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Diabetes-Kids Elternblog: So schnell wird aus einer U-Untersuchung ein Krankenhausaufenthalt

Schon im November 2015 war unser Kind sehr träge, schlapp, ständig müde und gammelig. Sie zu motivieren, dass Sie zum Tanzen geht, war echt schwer. Ständig Augenränder und sie sagte, sie hätte ein Kribbeln im Kopf. Nicht ständig, hin und wieder, meist wenn sie zu Bett sollte.

Schon immer musste ich darauf achten, dass sie genug trinkt, war immer wenig, so dass ich mich freute, dass es mehr wurde.

Im Januar war dann ihr 5er Geburtstag, auf den sie sich so freute. Sie war mal wieder gammelig. Ende Januar begann sie dann ihren Schwimmkurs zum Seepferdchen. Voller Elan. Sagte mir aber, dann will sie nicht mehr tanzen gehen, beides sei ihr zu viel. Okay, passt ja zum müdesein.

Dann ging es los, dass Trinken wurde enorm viel, selbst nachts und sie konnte es nicht halten und nässte 5-6 mal ein. Puuh, morgen haben wir eh einen Arzttermin.

 

Es war der 8. Februar 2016. Wir begannen ganz normal die U Untersuchung. Als die Ärztin mich fragte, ob mir sonst noch was auf gefallen sei, berichtete ich vom vielen Trinken und Einnässen. Sie piekten in den Finger und wir mussten zusätzluch Urin abgeben.

Von da an, lief es wie ein schlechter Film.

Sie rief im Krankenhaus an und meldete uns an. Fragte, ob ich mit dem Auto da sei oder sie einen Krankenwagen anrufen muss. Ich sagte mit dem Auto und dass ich erst noch nach Hause müsse und Sachen packen muss usw. Während sie im Krankenhaus anrief, schrieb ich meinem Mann, dass er Feierabend machen soll und ich mich gleich melde.

Aus der Arztpraxis raus, rief ich meinen Mann an, weinend und sagte wir holen ihn ab. Arbeitgeber bescheid gegeben, eigenen Dienst abgesagt, nach Hause, Sachen gepackt, Mann abgeholt und 50km ins Krankenhaus gefahren.

Da ging es ganz schnell. Innerhalb einer halben Stunde saß die Insulinpumpe und das Zimmer war bezogen.

Wir standen neben uns...

Mittlerweile sind es 7 Monate seit der Diagnose. Seit 2 Tagen sitzt der Libre. Meine Maus hat ihr Seepferdchen am 10. April bestanden und geht mittlerweile auch wieder zum Tanzen.

Tags: Insulinpumpe, Elternblog, Blog, Symptome

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Diskutiert diesen Artikel im Forum (2 Antworten).

Sonne Emmi antwortete auf das Thema: #102273 12 Sep 2016 00:31
Bei unserer Tochter würde Diabetes im Januar 2016 festgestellt :( meine Tochter war da 2 1/2 Jahre alt. Es fing so an das sie ständig Durst hatte und sehr viel getrunken hat nachts war Sie eingenässt ich schaute mir das 4 Wochen an und dachte mir innerlich da stimmt was nicht. Dann habe ich im Internet geforscht was es zu bedeuten hat wenn ein Kind plötzlich viel trinkt sofort kam der Bericht Verdacht auf Diabetes als ich es meinem Mann erzählte nahm er mich nicht so Ernst und meinte keiner in der Familie hat sowas und ich soll nicht immer vom schlimmsten ausgehen. Nach einer Woche und nach dem der Kinderarzt vom Urlaub zurück kam entschloss ich mich hinzufahren. Dort angekommen erzählte ich ihm das meine Tochter viel Trinkt und das ich gelesen habe das dass auf Diabetes hindeuten kann darauf hin machte eine Arzthelferin einen Blutzuckertest als ich Sie fragte und wie ist das Ergebnis und Sie meinte das bespricht der Arzt gleich mit Ihnen wusste ich da stimmt was nicht. Dann kam die schreckliche und
mibi74 antwortete auf das Thema: #102188 05 Sep 2016 13:00
Ja, hinterher ist man immer schlauer nicht? Ich bin auch wöchentlich mit meinem Sohn zum Arzt gerannt, weil er Soor und einen großflächigen eitrigen Ausschlag im Windelbereich hatte. Nachts hat er ständig geschrien, was untypisch für ihn war. Einmal ist er sogar total erschöpft im Sitzen und an den Gitterstäben angelehnt eingeschlafen. Ich hatte mir deswegen später solche Vorwürfe gemacht! Warum ich nicht an was lebensbedrohendes gedacht hatte. Statt dessen nahm ich an, ihn würde ein Zähnchen quälen und habe ihn einen gekühlten Beißring gegeben. In der Praxis erwähnte ich nach drei Wochen, dass er so viel trinken würde, worauf wir den Blutzucker getestet hatten. Das hat nicht funktioniert, weil er schon über 700 mg war. Dann durfte ich eine Weile im Sprechzimmer warten und mir war da schon ganz mulmig in der Magengrube.
Dann kam der Arzt und eröffnete mir, was mein Sohn hatte und dass er bereits im Krankenhaus angerufen hätte. Ich solle umgehend da hin fahren.
Noch in der Praxis rief ich heulend meine Schwiegermutter an. Ich konnte gar nicht mehr klar denken. Dann sind wir heim und ich habe meine Tasche gepackt, während sie den Rest erledigt hat. Wir waren gerade erst seit 14 Tagen in unser Haus eingezogen und überall standen noch unausgepackte Kartons herum) Die Autofahrt zur Klinik war der Horror und die Aufnahme in der Klinik noch mehr. Die ersten drei Wochen im Krankenhaus stand ich total neben mir. Meinen Mann ging es auch nicht viel besser.

Wir haben eine tolle Diabetologin in der Rems-Murr-Klinik. Das ganze Team an Schwestern und Diätassistentinnen ist sehr freundlich und immer hilfsbereit. Sie haben uns in den Jahren immer gut betreut und später gut durch den Kindergarten gebracht. Die Grundschule ist nun auch Schnee von gestern. In den nächsten zwei Wochen werden die Lehrer an der neuen Schule geschult. Ich muss sagen, in Sachen Betreuung und Vermittlung zwischen Schule und die Beauftragte der Schule für chronisch erkrankter Kinder, scheint Baden-Württemberg gut aufgestellt zu sein.

Wie du festgestellt hast vergeht die Zeit ganz schön schnell. Bei dir sind schon 7 Monate vergangen und was hat man doch in den Monaten alles geleistet. Wenn dein Kind jetzt fünf ist, dann kommt es nächstes Jahr vielleicht schon in die Schule und dann rennt die Zeit noch schneller davon.

Ach und herzlichen Glückwunsch, zum bestandenen Seepferdchen! Das war für meine Kinder auch was ganz Besonderes und gerade vor der Schule ist das eine super gute Erfahrung und tut dem Ego gut.

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