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Re:Es ist schwer. 19 Okt 2008 11:01 #25847

  • s_eusi
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hallo zusammen,

wie bei allen anderen auch, hatten auch wir eine schlimme anfangszeit...jeder stellt sich wahrscheinlich die selben fragen!

ich bin eine sehr besorgte mutter, mein mann nennt das auch zeitweise "übermutter", dennoch bin ich ein sehr resoluter mensch.
was sein muss, muss sein...

daher ist es mir sehr schnell, sehr leicht gefallen, meiner kleinen maus den BZ zu messen und den katheter zu setzten. die helferinnen im KKH haben zu mir gesagt, sie hätten selten solch mütter die kaum angst haben.
was nützt es denn.... hab ich angst, projeziere ich diese angst auf mein kind. ella hat sich sehr schnell an ihren DM gewöhnt. wir haben kaum probleme. sie ist stolz auf ihre pumpe, zeigt sie gern rum.
ok noch ist sie klein und unbedarft... wird sie älter wird sich sicher so einiges ändern....ABER....
ich werde bis dahin alles tun um den DM so unauffällig wie nur möglich mit uns leben zu lassen.
wie marianne sehr treffend sagt:
WIR beherrschen den DM,
nicht er uns!

ich bin mir sicher, dass unsere kinder gut mit dem DM leben können und sicherlich auch gut damit alt werden können.

ich wünsche allen, die noch am anfang stehen viel kraft, sich mit dem DM "anzufreunden"

LG
beate & ella

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Re:Es ist schwer. 19 Okt 2008 12:11 #25848

  • Judith Reifenrath
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Hallo Zusammen :-)

es tut gut, soviel Zuspruch zu bekommen !.. es ist sicherlich so wie ihr sagt, mit der Zeit wird man etwas relaxter . Jonas hat Diabe. jetzt gerade mal 3 Monate. Zur Zeit haben wir das Gefühl, dass fast jeder Tag wieder irgendwas neues mit sich bringt. Erst heute morgen hatte Jonas beim Früchstück ein paar Tränen in den Augen. Es ging um folgendes. Er war gestern mit einer riesen Gruppe in Köln zum Fußball gucken ( mein Mann war als Betreuer mit). abends um 21 Uhr kam er Heim und hatte einen Wert von 200. Der Grund ist mir bewußt. ! Er hatte sich gestern Mittag um 11 Uhr Actrapid zum Mittagessen gespritzt. Er war extra früh aufgestanden um früh zu frühstücken und eben dann nach 4 Std. Mittag zu essen. Er will sich einfach noch nicht in der "Öffentlichkeit" spritzen. .. Deshalb hatten wir heute morgen ein Gespräch beim Frühstück. Wir (mein Mann und ich) haben ihm erkärt, dass es überhaupt nichts schlimmes ist !vieles erzählt und erklärt. Sein letzter Satz dazu: Ja ja.. ihr habt es ja nicht! krrrrr... wie ihr seht, wir stehen noch ziemlich am Anfang .
Deshalb bin ich immer froh hier zu lesen, wie es anderen Eltern ergeht. ! das gibt mir Ideen , Kraft und Zuversicht den Altag zu meistern!! vielen DANK !

lieben Gruß an EUCH ALLE :-)
Judith

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Re:Es ist schwer. 19 Okt 2008 17:20 #25852

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Hallo Daniela, Hallo Lennart,

euer Bericht mit dem Elefanten hat mir sehr gut gefallen, auch bei uns ist vor einem halben Jahr einer eingetreten u. wir leben mit ihm, mal geht es leichter, mal ist der Elefant dicker u. es wird schwererB) :silly: manchmal steht alles Kopf!!!!
Aber irgendwie geht es immer weiter.

lg Siggi u. Jannik

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Re:Es ist schwer. 20 Okt 2008 12:01 #25864

  • ViolaS
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Wir bekahmen den Vergleich mit einem Hund!
Den man nicht abgeben kann und den man erziehen muß. Je besser er erzogen ist (eingestellt) und je besser ich meinen Hund verstehe (Wissen über DM), desto besser kann ich mit ihm leben. Anfangs muß man sich daran gewöhnen , an den Hund zu denken, irgendwann lauft er mit und gehört zur Familie.
Da wir seit 9 Jahren einen Hund haben finde ich es passend.
Generell kenne ich, da wir auch erst seit Juli dabei sind, sehr gut die "Spontanen" Tiefs. Es gibt einfach Tage da klappt es nicht mit spritzen und essen, die Werte pendeln.... alles Sch.. will nicht mehr.
Oft sind es aber Situationen wo z.B. das spritzen als Blitzableiter für etwas anderes dient , noch müde, sauer weil der Bruder ärgert, es nicht das Lieblingsessen gibt etc. wenn dann noch einer mit der Spritze kommt - dann danke.!
Aber es gibt auch immer mehr Tage, wo es klappt und der DM nur noch mitläuft.
Es haben schon viele geschafft warum wir/Ihr nicht !
Viele Grüße Elke

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Re:Es ist schwer. 20 Okt 2008 21:46 #25875

  • juanna
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  • Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
Hallo euch.

