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Erfahrungen mit Privatschulen
Erfahrungen mit Privatschulen
27 Nov. 2012 19:37mich würde einmal interessieren, ob jemand von euch Erfahrungen mit Privatschulen und Kindern mit Diabetes hat? Bei uns steht die Schulentscheidung noch nicht konkret an, aber ich wohne in Frankfurt und habe interessenhalber mit einigen Privatschulen hier telefoniert und angefragt, wie sie auf Kinder mit Diabetes eingehen. Unsere Tochter ist gerade vier geworden. Viele waren sehr offen und betreuen schon mehrere Kinder mit Diabetes. Einige verfügen ja auch über Schulkrankenschwestern und sogar Schulärztinnen, wie die hiesige Waldorfschule.
Was meint ihr dazu? Hat jemand schon Erfahrungen?
Viele Grüße,
Nadine
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Re: Erfahrungen mit Privatschulen
28 Nov. 2012 20:22Wir hätten einen Platz in der Privatschule gehabt, haben ihn jetzt aber doch abgesagt. Die Schule ist recht weit weg und die Fahrerei war mir nicht geheuer. Außerdem erwarten die hier sehr viel Mithilfe.
Sie waren aber sehr aufgeschlossen es zu versuchen. Krankenschwester gibt es da nicht, aber viele Elternhelfer, so dass die Lehrer mehr Zeit haben für einzelne Kinder. Hörte sich nicht schlecht an, aber wir haben uns wie gesagt dagegen entschieden. Das wird sicher genauso individuell sein, wie bei öffentlichen Schulen, wobei vorhandene Krankenschwestern ein großer Pluspunkt sind.
LG
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Re: Erfahrungen mit Privatschulen
28 Nov. 2012 22:03danke für deine Antwort. Das klingt interessant. Ich glaub auch, dass es individuelle Unterschiede gibt. Aber eine Krankenschwester finde ich auch super, weil die Lehrer dann möglicherweise von vornherein entlastet sind und sich der Diabetes offener annähern können. Leider kostet das dann auch gleich ab 400€-aufwärts im Monat
Liebe Grüße,
Nadine
P.S.: Ich habe gesehen, dass du aus Oerlinghausen kommst. Ich komme ursprünglich aus Bielefeld
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Re: Erfahrungen mit Privatschulen
29 Nov. 2012 21:09Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Erfahrungen mit Privatschulen
06 Dez. 2012 20:43es kommt echt immer auf die einzelnen Lehrkräfte an.
Und ein neunjähriges Kind mit DM hat anderen Hilfebedarf als ein Schulanfänger... .
Unsere lokale Grundschule hatte schonmal ein Kind mit DM und hätte auch unterstützt. Wir ziehen aber nach Köln zurück. Mit der dort favorisierten Grundschule habe ich schon vor ein paar Monaten gesprochen und auch beim Schuleingangsgespräch im November habe das Thema DM natürlich erwähnt. Die Schulleiterin war von Anfang an sehr kooperativ. Wie es ab nächsten Sommer dann tatsächlich aussieht, bleibt abzuwarten. Allerdings wird Marie in eine I-Klasse gehen, d.h. es sind max. 6 Kinder mit Behinderungen verschiedenster Art im gemeinsamen Unterricht mit gesunden Kindern. Dadurch sind idR immer zwei Lehrkräfte anwesend und das ist für alle Beteiligten natürlich ein großer Vorteil, als wenn eine Lehrerin für 30 Kids allein zuständig ist.
LG, Maja
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Re: Erfahrungen mit Privatschulen
07 Dez. 2012 10:05S... geht ja ebenfalls auf eine Schule in privater Trägerschaft. Für den Diabetes macht dies grundsätzlich von der Rechtssituation her keinen Unterschied, denn dank Vollinklusion haben unsere Kinder Anspruch auf alle Hilfen, die sie benötigen, um tatsächlich am Unterricht teilzunehmen, und dank des Antidiskriminierungsgesetzes darf auch eine Privatschule die Beschulung nicht aufgrund des Diabetes ablehnen.
Konkret gibt es dennoch Unterschiede, einmal natürlich im "Betreuungsschlüssel" (also wieviele Kinder in einer Klasse sind und wieviele Lehrer), in der Betreuungskontinuität (also wie viele verschiedene Lehrer eine Lerngruppe unterrichten) und natürlich im Engagement der Lehrer und der Schulleitung. Aber diese Unterschiede hängen nicht von der Rechtsform oder Trägerschaft ab. Ebensowenig hängt davon die Möglichkeit individueller zusätzlicher Fördermöglichkeiten ab wie Pflegedienst, Integrationshelfer undsoweiter. Insofern sollte die Frage der Rechtsform und des Schulträgers bezüglich des Diabetes unwesentlich sein.
