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HYPOS...die unsichtbare, quälende Angst!!! 22 Apr 2010 10:47 #37520

  • Leila
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Hallo, ihr Lieben.

Meine Tochter hat 2 Monaten Diabetes Typ 1.
In der Klinik bei der Einstellung wurde mir oft gesagt, das schaffen Sie schon...Sie sind ja Krankenschwester;
Allerdings liegen zwischen TYP 1 und TYP 2, mit denen ich bisher konfrontiert wurde Welten, zumal, wenn es um das eigene Kind geht.
Muss sagen, wenn ich mir nicht zusätzliches Wissen in Form von spezifischer Lektüre verschafft hätte, wären wir heute nicht schon soweit, wie wir es sind.
Auch analysiere ich jeden Wert, überlege, an was liegt es?
Bewegung, Wetter, glykämischer Index, Spritzessabstand etc....Wirkprofile der Insuline...damit muss man sich immer wieder auseinander setzten.
Mittlerweile klappt es aber sehr gut. Die Kleine arbeitet sehr gut mit und soll doch auch trotz Diabetes eine glückliche, zufriedene Kindheit,bzw. Jugend haben.

Mit was ich aber trotz der zufriedenen Einstellung nicht klarkomme, sind die Hypos....die Angst sitzt mir ständig im Nacken...Tag und Nacht....sie ist immer da, ob die Kleine in der Schule ist, daheim oder bei Freunden zum Spielen ist;
Muss ich den Spritzfaktor erhöhen, da die Werte steigend sind, tue ich mir immer schwer...sofort denke ich an Hypos, bis zur nächsten Messung, danach atme ich erst auf und denke mir insgeheim:"Glück gehabt" oder "Gott sei Dank"!!!

In der Klinik sagte man mir, nächtliche Hypos würde man merken, die Kinder werden sehr unruhig und melden sich.....das merken SIE...keine Sorge!!
Nun ist es aber so, dass ich auch mal schlafen muss und auch sehr fest. Wenn ich Frühdienst habe, muss ich um 5 aufstehen, wenn die letzte Messung um 2.00 war, werde ich wohl nichts mitbekommen, trotz offener Zimmertüren;
Nun weiß ich aber auch, dass die stärkste Insulinwirkung zw. 23-2.00 ist....das beruhigt mich ein wenig.
Dennoch machte ich schon zw. 4 und 5 Uhr Messungen und sie lag knapp unter 100, wo ich ihr ein paar Schluck Apfelschorle zum Trinken gab.

Es würde mich interessieren, ob andere Eltern auch Hypoangst haben und welche eure schlimmsten Hypoerlebnisse waren.
Ob meine Angst übertrieben oder gerechtfertigt ist?? :dry:

Freue mich auf Antworten;

LG Dagmar
:dry:

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Aw: HYPOS...die unsichtbare, quälende Angst!!! 22 Apr 2010 11:04 #37522

  • Lili
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Hallo Dagmar,

ich glaube, sie ist ein wenig übertrieben.

Meine Tochter hat seit 5 Jahren DM. In all der Zeit hatte sie genau 1x eine Hypo, wo sie nicht mehr ansprechbar war und ich ihr mit Flüssigzucker wieder auf die Beine helfen musste. Das ist etwa 1 Jahr her. Und es ist hier zu Hause passiert.

Ich habe höchstens eine Brech-Phobie, denn immer, wenn sie einen M-D-Virus hat, muss sie ins KH.


LG Lili

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Aw: HYPOS...die unsichtbare, quälende Angst!!! 22 Apr 2010 11:08 #37524

  • cociw
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Hallo Dagmar!
Unser Sohn hat auch erst seit 4 Monaten Diabetes ( er ist 10) und ich kann dich gut verstehen. Bin Kinderkrankenschwester "a.D." und ich glaube, dass unser Beruf ist ein Stück weit mit Schuld an unserer Angst ist, da wir oft auch vor allem die Extreme kennen.

Gerade in der ersten Zeit hatte ich wie du große Angst vor nächtlichen Hypos. Am liebsten hätte ich eine kontinuierliche Glucosemessung gehabt...
Die Zeit bringts... du wirst Erfahrungs- und Messwerte sammeln und ein Gefühl entwickeln.
Bei uns ist es mittlerweile so, dass das Kind zur Spätmessung einen BZ von 120 - 140mg/dl haben sollte, dann kommt er gut aus der Nacht. Morgens sollte der BZ nicht unter 100 mg/dl liegen, sonst kann man wohl davon ausgehen, dass in der Nacht eine Hypo war.

