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Ab wann landet man wieder im "Alltag" ? 12 Okt 2014 12:02 #93959

  • bluesunday
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Hallo zusammen,

wir, mein Sohn 12 Jahre und ich, bekamen am 30.09.14 die Diagnose Diabetes.
Seit gestern sind wir wieder aus dem Krankenhaus zurück und versuchen nun Fuß im Alltag zu fassen.

Muss schon sagen, dass wir eine tolle Begleitung im Wolfsburger Krankenhaus erhalten haben und zusätzlich die Beruhigung, dass die ambulante dort weiter geführt werden kann.

Trotzdem habe ich gerade noch Respekt zurückzukehren in den normalen Alltag; vielleicht irgendwas zu übersehen oder nicht rechtzeitig handeln zu können.

Robin selber geht erstaunlich selbstsicher mit seiner Erkrankung um, verstand eher wie ich ;) die Diagnose, spritzt sich routiert selber, setzte sich sofort mit dem Thema auseinander, berechnet sicher seine Isulinmengen ( Novarapid und Levemir), morgen haben wir in der Schule einen Termin, um das Zurückkehren zu planen.

Ich selbst versuche stark und selbstsicher für ihn zu sein; bin alleinerziehend mit Haus und Vollzeitarbeit (37,5 Stundenwoche idR 08:00-16:00 Uhr). Gerade fällt mir der Gedanke unendlich schwer, einfach zur Routine zurück zu kehren; zurzeit habe ich beim Gedanken ihn wenn er mittags aus der Schule kommt ihn allein zu wissen :(

Wie lange hat dies ggfs bei Euch gedauert, wieder loszulassen, mit guten Gewissen, dass Kind auch stundenweise alleine zu lassen?

Noch habe ich keine genaue Vorstellung, wie lange ich planen muss ihn intensiv zu gegleiten, noch gehen mir tausend Gedanken durch den Kopf, wie ich dass alles unter einem Hut bringen soll.

Daher würde ich mich sehr über Erfahrungen freuen,

VG aus wolfsburg

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Re:AW: Ab wann landet man wieder im "Alltag" ? 12 Okt 2014 16:14 #93962

  • Cheffchen
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Hallö hier,

Also bei uns war nach ca 1 Monat wieder Ruhe drin, da wir da alles mal durch gemacht haben (^_-).
Das mit loslassen ist was anderes, da ist unsere einfach nicht alt genug egal DM oder nicht.

Sucht euch am besten kleine helferlein für Handy und Co. Zwecks Kohlenhydrate, alles andere bringt die Erfahrung recht schnell.

Cheffchen

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Nächstes Treffen 07.11.20, Berlin Marzahn/Ahrensfelde

---
Suche aus/in/um Berlin Kids bzw. Eltern für vielleicht mal auf eine Diät Cola ;O).
Paradigm Veo 554 / CONTOUR NEXT LINK / Freestyle Libre2 / Bubble / xDrip / Nightscout

Ab wann landet man wieder im "Alltag" ? 12 Okt 2014 17:16 #93963

  • wichtel
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Hm,
also bei uns dauerte das schon etwas länger als 1 Monat, ich würde sagen, ca. ein halbes Jahr, bis so wirklich Alltag und Routine wieder einigermaßen einkehrten. Dann war ich mir auch sicher, dass Lena Unterzucker selbst bemerkt und richtig handelt. Bei den erstn Besuchen bei Freunden und Übernachtungen saß ich schon auf Kohlen. Mittlerweile alles kein Problem mehr, ich kann sie überall hin lassen (bei Fragen ruft sie an).

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Ab wann landet man wieder im "Alltag" ? 12 Okt 2014 21:07 #93967

  • marielaurin
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Hallo,

die Diagnose kam bei Sina (damals gerade 11 geworden)am 06. Dezember, Krankenhausaufenthalt bis 17.12., dann am 20.12. nochmal letzte Besprechung im Krankenhaus. Sie ist am 04. Dezember das letzte Mal zur Schule gegangen und ab 20.12. wieder halbtags bis zur den Weihnachtsferien, die damals am 23.12. starteten.

Am ersten halben Tag in der Schule habe ich in Reichweite gewartet, bis die 4 Stunden rum waren. Aus heutiger Sicht überflüssig, aus damaliger Sicht hatte ich einfach nur Angst, dass sie so ganz auf sich alleine gestellt nicht vollständig klarkommt inklusive Busfahrt etc. Ich habe sie die drei Tage bis zu den Ferien zur Schule gebracht und auch abgeholt, das war für mich eine Beruhigung, weil noch keine ihrer Freunde den DM so wirklich kannten und unterwegs hätten eingreifen oder helfen können. Sie selbst ja auch nicht zuverlässig.

