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Schreck in der Nacht 11 Mai 2013 10:43 #81979

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Hallo Ihr Lieben,

ich muss es mal loswerden. Heute Nacht hat meine kleine Tochter 1 1/2 Jahre geweint, ich bin wach geworden bin zu Ihr ins Zimmer gegangen hab sie getröstet und sie ist auch schnell wieder eingeschlafen. Es war kurz vor Mitternacht.
Ich bin dann zu meinem Sohn Lennard gegangen, um Ihn den BZ zu messen. Mache es je nach Einstellung 1-3 mal die Nacht.
Dann kam der große Schock. BZ-Messgerät zeigte genau 20 an. Ich konnte es nicht glauben habe noch mal gemessen. Wieder ein Wert von genau 20.
Das schlimme ist, er lag ganz ruhig und still da, hat ganz friedlich geschlafen. Man hat ihm nichts angemerkt. Nicht mal schwitzig war er. Habe Ihm schnell Traubenzucker und Saft gegeben. Habe mich auch gewundert, dass er trotz der schweren Unterzuckerung noch reagiert hat.
Dann konnte ich natürlich nicht mehr einschlafen, da ich furchtbare Angst hatte vor einer weiteren Unterzuckerung. Und nun muss ich immer wieder daran denken, dass wenn meine Tochter nicht geweint hätte, ich das nicht mitbekommen hätte. Was wäre dann bloß passiert? Ich könnte wirklich weinen.
Ein CGM-Gerät wäre in solch einer Situation echt lebensrettend, hat man uns aber abgelehnt.
Wie oft soll man denn noch nachts pieksen. Bin sowieso schon dauermüde, weil der Sohnemann gegen Abend entweder viel zu hoch oder viel zu niedrig ist und man dies nur schwer in den Griff bekommt.

Heute morgen beim Frühstück hat er mir erzählt, dass ihm nachts sehr übel gewesen ist, er aber nicht spucken konnte und dass er geweint hat und ich habe es einfach nicht mitbekommen... :(

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Letzte Änderung: von Len2009.

Schreck in der Nacht 11 Mai 2013 10:49 #81980

  • wichtel
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Hallo,

ist ja Gott sei Dank nochmal gut gegangen!

Hast du deinem Sohn "eingebläut", dass er sich unbedingt rühren soll, wenn es ihm in der Nacht nicht gut geht?

Liebe Grüße,

Claudia

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Schreck in der Nacht 11 Mai 2013 11:28 #81981

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Hallo,
ja manchmal kommt er sogar von selbst und meldet sich, wenn sein Zucker zu hoch oder zu niedrig ist, aber oft merkt er einfach nichts mehr und schläft seelenruhig weiter.
Die Unterzuckerungen bemerkt er leider erst viel zu spät, auch tagsüber. Da ist er schon bei 40, bis er etwas merkt. Ich merke das an seinem Verhalten und kann noch schnell genug eingreifen.
LG

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Schreck in der Nacht 11 Mai 2013 13:41 #81988

  • Joa
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Hallo Len2009,

ups, da hast Du wohl einen mächtigen Schreck bekommen...

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So Werte in den 20ern möchte man ja wirklich nicht gerne sehen. :angry:

Len2009 schrieb: Habe mich auch gewundert, dass er trotz der schweren Unterzuckerung noch reagiert hat.

Und nun muss ich immer wieder daran denken, dass wenn meine Tochter nicht geweint hätte, ich das nicht mitbekommen hätte. Was wäre dann bloß passiert?[/quote]
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hätte Lennard Dir beim Frühstück auch erzählt, dass ihm in der Nacht schlecht war und Du hättest gedacht, nun ja, sowas kann halt vorkommen. ;)

Ein CGM-Gerät wäre in solch einer Situation echt lebensrettend

In diese Richtung zielt ja die Werbung von Medtronic. Aber das ist grundsätzlich Mumpitz.
Der Körper weiß sich selbst sehr gut zu helfen. Und wenn keine Neigung zu Bewußtlosigkeit und/oder gar Krampfanfällen besteht, werden auch Episoden im 20er mg/dl-Bereich durchaus ohne kritische Folgen gegenreguliert. Eventuell kann es nachgehend zu einer längeren Insulinresistenz durch kontrainsulinäre Hormone kommen, muss aber nicht.

Wenn mir mein CGM am Morgen sagt (nachts ignoriere ich seine Meldungen gerne), dass da mal wieder mehrere Stunden zwischen 40 und 20mg% gesurft wurde, ist das für mich kein Grund zur Panik, sondern ein Grund zur Frage, warum das war, und wenn es reproduziert auftritt natürlich zur Insulinanpassung.

Also solche Tiefflüge will und sollte man vermeiden, ein Drama sind sie in der Regel aber nicht wirklich.

