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Missbrauch des Insulinpens 08 Jan 2012 19:36 #63578

  • marielaurin
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Hallo zusammen,

ich hab vermutlich einen falschen Titel gewählt, bei uns ist alles in Ordnung ;) Ich wusste nur nicht, wie ich es besser kurzfassen konnte.

Morgen ist wieder Schule. Ich mache mir seit langer Zeit Gedanken darüber, was passiert, wenn der Albert, Sinas Messgerät, an dem auch der Pen hängt, in falsche Hände gerät. In der Schule werden immer wieder Sachen geklaut, daher hat Sina die strikte Anweisung, ihren Albert mit Pen grundsätzlich bei sich zu tragen, immer und überall, aber Beispiel: Sina ist schwimmen und der Albert liegt in ihrer Tasche, Sina ist beim Sport und der Albert liegt an der Seite/in der Umkleide und sie merkt nicht, wenn ihn jemand entwendet oder tausend andere Situationen, die täglich passieren könnten ...

Was würde passieren, wenn jemand sich oder jemand anderem ohne DM, also mit funktionierenden Betazellen, Insulin injiziert? Könnte man, sofern man dies erfahren würde, irgendwie helfen? Denn theoretisch misst ja bei einem Nicht-Diabetiker ein "Sensor" den BZ und schüttet entsprechend Insulin aus, heißt: Derjenige kann so viel Traubenzucker oder sonstwelche Zuckerarten essen/trinken/injizieren (?), der Sensor misst und schüttet entsprechend viel aus oder schüttet er nur so viel aus, wie er denkt das er braucht und misst dann regelmäßig nach, um zu sehen, ob es reichte? Dann müsste jemand ja nur je nach verabreichter Menge mehr Glucose zuführen, so dass auch das injizierte Insulin abgefangen wird plus das, was der Sensor zwischendurch misst und ausscheidet?

Ich mein, Insulin mit funktionierendem Pen ist sicher eine Art "Waffe", und ich weiß, dass mein Kind täglich diese "Waffe" mit sich rumträgt und für sie verantwortlich ist.
Ist mein Kind oder sind wir rein juristisch verantwortlich, wenn jemand auf dumme Gedanken käme?

Ich mag gar nicht dran denken ... vielen Dank schonmal für eure Antworten!

Liebe Grüße,
Tanja

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Sina *1999, DM seit 12/2010, ICT mit Levemir und Novorapid

Aw: Missbrauch des Insulinpens 08 Jan 2012 21:13 #63587

  • chaosfamily Petra
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hallo tanja,

ich glaub, wirkliche junkies kennen sehr wohl einen insulinpen und werden den kaum missbrauchen in der hoffnung auf nen trip.
wenn jemand anders das teil klaut und dann meint, er müsse das unbedingt an sich ausprobieren - nun, dumm gelaufen, oder?
ihr habt ihn ja nich gezwungen, das teil zu klauen und sich insulin zu spritzen! ;)

wenn sich ein gesunder mensch insulin injiziert ( oder injiziert bekommt ) dann kann sein körper nur bis zu einer bestimmten menge alleine gegenregulieren ohne zucker von außen zuzuführen, ansonsten.....

viele grüße

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Aw: Missbrauch des Insulinpens 09 Jan 2012 06:56 #63596

  • Wenke
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Hallo Tanja,

ich hatte auch einen kurzen Schock, als ich den Titel las. Dachte, doch nicht Sina, oder? Aber zum Glück ist bei euch ja alles im Lot.

Tja, wie viel Insulin ein stoffwechselgesunder Körper vertragen würde, habe ich mich auch schon oft gefragt. Das Thema wird ja gern mal in Romanen aufgegriffen. In Brigitte Glasers Roman "Bienen-Stich" zum Beispiel heißt es "Insulin ist ja für Nichtdiabetiker bekanntlich absolut tödlich". Das trifft sicher zu, wenn es alten, ohnehin schon leicht gebrechlichen Leuten verabreicht wird, die dann unterzuckert von einer Leiter fallen und sich tödlich verletzen... (wie es in dem Roman passiert).

Ansonsten ist es wohl, wie bei allem, eine Frage der Dosierung. Ich habe zwar keine blasse Ahnung, aber ich schätze mal, eine kleine Menge, würde man schon vertragen. Wenn der BZ sinkt, setzt ja auch die Gegenregulation ein. Es wird eben kein Insulin mehr ausgeschüttert sondern Glukagon und die Leber "spendiert" ihre Zuckervorräte.

Aber bis zu welcher Menge das funktionieren würde, hätte ich rein interessehalber auch schon immer gern mal gewusst.