Die Weihnachtsferien waren unerwartet entspannt und sie ging ab Januar alleine zur Schule. Mittags war ich für die Mensa in den ersten zwei, drei Tagen in der Schule, damit wir mit dem Mensateam diverses besprechen konnten und ich ihr helfen konnte, Portionen zu schätzen. Danach hat sie alles alleine gemacht. Sie hat ein Handy bekommen und ich war immer erreichbar, das hat sie eine Zeitlang auch gut genutzt.

Soviel zum Thema Schule.
So ganz entspannt waren wir alle so ab 6 Monate nach der Diagnose, ziemlich zeitgleich mit dem Aufhören der Wut und der Trauer, die so in mir war. Dann wurde die Angst vor Unterzuckerungen in den blödesten Momenten (im Bus zum Beispiel oder auf dem Fahrrad, auf Inlinern oder sonstwo alleine unterwegs) immer geringer, weil sie Hypos gut selbst erkannen und entsprechend handeln konnte. Auch das Schätzen von Mahlzeiten fiel ihr immer leichter. Wir haben damals vereinbart, dass wir spätnachmittags/abends, je nachdem, wann ich von der Arbeit kam, einmal den Tag durchsprechen um das Tagebuch zu füllen und zu korrigieren, falls nötig.

Natürlich war und ist nicht immer alles super, was den DM betrifft, aber ich weiß, dass mein Kind selbst prima zurecht kommt. Seit ungefähr zwei Jahren meldet sie sich gar nicht mehr wegen irgendwelcher DM-Fragen, sogar ihren zweiwöchigen Jugendurlaub im Sommer hat sie komplett alleine und eigentlich ganz gut gemeistert.

Es ist gut, dass es sowas wie ne Remission gibt, in der Zeit kann man sich langsam rantasten an den DM und ihn verstehen lernen, vieles ausprobieren und seinen Körper besser kennenlernen, bevor er "richtig" loslegt. Das meistert man dann schon viel entspannter, du wirst sehen.

Erwartet nicht zu viel, freut euch über kleine Schritte. Und wenn mal was daneben geht, ist alles ok, was nicht Krankenhaus ist ;)


Viele Grüße,
Tanja

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Sina *1999, DM seit 12/2010, ICT mit Levemir und Novorapid
Letzte Änderung: von marielaurin.

Ab wann landet man wieder im "Alltag" ? 13 Okt 2014 11:09 #93973

  • Meike
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Bei uns ist es so gewesen, dass die Phasen die sich normal, nach Alltag anfühlten immer länger wurden, allerdings eben auch immer wieder von irgend welchen neuen Chaoszeiten unterbrochen. Sei es der erste M-D-Infekt mit Diabetes der einen ordentlich aus der Bahn wirft oder irgend ein Kampf mit der KK. Aber die normalen Zeiten wurden immer länger das Chaos seltener, auftauchen tut's auch nach 4 Jahren noch, aber ich empfinde es nichtmehr als so bedrohlich ;)
Allerdings war's bei uns auchne andere Situation, da wir Diabetesvorerfahrung hatten und der Süße damals erst 3 war.

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Liebe Grüße von Meike mit Luis (*2007,DM Typ1 seit 4/2010)

Ab wann landet man wieder im "Alltag" ? 13 Okt 2014 13:23 #93979

  • Noam
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Hallo VG
da mein Sohn sehr klein war bei der Diagnose (3), war ich viel länger damit beschäftigt als bei einem grösseren Kind, das schon alles allein managt.
Mein Sohn ist jetzt 5 und ich muss oft noch dabei sein.
Der Diabetes wirft mich nicht mehr aus der Bahn, aber er nervt zwischendurch gewaltig, weil ich mir die Nächte um die Ohren schlagen muss.
Ich sage, die Kröte wirklich geschluckt habe ich mit ca. 6 Monaten bis 1 Jahr.
So lange brauchts auch, bis man alles mal erlebt hat (divere Sportarten, Schule, Unterzuckerungen spüren, krank sein (Magendarmgrippe), Wachstumsschub , Aufregung wegen Prüfungen etc)

liebe Grüsse

Rahel

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Ab wann landet man wieder im "Alltag" ? 14 Okt 2014 09:12 #94004

