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THEMA: frustriert und traurig...

frustriert und traurig... 21 Mai 2012 16:31 #69047

  • mobou
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  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 1995
  • Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
Mein sohn, seit februar 17 hat seit oktober 2010 DM, jetzt also schon mehr als 1,5 jahre

bis sommer 11 lief es ganz gut, dann hat er eine ausbildung begonnen, kurz danach eine akute blinddarmentzündung mit sofort notwendiger Op, die dann wegen zu hoher BZ werte noch einen tag warten mußte (er hat in der arbeit nicht gegessen kaum mehr gespritzt..), schlechter heilungsprozess von august bis oktober 10 kg an gewicht verloren, job verloren, freundin verloren, kurz vor weihnachten mit ketoacidose kurz vor diabetischem koma in`krankenhaus... es ging noch weiter....langsam wird es wieder besser

letzter hba1c wert bei 12,8.....
manchmal habe ich das gefühl es ist so aussichtslos

Monika

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Aw: frustriert und traurig... 21 Mai 2012 16:45 #69048

  • bigmam8
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  • Beiträge: 66

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  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 1998
  • Therapieform: CT (Konventionelle Therapie 2-4 Spritzen am Tag)
Hallo, mobou, lass Dich mal trösten, denn auch Sohnis HBA1c liegt zur zeit bei 12, Tendenz zur Besserung.
Er sagt mir, Mama, Du hast keine DB, weisst gar nicht, wie doof das ist. Der Knoten ist bei ihm, er hat DB seit Nov. 2007, auch noch längst nicht geplatzt. Von Ketoazidose, über nächtliche Hypo mit epel. Anfall,
haben wir schon Einiges durchgemacht. Ich kann ihm dabei nur das Gefühl vermitteln, für ihn dazusein.
Ständiges Gezeter zerstört nur unsere (Gott sei Dank) gute Beziehung, und das muss ich nicht haben.
Mit Freunden unseres Sohnis unterhalte ich mich öfter, der ein oder andere passt auch schon mal auf meinen "Schlusi" auf.
Liebe Grüsse, es kommen bestimmt wieder bessere Zeiten. Petra
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Aw: frustriert und traurig... 21 Mai 2012 19:36 #69053

  • tessa
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Hallo Monika,

erst mal herzlich willkommen hier im Forum. Ich wünsche Dir und Deinem Sohn ganz viel Kraft in dieser schlimmen Phase. Denn davon gehe ich jetzt mal aus, dass es nicht immer so bleiben wird. War Dein Sohn schon mal in einer Reha? Vielleicht würde auch eine psychosomatische Behandlung helfen, ihn wieder etwas aufzurichten und damit auch den Diabetes wieder besser in den Griff zu bekommen?

Alles Gute

Teresa
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Aw: frustriert und traurig... 21 Mai 2012 21:11 #69054

  • Betty 1
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  • Geburtsjahr: 2005
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo Monika,
auch wenn du es im Moment nicht glauben kannst- die Situation ist bestimmt nicht aussichtslos!

Zeiten des Umbruchs -und so kann der Ausbildungsbeginn, das Aus mit der Freundin usw- ohne weiteres bezeichnet werden, haben auf jeden Menschen einen riesigen Einfluss- körperlich wie seelisch.
Nur sind wir Menschen, die mit DM zu tun haben, oft so sehr auf die messbaren Parameter fixiert, dass wir die Seele an sich irgendwie vergessen-oder verdrängen? Weil, es muss doch einfach alles klappen...
Ich bin der festen Überzeugung, dass hier ein wichtiger Ansatzpunkt liegt. Und dann wird es sicher auch messbar aufwärts gehen.

Ich wünsche Euch ...tja, was eigentlich...ich denke am Wichtigsten ist zur Zeit Zuversicht und den Mut auch mal Wut, Trauer und Verzweiflung zuzulassen!

Mit lieben Grüßen

Sabine
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Aw: frustriert und traurig... 21 Mai 2012 21:20 #69056

  • Papa_Frank
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  • Geburtsjahr: 1996
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Hi, auch von mir ein Willkommen!

...Ich denke mal, dass was Sabine geschrieben hat, bringt es auf den Punkt! B)

vG Frank
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"Man könnte sich den ganzen Tag aufregen, muss man aber nicht!"

