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THEMA: Die ewigen Schwankungen...

Die ewigen Schwankungen... 02 Nov 2011 06:56 #60547

  • Wenke
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Sagt mal, machen euch die ewigen Schwankungen auch wahnsinnig?

In letzter Zeit sind die aus meiner Sicht echt das Schlimmste von allem. Mal abgesehen davon, dass Lars nicht in die OGS darf, läuft es sonst in letzter Zeit ja ganz gut: er misst seinen BZ inzwischen sicher selber (nur ans Hände waschen muss ich erinnern), jammert nur noch selten beim Katheterwechsel (macht es zum Teil auch schon selbst)...
... aber die Werte! Ich habe das Gefühl, die Achterbahn fährt mit jedem Tag schneller. Man muss immerzu mit allem rechnen. Hohe und niedrige Phasen wechseln in immer kürzeren Abständen.
Oft sind sie ein paar Tage lang zu hoch, dann kommen wieder ein paar Tage, wo er kaum über die 80 kommt.

Immer wenn sich irgendwo ein Muster abzeichnet und ich überlege, was ich ändern könnte, ist am nächsten Tag garantiert alles wieder anders!
Im September hatten wir eine Zeitlang hohe Werte am Nachmittag und dann plötzlich das genaue Gegenteil. Ca. 2 Wochen lang mussten wir nachmittags die BR reduzieren und Lars kam trotz "Gartis-KEs" kaum je mal über die 100. Und 2 Tage vor dem nächsten Ambulanz-Termin waren die Werte am Nachmittag wieder eher hoch und der Arzt meinte natürlich: "Ja, da würde ich jetzt nichts ändern." Und noch am selben Tag (der Termin war kurz nach Mittag) hatten wir wieder einen niedrigen Nachmittag...

Ich hatte Anfangs gar nicht so viel Angst, wenn Lars außer Haus war. Aber in letzter Zeit nimmt diese Angst zu. Nicht nur grundsätzlich die Angst, dass er unterzuckert im Straßengraben landen könnte, sondern eben auch die, dass er sich wegen ständig zu hoher oder zu niedriger Werte in der Schule nicht konzentrieren kann und dass die zurzeit sehr engagierte Lehrerin die Lust am engagiert sein bald verlieren könnte, wenn das mit den Schwankungen so weitergeht. Lars kann bei ähnlichen Aufwachwerten zu Frühstück das Gleiche in der gleichen Menge essen und trotzdem ist der BZ 2,5 h später in der Schule dann mal 75 und mal 275.

Ich weiß, Schwankungen gehören leider dazu. Man kann's nicht ändern, aber manchmal denke ich, die bringen mich irgendwann ins Irrenhaus.

Könnt ihr das psychologisch gut wegstecken und wenn ja WIE?

LG Heike

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Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)

Aw: Die ewigen Schwankungen... 02 Nov 2011 07:17 #60548

  • DianaT
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Wir sind ja noch nicht so lange dabei und was hilfreiches kann ich auch nicht beitragen :blush:

Ich möchte dir aber sagen, dass du nicht allein bist. Ich bin da ganz bei dir denn mir geht es ganz genauso. Und falls jemand eine wirklich gute Strategie zur psychischen Bewältigung hat, bin ich auch dankbar für jede Info ;)

Manchmal glaube ich, dass ich das alles zu sehr an mich ranlasse und mich gar nicht abgrenzen kann. Wir hatten gestern 22:00 einen Horror-Wert von 18 mmol obwohl wir (objektiv) nichts anderes zum Abendessen hatten als sonst. "Nur" die Brotsorte hat variiert - das Brot war von einem anderen Bäcker. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass das soviel ausmachen kann...

Auf jeden Fall war ich fix und fertig, weil Greta ja normalerweise über Nacht ohnehin nochmal ansteigt (und morgens trotzdem normal bis niedrig rauskommt) und wenn sie bei 18 mmol noch ansteigt... Na ja, du kannst dir das Gedankenkarussel vorstellen... Korrigieren tun wir nachts nicht - eben um keine Hypo zu provozieren. Mir schwirrten ständig Dinge wie Keto, nicht schlafen lassen, Azeton messen (sie musste aber nicht pullern) u.ä. im Kopf herum. Mein Mann hat dann ein Machtwort gesprochen und meinte, dass ich schlafen soll weil ich schließlich heute wieder arbeiten muss und wir warten, wie sie um 2:00 beim Nachtmessen liegt.

