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Geschwisterkinder 27 Feb 2013 22:56 #79469

  • Petra F.
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Das ist sehr lieb geschrieben danke dir dafür.....so nun bereite ich mal ihr Pausenbrot vor, messe um zwölf nochmal und haue mich in mein Bett. Wenn ich Glück habe dann passt alles und ich muss nach zwölf nicht mehr raus. Eine Gute Nacht

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Geschwisterkinder 27 Feb 2013 23:09 #79472

  • marielaurin
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Naja Tamara macht sich schon Sorgen um Ihre Schwester ,das weiss ich. Sie tut aber so als wenn das nicht so wäre.


Sich Sorgen machen ist ja auch total uncool. Zugeben werden sie das nicht, dennoch denke ich, dass sie sich dazu schon ihre Gedanken machen, aber die Reichweite des DM (Ernsthaftigkeit und Zeitspanne bzw. "lebenslänglich") nicht einschätzen können. Und wenn ich vor etwas Angst habe, blocke ich ab und lass es nicht an mich heran. Vielleicht eine Art Selbstschutz, denn "man hat ja schon Stress mit sich selbst, seinen Gehirnumbaumaßnahmen, den Freunden, der blöden Schule, da passt keine kranke Schwester zusätzlich rein" ?

Unser Sohn war 9, als seine Schwester (damals 11) frühmorgens mit dem Rettungswagen abgeholt wurde. Er durfte durch Intensivstation und Abmagerung erst an Tag 6 wieder zu ihr, weil wir nicht wollten, dass er sie so sieht.

Er ist immer noch sehr rücksichtsvoll, achtet darauf, dass sie zeitlich passend spritzt, erkundigt sich immer mal wieder nach ihrer Gesundheit, fragt nach jedem Ambulanz-Termin, ob alles in Ordnung ist. Ich habe ihn mal gefragt, warum er das alles für sie tut. Er meinte, er hat damals gedacht, sie käme nicht mehr wieder und er hätte Angst gehabt. Er hat sich damals komplett "unsichtbar" gemacht, wollte nicht auffallen, hat sich zurückgezogen. Heute ist das anders, das Interesse an ihrem DM ist nach wie vor da, aber die (stille) Panik ist weg, denke ich. Er ist mittlerweile auch tiefenentspannt, was den DM angeht.
Ich hab ihn vor einigen Wochen nochmal gefragt, wie es ihm geht, wenn er an Sina und ihren DM denkt und wollte wissen, ob er meint, wir würden uns mehr um sie kümmern. Antwort war, dass alles gut sei, er weiß, dass sie nicht gesund ist und mehr Aufmerksamkeit braucht. Aber:"Da ist mir lieber, ihr gebt ihr mehr Aufmerksamkeit, als dass es ihr schlechter geht. Dann zickt sie nicht mehr so schön, erklärt mir Facebook und Co. nicht mehr und alles wär viel langweiliger!"

Wir haben heute eine Kreuzfahrt nach Norwegen gebucht. Wir drei freuten uns riesig, sein Kommentar:"Ist da ein Kühlschrank auf dem Zimmer? Kann Sina ihr Insulin mitnehmen?"

Was mach ich mit so einem Kind außer knutschen? Ich mach mir manchmal echt Sorgen, ob das alles noch "normal" ist oder ob er eine versteckte Angstproblematik hat.
Sina *1999, DM seit 12/2010, ICT mit Levemir und Novorapid

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Geschwisterkinder 27 Feb 2013 23:39 #79476

  • Noam
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liebe Petra

bei mir ists der Jüngste(3), der Diabetes hat, er selber kapiert nur die Hälfte, braucht aber mit oder ohne Diabetes schon immer am meisten Aufmerksamkeit.
Die Mittlere (7) ist wie immer eifersüchtig, das war sie schon vorher, sie kapiert irgendwie nicht, dass der Kleine krank ist, nimmt jedenfalls nicht darauf Rücksicht.
Der Grosse hat einiges im KH mitbekommen, und kapiert die meisten Konsequenzen, die Diabetes mit sich bringen.
Er schaut aber schon, dass er nicht zu kurz kommet.
Uns ist es auch bewusst, dass die anderen auch Aufmerksamkeit brauchen, aber das war vorher schon so, dass manche zurückstecken müssen, je nach Situation.

Wir haben angefangen, mit jedem Kind einzeln Verwöhntage zu machen, wo sie/er die volle Aufmerksamkeit bekommen, das tut allen immer gut.
So alle halbe Jahre gibts so einen Tag. Mir und dem Kind.
Das war aber vor dem Diabetes schon so.

liebe Grüsse

Rahel

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Geschwisterkinder 28 Feb 2013 10:12 #79493

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Hallo,

Leonie war 9, als der DM festgestellt wurde.
Die kleinere Schwester wurde ein paar Tage vorher erst eingeschult.
Es hat einige Zeit gedauert, bis sie begriff, daß ihre große Schwester krank ist, sie konnte ja auch mit Werten und Zahlen noch nicht wirklich viel anfangen.

