Sonst merkt er es meistens rechtzeitig, spätestens bei etwa 40, leider bescheren uns solche Werte dann fast immer danach eine heftige Gegenregulation, aber das gibt mir gleichzeitig auch das "gute" Gefühl, dass er wohl wieder "aufwacht", wenn mal nachts was passiert. Aber trotzdem messen wir immer noch jede Nacht mindestens einmal, oft zweimal:(
Ich glaube, diese Angst vergeht wohl nie und ich hoffe auch, dass wir unseren Sohn so vernünftig erziehen und begleiten, dass er später einen angemessenen Umgang mit Alkohol hat...
Schönen Abend noch,
Heike
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Re: Aw: Diabetisches Koma
12 Dez. 2010 07:55Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Aw: Diabetisches Koma
12 Dez. 2010 10:13 - 12 Dez. 2010 10:14den Fall eines wirklich starken Unterzuckers hatte ich nur einmal bei meiner Tochter. Sie saß im Wohnzimmer und machte ein Puzzle. Dann fing sie an, infernalisch zu schreien, dass ich erst dachte, sie wäre irgendwo hingefallen oder angestossen. Nein, sie saß nur auf dem Fussboden und schrie. Sie war nicht einmal mehr ansprechbar. Als ich sie auf ihre Füsse stellte, ist sie einfach umgefallen.
Ich habe dann das Messgerät geholt. Anzeige: Lo (d.h. ein BZ-Wert unter 20). Ich dann den flüssigen Traubenzucker geholt, weil ich mir nicht sicher war, ob sie die Plättchen noch kauen würde. 3 Päckchen habe ich in sie reingepackt. Dann hat sie aufgehört zu schreien und schlief anschließend 1/2 Stunde. Danach habe ich sie gemessen, 280. Da hätte wohl 1 Päckchen auch gereicht. Aber das weiß man ja in dem Moment nicht.
Danach war sie wieder fit.
Unser Messgerät hat übrigens einen Messbereich zwischen 20 und 500. Bei Werten unter 20 steht Lo, bei Werten über 500 Hi.
LG Lili
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