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Kind von Pumpe überzeugen
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Kind von Pumpe überzeugen
07 Nov. 2010 12:33Es ist so, dass wir von unserer Ärztin nahegelegt bekommen haben, dass für Lukas eine Pumpe sinnvoller wäre. Zunächst war ich skeptisch dem ganzen gegenüber, weil ich mit der Dosierung und dem Umgang mit den Pens und den Insulinen sehr gut umzugehen weiss. Nun scheint die Remi von Lukas fast vorbei zu sein und wir haben in der Nacht von 23.00 Uhr bis 1.00 Werte über 200mg/dl die dann Morgens ohne Korrektur wie weggeblasen wieder auf 90mg/dl runter sind. Ich hatte nämlich paar mal in den vorherigen Nächten korrigiert was dann zunächst absolut nicht wirkte und die Wirkung beider Insuline um 2. Uhr begann und wir dann Unterzuckerungen hatten. Deshalb habe ich den Wert heute mal nicht korrigiert. Nun denke ich, dass eine Pumpe höchstwahrscheinlich sinnvoller wäre und auch denke ich dass die Krankenkasse bei diesem Phänomen nicht so große Probleme machen würden, aber Lukas will dieses Teil überhaupt nicht. Wie kann ich es meinem kleinen Prinzen denn Schmackhaft machen?? Habt ihr Tipps? Ich habe ihm schon Videos im Internet von Kindern mit der Pumpe gezeigt und habe ihm auch gesagt dass er dann Dinge essen kann die er mag ohne zur nächsten Mahlzeit zu warten aber ihn überzeugt es überhaupt nicht. Nun möchte ich nächste Woche zu einem Pumpencafe mit ihm dass er die Teile mal anfassen kann, aber ich weiss nicht ob es was bringt. Ich will ihm das auch nicht aufzwingen, weil er ja den Diabetes hat und damit leben muss und sich mit dieser Einschränkung auch wohlfühlen muss. Aber unsere Ärztin und ich wissen nicht wie wir diese Werte in der Nacht sonst abfangen könnten da das voverlegen der Basis auch keinen Erfolg brachte!
LG
Irene mit Lukas
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Re: Aw: Kind von Pumpe überzeugen
07 Nov. 2010 13:49aufzwingen lässt sich die Pumpe auch nicht, dann hätte er wahrscheinlich Widerwillen und würde nicht mitarbeiten. Meine Tochter wollte die Pumpe am Anfang auch nicht. Wahrscheinlich, wie bei den meisten weil man sich das einfach nicht vorstellen kann. Ihr hat es geholfen, dass ein älteres Mädchen aus der Selbsthilfegruppe ihr die Pumpe gezeigt und erklärt hat und ihr von den ganzen VOrteilen vorgeschwärmt hat. Das kann wirklich jemand am besten, der damit lebt, da können wir Eltern und Ärzte uns den Mund fusselig reden.
Vielleicht lässt sich dein Sohn ja von einem Probetragen überzeugen. DA hat er die Pumpe drei Tage allerdings ohne Insulin (muss also trotzdem spritzen-ist aber vielleicht gar nicht schlecht für den direkten Vergleich) und danach kann er sich dann entscheiden. Die Entscheidung fällt in der Regel für die Pumpe aus....
Viel Glück Vera
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Re: Aw: Kind von Pumpe überzeugen
07 Nov. 2010 19:56Ann-Katrin war damals 5 Jahre alt, als unsere Ärztin das erste Mal von einer Pumpe sprach. Ich weiß noch, dass Ann-Katrin auf der Rückfahrt sagte: "Mama, versprich mir, dass ich NIEMALS so ein Ding tragen muss!!!". Da sie bei ihrem Diabetes super toll mitgemacht hat, wollte ich es nicht riskieren, dass sie sich sperrt, wenn ich ihr eine Pumpe aufzwinge. Daher war das Thema - mit Zustimmung der Ärztin - erst mal vom Tisch. Klar, habe ich in der nächsten Zeit immer mal wieder so Bemerkungen fallen gelassen, wie: "Tja, wenn du jetzt eine Pumpe hättest, dann könntest du...". Und was soll ich sagen, ein paar Monate später wollte sie es mal probieren. Ich habe ihr dann erklärt, dass das allein ihre Entscheidung sei, wir sie natürlich gerne dabei unterstützen, aber sie schon selber ihre Dia-Ärztin drauf ansprechen muss. Eine Woche vor ihrem 6. Geburtstag hatte sie dann eine Pumpe.
