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leichte Depris einer Mutter
leichte Depris einer Mutter
09 Okt. 2007 13:01in der letzten Zeit lese ich viel im Internet über Diabetes, denk auch viel nach darüber, oder sehe Philip wie er sich mit dem Spritzen quält oder mit der Tatsache nicht alles zu können wie andere auch. Dann denke ich daran das es soviele Kleinkinder gibt die damit bereits leben müssen. All die Dinge an die man denken muß, jeder Fehler wird bestraft, Basal... Bolus.. BE´s ... Hypos, Hypers, es gibt nur noch dieses eine Thema.
Hohe Werte, Ketone testen, Ausflüge müssen genaustens geplant werden. Wann was essen.
Termine müssen genaustens gesetzt werden ob beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden, weil er muß ja seine ZM essen zur rechten Zeit. Man kann nicht mehr spontan zusagen.
abendliche Kinobesuche... wie? 18.30 Uhr spritzen, 4,5BE essen, um 21 Uhr 2,5 BE essen, Basal spritzen... also gegessen der Kinobesuch weil zu umständlich.
Er ist 16. Er tut mir soooooooo leid.
Und dann die Folgeschäden, die tanzen vor meinem Auge bei jedem hohen Wert.
Pumpe will er nicht, wäre ihm zu kompliziert. Wenn ich ehrlich bin kann ich mir auch nicht so recht vorstellen wie das funktioniert mit Pumpe.
Ich bin wirklich etwas depremiert.Er ist frustriert. Haßt seine Krankheit und ich kann ihn verstehen und ihm nicht helfen bzw. ihm nicht den Mut machen das es irgendwann heilbar ist. :dry:
so das mußte ich einfach mal loswerden.
sorry
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Re: Re:leichte Depris einer Mutter
09 Okt. 2007 13:42so wie Dir geht es wahrscheinlich vielen Müttern und Dia-Kids.
Meine Kleine war noch keine 2J alt, als sie DM bekam, jetzt ist sie 4J. Sie mag das Spritzen, mal nicht, wenns einen Keks/Traubenzucker außer der Reihe gibt, ist sie happy, umgekehrt, wenn der Wert hoch ist und ich sagen muss, jetzt aber kein Keks, ein Drama hoch 5.
Aber ich hoffe mal, wenn sie älter ist und auch mal einige Dinge selbst machen kann, wird es etwas besser. Wobei wir auch schon an die Pumpe gedacht haben. Mein Mann war auf einem Infotag und fand das sehr interessant.
Es gibt doch so Pumpeninfotage, wo die Kids die Pumpe mal zur Probe tragen können und erklärt bekommen. Vielleicht wäre das etwas für Deinen Sohn, dass er ein bisschen seine Hemmungen in dieser Richtung überwinden kann.
Möglicherweise entscheidet er sich ja dann für eine Pumpe und dann geht es auch wieder ins Kino oder vielleicht in die Disco mit Freunden
Alles Gute und LG Lili
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Re: Re:leichte Depris einer Mutter
09 Okt. 2007 15:04lg natascha
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Re: Re:leichte Depris einer Mutter
09 Okt. 2007 15:24Aber wir alle müssen wissen, es ist nicht änderbar, die Phasen des Haderns sind wohl leider irrelevant. Und jede Alterststufe der Kids bringt dazu wohl auch noch so seine Besonderheiten mit. Ob klein, oder wie meiner 10, oder älter, dann in Verbindung mit der Pubertät, immer ist es irgendwie anders.
Ich versuche immer so weit wie möglich eben nicht zuzulassen das uns der Diabetes beherrscht, sondern wir ihn, soviel Normalität wie eben möglich zu leben. Klar gelingt das nicht immer, und klar muß man auf manches verzichten oder intensiver planen.
Seid stolz auf euch und sucht euch Freiräume, fördert so weit wie möglich die Mitarbeit und Selbstständigkeit eurer Kids, jede Eigenhandlung oder jegliches Mitdenken von Maxi lobe und bestärke ich.
Und ich denke, wir bekommen doch so vieles von unseren Kids tausendfach zurück.
Wünsch euch das ihr die positiven Seiten des Lebens nicht aus den Augen verliert.
glg Peter
Es ist keine Schande am Boden zu liegen, aber Du mußt immer wieder aufstehen!
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Re: Re:leichte Depris einer Mutter
09 Okt. 2007 19:16Mich wundert der straffe Tagesablauf bei euch. Wir haben auch keine Pumpe, aber abgesehen vom Frühstück und der 1. Zwischenmahlzeit die das Novorapid noch mit abfängt, sind wir danach sehr flexibel. Wir essen, wann wir Lust haben (bzw. Julian Hunger hat) und genießen trotzdem die Wochenenden und jetzt die Herbstferien. Mit Actrapid war das wesentlich komplizierter. Vielleicht kann man da was an der Einstellung ändern?
