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Seit Sturz nur noch hohe Werte

brianna_fire
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Seit Sturz nur noch hohe Werte

24 Juli 2013 15:38
#83892
Hallo ihr Lieben,
Flo ist vor 2 Wochen mit dem Roller gestürzt. Er hatte ziemliche Schurfwunden und einen richtigen Schock.
Die Wunden sind gut verheilt, aber die Werte seitdem eine Katastrophe.
Unser Tagesbedarf liegt normal bei Ca 50 ie. Jetzt liegen wir bei 90, und trotzdem fast kein Wert unter 200.
Ob die Pumpe bei dem Sturz was abbekommen hat? Aber sie gibt keine Fehlermeldung.
Oder durch beginnende Pubertät so höher Insulinverbrauch?
Essensfaktoren hab ich etwas erhöht, basalrate läuft auf 120-150%.
Also was meint ihr, Fehler bei der Pumpe suchen, oder doch eher woanders?
Wir waren bis heute in Bayern im Urlaub, und auch das wetter ist ja sehr heiß.
LG
Tanja
Tanja mit Florian * 10/2001 Diabetes Typ 1 seit 04/2012, CSII seit 01/2013

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brianna_fire
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Re: Seit Sturz nur noch hohe Werte

24 Juli 2013 18:05
#83894
So, aktueller Wert 425, trotz basalrate 150%.
Aber kein Keton.
Ich versteh das Grad nicht so ganz...
Lg eine ratlose :blink:
Tanja
Tanja mit Florian * 10/2001 Diabetes Typ 1 seit 04/2012, CSII seit 01/2013

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Astrid
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Re: Re:Seit Sturz nur noch hohe Werte

24 Juli 2013 19:01
#83896
Hallo, in so einem Fall würde ich glaube ich doch mal zum Diabetologen gehen. Wir hatten jetzt auch eine Phase mit sehr schwankenden Werten. Nach einem Besuch beim Diabetologen und der Veränderung sowohl der Basalrate als auch der Mahlzeitenfaktoren ist jetzt alles wieder deutlich besser. Thore ist allerdings erst 7 und wir erst ein halbes Jahr dabei. Wahrscheinlich hast du schon etwas mehr Erfahrung. Lg Astrid

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krobsi
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Re: Seit Sturz nur noch hohe Werte

24 Juli 2013 21:26
#83900
Würde mic auch erkundigen . vielleicht hat wirklich die Pumpe etwas abbekommen .. schon hoch der Insulinverbrauch .. alles Gute!

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Joa
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Re: Seit Sturz nur noch hohe Werte

24 Juli 2013 22:37
#83903
Hallo Tanja,

Deine Frage, woran es liegen mag ist schon verständlich. Ich setze erst mal die Prämisse, es läge nicht an der Pumpe.
Das führt zu Überlegungen, woran sonst es liegen könnte. :unsure:
.
brianna_fire schrieb: .
Flo ist vor 2 Wochen mit dem Roller gestürzt. Er hatte ziemliche Schurfwunden und einen richtigen Schock.
Der Schock mag vielleicht auch eine gewisse Bedeutung haben, aber lassen wir ihn mal außen vor, dann bleiben größere Schürfwunden. D.h. auch entzündliche Vorgänge, was die Körperabwehr mobilisiert und z.B. wesentlich höhere Cortisolausschüttungen bedingen kann oder wird.
Dadurch kann der Insulinbedarf massiv ansteigen, wobei nachgehende Korrekturen, ist der Anstieg erst mal da, kaum wirken.

Du schüttest Insulin drauf und es macht "puff" weg ist es und nix oder nur wenig ist zu sehen.

Seitdem kleckert ihr den hohen Werten wohl korrigierend hinterher?
Das ist verständlich, denn Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste, bevor selbiges durch Hypos zerdeppert wird.

Der Nachteil des Hinterherkleckern ist allerdings, dass durch den Mechanismus der Down-Regulation der Rezeptoren der Insulinbedarf weiter steigt. Dann kleckert man noch mal ein Stück mehr hinterher, aber was macht der Insulinbedarf? Er steigt weiter. Denn je mehr Insulin desto weniger Rezeptoren stehen dem herumschwirrenden Insulin zur Verfügung.

