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THEMA: Job aufgeben?!

Job aufgeben?! 27 Jan 2016 10:13 #99179

  • lillithsmamma
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  • Beiträge: 19

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Mädchen
  • Geburtsjahr: 2014
  • Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
:dry:

Hallo erstmal!
Wir sind ganz neu hier - bei meiner Tochter Lilltih wurde im November 2015 im Alter von 15 Monaten Typ 1 diagnositiziert. Jetzt kämpfen wir jeden Tag damit, unser Familienleben (wir sind zu viert) ein- & umzustellen.
Eine Frage treibt mich so sehr um, dass ich kaum mehr schlafen kann: Momentan brauchen mein Mann und ich (wir sind beide Lehrer) unsere nicht in Anspruch genommene Elternzeit & Extra-Betreuungstage für schwer erkrankte Kinder auf - wir hatten drei Monate übrig. Wir haben also noch bis Ende April "Galgenfrist" in denen mein Mann daheim ist, bis das normale Arbeitsleben weitergeht.
Lilliths Tagesmutter hat sich bereit erklärt, sie weiter zu betreuuen - die Frau ist ein Mensch gewordenens Goldstück, gibt sich unheimlich viel Mühe, liest sich ein, besucht von sich aus Schulungen bei ihrem Hausarzt, kam in die Klinik zu den Schulungen usw. - besser hätten wir es nicht treffen können.
Trotzdem klappen die Tage, wenn wir mit Lillith bei ihr sind, einfach überhaupt nicht. Gar nicht mal, weil ihre Tagesmutter Fehler macht, sondern einfach aufgrund unserer und ihrer Unsicherheit (wir lernen jeden Tag noch so viel Neues über den Diabetes unserer Tochter!!). Das zermürbt uns so sehr, dass ich mich täglich frage, ob ich nicht doch meinen Job aufgeben soll - denn die Tage, an denen wir ganz in Ruhe daheim sind, klappen viel besser und uns allen vieren geht es - gesundheitlich und mental - besser.
Wir hätten nicht mal die finanziellen Eimbußen zu befürchten, da wir von familiärer Seite mit sehr viel Unterstützung rechnen dürften.
Ist es für diese Entscheidung noch zu früh? Oder sollte man hier auf sein Gefühl hören?

Hat jemand von euch Erfahrung mit einer sehr frühen Diagnose und hat seinen Job aufgegeben bzw. behalten? Woran habt ihr eure Entscheidung festgemacht? Und habt ihr sie im Nachhinein bereut?

Ich wäre unheimlich dankabr für Austausch mit Menschen, die diese Situation nachvollziehen können und bereit sind, ihre Erfahrungen zu teilen.

Süße Grüße,
Ulli

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Job aufgeben?! 27 Jan 2016 11:36 #99180

  • milka
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  • Geburtsjahr: 2009
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo erstmal,
Hast du nicht Anspruch auf Elternzeit bis zum 3. Geburtstag deines Kindes?
Da es finanziel bei euch ohne Probleme geht, würde ich das auch in Anspruch nehmen! Wenn dein Kind 3Jahre ist, kannst du dir die Karten neu legen.
Eigentlich hast du dich doch eh schon entschieden. Dein Gefühl sagt dir das Richtige. Wenn jemand ein 15Monate altes Kind daheim hat, muss Arbeit nicht zwingend sein und schon gar nicht mit DM. Das kann jeder selbst entscheiden.
Lea ist 6Jahre hat DM seit einem Jahr und wir haben es auch mit Kiga und Pflegedienst versucht. Für uns war das nichts und ich habe meine Std reduziert und bin um 12uhr daheim. Lea kann also mittags Zuhause essen. Das war uns wichtig und klappt super.
Wünsche euch alles Gute!!
VG,
Alex

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Job aufgeben?! 27 Jan 2016 17:39 #99181

  • AlexMo
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  • Beiträge: 450

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2005
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo Ulli,
herzlich Willkommen hier im Forum!

Moritz war bei Manifestation zwar schon 6 bzw fast 7 Jahre alt, doch mich hat die neue Situation anfangs auch sehr "gefangen" genommen bzw. belastet. Auch ich war zunächst ein Vierteljahr zu Hause, dh, eigentlich länger, da sich daran die Sommerferien anschlossen.Den Job aufzugeben war keine Alternative, doch da ich ebenfalls im Schuldienst bin, war es für mich klar und auch sehr gut möglich, die Stunden zu reduzieren. Selbst im letzten Jahr habe ich erneut reduziert (unsere Nächte sind nicht die besten...), so dass ich jetzt nur noch 50% arbeite, ich bin damit sehr zufrieden.
Da Ihr ja beide Lehrer seid, könnte ja sogar jeder von Euch reduzieren, so wie es Euch gut passt.

Allerdings seid Ihr einfach noch in einer anderen Situation, da Eure Tochter ja noch soooo klein ist. Schön, dass Ihr so viel Glück mit Eurer Tagesmutter habt.

