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Aw: BZ bei körperlicher Aktivität 17 Aug 2011 15:45 #58016

  • EgonManhold
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Hallo,

ich setzt hier mal einen Auszug aus dem unter "Quelle" genannten Buch `rein, der u.U. hilfreich sein kann.

Gruß, Egon

Verwertung der Kohlenhydrate

Grundsätzlich ist es dem Körper möglich, aus Glukose mit und ohne Sauerstoff (aerob/anaerob) Energie zu gewinnen. Die Verwertung von Kohlenhydraten ohne Sauerstoff (Glykolyse) ist aber unwirtschaftlich und meist nur über kurze Zeit möglich. Viel mehr Energie kann der Körper gewinnen, wenn er Glukose „richtig“ verbrennt, d.h. in Anwesenheit von Sauerstoff (Oxidation).

Ein 100-Meter-Sprinter muss schon vor der Ziellinie damit beginnen, Kohlenhydrate zu verwerten, um noch die letzten Meter bis ins Ziel zu schaffen. Bei einem 100-Meter-Sprint setzt die Belastung jedoch schneller ein, als die Atemtätigkeit gesteigert werden kann. Die arbeitenden Muskelzellen haben viel zu wenig Sauerstoff zur Verfügung. Unter diesen sogenannten anaeroben Bedingungen können die Zellen nur wenig Energie aus der Glukose gewinnen (Glykolyse). Am Ende wird aus der Glukose Milchsäure, die sich in den Muskeln des Sprinters anhäuft. Doch bevor es soweit gekommen ist, hat der Sprinter schon die Ziellinie überquert.

Während die anaerobe Zuckerverwertung für einen Sprinter sehr gut geeignet ist, hätte sie für einen Langstreckenläufer nur Nachteile: Mit ihr wird nur wenig Energie aus der Glukose gewonnen, und sie würde schnell zur Funktionstüchtigkeit der Muskulatur führen (Anhäufung von Milchsäure). Daher hat sich die Natur für längere Belastungen etwas anderes ausgedacht.

Wenn die arbeitende Muskulatur genügend Sauerstoff zur Verfügung hat (aerobe Bedingungen), wie z.B. bei einem 5000-Meter-Lauf, wird die Glukose effektiver verwertet. Dann kann die Muskelzelle fast zwanzig mal so viel Energie aus der Glukose heraus holen, und übrig bleiben nur die harmlosen Endprodukte Kohlendioxid und Wasser. Für diese Art der Energiegewinnung muss mehr Sauerstoff zum Muskel geschafft werden. Daher haben ausdauertrainierte Sportler eine leistungsfähigere Atmung und ein fitteres Herz-Kreislauf-System.

Quelle:
Diabetes- und Sportfibel : Mit Diabetes „weiter“ laufen
Ulrike Thurm, Bernhard Gehr, Kirchheim-Verlag Mainz, 2001, Seite 70
Achtung: Mein Beitrag / meine Antwort ist meist nur eine Kurzfassung und kann daher i.d.R. nicht alle möglichen Aspekte zu dem jeweiligen Thema berücksichtigen.
Häufig geben meine Beiträge nicht meine persönliche Meinung wieder, sondern beruhen auf Tatsachen bzw. fachlich anerkannte Meinungen....
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