  • delphyine
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Hallo,

Ich sehe das ähnlich wie Rahel.
Bei uns fiel die Diagnose mit der Anmeldung zur Krippe zusammen und mit der Nachricht, dass ich schwanger war (sie war 22 Monate alt). Es hat eigentlich am Anfang gar nicht so lange gedauert, bis wir im Alltag waren. Ein paar Monate vielleicht. Als dann die Geburt der Schwester anstand und ich in Quarantäne kam wegen einer Infektion, bin ich fast verrückt geworden, aber ich denke, dass das nicht allein am Diabetes lag. Ein so kleines Kind braucht einfach seine Mutter.
Beim Eintritt in den Kindergarten/Krippe war's nochmal schwer. Ich denke, die Meilensteine in ihrem Leben (Krippe, Kindergarten, Schwimmkurs/Seepferdchen, Schuleintritt, Jugendfahrt, Kinderkrankheiten etc.) erlebe ich durch die Diagnose etwas anders und einfach etwas ängstlicher als ohne DM. Ich bin ansonsten eigentlich keine so ängstliche Mutter und möchte mein Kind eigentlich alle Erfahrungen ermöglichen, daher war das schon eine Umstellung. Und mit der Zeit hat man dann ja fast alle 1. Male durch. Ich denke, bei größeren Kindern stehen die 1. Male schneller an, als bei den Kleinen und ihr seid früher durch mit 1. Mal Sport, 1. Mal Schule, 1. Mal allein übernachten, 1. Mal Geburtstag bei Freunden etc. und dann kehrt auch der Alltag ein und du weißt genau, was und wieviel du deinem Kind zutrauen darfst. :)

Und dann gehst du auch wieder beruhigter arbeiten.
LG
Nadine

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Ab wann landet man wieder im "Alltag" ? 15 Okt 2014 10:15 #94031

  • bluesunday
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Lieben Dank für Eure zahlreichen Antworten :)

Zurzeit ist es echt so, dass ich nx plane, sondern von Tag zu Tag lebe, nach den ersten Tagen ohne Krankenhaus ist es schon ruhiger und rouinierter geworden. Robin hatte immer wieder im Anflügen von Hypos zu kämpfen, dass machte es bisher so unberechnenbar; er hatte gestern einen ambulanten Nachsorgetermin, nun ist das Insulin bereits nach unten korregiert wurden. Hoffe, dass er nun erstmal etwas ruhiger wird.

Für morgen ist der erste Schultag geplant; erstmal halbtags um zu schauen wie ihm der Wiedereinstieg gelingt; haben Gespräche mit der Schule gehabt und erfahren, dass bereits ein anders Kind im Jahrgang ebenfalls Typ 1 erkrankt ist. Die Lehrer versuchen die beiden mal zusammen zu bringen, vielleicht kann´s es eine art Ansprechpartner für ihn werden :) da er es wohl seit vielen Jahren hat.

Gelandet bin ich noch nicht :P aber glaube etwas Land am Horizont erkennen zu können ;)

Nochmals lieben Dank für Eure Erfahrungen

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Ab wann landet man wieder im "Alltag" ? 15 Okt 2014 10:55 #94033

  • delphyine
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Na das hört sich doch schon besser an :-) Dass es bereits einen Schüler gibt, ist doch klasse. (Also nicht für das Kind, aber für euch jetzt) Wir haben unsere Tochter letztes Jahr bewusst mit einem zweiten Diabetes-Kind eingeschult und ich denke, dass das das Beste ist, was einem passieren kann. Die Lehrer sind wesentlich ruhiger, als ich das aus dem Kindergarten von den Erziehern kenne. Sie wissen dann schon, dass dem anderen Kind bislang nie etwas passiert ist und sie bei Robin halt achtgeben müssen, aber keine Panik haben brauchen.

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Ab wann landet man wieder im "Alltag" ? 15 Okt 2014 11:14 #94034

  • bluesunday
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Q delphyine; :) so sehe ich das komplett auch. Als ich die Schule aus´m Krankenhaus informiert habe, war die Reaktion noch eine andere.
Da merkte man noch, dass die Klassenlehrerin von der Diabetes keine Ahnung hatte. Da hiess es nur gute Besserung und vergessen sie nicht die Klassenfahrt zu überweisen ( welche nächsten Juni stattfinden soll!!)

Im Gespräch am Montag waren alle gut informiert, allein für den Ausdruck gute Besserung wurde sich entschuldigt ;) ach, dass die Klassenfahrt ja noch in solchen Fällen Zeit hätte sich zu entscheiden :)

Muss sagen, da gehe ich nun beruhiger an morgen heran und bin echt gespannt wie es für ihn läuft

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