Werde unser Facebook Fan

                                     

Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:
  • Seite:
  • 1
  • 2

THEMA:

Diabetes-Kids Elternblog: Diabetes akzeptieren - So viel Schicksal kann nur langsam verdaut werden. 30 Sep 2015 07:53 #98152

  • mibi74
  • Mitglied
  • Moderator
    Moderator
  • Beiträge: 1159

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2005
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)

Diabetes kann jeden von uns treffen. Ich wünschte, er wäre zu mir gekommen. War ich ihm etwa zu alt? Stattdessen hat er sich in unseren Sohn niedergelassen. Kurz nach seinem ersten Geburtstag. Mit dem Diabetes unseres Sohnes war ich nicht immer so im Reinen wie heute. Wirklich nicht. Wir werden nie die dicksten Freunde werden, doch habe ich ihn akzeptiert. Und DAS war gar nicht so einfach! So viel Schicksal kann nur langsam verdaut werden.

Zuerst einmal tut es mir leid. Ehrlich und vom ganzen Herzen. Es tut mir wirklich leid. Ich weiß, was Ihr gerade leistet oder leisten musstet! Auch, dass man derartige Aussagen gerne zur Seite wischt, um sich nicht die Blöße der eigenen Ohnmacht einzugestehen.

Mehr lesen...
Folgende Benutzer bedankten sich: WebAdmin, DUBorste, dan98, renatek, Mariosmama und 3 andere Leute haben sich zudem bedankt.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Diabetes-Kids Elternblog: Diabetes akzeptieren - So viel Schicksal kann nur langsam verdaut werden. 30 Sep 2015 22:46 #98162

  • Tonja
  • Mitglied
  • Platinum Schreiber
    Platinum Schreiber
  • Beiträge: 386

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2004
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Wow, du sprichst mir aus der Seele , nur hätte ich es nicht so schön schreiben können :)
Liebe Grüße

Tonja

mit Theodor, Jg.2004, DM seit 4/2011, omnipod, Humalog

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Letzte Änderung: von Tonja.

Diabetes-Kids Elternblog: Diabetes akzeptieren - So viel Schicksal kann nur langsam verdaut werden. 02 Okt 2015 12:56 #98174

  • sonne37
  • Mitglied
  • Gesperrt
    Gesperrt
  • Beiträge: 35

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Mädchen
  • Geburtsjahr: 2004
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Danke, für diese Worte, wir waren kein Kleinkind wo uns FrauDiabetes begrüßt hat, aber deine Worte sind mehr als treffend.
Schönes Wochende und liebe Grüße Grüße sendet Regine

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Diabetes-Kids Elternblog: Diabetes akzeptieren - So viel Schicksal kann nur langsam verdaut werden. 11 Okt 2015 12:13 #98238

  • sarah2013
  • Mitglied
  • Junior Schreiber
    Junior Schreiber
  • Beiträge: 12

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Mädchen
  • Geburtsjahr: 2013
  • Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
Danke für diese tollen Worte! Habe uns darin wieder gefunden - dieser Beitrag hat mich echt berührt u aufgebaut!!!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Diabetes-Kids Elternblog: Diabetes akzeptieren - So viel Schicksal kann nur langsam verdaut werden. 17 Okt 2015 15:58 #98290

  • K-Mum
  • Mitglied
  • Junior Schreiber
    Junior Schreiber
  • Beiträge: 6

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2008
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Du triffst es auf den Punkt!
Auch wenn mein Sohn "schon" 5 war bei der Diagnose, war es doch ein Riesenschock für uns und schwer zu akzeptieren. Was würde dafür geben, wenn ich es ihm abnehmen könnte...
Danke!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Diabetes-Kids Elternblog: Diabetes akzeptieren - So viel Schicksal kann nur langsam verdaut werden. 30 Okt 2015 17:25 #98398

  • mibi74
  • Mitglied
  • Moderator
    Moderator
  • Beiträge: 1159

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2005
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Vielen Dank!