Was die Gefahr anbetrifft, wenn irgendwelche Leute den Pen klauen und damit Schindluder treiben... ich fürchte, das wird man nie 100%ig verhindern können. Vermutlich muss man sich einfach sagen, dass es doch insgesamt sehr viele Leute gibt, die Medikamente mit sich rumtragen, die für andere gefährlich werden könnten und man trotzdem eher selten hört, dass diese entwendet werden.

Wenn Albert geklaut wird, ist das einfach nur blöd für Sina, weil sie dann den Rest des Tages ohne Albert dasteht. Und leider ist nie ganz auszuschließen, dass ihn irgend ein Langfinger im Glauben, es handele sich um ein ganz cooles Ding aus der Unterhaltungs- und/oder Telekommunikationsbranche, mitgehen lässt.

Ich frage mich immer "wohin mit der Pumpe beim Schwimmen" schließlich ist das Ding nicht nur wichtig sondern auch noch sauteuer. Ist mir auch noch keine echte Lösung eingefallen. Den Spinten im Hallenbad traue ich nicht und den Schließfächern für Wertsachen ehrlich gesagt auch nicht wirklich.

LG Heike

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Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)

Aw: Missbrauch des Insulinpens 09 Jan 2012 08:45 #63606

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Wir haben mittlerweile die Pumpe haben es aber zu Penzeiten folgendermaßen gehandhabt:
Der Pen immer ohne Nadel in der Tasche, damit niemand sich daran verletzen kann. Außerdem soll die Nadel ja sowieso jedesmal gewechselt werden. Wenn dann jemand die Nadeln nimmt, merkt man das ja schnell.
Fürs Schwimmbad etc. hat Julian bis heute eine kleine Geldkassette um seine Sachen darin sicher aufzubewahren, damit niemand auf dumme Gedanken kommt. Für den Fall der Fälle haben wir Ersatzgeräte immer zu Hause. Man kann die Kassette ja markieren mit einem dicken roten Kreuz oder der Aufschrift : Vorsicht Ansteckungsgefahr.
Wirkt meiner Meinung nach ganz gut.
Marlene

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Aw: Missbrauch des Insulinpens 09 Jan 2012 12:12 #63631

  • TinaSchnecke
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Ich vermute der "Sensor" beim Gesunden kann bis zu einer gewissen Menge überflüssiges Insulin durch "Abgabestopp" abfangen.
Zumindest habe ich folgendes beobachtet (Max hat noch Eigeninsulin): Wenn der Wert zwischen 2 und 3 Uhr nachts erhöht ist (über 10) dann kommt es oft zu einem deutlichen Absinken des BZ (um 4-6 mmol) bis zum Aufstehen/Frühstück. Wenn der Wert gut ist (unter 8) dann bleibt der Wert konstant oder sinkt nur leicht. Ich erkläre mir das so, dass immer wieder "nachgemessen" wird, ob zusätzliches Insulin gebraucht wird.
Wenn sich allerdings ein Gesunder eine komplette Pen-Ladung mit 35 IE injiziert, dann wird er wohl ganz schnell viel Zucker essen müssen, damit er nicht eine schwere Hypo bekommt. Es sei denn vielleicht, er hat nen unerkannten Typ 2, aber dann ist er ja nicht mehr "gesund".

Toi Toi Toi, dass uns und unseren Kindern niemals die Gerätschaften entwendet werden, um damit Mist zu machen.
Und das wir aufpassen, dass niemand (insbesondere kleine Geschwister oder andere Kinder, die auch mal "wollen" sich selbst oder anderen aus Unwissenheit Schaden zufügt ist ja selbstverständlich.

lg
Tina

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Mama von Max (2005, DM seit 22.02.2011) mit Pumpe (Veo)

Aw: Missbrauch des Insulinpens 09 Jan 2012 14:37 #63638

  • EgonManhold
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Hallo,

bis in die 1970er Jahre hat man aus therapeutischen Gründen in der Psychiatrie bei bestimmten psychischen Erkrankungen Krampfzustände/Schockzustände mit hohen Insulindosen ausgelöst.
Die für den hypoglykämischen Schockzustand mit Bewusstlosigkeit notwendigen Insulineinheiten waren bei den verschiedenen Patienten sehr unterschiedlich. Wenn bei diesen Maßnahmen nicht rechtzeitig Glukose verabreicht worden wäre, wären viele dieser Fälle tödlich verlaufen.

Gruß, Egon
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Achtung: Mein Beitrag / meine Antwort ist meist nur eine Kurzfassung und kann daher i.d.R. nicht alle möglichen Aspekte zu dem jeweiligen Thema berücksichtigen.
Häufig geben meine Beiträge nicht meine persönliche Meinung wieder, sondern beruhen auf Tatsachen bzw. fachlich anerkannte...
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Aw: Missbrauch des Insulinpens 09 Jan 2012 16:18 #63645

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Ich frage mich immer "wohin mit der Pumpe beim Schwimmen"


Hallo Heike!