Der Rahmen dieser Anpassung der Rezeptorenanzahl an ihren Liganden (hier das Insulin) beträgt von der maximalen Rezeptorzahl ausgehend eine Halbierung, was zu einem um das 4-fache gesteigerten Insulinbedarf führen würde.

Ein jeweils weiterer Schritt der Down-Regulation aufgrund gestiegener Insulinmengen macht sich nach etwa 2-3 Tagen an einem weiter steigenden Insulinbedarf bemerkbar.

Anders herum kann durch eine Senkung der Hormonmenge (Insulindosis) auch eine Up-Regulation der Rezeptorenzahl erfolgen. Dann sinkt auch von der minimalen Rezeptorenzahl bis zur maximalen Rezeptorenzahl der Insulinbedarf auf 1/4 der Ausgangsmenge ab.

Bekommt man die Werte durch die nachkleckernden Korrekturen nicht in den Griff, ergeben sich auch noch zusätzliche Resistenzfaktoren, wie z.B. erhöhte Fettsäurenspiegel, die ihrerseits die Insulinwirkung zusätzlich abschwächen.

Das kann dann auch schon mal für sich rund 50% mehr an Insulinbedarf ergeben.

Was tun sprach Zeus, die Götter sind besoffen ... ähm, pardon, die Götter brauchen Rat.

Die Idee wäre, bei steigendem Insulinbedarf so schnell wie möglich mit den Insulinanpassungen vor den Insulinbedarf zu gelangen, bevor die sekundären Folgeresistenzen der Down-Regulation und z.B. der Fettsäurenresistenz zusätzlich draufsatteln können.
Erscheinen dann Hypos, freut das eher, denn es zeigt Insulinwirkung an.
Na ja. Dann passt man das Insulin auf das entstandene höhere Bedarfsniveau bei guten Werten an, bis keine Hypos mehr auftreten. Anschließend fährt man bei nachlassenden Resistenzfaktoren die Insulindosen dann parallel wieder runter.

Ich habe schon mehrfach (aber selten) Phasen gehabt, wo ich die BR eine ganze Weile auf 200% am Laufen hatte. ;)
.
Die Wunden sind gut verheilt, aber die Werte seitdem eine Katastrophe.
Siehe oben.
.
Unser Tagesbedarf liegt normal bei Ca 50 ie. Jetzt liegen wir bei 90, und trotzdem fast kein Wert unter 200.
Zur Mengeneinschätzung bei Euch fehlt das Gewicht von Flo. Also ie/kg.
.
Ob die Pumpe bei dem Sturz was abbekommen hat? Aber sie gibt keine Fehlermeldung.
Die Pumpe wäre für mich (erst mal) der letzte Verdächtige.
Aber wenn Ihr Essensboli und Korrekturdosen mal einen Tag lang per Pen macht, sollte sich schon ein Bisschen abschätzen lassen, ob das dann besser wirkt, und somit eine erste Fehleranalyse leisten lassen?
.
Oder durch beginnende Pubertät so höher Insulinverbrauch?
Das ist natürlich durchaus auch eine, ggf. weitere Möglichkeit. Durch hormonelle Resistenzen kann der Insulinbedarf deftig nach oben schnellen.
Wenn nun zufällig ein pubertärer Schub mit dem Rollercrash kollidiert wäre, dann wäre das eine Art von Auffahrunfall. :S
.
Essensfaktoren hab ich etwas erhöht, basalrate läuft auf 120-150%.
Dann kommt Eure deutliche Insulinmengensteigerung wohl im Wesentlichen aus den nachgehenden Kleckerkorrekturen, die wie zuvor dargestellt, eher kontraproduktiv werden können, weil sie den Bedarf ggf. nur noch weiter den Berg aufwärts treiben?

Nun ja. Wie es auch ist, ihr solltet wohl schon mal kurzfristig den Doc zum Interview bitten?
Zur Up- und Downregulation der Insulinrezeptoren (wie übrigens aller Hormonrezeptoren im Körper) gibt es ja die recht eingehende Beschreibung und das Regelwerk zum Umgang damit von Dr. Teupe auf der Althausen-Website (siehe Leseprobe).