Ich denke auch, mit Zwang besteht die Gefahr, dass du eher das Gegenteil erreichst. Vielleicht hat ja die Taktik "steter Tropfen höhlt den Stein" mehr Erfolg
Ich halte die Daumen, dass sich dein Sohn in naher Zukunft auch für eine Pumpe entscheidet.
Liebe Grüße
Martina (Mama von Ann-Katrin)
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Re: Aw: Kind von Pumpe überzeugen
07 Nov. 2010 22:49ich war bei uns diejenige, die irgendwann alle Technik-Antipathien über Bord geworfen hat und eine Pumpe wollte. Erst hab ich die Ärztin überzeugt (unsere Kinderklinik war nicht gerade die Metropole der Pumpentherapie) und dann meiner Tochter immer wieder erzählt, was mit Pumpe alles besser ginge. Wir haben die Pumpe im Januar bekommen und im nächsten August kam sie in die Schule.
Die Werte sollten auch besser werden, aber für ein Schulkind bringt die Pumpe so viel Unabhängigkeit.
Meine Argumente für das Kind waren:
- du kannst viel besser länger bei einer Freundin bleiben, ich muss nur mit der anderen Mama telefonieren, sie überwacht dann, dass du die richtige Menge bolst (Spritzen konnten andere Mamas bei uns nie!)
-man kann bei Freundinnen übernachten und hat keine Nachtspritze mehr
-man braucht in der Schule keine Krankenschwester mehr, die zum Spritzen kommt
- man braucht nicht mehr Mama oder Papa mitnehmen, wenn ein Ausflug gemacht wird
- in unserer Betreuung gibt es kein warmes Mittagessen, mit den Essenszeiten der Pen-Therapie hätte das gar nicht gepasst, jetzt isst sie in der Betreuung wie alle einen Imbiss (Obst, Knäckebrot, Rohkost)und dann zu Hause Mittagessen, aber mal um 13 Uhr mal um 13.30 und mal erst gegen 14 Uhr. Und es geht super!
Ich würde eine Pumpentherapie ohne dass das Kind überzeugt ist, nicht machen. Ich habe auch sehnsüchtig darauf gewartet, dass meine Tochter es selbst wollte. Aber die Basalratentest mit den ausgelassenen Mahlzeiten in der Pumpeneinstellung sind ziemlich mühsam, wenn das Kind nicht mitspielt. Meine Tochter hat das alles ohne zu maulen mitgemacht und als ich sie irgendwann gelobt habe, wie toll sie mitmacht, hat sie nur gesagt: "Mama, ich will doch eine Pumpe und man kriegt keine, wenn man das nicht mitmacht..." Da war sie noch 5 Jahre alt.
Die Pumpe wurde am ersten Kliniktag angehängt und Franzi will sie nicht mehr hergeben!
Vielleicht kannst du deinen Sohn mit Kindern zusammen bringen, die eine Pumpe haben? Franzi hat ihre Pumpe mal zwei Tage Probe getragen, um das Gefühl zu testen, wie es ist so ein Ding an sich dran zu haben. Blöd ist dabei nur, dass ja dann noch kein Insulin drin sein kann. Sprich du hast das Teil an dir hängen aber musst trotzdem spritzen. Ich glaube, das ist für Kinder ziemlich abstrakt.
Ich wünsch Euch viel Durchhaltevermögen und Geduld!
Viele Grüße
Petra
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Re: Aw: Kind von Pumpe überzeugen
08 Nov. 2010 09:24wenn Dein Kind nicht will, aufzwingen kannst Du es ihm nicht.
Dasselbe Problem bei meiner Tochter, wobei die Pumpe gerade wieder beim Routine-Termin angesprochen wurde. Nein, die Nadel will sie nicht.