Es immer noch schwer, wenn ich Kinder in dem Alter sehe, wie es mein Sohn damals war. Gespräche mit jungen Müttern, die über die Errungenschaften ihrer Kinder berichten, sind für mich schwer zu ertragen. Unser Sohn hat im Krankenhaus das Laufen gelernt. Es war sicherlich der tollste Moment, ihn so über den Rasen wackeln zu sehen. Doch ich konnte nicht vor Glück und Entzückung weinen. Sondern es war der verzweifelste Moment meines Lebens.
Ich habe viel verziehen, doch vergessen werde ich es nicht. Dazu habe ich zu viel erlebt, gehört und ertragen müssen. Mitmenschen können ja so gemein sein! (Und das auch noch ohne es zu wollen!) Genaugenommen verursacht die Unvernunft unserer Mitmenschen mehr Narben, als der Diabetes selbst. Ich wage sogar die These aufzustellen, dass unsere Kinder ein erheblich besseres Leben führen könnten, wenn es nicht so viele dumm-ängstliche Erwachsene geben würde, deren Weltbild oft fern von jeglicher Realität ist. Aber das ist ein anderes Thema. Vielleicht lasse ich mich dazu hinreißen und schreibe dazu ein paar Erlebnisse in den Elternblock.
Folgende Benutzer bedankten sich: dan98, Wenke

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Diabetes-Kids Elternblog: Diabetes akzeptieren - So viel Schicksal kann nur langsam verdaut werden. 16 Apr 2016 21:35 #100574

  • phantoma
  • Mitglied
  • Neuling
    Neuling
  • Beiträge: 2

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2014
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo, mein Sohn war auch 14 Monate, jetzt ist er 22 Monate und als ich deinen Bericht gelesen habe, kamen mir die Tränen.... Ich hab das ganze damals noch lange nicht verarbeitet und im Alltag funktioniere ich einfach dann läuft schon alles gut. Ertappe mich nur manchmal dabei,wie ich mich freue, wenn Sohnemann endlich groß ist, dabei ist er Nr. 3 und ich wollte ihn in vollen Zügen genießen.... Dasnk dir für deinen Bericht... Ich bin nicht die einzige die das durchmacht!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Diabetes-Kids Elternblog: Diabetes akzeptieren - So viel Schicksal kann nur langsam verdaut werden. 17 Apr 2016 10:48 #100575

  • mibi74
  • Mitglied
  • Moderator
    Moderator
  • Beiträge: 1159

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2005
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Liebe phantoma,

manchmal werden einem wirklich ganz schön schwere Steine in den Weg gelegt! Nun, ich konnte auch unseren Erstgeborenen genießen, aber die Momente waren am Anfang, das gebe ich zu, meist rar. Doch dafür habe ich sie bewusst in mir aufgesogen. Zum Beispiel, wenn ich mit dem Kinderwagen unterwegs war, oder beim Vorlesen.
Immerhin ist es dein drittes Kind und du hast einen enormen Vorteil. Erfahrung! Damit gehörst du zum Club der eingeweihten Mütter! Beim ersten Kind will man nichts falsch machen und ist bestrebt, wirklichen jeden Mist auszuprobieren, den man irgendwo gelesen oder gehört hat. Beim Zweiten fängt man damit erst gar nicht an, sondern tut nur das, was sich bewährt hat.
Ob es nun Kind Nummer eins, zwei oder drei ist, der Stachel sitzt bei allen Eltern gleichermaßen tief! Derartige emotionale Achterbahnfahrten kann man überwinden, doch sie werden nie vollständig in Vergessenheit geraten.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Diabetes-Kids Elternblog: Diabetes akzeptieren - So viel Schicksal kann nur langsam verdaut werden. 18 Apr 2016 11:48 #100588

