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Aw: Behandlung mit Heilpilzen 08 Dez 2010 21:15 #44664

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Hallo zusammen,

wie ich sehr erfreut feststelle, funktioniert die Eigenregulierung dieses Forums mittlerweile super. Ich finde es sehr wichtig, daß man falsche Heilsbringer als solche entlarvt, ohne aber die Ohren für Neues zu verschließen.

Leider gibt es auf der Welt sehr viele (Un)Menschen, die mit dem Leid und der Hoffnung anderer Geschäfte machen wollen. Diese haben aber keine Chance, wenn man sich traut deren Handeln kritisch zu hinterfragen.

Viele Grüße und alles Gute
Michael Bertsch
webmaster@Diabetes-Kids.de
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Aw: Behandlung mit Heilpilzen 09 Dez 2010 08:46 #44675

  • netterene
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hallo,

ich bin es noch einmal. Vielen Dank für eure Meinungen und die wahrscheinlich auch berechtigte Kritik, ich bin ja wie gesagt selber auch sehr skeptisch.

Eines wollte ich jedoch noch einmal klarstellen, vielleicht hatte ich es in meinem ersten Beitrag schlecht ausgedrückt:

Wir werden (wenn wir den Versuch starten würden, woran ich aber mehr und mehr von abkomme) nicht auf Insulin verzichten. Das ist auch die Voraussetzung der Heilpraktikerin.
Das Basal-Insulin bleibt erstmal gleich und wir würden nur unmittelbar vor dem Essen auf das BZ-Messen und das Mahlzeiten-Insulin spritzen verzichten.
Dafür messen wir dann etwa 1,5 bis 2 Stunden später und werden kann Insulin einsetzen, falls der Wert zu hoch sein sollte (das Spritzen könnte aber nach Meinung der HP wegfallen, wenn die Pilze den BZ schon auf ein normales Maß gesenkt haben - wenn nicht, ist Insulin unumgänglich.

Sollten wir nach ein paar Versuchen merken, dass die Pilze nichts bewirken und unsere Tochter mit dem BZ sehr hoch ist, würden wir diese Form der Behandlung natürlich auch als wirkungslos abhaken und stoppen.

außerdem haben wir davor ja noch einmal extra zu diesem Thema ein Gespräch mit unserer dia-Arztin und werden sehen, wie sie diese ganze Sache sieht. Sollte sie uns definitiv abraten, werden wir das auch nicht beginnen.

Mal was anderes: "DerAndre" hat mir freundlicherweise einen Link zu einem 3 Jahre alten Beitrag gesandt, in dem es auch genau um dieses Problem geht. Ich würde gerne mit "Claudius", die/der das Thema damals gestartet hat, in Kontakt treten und mal nachhaken. Wenn ich allerdings auf diese Sprechblase klicke (=hier klicken, um dem Benutzer eine private Nachricht zu senden) kann ich meinen Test zwar schreiben, bekomme ihn aber nicht abgeschickt (Fehlermeldung "Sie dürfen an diese Gruppe nichts senden"). Was mache ich falsch?? Bzw. wie gehts richtig??
Und "elisabethsanni" rät mir, auf das Posting dieses Beitrages zu gehen - wie geht das? Sorry, aber ich bin neu im Forum und kenne noch nicht alle Tricks.

vielen Dank für eure Hilfe!!

Annett

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Aw: Behandlung mit Heilpilzen 09 Dez 2010 08:55 #44676

  • Lili
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Hallo Annett,

ich würde auf jeden Fall auch vor der Gabe der Pilze messen, einfach, um zu sehen, ob und wie sich die Pilze auswirken. Ohne Vergleichswerte macht das m.E. keinen Sinn.

Kann es sein, dass Du noch kein Mitglied hier bist? Möglicherweise ist dann die PN-Funktion blockiert.

Aber da kann Dir unser WebAdmin Michael sicher weiterhelfen.


LG Lili
Folgende Benutzer bedankten sich: DerAndre

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Aw: Behandlung mit Heilpilzen 09 Dez 2010 09:42 #44681

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Hi Annett,

Nachrichten verschicken an andere Mitglieder dürfen nur Mitglieder selbst.
Wie man Mitglied wird und was man dann tun kann, siehst du unter www.diabetes-kids.de/mitgliederbereich

Viele Grüße
Michael Bertsch
webmaster@Diabetes-Kids.de
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Aw: Behandlung mit Heilpilzen 12 Dez 2010 20:14 #44828

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Hallo,
wir haben unsere Ärztin gefragt, wir sind als Viel-Messer bekannt und sie meinte, wir können es probieren.
Vorher nicht messen, wäre für uns nicht in Frage gekommen. Bei uns hätte der Plan so ausgesehehen, dass wir normal Insulin abegegeben hätten und eine und 2 Stunden später geschaut hätten, ob der Pilz ne Hypo produziert. Nun gibt es Coprinus ja als Pulver. Ich habs ihm als 1,5 Jährigen unter den Brei gemischt, aber er fands eklig. Später hater mal so zwei Löffel voll gegessen, aber beim BZ ist da leider nix passiert. Meine Hoffnung wär gewesen, dass man die Insulinmenge reduzieren kann, aber bei uns hats leider nicht auch auf Grund der Konsistenz nicht geklappt. Ich glaube, wenn man normal oft misst, oder sogar CGM dran hat, dann kann man es auch mal probieren, das Strohhalmdenken ist ja nur verständlich.
Und wenn man merkt es hilft nicht, na gut, aber man hats probiert...

