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BZ Anstieg nach Anstrengung 16 Jan 2021 22:58 #115249

  • Nik80
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  • Geburtsjahr: 2018
  • Therapieform: CT (Konventionelle Therapie 2-4 Spritzen am Tag)
Hallo alle zusammen,

Nach dem Turnen oder eigentlich nach jeder längeren Anstrengung (z.B. ausgedehnter Spaziergang) steigt der BZ von meinem kleinen Sohn plötzlich an.
Auch heute wieder. 2h Spaziergang, Basalrate auf 70%. zwischendurch hat er eine Breze gegessen, wir haben dafür 1/3 weniger Insulin gepumpt als normaler Weise. Sein BZ war nie niedriger als 85 und nicht höher als 170.
Kaum waren wir am Auto, ging es wieder los. Ganz gemütlicher Anstieg bis über 250.
Wisst ihr zufällig was genau da im Körper passiert?
Vielen DankNik

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BZ Anstieg nach Anstrengung 19 Jan 2021 12:48 #115258

  • thesecond
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  • Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
Hallo!
Was genau im Körper passiert, kann ich dir nicht sagen, aber ich kenne dieses Phänomen sehr gut von meinem Sohn. Anbieten kann ich dir eine (für mich plausible) Erklärung und einen Vorschlag, wie du der Sache entgegenwirken kannst - natürlich mit schrittweiser Annäherung, denn, wie bei allen Lösungen, dass es bei uns funktioniert, heißt nicht automatisch, dass es auch bei deinem Kind funktioniert.
Mein Sohn macht sehr viel Sport, ich spreche da von Leistungssport und da haben wir das Ganze sehr ausgeprägt, wenn wir nicht rechtzeitig gegenwirken, sind Werte jenseits der 300 fast immer an der Tagesordnung. Und das bei völlig normalen Werten während des Sports. Unsere Lösung: folgt bei uns auf starke körperliche Anstrengung eine längere Ruhephase (zB Autofahrt, Fernsehen, sitzen bei Schulübungen, …), dann stelle ich vorher schon die temporäre Basalrate für eine Stunde aufs Doppelte und gebe einen Bolus (zu Beginn des Anstiegs) dazu. Wenn mein Sohn am Ende des Sports vor der Ruhephase etwas isst (meistens so), gebe ich etwa um 1BE mehr ab (je nach Essensmenge), als ich sonst abgeben würde. Damit kann ich das Schlimmste eindämmen, manchmal braucht es allerdings noch 1-2 kleinere Boli oder eine Verlängerung der temporären Basalratenerhöhung.
Ich denke, dass der starke Unterschied in der Aktivität diese BZ-Schwankungen auslöst - der schnelle Wechsel von "Ich brauche ganz viel Energie" auf "Jetzt absolute Ruhephase" scheint für den Körper nicht ganz einfach zu sein. Wie gesagt, bei uns an der Tagesordnung, warum es so ist, ist für mich mittlerweile Nebensache geworden, wichtig ist nur sich an eine geeignete Lösung heranzutasten.
Liebe Grüße

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BZ Anstieg nach Anstrengung 21 Jan 2021 11:13 #115271

  • MomosMum
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Hallo Nik80,

bei meinem Sohn, er wird im März 3 Jahre, ist es ähnlich.
Mittlerweile reduzieren wir die Basalrate vor einem Spaziergang nicht mehr. Zum einen, weil er nicht immer so motiviert ist und sich dann einfach nicht mehr bewegen mag (was dann auch einen enormen Anstieg bringt). Zum anderen haben wir festgestellt, dass nach der Anstrengung (mit BR-Reduzierung) der Anstieg noch höher ist als mit normaler BR. 
Wenn wir viel Bewegung haben, gibts zwischendurch Obst, Fruchtriegel und/oder CapriSonne, was dann nicht gebolt wird. Damit kann er dann seinen Wert relativ gut halten und hunger hat unser Kleiner immer. Wenn wir dann zuhause sind bolen wir das Essen nach. Somit können wir den Anstieg im Rahmen halten.
Aber warum das so ist, weiß ich leider auch nicht genau.
Die heißgeliebten Brezen haben wir momentan leider gestrichen. Wir bekommen die Lauge einfach nicht richtig gebolt. Egal welche Bolusform wir wählen, am Ende kommen wir nach einer Breze immer bei ca 250 - 290 mg/dl raus. 
Viele Grüße,
MomosMum

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Letzte Änderung: von MomosMum.