Ich danke euch für eure Antworten.Es Hilft sie zu lesen und es wird auch besser mit der Zeit. Es wird noch seine Zeit dauern das Diabetes anzunehmen und es zu akteptieren. Aber auch diese Zeit wird kommen. Der Vergleich mit dem Elefanten oder dem Hund der ins Leben tritt war richtig gut. Es ist mir auch leicht gefallen bei Jessica denn BZ zu messen und das Insulie zu spritzen. Das war garnicht das Problme. Es war nur so das ich mir nicht die Zeit nehme es zu verarbeiten. Weil ich dann Angst habe nicht mehr aufhören kann zu weinen. Beim letzten Weinkrampf habe ich fast eine Stunde nur geweint. Das war schon ziemlich hart. Auch wenn es gut ist es rauszulassen ist es nicht einfach es zu tun. Aber wie schon mal geschrieben wir haben schon viel mitgemacht. Bloß man hat auch mal denn Wunsch und denn Traum das es mal aufhört.:)

Hallo wiebkesmama (Beate).
Du hast recht das es Krankheiten gibt die schlimmer sind und wo Menschen auf Hilfe von anderen angewiesen sind. Auch bei uns hat es dieses Jahr mit Krankheiten nur so um sich geschlagen. Auch bei uns ist eine sehr gute Freundin an Leukämie erkrankt.Auch aus heiterem Himmel. Auch sie kämpft. Das alles ist schwer. Und bitte versteh mich jetzt nicht falsch. Ich liebe die Menschen aus meiner Umgebung sehr. Aber ich habe im Moment nicht die Kraft mich mit ihnen und ihren Krankheiten zu beschäftigen. Aber ich glaube es geht ihnen auch nicht wirklich anders wie mir. Und ich will es auch nicht. Denn seien wir doch mal erlich. Abenehem kann uns das niemand.Familie und Freunde die Helfen gut. Aber sie erleben nie denn wirklichen Alltag.
Und wir schaffen es auch mal gut und mal weniger gut. Man muß damit Leben da hast du recht. Und wir werden es auch bald können.LG Michaela.:)

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Re:Es ist schwer. 25 Okt 2008 09:57 #25922

  • mibi74
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  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo!

Ich kann mich nur anschließen. Aller Anfang ist schwer. Erst verdrängt man das meiste, weil man funktionieren muss. Alles läuft mechanisch ab und die Gefühle werden hinter Verschluss gebracht, bis alles einstürzt.

Die Kinderpsychologin in der Kur riet mir/ uns mit dem Kind gemeinsam wütend auf seinen Diabetes zu sein. Traurig, wenn es selbst traurig ist und auch mal mit ihm weinen können, wenn einem danach zu mute ist.

Zur Zeit läuft alles gut. Unser Sohn, nun bald 3 ½ Jahre, kommt ganz gut mit seinem Diabetes zu recht und wir mittlerweile auch.
Marianne hat recht, wenn sie sagt, die Krankheit darf nicht zum Lebensinhalt werden.
Ich persönlich sehe es nicht mehr als Krankheit, sondern eher als eine Besonderheit an.

Allerdings liegt auch noch ein weiter und steiniger Weg vor uns. Schließlich werden wir unseren Sohn noch mindestens 10-15 Jahre damit begleiten müssen. Da wird es noch so manche Hürde zu bewältigen geben.

Jetzt gehe ich erst einmal mit ihm eine Runde "Mensch ärgere dich nicht" spielen. Wie immer werde ich wohl verlieren und dann gibt es ein schönes Stück Kuchen für uns beide.;)
So viel zum Alltag!

Viele liebe Grüße

Michaela

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Letzte Änderung: von mibi74.

Re:Es ist schwer. 25 Okt 2008 10:39 #25923

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Hallo Judith!
Auch mein Sohn liebt es nicht in der Öffentlichkeit zu messen und zu spritzen. In die Schule nimmt er sein Meßgerät gar nicht erst mit, nur Traubenzucker und Handy. Er freut sich jetzt auf die Pumpe, damit er insgesamt unauffälliger ist.

