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THEMA: Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis!

Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis! 28 Jun 2012 13:44 #70380

  • Silvi
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Hallo es hört bei uns wohl nie auf. So wie es aussieht, wird Joshua jetzt wohl auch noch an Hashimoto-Thyreoiditis erkranken. Das ist eine chronischen Entzündung der Schilddrüse. Das kommt bei Diabetikern wohl recht häufig vor. Die Ärzte wollen uns geruhigen, indem sie sagen, das es ja nur eine Tablette am Tag ist, die Joshua nehmen muß. Aber es ist wieder eine chronische Erkrankung, die er wohl sein leben lang nicht mehr los wird. Hashimoto ist wohl eine Erkrankung die bei vielen Diabetiern auftritt. Nur wir kennen leider keinen. Kennt ihr jemanden oder seid vielleicht selbst betroffen?
Ist die Einstellung wirklich so einfach wie uns gesagt wird oder kann es zu Problemen kommen? :(

Ich freue mich über jede Antwort!

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Aw: Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis! 28 Jun 2012 15:43 #70383

  • Juli
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Hallo Silvi,

ich verstehe dich gut! Es ist leider so, dass wo eine Autoimmunerkrankung ist gern auch noch eine zweite dazu kommt. Das wäre bei glaub´ ich auch so der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringen würde.
Ja, ich kenne eigentlich eine Menge Leute mit Hashimoto ... allerdings haben die alle keinen Diabetes. "Nur eine Tablette ..." ist natürlich schon auf den ersten Blick so. Aber die Schilddrüse ist ein sensibles Organ und kann einiges durcheinander bringen, u. a. die Zuckerwerte. Darum muss die Einstellung halt stimmen. Und Jod darf man mit Hashimoto gar nicht. Eine Freundin lebt da sehr gut mit, die andere kann nicht mal ans Meer fahren, dann merkt die das schon. Das ist wohl auch sehr unterschiedlich.

Natürlich sehr übel ... aber dennoch besser als Zöliakie. Das ist so meine Horrorvorstellung, denn dann bist du richtig eingeschränkt. Der Hashimoto hat da ja schon deutlich weniger Auswirkungen auf die Lebensqualität. Ich wünsch euch, dass ihr das schnell in den Griff bekommt und dann auch wieder alles gut ist ... soweit das eben geht! :)
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Aw: Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis! 28 Jun 2012 17:55 #70391

  • Steffii
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Hier!

Meine Tochter (seit 11/2010 Diabetikerin) nimmt seit ca. acht Wochen diese eine Tablette. Jeden Morgen. Der Artz hat uns schon darauf vorbereitet, weil die Schilddrüse schon bei der DM-Diagnose vergrößert war. Beim letzten Dia-Doc-Termin war der entscheidende Wert so, dass er uns eine E-Mail und ein Rezept für die Tabletten geschickt hat.

Die nimmt Töchterchen jetzt ganz brav jeden Morgen eine halbe Stunde vor dem Frühstück, das findet sie nicht weiter schlimm. Wer Insulin spritzen muss, für den ist das Tablettchen echt kein Ding, glaube ich. Selbst jetzt in Berlin auf Klassenfahrt hat sie sie genommen.

Nächsten Mittwoch haben wir wieder Termin beim Dia-Doc. Wenn ich das richtig verstanden habe, nimmt er dann wieder den entsprechenden Wert, um herauszufinden, ob die Dosierung richtig ist.

Ich gebe dir recht: Noch so eine blöde chronische Krankheit ist echt unfair, aber ich bin mit meiner Tochter einer Meinung. Das Tablettchen schaffen wir auch noch!

Also Kopf hoch! Immerhin gibt es Medizin, die unseren Kindern ein weitgehend normales Leben ermöglicht!

Liebe Grüße,
Steffi
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Aw: Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis! 28 Jun 2012 18:04 #70392

  • StefanieL
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Hallo Silvi,

Silvi schrieb: Ist die Einstellung wirklich so einfach wie uns gesagt wird oder kann es zu Problemen kommen? :(


als Endokrinologie-Assistentin die vielen Jahren Säuglinge, Kinder & Jugendliche betreut.
Muss ich nochmal nachhaken:
Was war den genau auffällig? Die Antikörper gegen die Schilddrüse, die freien Schilddrüsenhormone, der TSH-Wert?
Wurde bisher eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse durchgeführt?

Uns werden in der endokrinolog. Ambulanz häufiger Kinder / Jugendliche mit leicht erhöhten Schilddrüsenbefunden vorgestellt die eine sogenannte "sublklinische Hypothyreose" haben. Dies kommt des öfteren vor - dauert auch manchmal (unter Laborkontrolle) 6 Monate bis 5 Jahre und muss aufgrund der fehlenden Symptome, normalen Schilddrüse im Ultraschall (noch) nicht behandelt werden. ;)

Das wichtige bei der Behandlung ist die regelmäßig eingenommene Tablette (z.B immer morgens um 7:15Uhr - 30 Min vor dem Frühstück). :blink:

Die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion sind
Kälteintoleranz, Rauhe, trockene Haut
langsameres Wachstum bei Kindern / Jugendlichen
heißere, rauhe Stimme
Gewichtszunahme
Obstipation
Haarausfall (langsames Nachwachsen)
Müdigkeit
Leistungsabfall
diese Symptome sind durch eine konsequente Therapie vermeidbar. :)

Oft kontrollieren der Kinderarzt bzw. der DiaDoc die Blutwerte alle 6 Monate und passen die Therapie ggf. an.

