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Schock am Abend... 18 Nov 2018 22:31 #110052

  • diabeti500
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Hallo zusammen,
Heute Abend fiel unser Sensor unerwartet aus. Das war mehr als doppelt ärgerlich, weil es zum Nachmittag Waffeln gab. Zucker und Fett, tödliche Kombi. Da weiß man nie, wann das Zeug kommt. UNd dann ohne Sensor? Super!
Naja. Als der Sensor ausstieg, waren wir bei etwa 150. Soweit, so gut. Sensor ab, Kind in die Wanne und erstmal planschen.
Nachdem der Bub aus der Wanne raus war und mit Schlafanzug bestückt war, haben wir den Sensor gesetzt. Nach etwa einer Stunde Blindflug hatten wir anhand des Verhaltens so ein Gefühl, dass er hoch sein könnte. Waffeln halt, dazu war er ja knapp (er saß ja in der Wanne ohne alles) eine halbe Stunde ohne Insulinversorgung. Also nach so 60 Minuten mal gemessen und siehe da: 373!
Ja Sch....!!!!
WIr also mit 2.0 IE korrigiert. Waffeln halt.
Alles soweit gut, das Verhalten unseres Bubs ändert sich, er wird ruhiger. Wir bringen die Jungs ins Bett, erzählen gute Nacht- Geschichte und so weiter.
Endlich piept die Pumpe, Kalibrierung ist fällig. Dies war etwa weitere 60 Minuten später, die zweite gute Nacht Geschichte gerade zu Ende und die Jungs spielen das übliche Hinhalte- Spiel mit uns, ob es noch eine dritte Geschichte gibt, oder nicht.
Das der Bub dabei etwas schummerig war, haben wir auf den Umstand geschoben, dass er schon eine Stunde über seine Schlafenszeit war. Ansonsten nichts auffälliges! Kein Schwitzen, keine Zuckungen, gar nichts von dem, was im Lehrbuch steht. Einfach nur etwas "Übermüde". Gibt ja so ein Sprichwort, was auch auf Nicht- Diabetiker passt "Nach Müde kommt doof". So ähnlich haben wir die Symptome interpretiert.

Nun, wir also kalibriert und siehe da:::


"Kann doch nicht sein! Bestimmt ein Messfehler! "
"Genau! So einen tiefen Wert, da ist doch keiner mehr bei Bewusstsein!"
Also ganz cool den alten Messstreifen raus, neuen Streifen rein, anderen Finger, sauber gemacht, noch die Lanzette getauscht und siehe da...


OK, JETZT waren wir wach!
:blink:
Während meine Frau dem Jungen sofort Apfelsaft und zwei Gummibärchen gab, hab ich die Spritze aus dem Kühlschrank geholt! Da er aber den Saft gierig ausgetrunken hat und die Gummibärchen verschlungen hat, haben wir die Spritze nicht ausgepackt. Das hätte nur Panik ausgelöst. Bei ihm wie bei uns.
Danach haben wir noch einen Kakao hinterher geschoben.
Inzwischen ist der Wert bei 125. Also alles wieder im grünen Bereich. Aber auf den Schock kann ich gut und gerne verzichten!
Das wir einfach keine Symptome haben ist das schlimmste! Ohne CGM wären wir echt am A...

Hatte von euch auch schonmal jemand so tiefe Werte?
Von erfahrenen Diabetikern wissen wir, dass sich diese nach einer fetten UZ am nächsten Tag wie mit einem Kater fühlen. Gibt es da etwas, was wir da gegensteuernd tun können?

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Schock am Abend... 19 Nov 2018 07:27 #110054

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Guten Morgen!

28. Das war sein Tiefster Wert in der Nacht. Wir haben kein rCGM und damit kann man sehr gut zurecht kommen. ;) Er ist auch älter und somit sieht das bei uns anders aus.


Es ist ein ordentlicher Schreck! Da sind die Beine, wie Gummi. Das Herz rast und an weiteren Schlaf, meist nicht mehr zu denken, weil man aufgewühlt ist. So geht's mir. Mein Sohn schläft weiter.
Ich will nicht sagen, dass so etwas oft vorkommt, aber ab und zu, wenn viele ungünstige Faktoren zusammenkommen, kann das passieren.