Wir (wahrscheinlich am meisten ich) haben dem DM anfangs zuviel Aufmerksamkeit geschenkt.
Unsicherheit war da, Angst, daß Leonie unterwegs irgendwas passiert, der ganz normale Wahnsinn eben. Luisa hat sich zurückgezogen, war viel ruhiger und ängstlicher(sonst ein Hans Dampf in allen Gassen).

Nach einigen Wochen hat sich das Ganze mehr und mehr eingespielt.
Jetzt ist Leonie 11 und mehr alleine unterwegs, hat auch an zwei Tagen lange Schule.
Dann nehme ich mir auch mehr Zeit für "die Kleine". Das tut ihr unheimlich gut
Zerteilen können wir Mamas uns ja leider nicht ;)

LG, Silke

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Geschwisterkinder 28 Feb 2013 13:44 #79508

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Hallo Petra,
Finja ( 11) hat eine große Schwester (14). Ich denke, ich kann die Situation bei Euch nachvollziehen.
Die Große kümmert offiziell nicht weiter um den Diabetes ihrer Schwester, die ja auch schon sehr selbstständig ist und eigentlich nur ab und zu erinnert werden muss (spritzen, messen). Wenn wir Streaa haben, kommt schon ab und zu der Satz: "Du hast wieder keine Zeit, alles nur wegen Finja" und so ähnlich. Ich denke, das ist zu verzeihen, sie ist in der Pubertät und tatsächlich brauche ich mehr Zeit für die Kleine (Essen wiegen, berechnen, kontrollieren...), die ja auch in die Pubertät kommt ;)
Aber innerlich macht sie sich schon Gedanken und denkt mit. Sie hat auch die Schulungen im KRankenhaus mitgemacht und viele FRagen gestellt. Und ich kann mich auf sie verlassen, wenn ich mal nicht da bin. Was ich möglichst versuche zu vermieden, ich möchte ihr nicht die Verantwortung aufbürden.
Die hatte ich mit einem 10 Jahre jüngeren schwerbehinderten Bruder nämlich sleber und will das nicht für meine Kinder.
Mit der Zeit wird der Diabetes auch nicht mehr so sehr im Vordergrund stehen, wie am Anfang.
Es gab doch auch erst kürzlich eine Untersuchung zu Geschwisterkinder, die Ergbenise waren eigentlich recht o.k.
Liebe Grüße Ramona
Folgende Benutzer bedankten sich: Petra F.

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Geschwisterkinder 28 Feb 2013 21:20 #79525

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Ramona das macht mir wieder Mut!!!

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Geschwisterkinder 01 Mär 2013 16:30 #79560

  • Wenke
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Ich glaube, eine/n chronisch kranke/n Bruder/Schwester zu haben, ist zeitweise ganz schön hart.

Kennt ihr das Buch "Weglaufen gilt nicht" von Solfried Rück? (Das Buch ist vergriffen und nur noch antiquarisch zu haben. Ich habe es gelesen, als ich selber Teenager war und keine blasse Ahnung hatte, dass mal eins meiner Kinder Diabetes bekommen würde.)
Darin geht es um ein 14-jähriges Mädchen, das an Diabetes erkrankt. Das Buch ist von 1979 und die Diabetes-Therapie von damals hat mit der von heute nicht mehr viel zu tun. Die Belastung für die Familien dürfte unterm Strich aber die gleiche geblieben sein.

In dem Buch geht es natürlich hauptsächlich um Billa, das Mädchen, das an Diabetes erkrankt.
Aber am Rand erfährt man auch, wie es um ihren Zwillingsbruder steht. Der fühlt sich ganz schön zurückgesetzt. Er hatte, wie er einmal deutlich zum Ausdruck bringt, eh schon immer das Gefühl, dass seine Schwester Papas Liebling ist (ein Gefühl, dass wahrscheinlich fast alle Geschwister kennen). Und jetzt dreht sich alles nur noch um Billa.
Wegen Billas Diabetes gibt es keine Nachtisch mehr (Süßkram war damals ja noch streng verboten), zum Knabbern gibt es statt Chips nur noch Gurken und der jährliche Winterurlaub wird auch gestrichen, weil die Eltern sich so kurz nach der Diagnose einfach noch nicht trauen...
Der Burder hat dabei das Gefühl, als wäre er, der das alles ja könnte und dürfte, gar nicht mehr existent.

Aus gesunden Geschwistern chronisch kranker Kinder werden bestimmt keine "gestörten Persönlichkeiten", aber manchmal ist es einfach nicht so leicht.

