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Artikel über Medikamente

GBA diskutiert Verordnungsausschluss von kurzwirksamen Insulinanaloga bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes

Therapie-Umstellung von ca. 14,000 Kinder und Jugendlichen mit Typ 1 Diabetes droht.

Zu diesem Thema gibt es leider noch immer keine Ruhe und der GBA will schon wieder die Verordnungsgfähigkeit von kurzwirksamen Insulinanaloga bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes Typ 1 einschränken.

Der G-BA hatte am 17. Juli 2008 beschlossen, das IQWiG mit der Bewertung des therapeutischen Nutzens von kurzwirksamen Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1 bei Kindern und Jugendlichen zu beauftragen.

Ein entsprechender Beschluss wurde seinerzeit vom Bundesministerium für Gesundheit beanstandet und mit der Maßgabe versehen, dass der Verordnungsausschluss nicht für Versicherte bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gilt.

Einer neuerliche Untersuchung auf Basis der vorliegenden Studien kommt zu dem Schluss, dass die Umstellung von Kindern und Jugendlichen auf eine alternative Insulinart in Studien generell möglich ist und das sich die Beanstandung des BMG vom 8. Mai 2008 als unbegründet erweist.

Da das Ziel der Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1 mit schnell wirkenden Insulinanaloga ebenso zweckmäßig mit Humaninsulin, aber kostengünstiger, zu erreichen ist, sieht der Unterausschuss „Arzneimittel“ die Voraussetzungen für die Einschränkung der Verordnungsfähigkeit von schnell wirkenden Insulinanaloga als erfüllt an und plant die IQWiG-Empfehlung deshalb umzusetzen.

Die Vorteile die kurzwirksame Insulinanaloga in der Pumpentherapie bietet und die dadurch gewonnene Lebensqualität für unsere Kinder haben in diesem Verfahren leider keinerlei Beachtung gefunden.

Dies betrifft u.a. folgende Insuline:
- Insulin Lispro
- Insulin Aspart
- Insulin Glulisin

Mehr Details zu diesem Verfahren unter diesem Link.

Ein endgültiger Beschluss in dieser Sache wird im Mai 2010 erwartet und eine öffentliche Petition gegen diesen Beschluss haben wir schon in Vorbereitung. Wir hoffen auf rege Beteiligung im Kampf um den Erhalt dieser wichtigen Medikamente für unsere Kinder.

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