Und was die Depris betrifft, da bist du in allerbester Gesellschaft. Ich bemühe mich sie nicht so deutlich zu zeigen, und manchmal motzen mein Sohn und ich zusammen über diesen Sch... Nützt zwar nichts, tut aber gut.
Kopf hoch!
Marlene
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Re: Re:leichte Depris einer Mutter
09 Okt. 2007 19:19lg natascha
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Re: Re:leichte Depris einer Mutter
09 Okt. 2007 19:27Ich kann dir das soooo gut nachfühlen!
Unser Sohn ist zwar erst zwölf, aber egal welches Alter die Kids haben, sie können den Tag nicht einfach leben wie gesunde Kinder!
Thomas hat seit August eine Pumpe und Vieles ist leichter geworden. Keine Zwischenmahlzeiten mehr, die gegessen werden müssen, kein Spritzen mehr, und problemloses, schnelles Korrigieren.
Wir würden die Pumpe freiwillig nie mehr hergeben!
Ermuntere deinen Sohn doch mal sich mit Pumpenträgern zu unterhalten. Ich bin mir fast sicher, wenn er hört, wie viel angenehmer das Leben mit einer Pumpe ist, wird er auch eine haben wollen.
Aber vielleicht würde deinem Sohn schon die Umstellung auf ein schnell wirksames Insulin helfen, denn dann fallen auch die ZM weg und er müsste nicht mehr soo sehr voraus planen.
Ich wünsch euch was!
LG Manuela
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Re: Re:leichte Depris einer Mutter
09 Okt. 2007 23:15meine Tochter ist erst 8 und hat seit ca. 1 Jahr DM, seit 6 Monaten eine Pumpe mit Novorapid. Sie führt (fast) das gleiche Leben wir ihre zwei "gesunden" Brüder. Wir gehen ins Kino, ins Schwimmbad, in den Freizeitpark wann wir wollen. Sie isst wann und was sie möchte - nur das Berechnen muss sie noch lernen. Die meisten "gängigen" Lebensmittel kennt sie schon.
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Re: Re:leichte Depris einer Mutter
09 Okt. 2007 23:15kann dich verstehen anfangs hat man noch viele Bedenken und Sorgen wie es weitergeht.
Das mit Umstellung auf anderes Insulin stand hier ja schon. Ihr habt wohl eine ziemliche straffe Einstellung.
Aber Kinobesuch ist aber auch drin, viele knabbern ja was während des Films. Und als meine Tochter Actrapid hatte, hatte sie manchmal auch die ZM ausfallen lassen und nur für die Hauptmahlzeit gespritzt.
Nur das Basal bleibt dann, aber das kann man sich im Kino auch in Bauch spritzen.
Wir sind jetzt ganz weg von Actrapid und nur noch Novorapid. Sprech doch noch mal mit euren Doc, vielleicht kann man ja auch umstellen und Actrapid nur morgens. Denn so Insulin wie Novorapid oder Humalog, sind dann doch besser für Jugendliche, da hat man mehr Freiräume und ist nicht mehr so eng gebunden.
Lasst euch nicht unterkriegen, drück die Daumen das es bei euch bald ruhiger zugeht und nicht mehr so eng und stressreich.
lg Inge
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Re: Re:leichte Depris einer Mutter
10 Okt. 2007 07:04vielen Dank für die vielen Tips. Er spitzt sich nicht in der Öffentlichkeit, für ihn ist diese Diabetes ein Makel oder so. Er will nicht das es andere wissen oder sehen. Auch ein Grund, nicht die Pumpe zu tragen. Leider geht er auch nicht zu dem Psychologen der ihn betreut und er will auch in kein Forum um sich mal auszutauschen. Noch ist er total gegen diese Krankheit, ich denke ich muß mich einfach gedulden.
Inge,
ich werde den Arzt mal ansprechen auf diese Sprintinsuline. Wenn ich das richtig verstehe spritzt er dann nur bevor er was ißt. Und kann essen wenn er Lust oder Hunger dazu hat.
Dann noch mal auf die Frage dazu was ich für mich habe. Ich befürchte nichts. Mein Tag ist zu ausgelastet als das ich da Zeit für mich hätte. Ich gehe ganztags arbeiten, beginnend 6 Uhr morgens, habe Familie mit 3 Kindern und darf nach der Arbeit Einkäufe, Haushalt, Hausaufgaben und Mama-Taxi-Fahrten erledigen und zusehen das abends um spätestens 19 Uhr das Essen für unseren Philip auf dem Tisch steht. Bis ich fertig bin ist es meistens 21 Uhr. Aber egal, ich hab es mir so ausgesucht.
lg
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