Wir haben dann schon um 0:00 mal zwischengemessen und es zeichnete sich, entgegen meiner Befürchtung, eine (sehr langsame) Absenkung ab... Haben dann nachts wie immer gemessen und heute morgen war sie normal (eher etwas höher als sonst) mit 9 mmol... ;)

Fazit: Reich mir die Flosse! Ich fühle genauso wie du...

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Liebe Grüße,
Diana

mit Greta (*06/2008, D seit 09/2011, CSII seit 10/2012 - AccuChek Spirit Combo mit Humalog)

Aw: Die ewigen Schwankungen... 02 Nov 2011 07:32 #60549

  • Charly54
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Hallo Heike,

die bringen mich irgendwann ins Irrenhaus.

Mich auch.
Gestern habe ich vor Wut die Stechhilfe in die Ecke gepfiffen weil ich es z.Z. so satt habe.
Nur noch hoch und runter. Vielleicht liegts am schönen Herbst?

Mal die ganze Nacht 32 eine Nacht später nicht unter 250 und so zieht sich das von früh bis spät, Tag für Tag, 24h lang, obwohl die Abläufe relativ ähnlich sind.
Ich hoffe sehr diese Phase ist bald überstanden. Es kommen bestimmt auch wieder bessere Zeiten.

Liebe Grüße, Katrin

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Aw: Die ewigen Schwankungen... 02 Nov 2011 07:34 #60550

  • Steffii
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Ach Heike,

ich kenne das im Moment zu gut!

Auch meine Tochter ist momentan BZ-Wertemäßig nicht zu analysieren. Vielleicht schafft das heute Nachmittag der Diabetologe. Sie ist abends trotz reduziertem Faktor beim Abendessen regelmäßig unterzuckert. Das nervt. Das ewige Gegen-Essen ist für pubertierende Teenie-Töchter gar nicht gut. Sie hat Angst zuzunehmen.

Gestern hat sie sogar die These aufgestellt, sie hätte sicher gar kein Diabetes mehr, sonst würde sie ja nicht ständig unterzuckern.

Wäre das schön! Aber leider sehr unrealistisch. Zeigt aber, wie satt sie (und ich natürlich auch) diese Schwankungen und die damit verbundenen Aktionen hasst. Diese Aktionen nehmen einfach zu viel Zeit ein, die die Kinder eigentlich für andere Dinge und Entwicklungsschritte brauchen.

Aber jammern hilft nicht. Obwohl...

... vielleicht jammere ich heute doch noch mal ein bisschen beim Dia-Doc :P

Und auch wenn wir (berechtigte) Ängste und Sorgen um unsere Kinder haben, müssen wir für sie stark sein. Wenns irgendwie geht.

LG
Steffi

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Aw: Die ewigen Schwankungen... 02 Nov 2011 08:03 #60551

  • tessa
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Hallo, :(

gut, dass ich bei der Diagnose vor 6 Monaten noch nicht wusste, wie schlimm diese Krankheit im Alltag ist. Bei uns geht es seit den Sommerferien nur extrem: vor allem hohe Werte, besonders nachts, aber eigentlich rund um die Uhr möglich. Dann wieder Hypos im Wechsel, weil die Korrektur vielleicht doch zu hoch war. Manchmal hilft die selbe Korrektur aber auch gar nicht. Ich versuche zwar, mich nicht von den Werten verrückt zu machen, aber manchmal liege ich nachts wach und denke: die armen Nieren etc., hoffentlich wird es mit der Pumpe leichter. In zwei Wochen haben wir Kontrolltermin, den Hba1c will ich gar nicht wissen.

Liebe Grüße

Teresa

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Aw: Die ewigen Schwankungen... 02 Nov 2011 08:04 #60552

  • Wenke
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Charly54 schrieb: Hallo Heike,

die bringen mich irgendwann ins Irrenhaus.

Mich auch.
Gestern habe ich vor Wut die Stechhilfe in die Ecke gepfiffen weil ich es z.Z. so satt habe.
Nur noch hoch und runter. Vielleicht liegts am schönen Herbst?

Mal die ganze Nacht 32 eine Nacht später nicht unter 250 und so zieht sich das von früh bis spät, Tag für Tag, 24h lang, obwohl die Abläufe relativ ähnlich sind.
Ich hoffe sehr diese Phase ist bald überstanden. Es kommen bestimmt auch wieder bessere Zeiten.

Liebe Grüße, Katrin


Vielleicht nehmen wir im Irrenhaus ein Doppelzimmer. Wäre eine nette Gelegenheit sich mal kennenzulernen.