Das Problem mit dem Loslassen und gleichzeitiger Sorge vor Hypos ist MEIN Problem. ICH muss lernen, ihn wieder allein los zu lassen. Das Kind ist mit Handy versorgt und entwickelt jetzt allmählich ein Hypo Gefühl und weiß auch, wie er körperliche Bewegung einzuschätzen hat (Trampolinspringen beim Kumpel..). Es wird!!

Ein ungewolltes AHA Erlebnis hatten wir gerade kürzlich, als er sich bereits vorsichtshalber Traubenzucker "implantiert" hatte und zum Messen reinkam: BZ war bei 35 mg/dl. Habe mich fürchterlich erschrocken, aber im Nachhinein war ich froh um diese Erfahrung, weil ich jetzt weiß, dass er bei 35 noch senkrecht steht.

Die Kinder kriegen das eigentlich ganz gut in Griff. Wir "trainieren" noch: wenn der Wert aushäusig zu niedrig ist (zu hoch ist eher noch die Ausnahme) ruft er an (auch aus der Schule), schlägt vor, was zu tun ist und ich gebe mein okay oder korrigiere ihn.
Das klappt ganz gut und so wird er sicher bald seine BZ Werte weitestgehend allein korrigieren können.

Ich wünsche dir viel Mut und Gottvertrauen! :cheer:

LG, Cordula

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Cordula mit Justus (*08/1999, DM seit 12/2009, CSII seit 05/2010)

Aw: HYPOS...die unsichtbare, quälende Angst!!! 22 Apr 2010 11:33 #37526

  • Leila
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Danke schön, Cordula.

kann sein, dass wir durch unseren Beruf etwas vorbelastet sind.
Die Hypovariante erlebte ich erst ein einziges mal, bei einer Patientin, sie lag bei 35 und war nur etwas nervös, "lallte" einen Wortsalat; Mit Traubenzucker im Tee kam sie auch schnell wieder hoch. Noch heute redet sie ständig davon, es war ihr bisher niedrigster Wert.
In der Regel bin ich eher mit Spätfolgen(offene Beine, Amputationen, Dialyse) konfrontiert, was mir seit der Diagnose meiner Tochter sehr auf den Magen schlägt;
Das ist ja auch gerade der Zwiespalt, mit welchem ich zusätzlich kämpfe...zu hohe Werte....sehe ich geistig diese Bilder vor mir...zu niedrig...Hypos!!!

Meine Tochter ist gut ausgestattet, wenn sie außer Haus geht...Traubenzucker,"TurboBE" in Form von Fruchtsaft, Müsliriegel, Handy und sichtbarem Ausweiß.
In der Schule sind die Lehrer informiert, ein Infoblatt klebt im Klassenbuch und jeder Lehrer bekam eine Extrabroschüre, mit wichtigsten Infos und Vermerk, wo der HypoKit deponiert ist!
Die Eltern der Freundinnen sind informiert, aber dennoch ruft sie mich beim Abbbolen an, auch in der Schule.

Unser schlimmstes Erlebnis:
Sie spielte im Garten, ziemlich wild....ein Blick aus dem Fenster, aus 5 Meter Entfernung vermittelte mir in einer Sekunde, dass etwas nicht stimmt.
Ich rief sie und messte den BZ: 40.....dabei merkte sie keine Symptome....sie war so in ihr Spiel vertieft (wer hat Angst vorm schwarzen Mann), dass sie es nicht merkte oder womöglich nicht merken wollte....ich weiß es nicht!!

Sonst reagiert sie recht gut auf ihre Hypos, die ja auch eher selten sind.

Denke auch, da ich alleinerziehend bin und alle Verantwortung alleine trage, bin ich etwas sensibel.

Allem in allem: kein leichter Spagat!!!

Hoffe, werde mit der Zeit etwas gelassener.

