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THEMA: Auswirkungen von KE´s und Insulin so heftig

Auswirkungen von KE´s und Insulin so heftig 20 Feb 2009 10:12 #28390

  • Drusillaloony
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Hallo!
Ich bekomme immer mit wie viele von euch schreiben das eine KE den BZ eurer Kinder um die 50 (mehr oder weniger) anhebt.
Und das eine Einheit Insulin den Bz umd 100 oder weniger senkt.
Natürlich ist das bei jedem Diabetiker anders und auch das Gewicht und andere persönliche Umstände sind entscheident.

Tobias ist 110cm groß und wiegt 18kg. Er geht noch in den Kindergarten, ist 5 Jahre alt und ist laut Dia-Arzt noch in der Remi.

Bei ihm sind die Auswirkungen von KE´s und Insulin total heftig (finde ich). :dry:

Wenn er eine KE ißt steigt sein Bz um 100 an und wenn ich ihm eine Einheit Insulin gebe sinkt der BZ um 200. :angry:

Geht es auch anderen Kindern so? Ich finde, das macht die Einstellung total fragil. Auch das Korigieren ist schwer. Wir haben einen Zielfaktor von 150. Da wir den Pen nutzen können wir also auch erst bei Werten über 250 korigieren, da 0,5 E.I. seinen BZ um 100 senkt. Auch ist es total anstrengend jedes kleinste Krümmelchen auch wirklich genau mit einzurechnen. Also wenn ich ihm mal ein Gummibärchen erlaube, weil alle anderen Kinder um ihn herum welche essen, steigt sein BZ gleich um 30 (ein Gummibärchen hat 0,3 KE) Das ist doch schon heftig, oder?

Gibt es hier Kinder die auch so empfindlich reagieren? Ich mein, da ist ja nun wirklich kein Puffer dazwischen, wenn sich jedes kleinste bißchen Nahrung und Insulin so stark Auswirkt. Wie geht ihr damit um? Habt ihr starke BZ-Schwankungen deshalb?

Wir nutzen Novorapid und Protaphane mit dem NovoPen Junior. Klar wäre eine Pumpe wohl die beste Lösung aber Sohnemann will noch keine. :dry:

Lieben Gruß,
Alexa

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Re:Auswirkungen von KE´s und Insulin so heftig 20 Feb 2009 10:41 #28391

  • Famgaja
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Hallo Alexa !
Bei uns war das auch so. Darum hatten wir bis vor einem 1/2 Jahr auch die Spritze. Damit konnten wir das U40 Insulin in 1/4 IE Schritten dosieren. Und mit der Spritze kommt auch die 1/4 Einheit an. Inzwischen braucht er 1 IE pro BE und wir haben U100 Insulin mit Pen. Zum korrigieren habe ich die Spritze noch bis vor 1Monat noch zusätzlich genutzt(jetzt ist das U40 aufgebrauch ).
Übrings, Christopher will auch keine Pumpe. Und bei uns läuft es mal so, und mal so. Momentan haben wir Ping-Pong Werte;)
LG Maike

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Christopher 10.10.02 , DM 07.06 ,Pumpe seit 10.12 (Veo)

Re:Auswirkungen von KE´s und Insulin so heftig 20 Feb 2009 12:05 #28392

  • MarieR
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Hallo Alexa,
Marie hat zwar ne Pumpe, aber sie reagiert ähnlich empfindlich wie Tobias. Tagsüber haben wir als Korrekturfaktor 200, nachts sogar 250. Und 1 BE treibt den BZ so um die 80 nach oben.
Maja

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Re:Auswirkungen von KE´s und Insulin so heftig 20 Feb 2009 17:11 #28397

  • Gottwalt
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Hallo Alexa,

bei uns war (und ist) es ebenso! Wir waren dann im vergangenen Herbst recht verzweifelt, weil wir Semjon gar nicht mehr vernünftig eingestellt bekamen (gibt ein paar Diskussionen dazu hier im Forum). Wir waren erst von Pen auf Spritze umgestiegen, da man mit der Spritze doch sehr viel feiner dosieren kann, nahmen dann verdünntes Insulin (U10, also 1/10 verdünnt) und stellten dann aber (alles innerhalb eines Monats) kurzentschlossen auf Pumpe um.

Ganz ehrlich: Wir fragten Semjon nicht, ob er eine Pumpe will. Wir fragten ihn ja auch nicht, ob er Diabetiker sein will, ob er täglich mehrmals gespritzt werden will, ob er gemessen werden will, ob wir ihm alles Essen berechnen sollen usw. Da in diesem Alter (Semjon wird in einem Monat 6 Jahre) die Therapieverantwortung ja noch voll bei den Eltern liegt, bezogen wir ihn da nicht in die Entscheidungsfindung mit ein, da er ja auch keine Vorstellung davon haben kann, was es bedeutet, die Pumpe zu haben.