BZ Anstieg nach Anstrengung 23 Jan 2021 20:27 #115281

  • FrankfurterBub
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Hallo.
Beim Spaziergang wird die Kombi Brezel und wenig Insulin den Anstieg verursachen.
Ich habe gelernt, dass vor anstrengender körperlicher Betätigung ein höherer BZ 180-200 sinnvoll ist. (Sport-KE) Zum einen wird so ein schneller Abfall des BZ verhindert und zum anderen der Anstieg nach der Anstrengung im Rahmen gehalten.
Es spielt außerdem eine Rolle welche Art von Anstrengung den Körper belastet. (Muskelbelastung, Aerobe Belastung)

Sport = Stress für den Körper = Ausstoß von Adrenalin und Cortisol (Gegenspieler von Insulin) = mehr Insulinbedarf um KH in die Zellen zu bringen.
Adrenalin und Cortisol fördern im Zusammenspiel mit einem niedrigen BZ einen höheren unkontrollierten Ausstoß von Glukose durch die Leber,
daher ist ein Höherer BZ sinnvoll. 
Es fehlt also schlichtweg Insulin um die Glukose in die Zellen zu bekommen.

Bei außerordentlicher muskulärer Anstrengung, kann zu einem späteren Zeitpunkt der Muskelauffülleffekt den BZ runterziehen, daher ist hier eine Mahlzeit ohne Bolus eine Lösung.
Denke das spielt bei unseren Kids noch nicht so die Rolle, außer es wird bereits sehr ambitioniert Sport betrieben.

Wie immer ist sowas natürlich individuell auf einen jeden zu betrachten. Ausprobieren.  

Insgesamt eine spannendes und zu gleich nerviges Thema.

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BZ Anstieg nach Anstrengung 25 Jan 2021 17:40 #115295

  • Leloo
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Ich kann von uns genau dasselbe berichten. Sowohl, was die Brezel betrifft (Laugengebäck geht bei uns gar nicht), als auch was den Anstieg nach einer aktiven Phase betrifft. Meine Erklärung ist die Folgende: Das Essen, dass während oder kurz vor einer aktiven Phase gegessen wird, wird durch die körperliche Aktivität einfach nicht sofort verdaut. Sobald der Körper wieder Ruhe hat, legt die Verdauung wieder los. Auch wir reduzieren die Basalrate so gut wie nie vor Sport oä, weil wir dann nachher immer mit hohen Werten bestraft werden. Vielleicht funktioniert das bei Erwachsenen besser, als bei Kindern. Lieber habe ich ein paar Snacks mehr in der Tasche - gegessen wird sowieso immer gern. Gebolt wird erst, sobald der Anstieg über den Sensor zu sehen ist. Ist die Aktivität ausdauernd und lang (3h Schlitten fahren), dann bolen wir manchmal gar nichts oder nur sehr wenig. Der BZ wird dann nach Beendigung der aktiven Phase genau unter die Lupe genommen :) Wenns steigt, wird gebolt!

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BZ Anstieg nach Anstrengung 31 Jan 2021 10:19 #115314

  • Nik80
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Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für eure Beiträge.

Ihr habt mehrere interessante Effekte aufgelistet, die mir bei diesem Thema auch schon über den Weg gelaufen sind (Adrenalin/Cortisol, Verdauung, Muskelauffülleffekt, etc.).
Nach meinem Verständnis weiß man leider nie, welcher dieser Effekte aktuell wie groß ist und damit welche Auswirkungen sie gerade haben. 
Es scheint für euch daher auch nicht mehr wichtig zu sein. 

Ihr habt euch also für euer Kind eine Taktik für die Zeit während der Anstrengung, für den Übergang von großer nach kleiner Anstrengung und für die Zeit danach überlegt? Im Prinzip versuchen wir das genauso. Ich hatte ein bisschen die Hoffnung, dass es doch bessere Taktiken gibt. Aber immerhin habe ich jetzt so ein bisschen die Bestätigung, dass wir uns einfach eine gute Taktik erarbeiten müsse. Und wenn sie funktioniert, ist die genaue Ursache gar nicht so wichtig.

Wenn euch noch weitere Gedanken hierzu einfallen, lese ich sie gerne noch.

Ein schönes Wochenende,
Nik

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