LG Heike
Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)

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Geschwisterkinder 01 Mär 2013 19:01 #79563

  • Patrizia
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Unser Diabetes-Kind ist 8 und der Große wird 12. Als wir ins KH kamen, hat er sich große Sorgen gemacht und wo sonst immer gezofft wurde, kamen nette SMS mit dem Inhalt: drück ihn von mir, küss ihn von mir usw. Ich weiss nicht so recht was er mittlerweile so denkt, will natürlich nichts unnötig wild machen. Er merkt schon, dass sein Bruder viel Aufmerksamkeit bekommt man sich schon intensiver um ihn kümmert sei es wenn er das Haus zum Spielen verlässt oder was auch immer. Ich versuche genauso viel Aufmerksamkeit dem Großen zu schenken denn die beginnende Pubertät ist auch für ihn nicht einfach. Ich hab schon überlegt, ob ich auch mal nur ihm meine Zeit widme und mit ihm was schönes mache ohne den Kleinen. Ich glaube das würde ihm auch richtig gut tun.
Ansonsten kümmert sich der Große gut um ihn, schaut wie er misst, holt ihm seine Pens usw.
Mama von Angelo *12.08.2004, DM1 seit 14.12.2012, Actrapid, Protaphane und Novorapid

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Geschwisterkinder 02 Mär 2013 03:26 #79580

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Hallo liebe Petra, ich glaube das Alter eines Geschwisterkindes ist egal, es ist wie Heike schreibt ....einfach manchmal sehr schwer für die gesunden Geschwister.
Sind ja alles noch Kinder!
Meine Kleine mit Diabetes ist 1,5 Jahre , sie hat noch 3 Schwestern im Alter von 3 Jahren, 11 und 12 Jahre.
Die 3 jährige , ist meistens total überfordert, muß sie ja überall mitnehmen ( Katheterwechsel, Arztbesuche usw.) sie sagt dann dauernd Lina ( eigentlich Carolina) hat Angst , ist krank, nicht Doktor, Lina aber wieder nachhause........... und ich Lina lieb. :kiss:
Die 12 jährige nimmt es ganz gelassen , sie ist aber auch nur in den Ferien und die WE bei uns, da es die Tochter meines Mannes aus erster Beziehung ist , für mich aber wie meine eigene Tochter .
Die 11 jährige ( im April dann auch 12 ) hat die ersten Monate sehr Angst um ihre Schwester gehabt , da es wirklich sehr knapp war, standen wir wirklich eine ganze Zeit neben uns.
Ich hatte es schonmal in einem anderen Beitrag geschrieben , Noten in der Schule sind schlechter geworden, launisch, unordentlich usw.
Pubertät und der DM haben ihr sehr zugesetzt, mittlerweile ( nach 10 Monaten) normalisiert sich alles wieder ein wenig.
Sie wollte am Anfang auch ja kein BZ messen, wenn ich jetzt Sage magst Du die Maus mal messen ,tut sie es voller Schwesternstolz, ich achte allerdings immer darauf das die Maus gut drauf ist, damit sie keine Gegenwehr bekommt;)
Naja schwer ist es nach wie vor für sie , aber war vorher schon nicht so leicht bei 2 kleineren die gerade mal 14 Monate auseinander sind und jetzt selbst noch in der Pubertät :woohoo: und unsere Oma ( 91, Demenz, die manchmal die ganze Nacht durch weint und ständig den Notruf drückt und meine große aufsteht und der Dame am anderen Ende mitteilt , ist alles in Ordnung .... :gaehn: , die teilen sich nämlich die obere Etage.
Nicht selten steht meine große nachts bei mir am Bett und ist in Tränen aufgelöst , da sie durch Omas nächtlichen Aktionen nicht schlafen kann ....... oh ich bin mal wieder total abgeschweift, Sorry.
Gebt Euch einfach noch ein wenig Zeit , ihr seid ja noch so frisch dabei.... Ich glaube es dauert einfach bis ein wenig verarbeitet ist und setze dich nicht zu sehr unter Druck.
Du machst das bestimmt ganz toll :) Es wird bestimmt alles etwas entspannter !
Lg schlapperlatz

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Geschwisterkinder 02 Mär 2013 05:19 #79581

  • ManuelaB
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Hallo
bei uns ist die doe große das diabetes kind (8) und der kleine (5) hat manchmal ganz schön die nase voll, immer dreht sich alles nur um Lea.... so seine aussage..logisch wenn es ums essen geht, geht es um sie, wenn es um den kindergeburtstag geht, indoorspielplatz, schwimmbad...immer muss erstmal abgeklärt werden wie was gemacht wird...ich glaub das kotzt ihn ganz schön an..aber ich fürhcte da muss er mit leben...es wird sicher auch wieder besser werden das heisst wenn noch mehr routine da ist und er es auch noch besser versteht..er ist schon sehr fit und sagt manchmal auch wieviel KE er gegessen hat ( :) ) ...
es gibt unglaublich anstrengende tage wo man ihm immer und immer wieder sagen muss es geht nicht anders und an manchen tagen sagt er wie selbstverständlich ich warte noch bis Lea gespritzt hat...

Lg Manu

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