Heute ist er sehr glücklich über die Pumpe, vorallem aus folgenden Gründen:
1. Er kann ganz nach seinem Hunger essen. Wir geben vor der Mahlzeit eine Mindestmenge Insulin und direkt nach der Mahlzeit noch soviel nach, wie er halt braucht. Und selbst wenn er dann fünf Minuten später doch noch etwas will, ist das kein Problem.
2. Er muß nicht mehr gespritzt werden!
3. Er muß nicht immer wieder essen, um Unterzuckerung zu vermeiden (kommt wirklich nur noch ein oder zweimal pro Woche vor, dass das nötig ist).

Und er fühlt sich sehr viel besser, weil er einfach viel stabiler eingestellt ist. Gestern bekamen wir einen Hba1c von 5,7 gemessen, und das mit einer einzigen echten Hypo, seit er die Pumpe hat, insgesamt war er viermal unter 60, in fast drei Monaten. Und nur zweimal über 200.

Fazit: Es ist für uns eine riesige Erleichterung, und für Semjon ebenso. Und die Einstellung ist um Welten besser, der letzte Hba1c vor der Pumpe war 9,2! Wir verwenden allerdings weiterhin verdünntes Insulin, da seine Basalrate derart niedrig ist, daß es sich sonst schlecht machen ließe. Positiver Nebeneffekt ist, daß man auch sehr viel feiner korrigieren kann.

Also, vielleicht nicht fragen, ob Tobias eine Pumpe will, sondern ihm erzählen, daß er eine bekommt und wie es dann alles einfacher wird.

Liebe Grüße

Gottwalt

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Re:Auswirkungen von KE´s und Insulin so heftig 20 Feb 2009 23:01 #28409

  • Drusillaloony
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Danke für eure Antworten!
Ich habe mir wirklich schon Gedanken gemacht ob das alles so normal ist.
Da hilft scheinbar nur Abwarten bis der Bedarf sich ändert oder er eine Pumpe akzeptiert.

@Gottwalt
Lieben Dank auch für Deine Antwort.
Ich halte es schon für wichtig, daß Tobias sich selbst für die Pumpe entscheidet. Sicher konnte er sich nicht aussuchen ob er den DM bekommt aber um so wichtiger finde ich es, das er selbst entscheiden kann wie "sein" DM behandelt wird.
Auch beim Messen und Spritzen, weiß er das es einen "Zeitraum" gibt in dem diese Dinge erledigt werden müssen . Dennoch hat er die Möglichkeit zu sagen er möchte lieber erst noch zu Ende spielen bevor er misst und wenn ich nicht denke das eine kritische Situation entstehen könnte, laß ich ihm diese Zeit auch. Auch beim Basal, das bei uns zum Nachtritual gehört, bestimmt er in welcher Reihenfolge er die Dinge (messen, Basal, Schlafanzug anziehen, waschen und Zähne putzen) machen möchte. Ich glaube unsere Kinder müssen möglichst früh lernen ihren DM zu verstehen und verantwortlich damit um zugehen. Das geht am besten wenn Mini-DMler auch ein vernünftiges Mitbestimmungsrecht haben, finde ich.
Tobias hat nun gesagt das der Papa die Pumpe ausprobieren soll und wenn der Papa nicht vor Schmerzen umfällt, probiert er es vielleicht auch mal. :)
Abwarten. So lange der Langzeitwert gut ist und Tobias nicht jammert wegen des Pens, halte ich ein Aufdrängen der Pumpe für unnötig.
Aber das muß jeder mit sich selbst aus machen. ;)
Lieben Gruß,
Alexa

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Re:Auswirkungen von KE´s und Insulin so heftig 20 Feb 2009 23:09 #28410

  • Gottwalt
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Hallo Alexa,

kurzfristig könntet Ihr Euch sicherlich das Leben erleichern mit verdünntem Insulin. Leider gibts das U40er anscheinend nicht mehr für den Pen, Ihr müßtet dann mit Spritze spritzen, könntet aber auf jeden Fall auch 1/4 IE dosieren, von der ersten Einheit an.
Zur Mitbestimmung bzgl. Pumpe: Da Semjon es ja nicht kannte und nicht einschätzen konnte, haben wir es ihm entsprechend geschildert und ihm eigentlich auf diese Weise die Entscheidung abgenommen. Nichtsdestotrotz haben wir es dann so gemacht, daß er sie gezeigt bekam, ich mir einen Katheter gesetzt habe, er alles erklärt bekam und dann es ausprobieren durfte. Und er durfte sich das Pumpenmodell aussuchen, wobei ich ihn auch dabei wieder ziemlich, na ja, ehrlich gesagt manipuliert habe. Allerdings ist die AccuChek Spirit auch optisch die ansprechendste, und es gibt so tolle Aufkleber dafür ...

Also, es geht natürlich nicht darum, das Kind zu übergehen. Aber bei Dingen, die er überhaupt nicht in seinen Auswirkungen überschauen kann, da treffen wir erstmal als Eltern die Entscheidung für uns und schauen dann, ob wir ihn so in den Prozess bringen, daß er es dann als eigene Entscheidung tragen kann.