Falls Du noch genauere Fragen hast - einfach eine Nachricht schicken. B)

Liebe Grüsse

StefanieL
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Aw: Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis! 28 Jun 2012 18:43 #70394

  • Leonie01
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Hallo,

die Schilddrüse kann ein kleines Monster werden, wenn sie nicht in der Spur läuft.
Wie ist das denn festgestellt worden, weil Du schreibst, ... wird wohl an Hashimoto erkranken?
Stehen Werte noch aus oder noch andere Untersuchungen an? (Ultraschall, Szintigraphie)

Es ist nicht schön, wenn zu dem DM nochwas chronisches dazukommt, aber Hashimoto lässt sich soviel ich weiss, sehr gut behandeln. Geht zwar auch nicht mehr weg, aber im Gegensatz zu dem Messen, Spritzen...
ist "nur" die Tablette vielleicht das kleinere Übel. Leonie, seit einem knappen Jahr DM, hat heute noch gesagt, mal einen Tag ohne DM...gehn wirklich keine Tabletten? (Wunschdenken, sie weiss, dass es nicht geht)

Mir selbst ist im März diesen Jahres die Schilddrüse entfernt worden, allerdings eher wegen dem Gegenteil
(vergrösserte SD, heisse Knoten)

Schreib doch mal, wenn Du genaueres weisst, bin neugierig...

Wünsche Euch alles Gute.
LG, Silke
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Silke mit Leonie (*12/2001, DM seit 08/2011, seit 04/2013 Accu-Chek Combo

Aw: Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis! 28 Jun 2012 19:00 #70395

  • FiNa
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  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo,

Finnja hat auch Hashi.

Sie hat seit Sept. 11 Diabetes und seit Oktober 11 nimmt die 50er L-Thyroxin, da wurde der Hashimoto festgestellt.

Bei Ihr hat man die Werte bei der normalen Blutkontrolle festgestellt. Und auch Ultraschall wurde bereits mehrfach gemacht.

Ich mache mich da ehrlich gesagt, aber nicht verrückt. Ich selber habe Hashi und mein Mann hat auch ne Unterfunktion, also lag es eh schon nahe, dass sie es bekommen kann.

Symptome hat sie keine gezeigt, weil sie gleich gut eingestellt war!

ALLES Gute für euch!
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Mama von Finnja *04.08.2006
Diabetes seit 06.09.2011
*Pumpi seit 12.12.11*

www.pumpentaschen.com

Aw: Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis! 28 Jun 2012 19:12 #70397

  • Silvi
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Danke erst mal für alle Antworten und Nachfragen!

Was bei Joshua schon gemacht wurde, war ein Ultraschall bei der Kinderärtzin, die mehrere Zysten an der Schildrüse gefunden hat. Danach wurde ihm Blut abgenommen und die Schilddrüsenautoantikörper waren erhöht. Daraufhin haben wir einen Termin bei einem Endokrinologen vereinbart, der von einem sich entwickelnden Hashimoto Thyreoiditis sprach. In einem halben Jahr sollen wir erneut zur Kontrolle kommen, aber noch müßte er keine Tapletten nehmen. So wie wir den Arzt verstanden haben, ist dies aber nur noch eine Frage der Zeit! :dry:

Grüße Silvia

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Aw: Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis! 28 Jun 2012 19:32 #70402

  • StefanieL
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Hallo Silvi,
noch keine Therapie nötig - klingt doch erstmal gut ;)

Berichte mal wie es in 6 Monaten weitergeht.

Liebe Grüsse

StefanieL

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Aw: Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis! 28 Jun 2012 19:35 #70403

  • Silvi
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Hallo Stefanie!
Können wir denn überhaupt noch die Hoffnung haben, dass sich die Werte und die Zysten wieder normalisieren?
Oder bekommt Joshi auf alle Fälle Hashimoto und es ist nur eine Frage der Zeit?

Danke!

Silvia

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Aw: Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis! 28 Jun 2012 19:50 #70406

  • StefanieL
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Man muss die Knoten beobachten.
Wenn es einfach kleine Knoten sind die in Kontrolluntersuchungen gleich bleiben muss da keine Hashimoto-Thyreoiditis draus werden.
Viele Menschen haben kleine Knoten ohne Funktion & Wirkung.

Flüssigkeitsgefüllte Zysten / Knoten wg Vergrößerungen/Veränderungen genauer beobachtet werden.

Wichtig ist die Antikörper, TSH & fT4 sich verhalten.
Solange TSH und fT4 in der Norm sind (wird in der Regel 1x/Jahr beim DiaDoc mituntersucht) und die Schilddrüse nicht größer wird (als die altersentsprechende Norm) ist alles gut. ;)
Wird die Schilddrüse größer (als die Norm für das entsprechende Alter),Antikörper und TSH steigen, freies T4 fällt muss man das Thyroxin ersetzen.
Es kann aber auch stabil über Jahre -ohne Medi's gehen- Kontrollen sind wichtig!
In unserer Diab-Ambulanz steht 1x/Jahr bei pos. AK und sonst unauffälligen SD-Werten bzw. behandelten Patienten die Ultraschall-Kontrolle an.
StefanieL
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