Wenn mein GöGa mit den Jungs in's Hallenbad geht (ich bin aus der Freibad-Fraktion und hasse Hallenbäder) geben sie die Pumpe immer beim Bademeister ab, der die Pumpe in seinem "Kabuff" verstaut.

Weiß natürlich nicht, ob beim Schulschwimmen auch ein Bademeister anwesend ist oder nur der Lehrer... :huh:

LG, Cordula
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Cordula mit Justus (*08/1999, DM seit 12/2009, CSII seit 05/2010)

Aw: Missbrauch des Insulinpens 09 Jan 2012 17:42 #63648

  • tjaymam
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Hallo Cordula

was ist denn bitte ein "GöGa?" :-) :-D??? :blink:

Den Tip mit dem Bademeister find ich super :-) Schulschwimmen im Hallenbad gibt es bei uns nicht, nur im Freibad, und da ist definitiv der Bademeister da. Wenn Markus normal ins Schwimmbad geht, dann lässt er die Pumpe daheim und nimmt den Pen mit oder er bleibt höchstens zwei Stunden und koppelt dann wieder an, von daher hat er das Problem nicht zwangsläufig, dass die Pumpe evtl. geklaut wird. Darüber habe ich mir schon öfter Gedanken gemacht, denn die Teile sehen wirklich aus wie MP-3Player.... :-( Wer haftet denn dann, wenn die Pumpe in einem öffentlichen Bad in der Tasche verstaut liegt?

Den Pen hatte Markus immer in seinem Schulrucksack bzw. in seiner Tasche, wenn er unterwegs ist. Alleine schon der Gedanke, dass irgend jemand so dreist sein könnte und einem Kind seine Sachen klaut treibt mir Schweissperlen auf die Stirn.... und dass dann auch noch was Übleres passieren könnte, nein, da will ich lieber nicht daran denken.

Den Vorschlag mit der Geldkassette zum abschließen und dem roten Kreuz oben drauf find ich auch klasse!

sg Tanja

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Aw: Missbrauch des Insulinpens 09 Jan 2012 18:21 #63651

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cociw schrieb:

Ich frage mich immer "wohin mit der Pumpe beim Schwimmen"


Hallo Heike!

Wenn mein GöGa mit den Jungs in's Hallenbad geht (ich bin aus der Freibad-Fraktion und hasse Hallenbäder) geben sie die Pumpe immer beim Bademeister ab, der die Pumpe in seinem "Kabuff" verstaut.

Weiß natürlich nicht, ob beim Schulschwimmen auch ein Bademeister anwesend ist oder nur der Lehrer... :huh:

LG, Cordula


Danke. Ich muss beim nächsten Schwimmbadbesuch mal den Bademeister fragen. Hier in unserem Landkreis haben's ja alle nicht so mit der Verantwortung ;) . Aber vielleicht erweisen sich die Bademeister als rühmliche Ausnahme.

Beim Schulschwimmen wollte ja eigentlich die Schulleiterin mitfahren (zusätzlich zur Klassenlehrerin, die die "Schwimmerei" abhält). Habe heute früh versucht, sie zu erreichen um zu erfahren, ob diese Zusage noch gilt. Der Rückruf steht noch aus... :S

LG Heike

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Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)

Aw: Missbrauch des Insulinpens 09 Jan 2012 18:24 #63652

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Marlene schrieb: Wir haben mittlerweile die Pumpe haben es aber zu Penzeiten folgendermaßen gehandhabt:
Der Pen immer ohne Nadel in der Tasche, damit niemand sich daran verletzen kann. Außerdem soll die Nadel ja sowieso jedesmal gewechselt werden. Wenn dann jemand die Nadeln nimmt, merkt man das ja schnell.
Fürs Schwimmbad etc. hat Julian bis heute eine kleine Geldkassette um seine Sachen darin sicher aufzubewahren, damit niemand auf dumme Gedanken kommt. Für den Fall der Fälle haben wir Ersatzgeräte immer zu Hause. Man kann die Kassette ja markieren mit einem dicken roten Kreuz oder der Aufschrift : Vorsicht Ansteckungsgefahr.
Wirkt meiner Meinung nach ganz gut.
Marlene


Hallo Marlene,

gute Idee. Aber ist so eine Kassette nicht sehr schwer? Damit ein Pen wegen der Länge reinpasst, muss sie ja schon eine gewisse Größe haben, was natürlich zusätzlich vor Diebstahl schützt, aber eben das Gewicht erhöht.
Wo hat Julian den Schlüssel gelassen?

LG Heike

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Heike mit Lars (*9/2004, DM seit 11/2010, Minimed 640G, Humalog)
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