Ich würde die Entscheidung nicht überstürzen und mich Alex (milka) anschließen, dass Ihr bzw Du ja tatsächlich auch noch den Rest der Elternzeit (wenn auch nicht bezahlt) in Anspruch nehmen könnt. Vielleicht nimmt das erstmal Druck von einer weiteren Entscheidung; in dieser Zeit werdet Ihr auch viel routinierter und irgendwann gelassener, Eure Tochter gleichzeitig älter und größer, und somit vieles einfacher.

Euch weiterhin alles Gute

Alex

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Alexandra mit Moritz *04/2005, Diabetes Typ 1 seit 04/2012,
Insulin Novorapid, Medtronic/Paradigm G640 (seit 09/2016); Freestyler ;-) (seit Nov 2014)

Job aufgeben?! 27 Jan 2016 19:10 #99183

  • lillithsmamma
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  • Beiträge: 19

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Mädchen
  • Geburtsjahr: 2014
  • Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
Hallo zurück,

vielen Dank für eure Antworten! Die restliche zwei Jahre Elternzeit zu nehmen ist für mich ziemlich deckungsgleich mit "Job aufgeben"...leider habe ich meine Lebenszeitverbeamtung noch nicht in der Tasche, und das würde ich so unheimlich gern geschafft haben. Mich reißt es einfach hin und her.
Außerdem habe ich Angst, dass wir, wenn wir die Elternzeit komplett ausschöpfen, danach keine so tolle Betreuungsmöglichkeit für Lillith mehr finden. Wenn wir jemand so Engagierten wie ihre Tagesmutter an der Hand haben, dürfen wir uns da wirklich den Luxus erlauben, das "abzulehnen"?
Wahrscheinlich ist es ein Mittelweg wie deiner, AlexMo, das Richtige...Stunden reduzieren. Darauf wird es wohl hinauslaufen...

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Job aufgeben?! 27 Jan 2016 19:58 #99184

  • niki2010
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    Gold Schreiber
  • Beiträge: 195

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  • Geburtsjahr: 2010
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo,
mein Kleiner war bei der Diagnose gerade 2 Jahre alt. Ich habe nach dem Krankenhaus noch einen Monat Elternzeit in Anspruch genommen und dann bin ich wieder in Teilzeit mit dem Arbeiten angefangen.
Auch bei uns sind die Nächte nach wie vor eher bescheiden. Wir wechseln uns täglich mit der Nachtschicht ab. Nach 3 Jahren Diabetes leiden wir natürlich chronisch unter Schlafmangel, aber man wundert sich, was der menschliche Körper alles aushalten kann.
Ich habe es bislang nicht bereut, wieder arbeiten zu gehen. Wenn sich alles nur noch um die Erkrankung drehen würde, würde ich wahnsinnig. Es ist einfach schön, auch mal etwas anderes zu hören und unter andere Leute zu kommen.
Natürlich läuft nicht immer alles gut, aber schlechte Tage gibt es egal, ob er im Kindergarten ist oder Zuhause. Viele schlechte Tage sind nicht zu erklären. Man muss sich letztlich damit abfinden, dass es sie gibt.
Drücke euch die Daumen, dass ihr für euch die richtige Entscheidung trefft.

LG

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Job aufgeben?! 27 Jan 2016 21:58 #99186

  • mibi74
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    Moderator
  • Beiträge: 753

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2005
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo.
Mein Sohn war im gleichen Alter. Falls du noch etwas warten kannst würde ich die Entscheidung noch drei Monate aufschieben. In der Zeit werden keine Wunder passieren aber ihr seid dann sicherer und könnt den Pflegeaufwand einschätzen. Der ist die nächsten 12 Monate nicht zu unterschätzen. Vor allem wenn sie mit Zähnchen bekommen dran sind. Das gibt über Wochen hinweg sehr kurze Nächte. Nicht weil sie unausgeglichen sind, sondern die Werte chaotisch werden. Um ehrlich zu sein hätte ich es körperlich nicht geschafft mehr als 10 Stunden pro Woche zu arbeiten, da ich chronisch übermüdet war. Auf der anderen Seite hat mir die Zeit, wenn ich arbeitete wahnsinnig gut getan. Doch bis zum 3. Lebensjahr war das eine anstrengende Zeit gewesen. Sobald dein Kind gut und verständlich sprechen kann. Sich in ganzen Sätzen ausdrücken. Ab der Entwicklungsphase wird es erst leichter werden. Die Sprache, so meine Erfahrung, war für mich eine unheimliche Entlastung, weil man ja vorher alles von der Körperhaltung, Mimik, Gestichtfarbe und Stimmungsschwankung ablesen musste.
Ich persönlich habe alles hinten angestellt und habe auf so gut wie alles verzichtet. Deswegen war ich oft sehr unglücklich. Jetzt ist mein Sohn 10. Arbeit und Beruf könnten besser klappen, wenn's mit der Schule besser funktionieren würde. :whistle:
Aber ich fühle mich so viel besser, da ich nicht nur Hausfrau und Mutter sein will. Die Frage ist, was du für ein Typ bist. Hällst du das aus? Die nächsten 2 Jahre ohne Job mit den anderen Sandkastenmüttern über belanglose Dinge plaudern. Jeden Tag Haushalt, Kind und warten bis der Mann Heim kommt? Oder willst du den Sprung ins kalte Wasser wagen und allen Schwierigkeiten trotzen und es versuchen?
Was hast du zu verlieren, falls es nicht mit dem Job funktioniert? So wie die derzeitige Lage aussieht, werden Lehrer händeringend gesucht. Und wie du geschildert hast, habt ihr eine super Kinderfrau. Das ist doch ein riesiger Pluspunkt. So eine Person ist doch wie ein Lottogewinn.

