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THEMA: Zuckerwert steigt nachts unerklärlich

Zuckerwert steigt nachts unerklärlich 02 Aug 2018 15:00 #109294

  • Westerwälder
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Hallo Romacel, Danke für die Informationen. Jedes Mosaikteilchen bringt uns dem Ziel etwas näher. Momentan geht die Tendenz zur dana. Ich werde dich wissen lassen, wie wir uns entschieden haben. Für euch viel Erfolg und eine gute Restwoche.

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Zuckerwert steigt nachts unerklärlich 04 Aug 2018 12:27 #109305

  • nieov
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Westerwälder schrieb: Hallo Mibi und Cheffchen,

Danke für eine Empfehlungen. Die Richtung ist eindeutig.
Jemand anderes hat es (wie ich finde) hervorragend formuliert:
"die nächtlichen Anstiege sind nicht bedenklich im Sinne von "Gefahr im Verzug". Sie sind schlicht und einfach
inakzeptabel, da mit sie mit geeigneter Therapie (Insulinpumpe) vermeiden kann. Als Diabetiker neigt man zu durchblutungsbedingten Folgeschäden und da ist jede BZ-Spitze über 160 ein weiteres Mosaiksteinchen.
(Im wahrsten Sinne des Wortes, weil diese Spitzen die Atherosklerose begünstigen. Und das selbst dann, wenn die Spitzen nicht lange genug bestehen, um auch im HbA1c aufzutauchen.)

Mit 14 hat man das Leben noch vor sich und da wird es noch tausende andere Mosaiksteinchen geben, die man nicht vermeiden kann. Der Mensch ist keine Maschine.
Daher schadet es nicht so früh wie möglich mit dem Vermeiden anzufangen.

Wir müssen also unseren Focus auf eine Pumpe legen ....


Ich möchte im Bezug auf die Aussage mal entgegenwerfen dass ich seine solche Aussage, wie oben zitiert, für ein wenig "gefährlich" halte und man schnell anfängt, zur "Geisel" der Werte zu werden.

Natürlich sind die individuellen, idealen BZ Werte erstrebenswert, keine Frage und das streitet auch keiner ab. Nur aber wenn man immer darum kämpft diese einzuhalten, versteift man sich schnell und verliert dadurch Lebensqualität.

Ihr seit ja ziemlich "frisch" dabei, sei Mai. Wir sind ebenfalls frisch dabei, seit Januar. Und wenn man sich viel, gerade im Internet beliest, sieht man doch eine ziemlich enge Fokussierung auf die Werte und eine stetige Angst vor den kommenden Nebenwirkungen. Ja auch nicht unberechtigt.
Jetzt erzähle ich aber warum ich das jetzt mittlerweile lockerer sehe:

Ich hab das "Glück" sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld ziemlich viele Diabetiker mit Typ I zu haben. Darunter sind Kinder und Jugendliche, als auch Erwachsene. Ich habe die Menschen erst war genommen, als wir selber mit der Diagnose unseres Kindes konfrontiert worden sind. Aber habe diese Vielzahl dieser unterschiedlichen Menschen dazu genutzt mir ein Meinungsbild zu machen. Und seit dem sehe ich die Begleitung unseres Kindes entspannter.
Ich sage bewusst Begleitung denn ich mag das Wort Krankheit nicht. Wir haben lange nach einem Wort gesucht umd das Wort "krank" zu ersetzen und waren erst bei "Herausforderung" und sind jetzt bei "Begleitung". Das nur am Rande.

Und anfänglich waren wir auch total überfordert von allem. Hinzu haben wir eine ziemlich schlechte, anfängliche Begleitung durch das Krankenhaus gehabt etc.
Aber ich habe dann nach uns nach mein Netzwerk interviewt. Hab ich jemanden mit einem Knopf am Arm gesehen habe ich gefragt ob wir uns unterhalten können.
Sah ich den Schlauch an der Hose, habe ich nachgefragt. Ich erzählte über das Thema, sagte jemand auch "meine Tochter - Sohn" auch, auch da habe ich mich informiert.
Und das Fazit daraus, es lässt sich gut mit dem Diabetes leben und optimale Werte lassen sich einfach nicht immer erreichen. Und man sollte sich nicht zur Geisel machen wenn es eine Zeit mal nicht gut läuft.