Also Kopf hoch und schauen, ob sich der Tiefflug von Lennard irgendwie analysieren lässt. :)

Gruß
Joa
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Schreck in der Nacht 11 Mai 2013 17:15 #81991

  • wichtel
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Hallo Irina,
und wie merkst du am Verhalten deines Sohnemannes eine Hypo?
Finde ich immer ganz interessant, da es ja bei jedem auch unterschiedlich ist.
Liebe Grüße,
Claudia

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Schreck in der Nacht 11 Mai 2013 17:52 #81993

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Das war aber wirklich ein Schock..kann ich mir gut vorstellen das du nicht mehr schlafen konntest.Das Problem ist auch bei Pascal er merkt den Unterzucker auch nicht wenn er schläft.Und auch diesem Grund will auch ein GCM beantragen,und hoffe doch das es durchkommt.Ich messe in der Regel um 24 uhr und um 3 uhr...da er auch gerne runterdonnert.Heute vormittag kommt er mit den Pdm anmaschiert ..Mama habe gemessen...ich schaue :ohmy: 35..himmel er ist schon rumgewacklet...gleich ein saft und ein Pingu gegeben.Danach fing er an zu zittern....in solchen Momenten bekomme ich echt muffi.Und es dauert dann mind 4 st bis er wieder fit ist.....lg manu

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Pascal seit 21.7.2011 Accu check Combo/spirit

Schreck in der Nacht 11 Mai 2013 19:07 #81996

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Hallo,

deinen Schreck und deine Angst kann ich echt gut nachvollziehen, obwohl mein Sohn schon groß ist.

Ich würde mir an deiner Stelle ein Babyphon für euren Sohn besorgen.
So könntest du ihn hören und er müsste nicht aufstehen, was bei Übelkeit und einer heftigen Hypo ja sowieso nicht angesagt wäre.

Justus hatte neulich mal 19 mg/dl - zum Glück tagsüber, aber da war mir auch ganz anders. Umgekippt ist er noch nie.

LG, Cordula

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Cordula mit Justus (*08/1999, DM seit 12/2009, CSII seit 05/2010)

Schreck in der Nacht 11 Mai 2013 19:43 #81999

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Joa schrieb: Der Körper weiß sich selbst sehr gut zu helfen.



Das sage ich mir auch jeden Tag. Mein Sohn spürt nächtliche Unterzuckerungen nämlich auch nicht - NIE! In nun über 2,5 Jahren hat er noch keine einzige bemerkt. Ich denke mal, das wird sich auch nicht ändern.

Wir haben noch nie 20mg/dl gemessen - was aber ja nicht heißt, dass er nicht dann und wann in dem Bereich ist - aber 40er-Werte kommen immer mal wieder vor. Am Tag fühlt er sich schon bei etwa 75 oft ganz mies (wobei wir mit Accu Chek Aviva messen und das ist ja dafür berühmt, das es eher etwas mehr anzeigt...), aber nachts schläft er durch egal ob 40 oder 400.

Bei "irgendwas mit 40" falle ich immer fast vor Schreck vom Hochbett, aber Sohni schläft seelenruhig weiter.

LG Heike

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Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)

Schreck in der Nacht 11 Mai 2013 20:38 #82002

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Hallo,

Wichtel: Tagsüber merke ich Lennards Unterzuckerung, wenn er laut oder aggressiv spielt, extrem tobt und auf irgendwelche Ansagen nicht reagiert, Blässe, wenn er weinerlich ist oder sich absolut nicht den BZ messen lassen will, so ähnlich ist es übrigens auch wenn er einen zu hohen BZ hat. Es ist eben sein Verhalten. Wenn er normalen BZ hat ist er der liebste Mensch der Welt. Bei niedrigen oder zu hohen Werten ist er ein ganz anderer Mensch. Heftiges Schwitzen, Zittern oder
Schwanken hat er eher selten.

Joa:
Aber in Schulungen wird einem doch immer wieder erzählt, dass es zu Bewusstlosigkeit kommen kann. Bei einem gesunden Menschen, kann der Körper das ausgleichen, aber beim Diabetiker doch nicht, oder habe ich da was falsch verstanden? Und wann weiß man nun wirklich, ob es zur Bewusstlosigkeit führt oder nicht, bzw. ab welchen Werten?

Eventuell kann es nachgehend zu einer längeren Insulinresistenz durch kontrainsulinäre Hormone kommen, muss aber nicht.
Könntest Du das näher erläutern?
Heißt es, dass er nach der NAcht eher höhere BZ-Werte hat?
Also heute war er den ganzen Tag sehr niedrig, trotz mehr extra KE's, geringeren Faktoren und weniger Basalinsulin (temporäre Basalrate lief teilweise bei 50 %)
Vieleicht wird er krank.