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Aw: HYPOS...die unsichtbare, quälende Angst!!! 22 Apr 2010 11:41 #37527

  • Andrea Sch
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Hallo Dagmar,
ich hatte anfangs auch sehr große Angst vor Hypos. Ich habe das dann mit der Diabetologin besprochen und sie hat mich einigermaßen beruhigt, indem sie mir erklärt hat, dass auch bei einem schweren Hypo mit Bewußtlosigkeit so gut wie nie Dauerschäden entstehen. (eventuell wenn Erwachsene alleine leben und stundenlang nicht bemerkt werden)
Sie meinte, wirklich gefährlich sind Hypos beim Schwimmen, Wandern, später beim Autofahren,....also wenn die Situation gefährlich ist. Ein schwerer Hypo ist sicher nicht angenehm, weder für die Kinder, noch für die Eltern. Bei einem Treffen von Diabetikereltern hatten wir auch einmal das Thema Hypos, da hat eine Mutter erzählt, dass ihr Sohn gekrampft hat, und ihm nach der Hypokit Spritze ganz furchtbar übel war und er sich übergeben hat.
Das heißt jetzt natürlich nicht, dass wir weniger aufpassen, aber trotzdem hat es mich beruhigt, dass eine Bewußtlosigkeit bei Unterzucker nicht wirklich lebensgefährlich ist. Meine Nächte sind jetzt wieder entspannter! Mittlerweile fürchte ich mehr vor hohem BZ :(
Valentin läuft auch bei 36 noch munter rum, und meint, er muss jetzt mal messen!

LG
Andrea

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Valentin (08/1998, D seit 04/2006, Accu Check Combo seit 2009, Novorapid)
Letzte Änderung: von Andrea Sch.

Aw: HYPOS...die unsichtbare, quälende Angst!!! 22 Apr 2010 13:20 #37529

  • iffi27
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Hallo Dagmar,

unser Sohn ist seit etwa 1,5 Jahren "dabei" und ich erwische mich heute noch manchmal dabei, ihn zu beobachten, ob er irgendwie "anders" ist und drängle dann, doch mal zu messen. Es will mir aber nicht gelingen, in irgendeiner Form festzustellen, ob er in eine Hypo rutscht oder nicht.

Er ist 15 und lässt sich von Anfang an nicht von uns gängeln oder kontrollieren, sondern managet seinen Diabetes völlig selbstständig. Da ich ja berufstätig bin, sehe ich ihn auch nur abends und musste mich wirklich sehr daran gewöhnen, dass er die Verantwortung für sich ganz allein trägt.

Wenn wir im Urlaub sind (letztens wieder beim Ski fahren) oder beim Sport, falle ich aber gern in mein altes Muster und beobachte wie ein Luchs, ob er wohl zu tief sein könnte. Wenn er es merkt, wird er ziemlich ärgerlich. Und meistens habe ich auch Unrecht und seine Werte sind völlig in Ordnung. Auf der anderen Seite habe ich ihn schon häufiger mit 30-iger Werten erlebt, ohne dass ich auf die Idee gekommen bin, er unterzuckert gerade. Ich brauche dabei wirklich keine Sorge zu haben, dass er das nicht merkt, er hat seinen Blutzucker ziemlich gut im Griff.

Ich habe daraus zweierlei gelernt:
a) Er kennt sich selbst am Besten und ergreift frühzeitig Maßnahmen (das klappt auch, da kann ich mir sicher sein und seine Freunde sind bestens geschult, falls er sich doch mal nicht selbst helfen kann)
b) Ich muss lernen, mit diesem Gefühl "unsichtbar" umzugehen, sonst fühlt sich mein Sohn - zu Recht - kontrolliert.

Meinem Gefühl kann ich in dieser Beziehung gar nicht trauen. Ich kann nur ihm gegenüber das Vertrauen zeigen, dass ich in ihn setze. Wenn ich das nicht machen würde, könnte ich ihn nicht mehrmals im Jahr mit der Jugendgruppe wegfahren lassen ...

... aber ich gebe zu, das fällt mir wirklich sehr schwer und ich habe Angst vor dem Tag, an dem seine Selbstkontrolle mal versagen sollte.

Mit anderen Worten, ich versuche mit dem Thema "Hypo" ihm gegenüber gelassen umzugehen, kann es aber nicht völlig verdrängen.


Ich drücke dir die Daumen, dass du auch mehr Gelassenheit entwickeln kannst.