Aw: frustriert und traurig... 22 Mai 2012 09:54 #69075

  • tjaymam
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    Diamant Schreiber
  • Beiträge: 1029

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  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 1998
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo Monika,

auch von mir ein herzliches Willkommen und eine dicke, fette virtuelle Umarmung als kleiner Trost unbekannterweise. Mein Sohn ist 14 1/2 mitten in der Pubertät und Frust, Trauer, Wut ect. ist uns nicht unbekannt. Den Worten von Sabine möchte ich mich einfach mal anschließen, die passen einfach! B)

Eine Kur wollte ich auch gerade vorschlagen, falls dein Sohn da mitmacht, meiner lehnt es bedauerlicher Weise ab, obwohl ich von einigen, auch von "unserer" Diabtes Patin erfahren habe, dass Bad Mergetheim für Teenager und junge Erwachsene geradezu sensationell sein soll. Vielleicht wäre das etwas für euch?

LG und viel Kraft für euch, Tanja

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Aw: frustriert und traurig... 22 Mai 2012 09:54 #69076

  • mobou
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  • Geburtsjahr: 1995
  • Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
vielen lieben dank erstmal an euch, tatsächlich tut es soooo gut tröstende zuversichtliche worte zu lesen....

beim lesen kommen mir dann die tränen (weinen geht aber nicht, ich bin in der arbeit!!)

bei meinem sohn, sami, ist es so. dass ich schon, von beginn an als er DM bekam das gefühl hatte (anhaltend nach erstem, ich glaube wie bei euch allen auch heftigem schock und "normalen" anlaufschwierigkeiten, die wir dann ja auch in den griff bekamen) das ist zu viel das geht nicht mehr....

ein bißchen zu uns: ich bin 48 habe zwei söhne, 22 und 17, bin seit dreieinhalb jahren wieder verheiratet, die erste ehe mit dem vater meiner kinder ging ganz schwierig auseinander, ich war lange alleinerziehend, immer berufstätig, habe nie unterstützung, auch nicht finanziell vom vater der kinder bekommen, beide haben ein schlechtes verhältnis zu ihm....

und trotzdem ging es uns eigentlich immer gut, ich hab das alles mit oma und freunden gut geschafft,habe jetzt einen wunderbaren mann, der mich nach kräften unterstützt!

mein großer, anis war ein ansterengender säugling, viel krank (aber nichts dramatisches) bis er 6 war und seitdem alles ganz gut (normale pubertäts- und sonstige schwierigkeiten, klar) hatte eine ausbildung abgeschlossen schreibt jetzt gerade fachabitur auf der BOS, guter fußballer, studiert ab herbst sportmanagement.....

und sami war das wonnigste baby, das man sich überhaupt denken kann, immer gelacht, immer zufrieden...

bis er in die schule kam............nach viel frust, qual und kummer die diagnose legasthenie in einer solch schweren form, dass er bis heute nur sehr sehr schlecht schreiben kann (auch zahlen verdreht....

viele jahre therapie und unterstützung, die hauptschule zwar ohne wiederholen aber nur mit ach und krach trotzdem mit quali im sommer 10 abgeschlossen

während der trennung von seinem vater und in den jahren danach war sami immer "vernünftig", der große hat viel mehr gelitten, ich weiß, dass sami zu kurz kam, für mich war alles so schwierig, ich habe gearbeitet und sami war schon immer so ein lieber, er wollte es mir nicht noch schwerer machen......


er hat seit er 10 ist durchgängig therapie gehabt eine psychotherapeutin die seine legastheniebehandlung gemacht hat und seine gesamtsituation kannte und im blick hatte

im herbst 10 hat sami ein bvj begonnen um seine lese- und schreibfähigkeit zu verbessern, ja und dann
kam der DM....

trotzdem hat er im sommer 11 einen ausbildungsplatz bekommen auch mit viel hoffnung begonnen, ja und denn rest hab ich schon geschrieben...


er ist ein unheimlich lieber wir haben auch eine gute beziehung, ich mag ihn total gern, aber er ist soooooooooooooooooo ein chaot und das war für mich immer in ordnung, er ist einfach wie er ist, aber in kombi mit DM ist es einfach eien katastrophe

z.T. ignoriert er DM, ER WILL IHN NICHT HABEN

er weigert sich auf reha zu gehen selbsthilfegruppe o.ä. keine chance, er hat eien wunderbare diabetologin, die jetzt im juni eien schulung anbietet, 5 jugendliche in seinem alter, bis jetzt sagt erf "keinen bock", meistens tut er das charmant, das letztemal hat er bei ihr aber nur den kopf auf den tisch gelegt und gesagt "lasst mich doch einfach alle in ruhe"

das tu ich jetzt auch zumindest in bezug auf DM und versuche da zu sein, wenn er mich braucht (gestern abend lag er eine halbe stunde bei mir im bett......)

