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Diabetes im Sportverein 20 Aug 2013 09:30 #84474

  • Steffii
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Bei unserer Tochter wurde im November 2010 Diabetes diagnostiziert und noch auf der Intensivstation hat der Arzt gesagt, dem internationalen Handballturnier in Schweden an Weihnachten würde nichts im Weg stehen :woohoo:

Und so war es auch! Unsere Sportskanone, mittlerweile 17 Jahre alt, ist ungebremst sportlich aktiv. Sie hat gerade den Verein gewechselt und spielt jetzt bei den Damen in einer Landesligamannschaft.

Außerdem hat sie Sport als Leistungskurs in der Schule.

Der viele Sport und die damit auch schwer zu kontrollierenden Werte waren übrigens auch ein Argument für ihre Pumpe. Unsere Tochter geht beim Handball aufs Spielfeld und die Werte schießen nach oben. Das ist wohl das Adrenalin. Hinterher brennt sie stundenlang nach, was ohne Pumpe in Extremfüttern endete. Mit Pumpe hat sie das super im Griff, allerdings tolerieren wir an sportlich herausfordernden Tagen schwankende Werte. Wir wissen dann ja, wo sie herkommen. Und wir wollen, dass unsere Tochter so lebensfroh und aktiv bleibt, wie sie ist. Und da gehört Sport einfach dazu, das muss der Diabetes halt akzeptieren :P

Also lasst euch nicht ausbremsen, zur Not musst du halt wie von Cordula beschrieben etwas unterstützen, damit der Trainer (und dein Sohn) Vertrauen in seine Fähigkeiten bekommen. Denn es gibt viele bekannte Sportler, die sich nicht vom Diabetes ausbremsen lassen. So wie meine Tochter, dein Sohn, Cordulas Sohn und einige Goldmedaillengewinner und Weltmeister.

LG
Steffi

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Diabetes im Sportverein 20 Aug 2013 09:39 #84475

  • Wulzendorfer
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Gestern waren wir beim Training, es ist alles sehr gut gegangen - vor dem Training war der Wert bei ca. 120 - dann hat er noch eine BE Brot gegessen und nach dem Training war er bei 115, also eigentlich mehr oder weniger ideal.

Die Werte sind bei uns Gott sei Dank bis jetzt eigentlich sehr selten problematisch.

Sowohl vom spielerischen als auch vom körperlichen kann er bei dem Verein auf jeden Fall mithalten, wir haben ja auch im Hinblick auf den Diabetes einen Verein ausgewählt, der jetzt nicht unbedingt zu "stärksten" gehört - es geht meinem Sohn ja vor allem ums Kicken und um die Gesellschaft mit gleichaltrigen Burschen, da er in der Schule als Bub in der Minderheit ist.

Dem Trainer haben wir schon im Vorgespräch Bescheid gegeben, die Frage ist natürlich in weit jemand der nicht direkt davon betroffen ist, überhaupt versteht wovon man spricht (das ist jetzt aber in keinster Weise negativ gemeint).

Am Samstag hat er schon sein erstes Match - ich denke, den Blutzucker beim Training zu halten, ist einfacher, da ja dort doch vermehrt Pausen gemacht werden.

Jetzt sind wir am überlegen, wie wir das beim Spiel handeln werden, da ein hoher Blutzucker (dass man ihn sozusagen mit Absicht hoch hält, um ein Abfallen zu vermeiden) ihn aber relativ müde macht.

Ich denke, am klügsten wäre es, vor dem Spiel etwas langsames (wie 2 BE Vollkornbrot sozusagen als Sport BE zu essen) und während des Spieles eine Trinkflasche mit Wasser gemischten Orangensaft, den er in kleinen Schlucken trinken kann, um eben einen Abfall des Blutzuckers zu vermeiden.

Andererseits ist das vielleicht übertrieben - denn wir wissen ja natürlich nicht, wie lange ihn der Trainer einzusetzen gedenkt, wenn es sein erstes Spiel ist, und dass weiß der Trainer im Vorhinein natürlich auch nicht wirklich.

Das Training ist zwar sehr körperlich, aber da hat mein Sohn kaum Probleme, da er grunsätzlich sehr sportlich ist (Laufen, Tennis und er hat sich ein selbstzusammengestelltes Krafttraining auferlegt), aber es kommt ja dann natürlich die Aufregung dazu.

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Diabetes im Sportverein 20 Aug 2013 09:45 #84476

  • Wulzendorfer
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Wir wollen ja eben auch unserem Sohn die Möglichkeit geben, sein Leben so frei wie möglich zu gestalten - auch wenn es für uns vielleicht sogar (so seltsam das klingen mag) fast schwieriger scheint als für ihn.

Wenn man ihn einfach machen ließe, wäre es vielleicht einfacher, aber man hat halt ständig Sorgen und Ängste - und um diese ein wenig einzudämmen tut es sehr gut, zu hören, dass es eben geht, als insulinpflichtiger Diabetiker Leistungssport zu treiben.

Handball ist ja noch wesentlich laufintensiver als Fußball und daher meine Hochachtung vor eurer Tochter.

Unser Sohn hat allerdings keine Pumpe, auch deshalb, weil Diabetes ja erst im Februar 2013 diagnostiziert wurde und uns im Spital gesagt wurde (wo er aufgrund seines damaligen Zustandes ebenfalls auf der Intensivstation lag), dass eine Pumpe erst dann verordnet wird, wenn er den Diabetes mit den Pensystem im Griff hat.