  • PanicDeFries
  • Mitglied
  • Neuling
    Neuling
  • Beiträge: 3

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2009
  • Therapieform: Andere
Hallo mibi74,

unser Leben ist seit dem 3. Oktober 2015 nicht mehr wie es war.
Frisch mit 6 Jahren, im September eingeschult und dann der Schock im Oktober Diabetes mellitus Typ 1.
Er wurde nach 3 Wochen Krankenhaus in eine andere Klasse versetzt, nächster Schlag für ihn wo er doch gerade Freunde gefunden hatte. Der Pflegedienst geht nicht zu Wandertagen mit, wenn er in den Ferienhort geht, kommen sie nicht zu den Spielplätzen und auf Klassenfahrten muss man natürlich auch mitfahren. Er wollte in eine Arbeitsgemeinschaft, Schach gehen, aber das geht auch nicht weil der Pflegedienst zu der Zeit kommt. Ich muss ständig bereit sein, weil seine Werte auch noch so schwanken.
Ich habe mein Abitur angefangen und musste nun abbrechen weil es einfach nicht machbar ist als alleinerziehende Mama, ohne jegliche Unterstützung von Familie.
Ich gehe nun selbst zum Spritzen in die Schule wenn er beim Schach ist bzw hole ihn dann gleich ab und bei schönem Wetter gehen wir noch auf den Spielplatz. Ich möchte nicht das er ständig zurück stecken muss und er soll auch nicht immer BE- Freie Kost zu sich nehmen.
Ich bin jetzt gerade so ein bisschen dabei mal durchzuatmen und zu verarbeiten.
Mein Sohn tut mir so unendlich Leid und ich denke absolut JEDE Mama würde diese Krankheit seinem Kind abnehmen ohne drüber nachzudenken.
Und ja, Mitmenschen und ihre Vorurteile können grausam sein. Jedes mal habe ich das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen, weil jeder denkt er hat zu viel Süßes in sich hineingestopft was nicht stimmt.
Auch der Vater von meinem Sohn, der unregelmäßig zum Umgang kommt sagte: ach ist doch alles nicht so schlimm. Dieser Satz hat sich in mir so eingebrannt. Man leistet viel als Elternteil, damit das Kind so unbeschwert wie möglich aufwächst. Solche Sätze müssen einfach nicht sein, finde ich.

Danke für deine Worte mibi74 ich fühle mich nicht mehr so alleine mit meinen Emotionen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Diabetes-Kids Elternblog: Diabetes akzeptieren - So viel Schicksal kann nur langsam verdaut werden. 19 Apr 2016 09:33 #100600

  • Mariosmama
  • Mitglied
  • Gold Schreiber
    Gold Schreiber
  • Beiträge: 176

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2007
  • Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
Ich hatte totale Gänsehaut beim Lesen. Es gibt einfach Leute, die können das aufschreiben, was andere fühlen. Vielen Dank dafür! Mario war 11 Monate und wollte eigentlich gerade laufen lernen, aber dann kam uns der Diabetes dazwischen. Bei mir kam die Verzweiflung erst später. Nach der 1. Nacht im Krankenhaus und der 1. Nacht am Insulintropf war ich erstmal nur froh. Froh, dass mein Kind, das seit 2 Wochen nur weinerlich war und das von mehreren Ärzten wieder weggeschickt wurde, bevor endlich mal das Blut untersucht wurde, endlich wieder lachen konnte. In dem Moment dachte ich, alles egal, was da kommt, er kann wieder lachen. Aber zuhause, als ich allein mit ihm war, kam das Loch. Und da hilft es nicht, dass die eigene Mutter sagt, dass sie mit so wenig Schlaf nicht auskommen würde. Ich hab auch nicht aus Langeweile darauf verzichtet. Bei uns ist der Diabetes wie ein Stachel. Er ist schon halb eingewachsen und tut im Allgemeinen nicht mehr weh, aber wenn man blöd auftritt, merkt man es doch...

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Seite:
  • 1
  • 2
Moderatoren: WebAdminEgonManholdWenkemarielaurinmibi74
Ladezeit der Seite: 0.184 Sekunden

Login