Grundsätzlich, nach hohen Korrekturen, ist generell Vorsicht geboten. Vor allem vor dem Schlafen. Bei den Kleinen ist es schwieriger, die 2 Stunden Abstand einzuhalten, zwischen Ende der Wirkzeit des Bolus und Einschlafen.
Wir essen in der Woche gegen 18 Uhr und Licht aus, Buch weg, erst um 21 Uhr. Bis dahin wirkt nichts mehr und so kommt er gut durch die Nacht.


Nach Müde kommt doof. Ja, ja. Ich kenn den so: Nach müd, kommt bleed. (blöd) Dachte ich vor Kurzem auch, als wir zu Besuch waren und er plötzlich vollkommen von der Rolle war. Dann kam zum Glück meine innere Eingebung. Hinterher hat sich herausgestellt, dass die 3 Brötchen, die er gegessen hatte, Eiweißbrötchen waren und er sich dafür ganz normal eingegeben hatte. Keinem ist was aufgefallen. Die, die sie gekauft hatte, wußte das auch nicht. Kann man sich ja vorstellen, als das Insulin zu wirken begann, was das für ein Spektakel war.
Hinterher macht man sich Vorwürfe, weil man Unaufmerksam war und nicht richtig hingesehen hat. Hätte doch noch mal fragen sollen oder das Brötchen genau angucken müssen.
Wir sind eben auch nur Menschen und uns passieren solche Dinge, weil bei uns im Unterbewusstsein ständig ein Programm abläuft, dass wir auf ganz kleine Dinge achten müssen. Wenn es aber gerade so nett ist, man alte Fotos anschaut und über alte Zeiten quasselt, oder erschöpft vom Tag ist und sich sehnlichst den Abend herbeiwünscht, kann es passieren, dass man auf so winzige Veränderungen nicht mehr reagiert.
So was passiert einfach! Versuch es unter Erfahrung zu verbuchen. Das wird dir mit großer Wahrscheinlichkeit kein 2. Mal passieren.

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Letzte Änderung: von mibi74.

Schock am Abend... 19 Nov 2018 11:19 #110057

  • Leloo
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Wir kennen das auch! Der Libre zeigt unter 40mg/dl so nett die zwei Buchstaben LO an... Ist mir in unserem ersten Jahr passiert, nachdem ich die angegebenen KH auf der Nudelpackung für die gekochten Nudeln benutzt habe und dann ausnahmsweise NICHT nochmal während des Mittagschlafes kontrolliert habe. Dem Kind habe ich nichts angemerkt, als ich ihn geweckt habe. Das zweite Mal ist es meinem Mann nach dem Mittagessen passiert (da war Fabian dann aber auch ziemlich neben der Rolle und hat erstmal geschlafen, nachdem er ordentlich KH zu sich genommen hatte) und das 3. Mal bei der Oma, die mich anrief und fragte, was denn nun L-O bedeuten würde. Hier war Fabian auffällig ruhig, mehr nicht. Jedes Mal war das Kind ansprechbar, in der Lage zu essen und an die Spritze habe ich gar nicht gedacht... Aber einen Schrecken bekommt man trotzdem. Und ja, ich möchte das auch nicht ohne FGM machen!!
Liebe Grüße

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Schock am Abend... 19 Nov 2018 11:43 #110059

  • Wenke
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diabeti500 schrieb: Hatte von euch auch schonmal jemand so tiefe Werte?


Ja, vor ein paar Jahren rief mein Sohn (damals so ca. 11, jetzt 14) aus der Schule an und erzählte mir, er hätte eben "unter 20" gemessen und was er jetzt tun soll.
Ich war so schockiert, dass meine erste Antwort nicht etwa "Essen!!" war, sondern "Miss nochmal nach!".
Kaum hatte er aufgelegt, dachte ich "Sch... , warum habe ich nicht gesagt, nimm erstmal Traubenzucker?"
1-2 Minuten später rief er wieder an und meinte, er hätte jetzt 29 gemessen.