Da es ja an persönlichen Erfahrungen mangelt, kann ich nicht sagen, ob eine Pumpe jetzt besser ist oder nicht, andererseits kann ich mich - ich habe selbst Fußball gespielt und als Trainer gearbeitet - an einen schwedischen Nationalspieler erinnern, der mit Insulinpumpe gespielt hat, und das offensichtlich auf höchstem sportlichen Niveau.

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Diabetes im Sportverein 20 Aug 2013 16:50 #84497

  • cociw
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Andererseits ist das vielleicht übertrieben - denn wir wissen ja natürlich nicht, wie lange ihn der Trainer einzusetzen gedenkt, wenn es sein erstes Spiel ist, und dass weiß der Trainer im Vorhinein natürlich auch nicht wirklich.


Hallo,

das ist nicht übertrieben.
Genau so handeln wir das hier auch. Denn wenn du es anders herum machen würdest, gehst du das Risiko ein, dass dein Sohn flott unterzuckert, wenn er viel spielt.

Justus spielt auch in der Landesliga Basketball und gehört meist zur "starting five" und spielt dann auch recht lang.
Aber es gibt dann eben auch mal Spiele, bei denen er länger auf der Bank sitzt, sich verletzt, der Katheter mal abgeht oder was weiß ich...
Dann ist der BZ auch zu hoch aber was willst du mangels Alternativen machen? No risk, no fun :silly:

LG, Cordula
Cordula mit Justus (*08/1999, DM seit 12/2009, CSII seit 05/2010)

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Diabetes im Sportverein 20 Aug 2013 19:31 #84502

  • Sanni XD
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Hi
Also bei mir passiert bei Sport fast nichts...Ich gehe Einradfahren, Tanzen und Reiten. Ich brauche keine SportBE oder ähnliches. :woohoo:
Nur früher als ich noch Aerobic machte konnte ich so viel essen wie ich wollte und war trotzdem niedrig. :angry:
Außerdem laufe ich jedes Jahr bei einem Staffelmarathon mit bei dem ich meine Pumpe nicht trage und die ganze zeit esse... :P

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Diabetes im Sportverein 22 Aug 2013 12:15 #84562

  • Tonja
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Hallo,

unser Sohn trainiert auch dreimal die Woche. 2 x Fußball und 1 x Ringen. Dazu kommen noch die Spiele und Turniere.

Ringen ist wesentlich anstrengender als Fußball und wirkt auch länger nach. Da ist nämlich 2 h hartes Krafttraining von allen möglichen Muskeln. Nach dem Ringen müssen wir die Basaldosis für die Nacht runter setzen. Nach dem Fußball nicht.

Er hat schon vor der Erkrankung trainiert.
Anfangs war beim Training immer einer von uns dabei. Aber ca. 1/2 Jahr später ist er allein geblieben. Wir hatten mit den Trainern abgesprochen, dass in der Trainingshalbzeit gemessen wird. Das hat mit der bisherigen Trainerin gut geklappt. Oft haute es mit den Sport BE hin, oft war er aber auch unterzuckert.
Man überlegt und grübelt und denkt man hat ein gängiges Muster gefunden und beim nächsten Mal ist doch wieder alles ganz anders :angry:

Jetzt hat er neue Trainer beim Fußball und es muss sich erst alles einspielen. Er ist jetzt auch älter, so dass ich ihm mehr Eigenverantwortung zutraue. Zu den Spielen auf Kreisebene ist auch schon allein gefahren. Die bisherige Trainerin hat immer gesagt, sie sieht an seinem Spiel, ob er unterzuckert ist und nimmt ihn dann runter zum Messen.
Zu den Spielen auf Landesebene fahren wir aber immer mit, das dauert mir einfach zu lange. Und wenn er mit seinen Freunden zusammen isst, schaltet Theo zu gern sein Diabetesgehirn aus.

Beim Ringen kann ich ihn auch nicht allein zum Turnier lassen. Man fährt ewig, dann sitzt man lange rum und dann kommt endlich der Kampf. In diesem Moment muss der BZ einigermaßen optimal sein, sonst liegt er gleich auf japsend auf der Matte. Auch wenn ein Kampf nur 2 Minuten dauert, wird unheimlich viel verbrannt und er kann in kürzester Zeit runterrauschen. Das hätte ich vorher nicht gedacht. Zu hoch ist aber auch Mist, das merkt man auch an der Leistung. Das "Feintuning" traue ich dann doch keinem anderen zu.

Das ist leider viel Aufwand, aber die Alternative - kein Sport - kommt nicht in Betracht. Dafür ist er zu sportbegeistert.
Liebe Grüße

Tonja

mit Theodor, Jg.2004, DM seit 4/2011, omnipod, Humalog

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Diabetes im Sportverein 28 Aug 2013 09:50 #84793

  • ixila
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Josie macht seit gut 2 Jahren Gardetanz und hat 2mal Training die Woche, aber dann immer gleich 2 Stunden voll Power! Die Gruppe in der sie jetzt tanzt, hat sich für die S-Klasse qualifiziert (also 2. Bundesliga)und da kann auch schon mal 3-4 mal Training die Woche sein. Dazu kommen dann noch die ganzen Turnierfahrten, Auftritte und Trainingslager.
Mit ihrem Blutzucker haben wir da eher selten Probleme und dann eher mit sehr niedrigen Werten (letztes Mal hatten wir eine Wert von 1,9 :blink: ) und man hat ihr kaum was angemerkt! Ich habe immer Traubenzucker in der Tasche und beobachte sie auch genau. Oftmals gehe ich jetzt mit ihr vor dem Training noch ein Softeis essen. dann geht sie etwas höher ins Training, hat aber dafür keine Unterzuckerung und am Ende vom Training hat sie dann oft Werte um 5 mmol.

Also Sport ist für Josie kein Problem!

LG
Heidi

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