Ich wollte sie auch mal Probe tragen lassen (an einem Pumpen-Infotag und mal zu Hause, das Angebot der Dame von Accu-Chek stand), aber sie wollte sich nicht stechen lassen. Nicht einmal, als ich mich stechen ließ.
Vielleicht kann sie sich irgendwann mit der Omni Pod anfreunden, wo man die Nadel wohl nicht sehen kann.
Solange wird halt noch gespritzt, auch wenn es manchmal mühsam ist.
LG Lili
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Re: Aw: Kind von Pumpe überzeugen
08 Nov. 2010 09:36Seit dem Kids-Kurs will er jedoch auch eine Pumpe, wahrscheinlich musste er erst mal das Gerät über mehrere Tage im Einsatz sehen. Da waren dann auf einmal ganz andere Argumente im Spiel - man braucht nicht mehr so lange beim Spritzen, man kann flexibler essen usw.
Außerdem fahren die Werte momentan Achterbahn - für uns auch ein Grund, die Pumpe zu testen (wobei das erst Anfang 2011 was wird)
Am 4.12. gehts erst mal zum Pumpentreff, vielleicht gefällt ihm dann ja auch der Omnipod - den will er momentan nämlich nicht (obwohl ich ihn sofort nehmen würde, da dieses ganze Schlauchgefitze nicht dabei ist)
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Re: Aw: Kind von Pumpe überzeugen
08 Nov. 2010 10:04vielen herzlichen Dank für die netten Antworten. Bei uns ist es so dass unsere Ärztin sagte, dass man weniger Probleme damit hat eine Pumpe vor dem 6. Lebenjahr zu bekommen als danach. Nun sage ich ihm auch ständig, dass vieles mit Pumpe einfacher wäre. Aber vielleicht zieht die Tour mit dem übernachten, weil er sehr gerne bei seinen Jungs manchmal übernachten würde aber es mit dem spritzen halt ein Problem ist. Muss ich mal versuchen
LG
Irene
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Re: Aw: Kind von Pumpe überzeugen
08 Nov. 2010 10:46kennst Du die Möglichkeit, unter GEMEINSCHAFT - MITGLIEDERBEREICH - MITGLIEDERKARTE Dir hier angemeldete Diabetes-Kids-Eltern zu lokalisieren? Dann kannst Du die Eltern direkt kontaktieren und Dich mit ihnen austauschen. Wir haben auf diesen Weg ein paar Diabetes-Kids in Maries Alter gefunden und es ist enorm wichtig für die Kinder, dass sie merken, dass sie nicht alleine dastehen mit diesem Problem.
Ich hab gerade mal auf der Landkarte für Dich gesucht. Die Ergebnisse schick ich Dir als Persönliche Nachricht, da Du deinen Thread im offenen Bereich gepostet hast und ich keine Privatsphäre verletzen möchte.
Maja
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Re: Aw: Kind von Pumpe überzeugen
08 Nov. 2010 23:32eins hatte ich noch vergessen: Keine Spritzen mehr!
Franzi hat den Pen 6 mal am Tag ziemlich tapfer ertragen, so dass mir erst als wir die Pumpe hatten klar geworden ist, wie sehr sie darunter gelitten hat und wie befreit sie war als das weg fiel!
Viele Grüße
Petra
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Re: Aw: Kind von Pumpe überzeugen
09 Nov. 2010 08:04ja das wäre für meinen kleinen Mann sicherlich auch was schönes mit dem weniger spritzen. Nun waren wir gestern in einem Pumpencafe und haben uns mal Pumpen in "echt" angesehen und leider ist er immer noch nicht überzeugt. Ich bin mir aber schon ziemlich sicher, dass wenn wir die Pumpe immer wieder ins Gespräch bringen und ihm als eine Erleichterung "verkaufen", wird er sich dazu noch entscheiden. Es wäre schon schön wenn es hier in der Nähe Kinder gäbe, die eine Pumpe haben und er es dann sehen könnte.
LG
Irene
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