Alles Gute

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Aw: Behandlung mit Heilpilzen 13 Dez 2010 00:58 #44835

  • Claudius
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Hallo Annett,
ich hätte nicht gedacht, dass mein Beitrag von vor drei Jahren noch mal ans Licht geholt wird. Deshalb hier kurz meine Einschätzung unseres Pilzexperiments aus den Anfängen des DM meiner Tochter.
Die Pilzeinnahmen bescherten uns einige wenige Tage in denen wir ganz ohne Insulin auskamen. Aber!!!, ob das überhaupt an den Pilzen lag, steht gar nicht fest. Fakt ist, wir haben den Diabetes damals zu einem sehr frühen Zeitpunkt bemerkt und haben deshalb eine lange Zeit nur sehr wenig Insulin gebraucht. Nach meiner Erinnerung gab es zum Kölner Karneval und rund um Weihnachten einige Tage an denen der BZ ohne Insulin trotz Naschens ohne Ende nicht stieg. Auch haben wir entgegen des Rates unserer damaligen Diabetologin das Basalinsulin während der gesamten Remission weggelassen.

Mit meinem heutigen Wissen erscheint mir diese Zeit rückblickend als völlig verrückt. Man fährt mit einem relativ frisch diagnostizierten Kind zur Tante nach Köln, um dem Rheinischen Frohsinn zu frönen, macht sich einen Kopp wie man den Blutzucker mit Pen wohl eingestellt bekommt ohne seinem Kind die gesammelten Böllchen alle vorenthalten zu müssen? Und was passiert: Nichts; das Kind futtert eine BE nach der nächsten und der BZ zeigt zu jeder Messung einen Wert zwischen 80 und 90mg/dl.
Das blieb die ganzem drei oder vier Tage so. Wer sollte da nicht ins Zweifeln kommen und an eine Spontanheilung denken?
Heute weiß ich, Böllchen sammeln und an Straßenumzügen teilnehmen ist anstrengend, der Insulinbedarf sinkt bei Anstrengung. Es war kalt, auch Kälte zieht "Zucker" und zwar ohne Insulin zu benötigen. Genau zu dieser Zeit futterten wir auch das Pilzpulver aus der Kapsel.

Was hat die Zeit ergeben? Die Pilzgaben haben wir nach wenigen Wochen eingestellt, als nämlich keinerlei Wirkung mehr zu beobachten war.
Nach ca. sechs Monaten war die Remission beendet und wir haben uns für eine Pumpe entschieden.
Den weiteren wichtigen Einschnitt im Umgang mit dem Diabetes brachte eine Pumpenschulung im Diabetesdorf Althausen. Dort gab es eine Diabetesschulung, die den Namen auch verdiente. 18 Tage je sechs Stunden, nur zu empfehlen, wenn man viele Fragen hat und diese von seinem Diabetologen nicht mehr hinreichend genau und nachvollziehbar beantwortet bekommt.
Heute fahren wir zwei Mal im Jahr zu einem Diabetologen, der uns zwischenzeitlich per Post mit den nötigen Rezepten versorgt. Und selbst diese Besuche bräuchten wir eigentlich nicht. Der Diabetes gehört jetzt zu unserer Tochter, er bekommt soviel Aufmerksamkeit wie nötig, mehr aber nicht.

Das letzte Pilzpulver habe ich übrigens vor einigen Wochen in ein Gulasch gegeben, hat lecker geschmeckt!!! Ob es an dem Pulver lag?

Meine Empfehlung, spart das Geld für das Pilzpulver und macht euch davon mal einen schönen Familientag. Der Diabetes wohnt so lange bei euch wie euer Kind. Arrangiert euch mit ihm, akzeptiert ihn, macht euer Kind stark, dann kann man auch mit Diabetes glücklich leben. Anstrengend ist er trotzdem.

Viele Grüße
Claudius
Folgende Benutzer bedankten sich: WebAdmin, EgonManhold, Lili, reiner123, Drusillaloony und 4 andere Leute haben sich zudem bedankt.

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Aw: Behandlung mit Heilpilzen 13 Dez 2010 09:22 #44847

  • iffi27
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Hallo Claudius,

ich kann dir gar nicht sagen, wie erleichtert ich bin, dass du so einen realistischen Bericht hier zum "Pilzgenuss" abgeliefert hast. Die wenigsten Eltern werden offen zugeben, den Hokuspokus umsonst bezahlt zu haben.

Wir sind auch ohne Pilze in der Remi-Phase (es waren etwa sechs Monate) ohne Basalinsulin ausgekommen. Deswegen halte ich deine Einschätzung auch für sehr realistisch. Und ich hoffe, niemand kommt jemals zu Schaden, weil er obskuren Methoden mehr vertraut als seinem Diabetologen.

Liebe Grüße
Steffi

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