Lieben Gruß
Gottwalt
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Re: Erfahrungen mit Privatschulen
17 Dez. 2012 08:51für Luis steht im kommenden Jahr ebenfalls die Einschulung bevor. Ende Oktober waren wir zur Schulanmeldung und ich hatte dort meinen Wunsch geäußert, dass Luis in eine GU-Klasse kommt. Meine Tochter Lena (7) geht in die 2. Klasse, auch eine GU-Klasse. In ihre Klasse gehen 5 integrative Kinder, wovon 2 autistische Kinder eine Schulbegleitung haben, die die Klassenlehrerin zusätzlich unterstützen. Im 1. Grundschuljahr ist eine Sonderpädagogin zu 70% mit von der Partie, diese wird sich allerdings im 2. Schuljahr weitesgehend zurückziehen und begleitet nur noch in 6 Unterrichtsstunden die Lehrerin. Bei Lena handelt es sich wohl um einen absoluten Glücksfall, da hier noch weitere Schulbegleiter für Kinder genehmigt wurden. In der jetzigen GU-Klasse, die dieses Jahr eingeschult wurden, gibt es diese leider nicht und solche Fälle stehen und fallen mit den Lehrkörpern.
Unsere Rektorin war sehr aufgeschlossen und Lenas Klasse war ebenfalls ein Diabetes-Kid, allerdings ist er leider umgezogen. Ich hätte mich sehr darüber gefreut, wenn Luis nicht so alleine auf weiter Flur gewesen wäre.
Ich bin sehr gespannt, wie alles ablaufen wird. Es bleibt nur, abwarten und Tee trinken.
LG Silke
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Re: Erfahrungen mit Privatschulen
09 Jan. 2013 18:31unserer Tochter ist auf einer Schule in privater Trägerschaft und es funktioniert sehr gut. Sie ist ganztags in der Schule mit Mittagessen und bekommt sehr viel Hilfe auch vom Koch und dem Thekenpersonal beim wiegen und berechnen der BE's. Die Lehrer haben alle ein Auge auf sie und unterstützen sie wann immer sie Hilfe benötigt.(z.B. ist es kein Problem dass sie zuhause anruft wenn mal jemand Geb. hat und was mit bringt und sie nicht weiss wie viele Be sie berechnen muss usw. )
Aber ich denke das liegt oft an der Schulleitung und an den Lehrern selber und nicht daran ob Privat oder nicht.
LG
Heike
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Re: Erfahrungen mit Privatschulen
14 Jan. 2013 19:33Versucht doch mal eine Schulbegleitung zu bekommen. Ich finde das eine sehr große Unterstützung für das Kind un d es ist ein guter Schritt, dass es selbständig wird. Denn dadurch dass die Schulbegleitung nur im Hintergrund agieren sollte, ist das Kind auf sich gestellt und lernt mit dem Diabetes größtenteils selbst umzugehen. Nur im Notfall greift die Schulbegleitung ein.
Ich fände das eine gute Lösung für den Anfang, vielleicht kann sie ja schon bald alleine gehen.
Ich selbst arbeite als Schulbegleitung mit einem Mädchen mit Autismus, seit 1 Jahr. Am Anfang war es noch sehr hart und ich musste viel helfen und eingreifen, aber mittlerweile sind wir soweit, dass sie nächstes Schuljahr alleine gehen kann. Sie ist so selbständig, dass ich anderen Kindern mehr helfe als ihr.
Ist zwar schade ein Kind abzugeben, aber das ist das Ziel der Schulbegleitung
Liebe Grüße
Simone
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Re: Erfahrungen mit Privatschulen
14 Jan. 2013 20:08wie wird man Schulbegleitung, braucht man da einen pädagogischen oder sozialen Beruf?. Da ich eine Tochter mit Down-Syndrom und Diabetes habe, hab ich mir schon oft so meine Gedanken gemacht, sowas wie Integrationshilfe/Schulbegleitung zu machen, weiss aber nicht wo ich da anklopfen soll.?
Vielleicht kannst du mir ja einen Tip geben.
Herzliche Grüße
Heike
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