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Job aufgeben?! 27 Jan 2016 22:19 #99187

  • Pinguin117
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  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo! Unser Janno war auch15 Monate. Bin auch Lehrerin. Wir waren mitten in der Eingewöhnung. am 01.02. Wollte ich wieder anfangen und nicht mal ne Woche vorher wurde es festgestellt. Wir hatten auch ein Riesenglück mit der engagierten Tagesmutter... habe erst meine Kinderkrankentage aufgebraucht. Dann hat der Arzt mich noch zwei Wochen krank geschrieben. Insgesamt war ich einen Monat zu Hause. Die Anfangszeit war anstrengend. Gerade in der Anfangszeit schwanken die Wertesowieso und bei Kleinkindern erst recht. Ich fand auch vor allem den Schlafmangel am schlimmsten. Glaube aber auch, dass es gut ist, auch auf andere Gedanken zu kommen. Früher oder später pendeln sich die Werte ein odee Ihr lernt halt, damit umzugehen. Ich wünsche Euch auf jeden Fall viel Kraft!!!!

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Job aufgeben?! 28 Jan 2016 13:42 #99191

  • lillithsmamma
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  • Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
Danke für eure Antworten, danke für die Zeit die ihr euch nehmt um zu schreiben - es hilft so ungemein, von Menschen zu lernen, die unsere Situation einschätzen können. Kommen gerade wieder von der Tagesmutter, und der Tag war top...dann sieht man alles gleich etwas gelassener :)
Danke für eure lieben Wünsche, und euch dasselbe!!

Liebe Grüße,
Ulli

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Job aufgeben?! 28 Jan 2016 23:39 #99198

  • Cheffchen
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    Diamant Schreiber
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  • Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
Hallo,

gebt euch etwas zeit wenn es geht, nach 3-6monaten seit ihr alte Hasen und dann wird das auch entspanter.
Das ungute gefühl wenn Kind bei Tagesmuter ist, ist normal, wäre auch schlim wenn das nicht so wäre am anfang.

Ihr habt vielleicht den Luxus, immer erreichbar zu sein für die Tagesmutter und so lange sie nicht das messen vergisst kann man alles mit etwas Saft oder etwas Insulin gerade schieben. Sie möchte ja lehrnen, also einfache regeln aufstellen und dann wird das schon.

Cheffchen

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Nächstes Treffen 1.7.17 Berlin Marzahn/Ahrensfelde

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Suche aus/in Ost-Berlin Kids bzw. Eltern für vielleicht mal auf eine Diät Cola ;O).
Paradigm Veo 554 / CONTOUR NEXT LINK / Freestyle Libre / CareLinkPro 4.0C

Job aufgeben?! 31 Jan 2016 16:12 #99212

  • mamakim
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    Gold Schreiber
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  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo,

unsere Tochter hat mit 20 Monaten ihren Diabetes bekommen. Dies war genau sechs Monate bevor ich wieder anfange wollte zu arbeiten. Am Anfang war es sehr schwierig einzustellen, da wir damals noch keine Pumpe hatten. Es war ein ständiges auf und ab, bis wir uns alle an die Situation gewöhnten. Wir hatten das Glück, das der Kindergarten mitzog und auch mein Arbeitgeber und ich erstmal zwei Monate später anfing, wie geplant und nur für 10 Stunden die Woche. Anders wäre dies gar nicht gegangen. Die Entscheidung, ob man arbeitet oder nicht, hängt daher auch von der jeweiligen Situation ab. Wenn Du Zeit hast, laß noch etwas Zeit ins Land gehen, bis sich alles etwas besser einspielt und dann sollte man sich überlegen wie es weitergeht. Vor allem war es bei uns wichtig, dass ich mit meinem Chef gesprochen hab, wie wir es regeln können und ich aufgrund der Sitation erstmal nur 10 Stunden arbeiten wollte und er es mir ermöglichte, so zu arbeiten, wie es mir möglich war. Es war am Anfang nicht einfach auch loszulassen, aber es klappte besser wie wir gedacht hatten und ich war froh, auch etwas anderes wieder zu haben, außer Kinder und Diabetes. Das gab mir meine Atempausen und auch die Kraft vieles durchzustehen, was wir im Laufe der letzten 10 Jahre mit unserem Begleiter alles erlebt haben.

Viele Grüße

Tanja

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