Ich drück mal die Daumen, dass ihr die etwas nervige Situation bald wieder in den Griff bekommt, sei es an pubertär-hormonelle Mehrbedarfe angepasst, sei es mit wieder upregulierten (vermehrten) Insulinrezeptoren, oder aber irgendeiner Mischung aus beiden Sachen. :)

Was soll's also. Soviel Insulin wie der Junge braucht, soviel braucht er halt. ;)

Gruß
Joa

p.s.
Ich habe jetzt nicht mehr Korrektur gelesen. Bitte also Murks im Text gnädig zu verzeihen. Fragen natürlich gerne, falls es doch zu krautig geworden ist.
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brianna_fire
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Re: Seit Sturz nur noch hohe Werte

24 Juli 2013 23:14
#83905
Vielen Dank für eure antworten, besonders an joa.
Flo wiegt 52 kg. Also wenn ich das jetzt richtig versteh, setze ich die basalrate so lange hoch, bis die erste Hypo kommt, und dann geh ich langsam wieder runter? Bei uns senkt eine Einheit um 50, das hab ich auf 40. Trotzdem haben 3.5 ie von 425 auf 275 gesenkt. Sollte ich dann mit mehr korrigieren?
LG
Tanja
Tanja mit Florian * 10/2001 Diabetes Typ 1 seit 04/2012, CSII seit 01/2013

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Andrea Sch
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Re: Seit Sturz nur noch hohe Werte

25 Juli 2013 08:38
#83911
Hallo Tanja,

Joa hat ja wie immer eine plausible Erklärung geliefert! ;)
Mich hat aber Deine Beschreibung trotzdem an eine Phase erinnert, in der wir
ähnlich hohe, schlecht zu korrigierende Werte hatten.
Pubertät, Stress, versteckter Infekt, alles haben wir als mögliche Fehlerquelle
vermutet.
Im Nachhinein haben sich dann aber doch die Kanülen als Fehlerquelle herausgestellt. Mit dem Wechsel auf eine andere Charge war der Spuk vorbei.
Also nur zur Sicherheit, vielleicht hast Du ja noch eine Schachtel mit einer anderen LOT Nummer zu Verfügung.....

LG
Andrea
Valentin (08/1998, D seit 04/2006, Accu Check Combo seit 2009, Novorapid)

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brianna_fire
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Re: Seit Sturz nur noch hohe Werte

25 Juli 2013 15:31
#83918
Vielen dank für eure antworten.
Tatsächlich war es so, das wir gestern bei der 425 einen katheter aus einer anderen Packung verwendet haben.
Und was soll ich sagen? Die ganze Nacht 85, heute Morgen 119. Heute waren die Werte nicht über 130.
Vielleicht lags wirklich an den Kathetern.
Ich bin nur froh, das es jetzt besser geht.
Vielen Dank euch nochmal.
LG
Tanja
Tanja mit Florian * 10/2001 Diabetes Typ 1 seit 04/2012, CSII seit 01/2013
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Joa
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Re: Seit Sturz nur noch hohe Werte

25 Juli 2013 22:21
#83924
brianna_fire schrieb: Und was soll ich sagen? Die ganze Nacht 85, heute Morgen 119. Heute waren die Werte nicht über 130.
Vielleicht lags wirklich an den Kathetern.
Fein, dass es jetzt wieder in geordneten Bahnen zu laufen scheint. :cheer:

Ist manchmal schon echt schwer, eine genauere Störfallanalyse zu machen, erst recht eine (halbwegs) gesichert plausible.

Das macht Diabetes und Diabetestherapie dann auch erst wirklich unterhaltsam und abwechslungsreich. :silly:
Ob man/frau das braucht, ist eine ganz andere Frage. :blink:

Gruß und
toi, toi, toi

Joa

p.s.
Welche Pumpe habt ihr am Start, bzw. welche Kathetersorte?

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brianna_fire
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Re: Seit Sturz nur noch hohe Werte

25 Juli 2013 22:31
#83925
Hi joa,
Ich bin auch froh das die Werte wieder besser sind.
Wir haben die Accu Check combo, und nutzen nur die flex Link, also nur Teflon.
Gegen Stahl wehrt sich Flo, er sagt, die tun ihm weh. Kann natürlich sein, das eine 8 er Nadel zu lang ist, er ist ziemlich in die Höhe geschossen, dadurch jetzt eher schmal.
Beim nächsten Ambulamztermin werden wir mal die Tender Link probieren, das sind ja die mit schrägem Winkel.
LG
Tanja
Tanja mit Florian * 10/2001 Diabetes Typ 1 seit 04/2012, CSII seit 01/2013

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