Ein ältere Kollege von mir habt den Diabetes jetzt seit um die 40 Jahre. Und Du kannst dir ja ausrechnen wir zu der Manifestation damals die Werte Ping Pong gespielt haben. Zu dem Zeitpunkt wurde eine Blutzuckerhöhe per Urin in einem Bereich "von bis" gemessen und die Theapie war ebenfalls bei weitem schlechter als sie heute ist.
Ich fragte in der Tat nach Nebenwirkungen durch schlechte Werte. Und ja, hat er. Er musste sich 1x die Augen lasern lassen.........und ehrlich, das finde ich nicht schlimm.
Wenn man jetzt weiter rumfragt und speziell im Netz buddelt, wird man sicher fündig von tausend Horrorstorys. Und man sieht sprichwörtlich den Teufel an der Wand. Die Frage ist, will man sich dem wirklich hingeben?

Ein weiteres Erlebnis war das Telefonat mit einer Leiterin einer Selbsthilfegruppe, die selber einen Teen mit Diabetes hat.
Als ich ihr von unseren Werten um die 200 und höher erzählte meinte sie nur..."warte auf die Pubertät, da hast du irgendwann vor 400 keine Schiss mehr".

Natürlich ist jeder hohe Wert ein Mosaikstein. Doch gerade bei Euch, die so früh dabei sind, als auch das "gefährliche" Alter deiner Tochter in der Pubertät, gibt es wirklich wichtigeres als Top Werte von Anfang an. Akzeptanz, Annahme, integration in den Alltag und psychische Annahme der Begleitung. Das "Normalwerden" dieser neuen Herausforderung.
Und ganz ehrlich, das ist doch so ein Wert Scheiß egal, die Baustellen liegen im Moment doch ganz woanders.

Wir sind jetzt, knapp nach 1/2 Jahr soweit, dass wir den Diabetes in unser Familie angenommen haben. Das wir wieder anfangen unser Leben zu leben. Das wir langsam verstehen, wie Lebensmittel funktionieren, welche Auswirkungen welches Insulin zu was für nem Zeitpunkt hat.
Zu diesem Zeitpunkt streben wir eine Reha an von der wir erhoffen, dass sie uns neue Erkenntnisse bringt und mehr Leichtigkeit.
Und danach streben wir eine Pumpe an, die eine weitere, neue Herausforderung wird. Denn die läuft ja auch nicht von alleine sondern will bedient werden. Da bin ich dann froh das ich bis dann die Spritzentherapie aus dem FF kann.

Übrigens, der Zielwert meiner Tochter ist im Moment bei uns 70-180. 160 ist bei uns ein Topwert. Den es früher oder später zu optimieren gilt.
Ansonsten, gerade für deinen Teen, zeig ihr diesen Channel und guck dir das selber an:
www.youtube.com/channel/UCitkyPDHz3W6zAC1uBBAzXA

Was mir noch einfällt bei eurem Wertepingpong in der Nacht, ggf. könnt ihr beim Abendessen optimieren?
Alles Gute für Euch!
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Letzte Änderung: von nieov.

Zuckerwert steigt nachts unerklärlich 04 Aug 2018 16:56 #109306

  • SandrineBlue
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Was ich auch nochmal gerne in den Raum werfe, ist dass, was ich in dem Alter abends / nachts immer gemacht habe: Essen.
Wenn Mama und Papa tagsüber meine Werte kontrolliert haben, habe ich eben nachts meine Süßigkeiten aus dem Versteck geholt ;) Hab ich natürlich nie zugegeben, auch wenn wir die Basalrate immer höher gesetzt haben.

Muss hier nicht so sein, könnte aber.

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Zuckerwert steigt nachts unerklärlich 04 Aug 2018 21:03 #109307

  • leseHexe
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Was ich kürzlich von einer Diabetes-Beraterin zu dem Thema gehört habe, passt vielleicht auch:
eigentlich berechnen wir ja Fett und Eiweiß in der Nahrung nicht extra fürs Insulin - aber es gibt wohl schon so was wie FPEs - und eben auch oft sehr zeitverzögerte Blutzuckeranstiege durch besonders fettreiches Essen - Pizza gilt wohl als die Königsdisziplin für so was.