LG Heike

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Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)

Aw: Die ewigen Schwankungen... 02 Nov 2011 08:24 #60553

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tessa schrieb: Hallo, :(

gut, dass ich bei der Diagnose vor 6 Monaten noch nicht wusste, wie schlimm diese Krankheit im Alltag ist. Bei uns geht es seit den Sommerferien nur extrem: vor allem hohe Werte, besonders nachts, aber eigentlich rund um die Uhr möglich. Dann wieder Hypos im Wechsel, weil die Korrektur vielleicht doch zu hoch war. Manchmal hilft die selbe Korrektur aber auch gar nicht. Ich versuche zwar, mich nicht von den Werten verrückt zu machen, aber manchmal liege ich nachts wach und denke: die armen Nieren etc., hoffentlich wird es mit der Pumpe leichter. In zwei Wochen haben wir Kontrolltermin, den Hba1c will ich gar nicht wissen.

Liebe Grüße

Teresa


Hallo Tessa,

geht mir genauso! Ich denke abwechselnd, "das hätte einem bei der Manifestation mal fairerweise jemand sagen und sollen" und "GUT, DASS UNS DAS KEINER GESAGT HAT, SONST WÄRE ICH DAMALS KOMPLETT DURCHGEDREHT!"

Das mit dem Korrekturen ist bei uns auch so eine Sache... Das Schlimme ist: Im Durchschnitt stimmt der Faktor, es gibt also nichts, was man sinnvollerweise ändern kann. Aber: 1 IE kann den BZ sowohl um nur 20 als auch um 200 Punkte senken, oder um 250 oder um gar nichts...

Ich liege auch oft wach und frage mich, ob ich zu viel korrigiert habe oder zu wenig... zurzeit haben wir wieder Höhenflüge gegen 23 Uhr. Wir haben die BR in der ersten Nachthälfte schon im September und Oktober jeweils um 30% erhöht. Mehr traue ich mich im Augenblick nicht. In gut 2 Wochen ist der nächste Termin. Bis dahin wird sich sicher alles noch dreimal ändern.

LG Heike

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Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)

Aw: Die ewigen Schwankungen... 02 Nov 2011 09:34 #60555

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Hallo
hier ist auch so ein auf und ab mit den Werten. Hatte ja schon in einem anderen Thread geschrieben das ich vermute das die Remiphase aufhört.... Jamie hat schon Hornhaut an den Fingerspitzen von den ganzen BZmessen in letzter Zeit..... ich denk auch immer jetzt sieht man langsam ein Muster und prompt haut es die Werte den nächsten Tag völlig durcheinander.
Ich muss nächste Woche in die Diabambulanz, mal sehen was sie zu diesen Capriolen sagt :whistle:

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Aw: Die ewigen Schwankungen... 02 Nov 2011 09:48 #60556

  • Emilie
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Hallo!
Also bei uns sind die BZ-Werte auch immer ein Hoch und Runter.
Ein Beispiel:zum Frühstück gleiches Brot, gleicher Aufstrich, gleicher Saft. Am Montag 2 Stunden später 295 und am Dienstag 110.Das muß man nicht verstehen. Im Moment schiebe ich das alles auf die Pupertät um mich selbst und auch Emilie zu beruhigen. Sie wird ja bald 13 Jahre alt und macht sich inzwischen um alles schon ihre Gedanken.
Nächste Woche haben wir einen Termin in der Ambulanz, vielleicht haben die ja noch einige Ideen und Erklärungen.

LG Vanessa

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Aw: Die ewigen Schwankungen... 02 Nov 2011 11:49 #60557

  • MiriamK.
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Emilie schrieb: Hallo!
Das muß man nicht verstehen. Im Moment schiebe ich das alles auf die Pupertät um mich selbst und auch Emilie zu beruhigen. Sie wird ja bald 13 Jahre alt ...


Davon bin ich überzeugt. Emma ist jetzt 12 Jahre alt und in unregelmäßigen Abständen sind ihre
Werte auch zu hoch, Korrekturen schlagen dann schlecht an...
An ihrer Stimmung kann ich das aber schon meist vorher erkennen... :laugh: ...die Launen lassen
dann schon zu wünschen übrig. Aber ich nehm´s mit Humor. Für ihre Hormone kann sie ja nichts
und irgendwann ist das ja auch wieder vorbei. Die hohen Werte nehmen wir in Kauf, es wird ja auch
wieder besser...

LG Miriam
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