LG

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Schreck in der Nacht 12 Mai 2013 01:25 #82003

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Len2009 schrieb: Aber in Schulungen wird einem doch immer wieder erzählt, dass es zu Bewusstlosigkeit kommen kann.

Ja, aber es muss nicht. Einem recht großen Anteil unter den Typ-1ern passiert das nie. Die Gründe warum es dazu kommt, oder auch nicht, sind wohl immer noch undeutlich. Ein Zusammenhang wird z.B. genannt, dass Bewußtseinsverluste und auch Krampanfälle wohl eher Diabetiker erwischen, bei denen die Alhazellen, die das Glucagon produzieren im Zusammenhang des Diabetes mit abgeraucht sind. Damit fehlt dann die potenteste und noch moderate Stufe der Gegenregulation. Solche Diabetiker neigen auch zu überschießend starken Gegenregulationen, schon bei relativ moderat niedrigen Werten, was in der Folge zu nachhaltigen posthypoglykämischen Insulinresistenzen (phIR) führt.

Allerdings meinte der päd.-diabetologische Prof., den ich letztens mal diesbezüglich hinsichtlich Glucagonmangel bei Kindern/Jugendlichen fragte, keine besonderen Problem zu sehen.

How ever, auch wenn es denn mal zu einem Bewusstseinsverlust kommt, dann ist Sterben doch was anderes.

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Und nein, ich will Hypos nicht verharmlosen.

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Bei einem gesunden Menschen, kann der Körper das ausgleichen, aber beim Diabetiker doch nicht, oder habe ich da was falsch verstanden?

Der gesunde Nichtdiabetiker wird kaum in die ernsthaften Hypobereiche kommen können. Denn bei ihm schaltet sich die Insulinausgabe ab.
Als Diabetiker lässt sich das Insulin, ist es erst mal im System drin, nicht abschalten. Wobei die aktive Insulinwirkung auch noch die Gegenregulation hemmt. Aber einsetzen tut sie dann doch. Wenn auch später. Dabei kommt es auch auf die Insulinpower an, die aktuell noch am Wirken ist, und die Kraft der Hypoglykämie bestimmt.
Schau Dir mal auf der Webseite von Matthias unter dem Menüpunkt "Neues aus Althausen" die Beiträge zum Thema Hypoglykämie/Unterzucker an.
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Und wann weiß man nun wirklich, ob es zur Bewusstlosigkeit führt oder nicht, bzw. ab welchen Werten?

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Konkrete Werte lassen sich nicht angeben. Ich zum Beispiel bin in bald 30 Jahren noch nie bewußtlos geworden, habe mir aber schon einige echt deftige Hypos geleistet.
Andere haben schon mehrfach blitzartig das Bewußtsein abgeschaltet und beim Aufwachen dem Notarzt in's Auge geblickt.
Sofern Bewußtlosiskeit bisher nicht vorkam, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie passiert, eher gering. Auszuschließen ist es aber leider auch nicht sicher. :angry:

Ich vermute mal, dass bei Kindern die Gefahr, dass es zu Unterzuckern mit erheblicher Power kommt, recht hoch ist. Das liegt u.a. an dem meist recht großen Diffenzverhältnis zwischen Bolusbedarf und Basalbedarf. Aber vielleicht auch daran, dass eine besonders auf das Vermeiden von Hypos bedachte Therapie auch paradoxerweise dazu führen kann, dass Hypos kritischer werden können. Grundsätzlich gilt, dass eine Therapie, die sich möglichst konstant im Normbereich (euglykämischer Bereich) bewegt, den besten Schutz vor kritischen Hypos bietet.
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Eventuell kann es nachgehend zu einer längeren Insulinresistenz durch kontrainsulinäre Hormone kommen, muss aber nicht.

Könntest Du das näher erläutern?

Siehe oben.
Wenn nach so niedrigen Werten bei Lennard keine nachgehenden Insulinresistenzen bemerkbar sind, dann denke ich, dass seine Gegenregulation noch recht angemessen reagiert. Jedenfalls ist sie anscheinend noch nicht auf überschießende, kontrainsulinäre wirkende Hormonausschüttungen getrimmt. Otimistisch würde ich auch vermuten, dass er vor wirklich kritisch schweren Hypos recht gut geschützt ist.
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Heißt es, dass er nach der NAcht eher höhere BZ-Werte hat?

Ja, vor allem wenn dann KH zugeführt werden, rauschen die Werte bei phIR nach oben.
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Also heute war er den ganzen Tag sehr niedrig, trotz ...
Vieleicht wird er krank.

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In Verbindung mit der nächtlichen Übelkeit ...

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könnte mir sowas wie Magen-Darm-Infekt einfallen?

Gruß
Joa
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