Ich denke man darf nicht unterschätzen was "Diabetes haben" gerade in diesem Alter bedeutet. Unsere Jungs sind schon zu groß um es nicht anders zu kennen und gerade mit 12/13 ist es doch schon enorm wichtig mit den Klassenkameraden mitzuhalten, cool zu sein und nicht mit "Schwächen" aufzufallen. Hinzu kommt noch die beginnende Pubertät. Ausgerechnet dann so auf Mama und Papa angewiesen zu sein ist schwer. Das Wissen jederzeit in den UZ kommen zu können, mit allen Folgen ist ja schon für uns als "nur" Begleiter hart zu ertragen, was mag da erst in den Kindern vorgehen.
Julian hatte eine Zeit, direkt nach der Manifestation, da wollte er nicht mehr leben.Ihm war das alles einfach zu viel. Wir haben uns Hilfe geholt und die Psychologin hilft ihm bis heute sehr. Einfach mal jemanden haben, dem man alles erzählen kann, der Abstand zu der Sache hat, das tut ihm gut. Außerdem muß er dort nicht darauf achten, ob er jemanden psychisch mit seinem Erzählen belastet, denn unsere Sorgen um ihn will er ja nicht verstärken und dabei bemühen wir uns sehr unsere Besorgnis im Hintergrund zu halten und nicht zu zeigen.
Wir versuchen ihm zu zeigen, daß seine Diabetes eine Krankheit ist für deren Entstehen er nichts kann und mit der er leben muß wie andere mit einer Brille, Zahnspange o.ä. und das man darauf ruhig wütend sein darf. Das hilft ihm auch. Und so blöd es auch klingt, seine Diabetes hat nicht nur Nachteile.
Mein Mann ist Offizier bei der Bundeswehr und durch ein Attest von Julians Ärztin braucht mein Mann nicht nach Afghanistan. Das macht ihn stolz. Rettet er doch vielleicht Papas Leben. Durch die Diabetes zahlt das Jugendamt die Therapie für seine Rechenschwäche, weil es eben lebensnotwendig für ein selbstständiges Leben ist. Ohne Diabetes hätte er keinen Anspruch darauf, dabei ist rechnen auch so schon wichtig genug.Das alles zu wissen hilf ihm und auch uns nicht immer, aber oft. Ich wünsche Dir viel Kraft.
Marlene

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Re:Es ist schwer. 04 Nov 2008 15:20 #26061

  • AndreaH
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  • Geburtsjahr: 2000
  • Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
Unser Sohn nimmt das alles gut an. Wir versuchen auch immer nach dem Motto zu leben: Wir beherrschen den Diabetes, nicht er uns. Aber trotzdem sind wir in ein Zeitkorsett eingeschnürt und messen und spritzen bestimmt unseren Tag.
Selbst an freien Tagen müssen wir zeitig aufstehen, denn wir müssen messen und spritzen. Klar geht das auch mal 'ne Stunde später, aber dann kommt der ganze Rythmus durcheinander. Grrrrrr!

Ich habe mich mit der Krankheit arrangiert, es ist nun mal so und in der Tat: Es gibt Schlimmeres! Schlimmere, grausamere Erkrankungen. Das habe ich im Krankenhaus gesehen.

Was mir bei DM Angst macht sind die Folgeerkrankungen.

Andrea

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Re:Es ist schwer. 05 Nov 2008 09:27 #26076

  • Marianne
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    Diamant Schreiber
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  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
AndreaH schrieb:

Aber trotzdem sind wir in ein Zeitkorsett eingeschnürt und messen und spritzen bestimmt unseren Tag.
Selbst an freien Tagen müssen wir zeitig aufstehen, denn wir müssen messen und spritzen. Klar geht das auch mal 'ne Stunde später, aber dann kommt der ganze Rythmus durcheinander. Grrrrrr!

Was mir bei DM Angst macht sind die Folgeerkrankungen.

Andrea


Seit wir die Pumpe haben, ist das alles keine Problem mehr. Meryem schläft am WE oder bei Freunden "bis in die Puppen", sie isst wann sie Hunger hat und so viel wie sie mag, incl. Nachschlag, wenn nötig.

Vor Folgeschäden habe ich auch Angst - hab ich doch bei meiner Tante gesehen, wo das hinführt. :( Die hatte allerdings vermutlich einen HbA1c jenseits von "gut und böse". :unsure:

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