Ein anderes mal hatten wir einen Aufwachwert von 26. Aber das war ein Fehler: das Messgerät ist während des Messvorgangs runtergefallen. Eine erneute Messung zeigt 126 mg/dl. Da war wohl irgendwie die 1 vorn abhanden gekommen.

Mein Sohn zeigt übrigens normalerweise auch keine von außen erkennbaren Symptome bei UZ. Er zittert nicht, wird nicht blass und spricht normal und schreibt normal. Nur ganz, ganz selten (max. einmal im Jahr) merkt man was, weil ihm wegen Kleinigkeiten die Tränen kommen bzw. als er kleiner war, hat er dann (passierte ebenfalls extrem selten) mehrmals den gleichen Satz wiederholt.
Wenn er es selber merkt (am Tag mal ja, mal nein, nachts absolut nie), sagt er, er fühle sich schlapp.

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Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)
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Schock am Abend... 19 Nov 2018 17:10 #110067

  • AlexMo
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Hallo Zusammen,

Moritz` tiefster gemessener Wert war vor einigen Jahren 23 mg/dl; damals hatte er vorher Nudeln gegessen; seitdem geben wir diese verzögert oder mit zwei Boli ab...
Letztes Jahr war er zum bisher ersten und einzigen Mal so Low, dass er uns beinahe weggekippt wäre (und das im Urlaub im Pool, Horror...). Er konnte gerade noch Cola schlucken, die kam so schnell an, dass wir glücklicherweise auch auf die Notfallspritze verzichten konnten.
Dennoch war er danach ziemlich benommen und stand noch einige Stunden "neben sich". Und wir auch...

LG Alex

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Alexandra mit Moritz *04/2005, Diabetes Typ 1 seit 04/2012,
Insulin Novorapid, Medtronic 640G (seit 09/2016); CGM (seit Nov 2017)

Schock am Abend... 19 Nov 2018 18:43 #110069

  • Tineline
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Wir hatten den Spaß in eineinhalb Jahren Diabetes jetzt drei mal, jeweils einen 30er Wert. Einmal kurz nach der Diagnose im Kindergarten während eines Ausfluges. Die Erzieherinnen haben der Maus dann wohl eine Brezel in die Hand gedrückt die sie geknabbert hat, als das Kind wieder bei uns ankam war alles wieder im grünen Bereich. Damals noch ohne ccm.

Das zweite mal Anfang des Jahres als wir das erste mal erfahren mussten dass Magen Darm mit Diabetes keine besonders angenehme Erfahrung ist, weder für die Maus noch für mich als Mama.. Es hat, weil ich auf Grund mangelnder Erfahrung auf diesem speziellen Feld, zwei Stunden gedauert bis sie wieder im halbwegs normalen Bereich war. Hat das vierfache des "normalen" Traubenzuckerbedarfs "gekostet" und mindestens die gleiche Menge Nerven :(

Das dritte mal im Sommer als Mäuschens Oma -warum auch immer- Insulin gegeben hat als es eigentlich nicht nötig war. Trotz vorheriger Absprachen.

Spätestens seit dem Infekt kann ich mit so einem Wert aber deutlich besser umgehen und kann ruhig bleiben, mein Kind hat deutliche Unterzuckeranzeichen die es zumindest tagsüber auch gut wahrnimmt. Wenn sowas wie zuletzt bei Oma passiert wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Das spätestens bei nem 55er Wert oder bei entsprechender Historie im cgm was ich an dieser Stelle nicht mehr missen mag...

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Schock am Abend... 21 Nov 2018 12:34 #110088

  • IngaMarie
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Es scheint, auch bei Euren Kindern sind die Symptome des Unterzuckers eher schwach ausgeprägt und wenn, dann sind das eher ungewöhnliche Passivität und Ruhe als Zittern.
Das würde ich bestätigen. Inga fühlt sich dann "niedrig", wenn sie es denn bemerkt. So, als sie mit Inlinern vor dem Losfahren zum Spielplatz an der Schule (allein) lieber noch mal messen wollte und bei 1.9 war...

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