Liebe Grüße
Steffi

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Aw: HYPOS...die unsichtbare, quälende Angst!!! 22 Apr 2010 13:39 #37530

  • AstridK
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Hallo Dagmar,

wir sind auch noch nicht lange dabei (4 Monate) und vor allem in den ersten 8 Wochen hatten wir sehr viele Hypos. Gerade an ihrem Geburtstag hat sie Morgens in aller Ruhe ihre Kerzen ausgepustet, die ersten Geschenke ausgepackt und alles in bester Laune. Auf einma schlug ihre STimmung um und sie war kaum zu beruhigen. Also direkt gemessen und was war: 20. Mir ist ganz schlecht geworden. Denn sonst hat sie sich schon spätestens bei Minimum 40 mit Hungerattacken gemeldet.

Das ist auch heute noch so, wenn sie eine unerklärliche Hungerattacke, vor allem auf saure Gurken oder sonstige Nicht-BE´s hat, dann ist sie nahe einer Hypo. In der Nacht meldet sie sich dann mit Milch-Hunger. Aber ich habe auch schon Nachts eine Hypo mit 40 erlebt. Da wird es mir immer ganz anders. Aber da wir schon einen 20er hatten ohne dass es Richtung Bewußtlosigkeit ging bin ich da nicht mehr ganz so ängstlich. So dass ich auch manchmal in der Nacht nicht messe, wenn Pia wirklich mal durchschläft. Denn das ist wirklich selten und ich glaube, dass ihr diese Nächte auch wirklich gut tun, ohne dass ich sie stixe. Wenn ich in der Nacht nämlich beim Schlafen messen, dann zieht sie ständig ihre Hände weg oder versteckt sie unter dem Körper. Sie mag das gar nicht.

Aber ich kann dich voll verstehen. In den letzten Wochen haben wir aber kaum noch Werte unter 60 gehabt. Dafür haben wir eher das Problem mit hohen Werten, da Pia ständig von einem Infekt zum nächsten wechselt und im Winter auch eine chronische Sinusitis hatte.

Ich kann nur hoffen, dass du für euch auch bald eine gute Lösung findest.

Liebe Grüße

Astrid

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Aw: HYPOS...die unsichtbare, quälende Angst!!! 22 Apr 2010 19:58 #37535

  • Manu98
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Hallo Dagmar!
Dumm, dumm, wenn man beruflich vorbelastet ist, ich kenn das, bin selber eine "kranke Schwester! ;)
Dazu bin ich wohl auch noch ein tierisches Muttertier mit sehr ausgeprägten Instinkten umd Beschützertrieb B)
Du siehst, es gibt noch mehr davon! Manuel hat sei 6 Monaten DM und seit 6 Monaten fahren die Werte Berg und Tal (beginnende Pubertät?!?!)... Ich war auch vor zwei Tagen wieder mit ihm beim Dia Doc und er hat sich zum Glück über 1 Stunde Zeit genommen (!!!) um mit uns zu versuchen, die Werte zu analysieren! Wir hatten an Ostern nach 4 Nächten mit EXTREM hohen und korrekturresistenten WErten (z.T. haben wir 3x in der Nacht Korrektur gespritzt!) in der 5. Nacht eine Hypo mit 30...
Normalerweise messe ich um 3 Uhr nochmal, in der Nacht bin ich um halb 3 aufgewacht und messen gegangen (Manuel hat sein Zimmer im Kellergeschoss, in der Einliegerwohnung, also weit weg von uns- soviel zum Thema etwas mitbekommen, wenn er tief ist...). Manuel war mit 30 kaum ansprechbar, ich musste ihn aufsetzen und Fanta "einflößen", und da ist mir klar geworden, dass die Flasche neben dem Bett gar nichts bringt, wenn er ja gar nicht mehr in der Lage ist, sie aufzudrehen! Das hat mir schon Angst gemacht!
Daraufhin hatte ich dann die Idee mit einem Diabetikerhund, haben wir aber verworfen, da wir eigentlich nicht so die Hundefamilie sind...
Kontinuierliche Glukosemessung steht gedanklich im Raum, in Verbindung mit Pumpe, ist aber noch nicht ganz spruchreif, da wir zuerst die Krankenkasse wechseln werden und gerade noch einen Versuch mit Levemir statt Protaphane machen...