es ist nur so schwer auszuhalten, ich habe solche ängste, dass er abstürzt......er sagt oft "ich bin doch der totale loser" und eigentlich hat ihn immer seine lebensfreude, sein sonniges wesen ausgezeichnet......

zu seinem therapeuten, den wir dann im herbst von unserem hausarzt(kennt uns und sami seit er ein baby ist) vermittelt bekommen haben, den er auch nett findet -ich im übrigen auch, der macht auch elterngespräche und unterstützt durchaus auch uns- geht er seit etwa 6 wochen gar nicht "das bringt mir nichts, ich rede lieber mit dir"

jetzt hab ich mir viel vom herzen geschrieben, das tut gut....tatsächlich bin ich nämlich am rande meiner kräfte, bin einfach tief erschöpft und hatte eine mütter -vorsorge-maßnahme beantragt (krank bin ich nämlich-gott sei dank- nicht!)die abgelehnt (widerspruch läuft) und auf reha verwiesen wurde...

das hat mich so runtergezogen, denn ich brauche einfach eine auszeit und auch den raum in ruhe, aus der distanz mich mit der situation auseinenderzusetzen und kraft zu schöpfen............


DANKE EUCH SCHON MAL FÜR`S LESEN
Monika

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Aw: frustriert und traurig... 22 Mai 2012 13:53 #69083

  • cociw
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  • Geburtsjahr: 1999
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo Monika!

Trotz der insgesamt schwierigen Situation und dem Eigentlich-nicht-wirklich-helfen-Können kannst du unheimlich stolz auf dich sein, wie du bisher alles geschafft hast.
Und ich finde, besonders stolz kannst du auf das offensichtlich gute und liebevolle Verhältnis zu deinem Sohn sein!!!
Das ist doch schonmal die beste Basis für Sami, um hoffentlich irgendwann in der Lage zu sein, seinen Diabetes im weitesten Sinne zu akzeptieren.

Wenn Sami Zahlendreher hat: kommt er denn klar, BE und Insulin auszurechnen? Vielleicht wäre da auch eine Pumpe etwas für ihn. Wenn ihr einen fitten Dia-Doc habt, schafft der es bestimmt, bei der Kasse eine genehmigen zu lassen. In den gängigen Pumpen ist ein Bolus-Rechner integriert, der individuell programmiert wird.
Wenn man dann den BZ und die BE eingibt, errechnet die Pumpe selbständig den Bolus.

LG und alles Gute für dich und deine Familie! Cordula

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Cordula mit Justus (*08/1999, DM seit 12/2009, CSII seit 05/2010)

Aw: frustriert und traurig... 23 Mai 2012 13:41 #69125

  • monday
  • Mitglied
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    Diamant Schreiber
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  • Daten zum Kind:
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  • Geburtsjahr: 1994
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo Monika,
das kann ich mir vorstellen, dass du da am Stock gehst. Gib nicht auf, dir steht mit einem DM kranken Kind eine Kur zu....
wir hatten hier DM mäßig auch schwierige Zeiten, aber das hat auch bei uns das gute Verhältnis nicht belastet und das finde ich wichtig. Wenn dein Sohn lieber mit dir redet, als mit einem Psychologen, dann finde ich das fast unbezahlbar. Der hohe HbA1c ist natürlich totaler Mist und letztendlich wird deinSohn ihn annehmen müssen- das ist wie Pickel in der Pubertät...wer will die schon haben? Aber wenn sie da sind muss man mit ihnen leben und kann nur die Körperpflege so halten, dass das Übel möglichst gering ausfällt. Aber ich kann deinen Sohn verstehen...Nur ignorieren bringt ja nixy... das ist wie in der Schule mit Arbeiten... Man kann sie ignorieren, aber dann sitzt man in der Arbeit und hat nicht gelernt... Ist für deinen Sami (cooler Name übrigens) aber vielleicht ein blödes Beispiel..... Ich wünsch euch ales gute.
Vera

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