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Wie durchbrechen wir den Hypo-Kreis? 20 Jul 2020 13:40 #114257

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Liebe Leute,

Dank toben oder Schrägstand der Sonne wirkte gestern das Insulin zum Abendbrot heftiger als erwartet und wir sausten in den Unterzucker.

Ganz viel naschen und Absenken der BR auf 10Prozent ließ uns knapp 2 Stunden bei irgendwas um die 3,8mmol rumkrepeln. Dann nach 3-4 Stunden BÄM, kam der Zucker vom Naschen an und wir stiegen prompt auf stolze 18 mmol.

Woran liegt es, dass es so lange dauert bis Auffang-Kohlenhydrate die starke Wirkung des Insulins durchbrechen? (Also wenn man im Unterzucker ist)

Wie halte ich den mördermäßigen Anstieg wieder auf?

Dann über die ganze Nacht hinweg, haben wir uns von der 18mmol langsam wieder zur 7mmol geschlichen. Mittlerweile ist der heutige Tag. Dann zum Frühstück alles wie immer gegessen und abgegeben und schwupps wieder im Unterzucker gelandet. Wieder gegengenascht und BR gesenkt und wieder 2 Stunden am unteren Ende rumgeeiert.

Woher kommt dieses PingPong? Ist nach längerer Zeit am Hypobereich die insulinsensivität höher oder woran liegt es, dass sich das Muster jetzt so wiederholt?

Wir hatten das schon einige Male. Ist wie ein Schlingerkurs mit Auto auf glatter Straße. Kann ich das iwie vermeiden/aufhalten? Habt ihr Tipps?

Danke

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Wie durchbrechen wir den Hypo-Kreis? 21 Jul 2020 09:34 #114268

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So wie sich das aus deinen Schilderungen anhört, würde ich vermuten, dass die Essensfaktoren zu hoch sind. Fragt am Besten in eurer Dia-Ambulanz mal nach, wie weit ihr sie anpassen könnt.
Es ist nicht ratsam bis zum nächsten Arzttermin zu warten und es wird noch häufig vorkommen, dass man die Basalrate oder/ und die Faktoren ändern muss. Manchmal liegt es am Wetter, dann an den (Wachstums-) Hormonen, und kurz nach der Diagnose an der Honeymoonphase.

Es könnte bei niedrigen Essensfaktoren auch sein, das eine Zeit lang kein Insulin für die Mahlzeiten benötigt wird.

Meldet euch einfach kurz bei eurem Dia-Team und sprecht das durch.
Evtl. auch das Problem mit den Kathetern.
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Wie durchbrechen wir den Hypo-Kreis? 22 Jul 2020 11:22 #114288

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Huhu,
also erstmal: ruhig bleiben! Unsere Dia-Ärztin nennt das den "Fleischerhaken", weil die Kurve so aussieht :P . In einer Hypo werden zu viele BEs/KEs aufgenommen, aus Angst, der BZ rutscht noch tiefer. Und schwupps, rächt sich das dann in den Stunden danach.
Erstmal zum abendlichen Toben: bei uns ist das immer so, wenn Fabian vom Tisch aufsteht und toben geht - der UZ ist vorprogrammiert. Wenn er nach dem Abendessen etwas ruhiges spielt, ist alles in Ordnung! Die Theorie dahinter: das Insulin wirkt durch den "Sport" extrem und zusätzlich wird das Essen erst verzögert - nämlich in der nächsten Ruhephase - verdaut. Daher der extreme Anstieg nach ein paar Stunden gepaart mit schnellen BEs/KEs durch den UZ vorweg. Dazu kommt das Absenken der Basalrate, das sich auch erst verzögert auswirkt.
Bevor ihr den Essensfaktor anpasst, probiert es doch mal mit der Hälfte des Insulins und gebt den Rest, wenn ein deutlicher Anstieg zu beobachten ist. So machen wir das oft bei fettigem Essen, oder eben, wenn Toben auf dem Programm steht.
Ansonsten habt ihr es jetzt mit der Gewöhnung an den Sensor zu tun. Wie schön, dass ihr das Steigen und Fallen des BZs jetzt so toll nachverfolgen könnt :) ABER: das birgt auch die Gefahr, dass man zu schnell und zu viel reagiert. Die BEs kommen erst verzögert in der Kurve an. Da muss man schon mal 15-20 Minuten aushalten, dass der Pfeil immer noch nach unten zeigt. Zur Not blutig gegenmessen, ob sich schon etwas in die andere Richtung tut (aber dann bloß nicht kalibrieren B) ). Ihr werdet mit der Zeit die Erfahrung machen, wie viele BEs euren Kurzen vor einer Hypo bewahren. Man lernt auch Kurvenverläufe vorherzusagen. Das gelingt natürlich nicht immer....
Um aus dem Teufelskreis wieder raus zu kommen (bolen, Essen, bolen, essen) braucht es Geduld und Gelassenheit. Die Kurve muss sich im Wahrsten Sinne des Wortes erst wieder "beruhigen". Lieber mal einen Wert länger abwartem (natürlich nicht im UZ, wenn noch keine BEs gegeben wurden). Manchmal zeigt der Pfeil noch nach oben oder unten, aber die Kurve zeigt schon deutlich, dass ein Abfallen oder Ansteigen "abgefedert" wurde und sich die Richtung dann ändert.
Viel Erfolg! Viele Grüße,
Kirsten

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Letzte Änderung: von Leloo.

Wie durchbrechen wir den Hypo-Kreis? 01 Aug 2020 16:16 #114397

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Danke für eure Einblicke. Das lässt mich insgesamt ruhiger werden.

Prob. 1 ist, dass wir so oft mit Katheterverstopfungen zu tun haben. Das begünstigt die Kurven.

Prob. 2 ist, dass neue Katheter immer dazu führen, dass das Insulin zu gut wirkt (Hypo-Gefahr).

Prob. 3 ist die Höhe der KH-Faktoren.
@ 4You:
Danke, du hattesz Recht. Ich hab mal ganz vorsichtig ein wenig an den Faktoren geändert und siehe da, es wurde weniger mit dem PingPong.

@leloo:
Danke!! Das mit der aufgeschobenen Verdauung, weil Toben ist ein guter Hinweis gewesen.
Und das du sagst, man könne iwann Kurvenverläufe vorhersagen, beruhigt mich ungemein!!

Mittlerweile schaffen wir es die Schleuderfahrt nach 1-2 Tagen und nicht mehr erst nach 5-6 Tagen in den Griff zu kriegen. Das bestärkt mich.

Habt ein schönes Wochenende, ihr Lieben!!

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