Sag mal, du schreibst, ihr habt eine Notfallspritze in der Schule deponiert? Kann damit in der Schule Jemand umgehen? Wir haben keine in der Schule, bei unserer Schule ist das Krankenhaus aber auch in "Spuckweite" :)

Der letzte Hba1c war bei knapp 5- das zeigt natürlich, dass da viel zu viele Hypos sind! Zum Glück merkt Manu es am Tag sehr gut und reagiert immer sehr besonnen und selbständig, so muss ich mir zumindest in der Zeit wenig sorgen machen. Aber in der Nacht...

An die vielen diabetischen Füße, Dialysepatienten und Blinde will ich gar nicht denken, davon hab ich in meinem Job auch schon viel zu viele gesehen, aber das ist mit Sicherheit auch ein wichtiger Grund für meine "Penibilität" und manchmal Übergenauigkeit...mein Mann ist da viel lockerer, und manchmal beneide ich ihn darum!
Tja so ist das, aber ich glaube fest daran, dass wir das in den Griff bekommen- und ihr mit Sicherheit auch!
Alles Gute und herzliche Grüße,
Heike

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Aw: HYPOS...die unsichtbare, quälende Angst!!! 22 Apr 2010 22:44 #37539

  • Charly54
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Hallo,

auch mir saß die Angst im Nacken aber inzwischen geht es etwas besser.
Einmal hatten wir einen BZ von 1,2 (22), ich hatte mich wahnsinnig erschrocken und schon Panik bekommen aber Charly war nichts anzumerken. Selbst das übliche Weinen oder der Hunger war nicht da. Das hat mir die Angst etwas genommen. Ich weiß jetzt, sooo schnell kippen die Kids dann doch nicht um.
Ansonsten wurde uns gesagt das nächtliche, schwere Hypos eher selten sind und wenn der Abendwert über 5 (90)liegt sollte nichts passieren. Und aufgrund dieser fundierten Aussage messen wir Nachts nicht (außer es ist etwas ungewöhnliches wie Krankheit vorgefallen). Ich versuche mich einfach nicht verrückt zu machen und vertraue auf die Aussage der Ärzte.
Auch uns wurde versichert das wir es merken, wenn er Nachts eine schwere Hypo hat. Die Kinder würden dann Alpträume bekommen, ganz furchtbar weinen und wir würden an der Art des weinen, sofort hören das etwas nicht stimmt. Es wäre dann einfach schlimm.

Über die Folgeschäden mache ich mir viel mehr Gedanken. Gerade weil weil er so zeitig erkrankt ist. :(
Wenn die Folgeschäden nach 15 Jahren beginnen, kann es ja durchaus mit 17 oder 20 schon die ersten Probleme geben. Diese Gedanken fressen mich Tag für Tag auf.

trauchige Grüße, Katrin

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Aw: HYPOS...die unsichtbare, quälende Angst!!! 23 Apr 2010 08:44 #37541

  • Leila
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  • Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
Hallo ihr Lieben,

ich bedanke mich für die vielen Antworten.
Ganz wichtig für mich, ich stehe doch nicht alleine da, mit meinen Gedanken, die mir manches Mal den Schlaf rauben.
Gerade, wenn ich nachts gemessen habe und der Wert nicht im "grünen" Bereich lag....da grübele und überlege ich noch lange nach :(
Bei meiner Tochter liegt neben dem Kopfkissen ein Teddybär, mit einer Trillerpfeife um den Hals.
Ich sagte ihr, wenn es ihr mal nicht gutgehe, soll sie "Pfeiffen"...das beruhigt mich noch ein wenig!!

In der Schule führte ich den HypoKIt der Klassenlehrerin vor, sie war auch bereit, dies im Notfall durchzuführen.
Und die Uniklinik liegt auch nur 200m entfernt.

Die gefürchteten Langzeitschäden...bin der Meinung, wenn die Kinder gut eingestellt sind, müssen sie erst gar nicht auftreten.
Mein Dia-Team beruhigte mich da auch...sie meinen, trotz guter Einstellung, sind "Außreiser" nach oben nicht zu vermeiden, wenn sie nur kurzfristig sind, wäre dies kompensierbar.
Langzeitschäden kämen eigentlich nur vor, wenn die Jugendlichen oder später Erwachsene anfangen "zu Schlampen"......denke, da können wir Eltern auch nicht mehr viel ausrichten, so weh es auch tun mag;

Liebe sonnige Grüße,
Dagmar

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