Lieben Gruß

Gottwalt

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Re:Noch ein kleiner Nachtrag: 20 Feb 2009 23:46 #28411

  • Gottwalt
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    Diamant Schreiber
  • Beiträge: 1443

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Hallo Alexa,

das, was ich da oben schrieb, klang vielleicht ein wenig arg "über das Kind hinwegagierend". So ist es aber weder gemeint noch gehandhabt. Es gibt einfach Dinge, die Semjon weder überblicken noch deshalb entscheiden kann.

Und bei der Entscheidung für die Pumpe gab es für uns vorallem folgenden Gesichtspunkt: Die intensivierte Insulintherapie, die wir bis dahin anwandten, war relativ schlecht im Ergebnis, so wie bei Euch derzeit auch. Also suchten wir, aus unserer Unzufriedenheit heraus, eine bessere Therapiemöglichkeit. Unser damaliger Diabetologe, den wir natürlich bestürmten, zuckte mehr oder weniger mit den Schultern und meinte im Grunde, wir sollten halt abwarten, bis die Remission vorbei sei, dann würde er schon mehr Insulin brauchen und alles würde dann einfacher. Und bis dahin sollten wir halt mit den Schwankungen leben. Wir waren damals schon vom Pen auf Spritzen umgestiegen, da die Dosierung mit dem Pen in 1/2 IE-Schritten einfach zu grob war (man kann ja nicht immer verlangen, daß das Kind entweder noch mehr oder eben weniger ißt, und immer noch mit Naschzeug auffüllen ist ja auch nichts). Wir fanden das extrem unbefriedigend und suchten nach Lösungen. Als erstes erfuhren wir hier im Forum, daß es die Möglichkeit gibt, das Insulin geeignet zu verdünnen, um dann besser dosieren zu können. Das machten wir, und gleichzeitig wechselten wir den Diabetologen. Im Vorgespräch mit der neuen Diabetologin sagte diese, wir sollten uns doch mal -da wir hier in Hamburg im Pumpencafe auch eine gute Möglichkeit dafür haben- mit Semjon die Insulinpumpen ansehen, sie würde uns doch sehr gerade bei dieser Problematik der feinen Dosierung und auch bei Semjons relativ schnell reagierendem Stoffwechsel zur Pumpe raten.
So machten wir das dann auch, Semjon durfte die Pumpen in die Hand nehmen und damit spielen, bekam die Katheter gezeigt und alles erklärt, sodaß er schon ein "Profi" war, als wir dann für die Pumpeneinstellung ins Krankenhaus kamen. Aber bevor man es derart konkret macht ist es für ein Kind schlicht nicht überschaubar, was das eigentlich bedeutet. Und selbstverständlich trug ich einen Tag lang eine Pumpe mit NaCl (physiologischer Kochsalzlösung), bolte mir die Mahlzeiten, hatte eine Basalrate laufen etc. Und Semjon fand das sehr witzig und aufregend. Dann durfte sein Tiger Pumpe tragen, und dann kam er dran. Und seither hat er sie und ist mächtig stolz darauf. Trotzdem gibt es natürlich immer wieder Theater, vorallem das Entfernen des Pflasters beim Katheterwechsel und das Setzen des neuen Katheters ist ihm extrem unlieb, obwohl das Setzen selbst nach seiner Aussage überhaupt nicht weh tut. Es ist diese Setzhilfe einfach bedrohlich, und es klingt erschreckend, wenn man sie auslöst. Das kostet dann jedesmal Überwindung. Inzwischen entfernt er selbst die Katheter und macht das ganz mutig mit "ritsch ratsch ab", und beim Setzen ist er "schneller als die Angst, die kann dann gar nicht kommen". Muß halt jeder seinen Weg finden. Die Katheter halten bei ihm meist zwei Tage, manchmal drei, manchmal (vorallem im Oberschenkel) auch nur einen Tag.
Semjon genießt es, nun einfach wieder essen zu dürfen. Das ist für ihn wirklich das größte Geschenk bei der Pumpe. Und wir können ihn relativ problemlos in seinem Zielkorridor zwischen 80 und 130 halten, sowohl nüchtern als auch nach dem Essen als auch bei Bewegung/Sport etc.

Liebe Grüße

Gottwalt

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Re:Auswirkungen von KE´s und Insulin so heftig 21 Feb 2009 01:58 #28415

  • klammerchen
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    Gold Schreiber
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  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 1997
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo Gottwald,
so ungefähr wie du es beschreibst, habe ich es auch bei meinem Sohn gemacht, obwohl er schon 10 war.
Selbst in dem Alter können die Kinder noch nicht überschauen, welche die geeignetste Therapiemöglichkeit für sie ist.
Nach kurzen Überredungen hat er die Pumpe dann auch akzeptiert und will sie natürlich nicht mehr missen.
Ich bin froh, dass er mir in der Hinsicht vertraut hat, was er im Bezug auf den DM eigentlich immer macht, da ich auch immernoch diejenige bin, die den DM hauptsächlich betreut :P
Liebe Grüße, Svenja

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