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Zuckerwert steigt nachts unerklärlich 04 Aug 2018 22:29 #109308

  • Cheffchen
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Es gibt wohl sowas wie FPE ;o).
Berechne die mal zum Spass zum Abendessen ob dies zu einer relevanten Größe wird, das kann ja je nach Essen schon sein.
Zur Berechnung hilft vielleicht APP Diabook, hatte ich letzten glaube auch schon erwähnt, ich berechne es selten genau aber überschlagen tue ich das schon je nach Essen.
Ab 3 FPE tu ich das beim Insulin mit berücksichtigen, Das ist aber vielleicht auch ein gutes Thema beim nächsten Besuch bei Diafee.

Cheffchen

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Nächstes Treffen 24.11.18 Berlin Marzahn/Ahrensfelde mit Marshmallow verkostung ;o)

---
Suche aus/in Ost-Berlin Kids bzw. Eltern für vielleicht mal auf eine Diät Cola ;O).
Paradigm Veo 554 / CONTOUR NEXT LINK / Freestyle Libre / CareLinkPro 4.0C

Zuckerwert steigt nachts unerklärlich 06 Aug 2018 10:23 #109311

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Auch das wäre eine Erklärung, trifft aber (leider oder zum Glück) nicht zu. Danke für den Beitrag, jeder Hinweis ist nützlich.

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Zuckerwert steigt nachts unerklärlich 06 Aug 2018 10:24 #109312

  • Westerwälder
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Auch das mit den FPE ist bekannt... trotzdem Danke für den Hinweis, manchmal ist man ja schon betriebsblind ....

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Zuckerwert steigt nachts unerklärlich 17 Aug 2018 23:16 #109375

  • jsteller2015
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Hallo Gerold.,

Habt ihr vielleicht schon mal versucht den Spritzzeitpunkt zu verschieben? Wenn ihr etwas früher spritzt ist die Hauptwirkzeit des Insulin vielleicht zum Zeitpunkt wo es eher gebraucht wird und der Blutzucker sinkt dann auch später vielleicht nicht so stark ab...
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die noch vorhandene Eigeninsulinproduktion bei zu hohen BZ-Werten besonders stark angeregt wird und es dann häufig zu Unterzuckerungen gekommen ist. Außerdem wirft das in dem Moment die gesamte Basalrateneinstellung über den Haufen.

Viel Erfolg euch.
Liebe Grüße.
Veronika

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Zuckerwert steigt nachts unerklärlich 19 Aug 2018 15:04 #109390

  • Nadine S.
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Ich würde mal sagen, ein klassisches Problem von Wachstumshormonen in der Nacht! Wenn die Kids einschlafen, fängt der Körper nach einer gewissen Zeit an, Wachstumshormone zu bilden. Und diese benötigen Insulin! Eure Kids brauchen mit 14 Jahren vermutlich noch Einschlafinsulin, da sie die Wachstumsphase noch nicht überstanden haben. Unser Sohn ist 9 Jahre und wir geben allein nur für das Einschlafen 1,0 IE. Das er auch braucht! Allerdings ja, mit der Spritzentherapie ist das nur schwer zu händeln. Mit der Pumpentherapie ist das kein Problem. Am besten noch auf 2 Stunden verzögern....das ist meine Meinung und die meines Diabetologen! Kann allen, die wirklich was über Diabetes wissen wollen, das Buch "Die Logik meines Diabetes" nur empfehlen, da könnt ihr alles nachlesen....
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Zuckerwert steigt nachts unerklärlich 20 Aug 2018 12:26 #109402

  • Westerwälder
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Hallo Veronika,
Danke für den Hinweis. Das ist ein möglicher Ansatz. Es muss mit dem Eigenisnsulin zusammen hängen. Wir werden das probieren, es gibt ja nichts zu verlieren.
Momentan sind die Werte recht gut, weshalb wir momentan noch von einer Pumpe absehen. Die Umstände sind etwas anders als bei euch.
Euch auch viel Erfolg und eine gute Woche.
Liebe Grüße
Gerold

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