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Mein Sohn akzeptiert seine Diabetes nicht 17 Mär 2022 10:05 #117810

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  • Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
Hallo,

nun stecke ich ebenso in diesem Forum mit genau derselben Problematik wie so viele von uns.
Wie schaut es denn mittlerweile bei euch aus, haben euch die Tips und Ratschläge weitergeholfen oder eher ein langer Atem und viel Geduld?

Wir sind aus Leipzig, vielleicht findet sich jemand in seinem Alter, der ihm (mein Sohn 13) es anders als wir Erwachsene näher bringen kann.
Ich habe schon von Diabetespaten gehört, aber jener in unserer Nähe ist ebenso bereits in einem erwachsenem Alter.
Pumpe lehnt er ab, ins Camp fahren ebenso, bei einer Psychologin sind wir - ob er dorthin geht, ist auch immer Tageabhängig- Huckepack kann ich ihn schlecht nehmen 

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Ich hoffe auf eure Erfahrungen.
beste Grüße Marlen 

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Mein Sohn akzeptiert seine Diabetes nicht 17 Mär 2022 15:41 #117820

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Das größte Problem ist meistens die Pubertät. Zwar ist Sohnemann jetzt 16 und noch nicht ganz raus, aber die Phasen, in denen die „Kinder“ sich wieder wie normale Menschen verhalten werden länger 😉.
Uns hat es geholfen, dass er auf die Tslim, jetzt auch mit Control-IQ gewechselt ist und wir nicht mehr als Follower bei Dexcom angebunden sind. 
Es ist wichtig den Kindern eigene Entscheidungen zuzutrauen und trotzdem muss man durch die Phase zwischen 12 und 15 Jahren irgendwie durch. 
Dazu gehören leider auch zu hohe Werte und in unserem Fall ein einzelner HbA1c von 10,3. Danach kam Control-IQ und nun ist er immerhin bei 7,7. 
Darüber hat er sich beim letzten Kontrolltermin auch riesig gefreut.
Ich kontrolliere nicht mehr, ob er gebolt hat, jedoch passe ich seine Einstellungen hin und wieder an. 

Euch viel Erfolg und starke Nerven mit den Pubertieren

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Mein Sohn akzeptiert seine Diabetes nicht 17 Mär 2022 19:19 #117830

  • Gela
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Hallo,
ich habe mit 11 Jahren Diabetes bekommen (1976, also ewig her). Kinder registrieren auch in diesem Alter eine Menge, sind gute Beobachter und haben Ohren, die sehr gut hören. Ich empfand es als unerträglich, wenn in meinem Beisein über mich gesprochen wurde, bestimmt wurde. Außerdem begann ich schon früh damit, mich damit auseinander zu setzten, was mit mir passiert, sowohl körperlich als auch seelisch. Informiert euch doch mal über die Phasen, die Elisabeth Kübler Ross beschreibt, die jemanden ereilen, der die Diagnose einer schweren Krankheit, die alles verändert, bekommt. Emotionen löst dieses aus wie Schock, Auflehnung, Nicht-wahr-haben-wollen um nur diese zu nennen. Ich habe mich und meine Emotionen mit den Büchern besser verstanden… und hatte dann auch mehr Verständnis für mich…nur mal so als Tipp.

Alles Liebe euch 
Alles Liebe
Gela

Das Leben ist bunt, alle Farben

Dank meiner ständigen Begleitung seit September 1976 DiabetesPatin im Peiner Land, Silberner Zuckerwürfel am Band, Kreativlingin mit Kunst-und Mutmachprojekt für chronisch kranke Kinder

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Mein Sohn akzeptiert seine Diabetes nicht 17 Mär 2022 20:21 #117832

  • Lene80
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hallo Gela,

nur zu gut kenne ich jene Phasen und ich verstehe es vollkommen, gerade ich als Krankenschwester.
Heißt ja nicht das man beruflich agiert, sondern man ist in erster Linie Mutter-- Fachwissen hin oder her.
Es sind viele Dinge, welche gerade auf meinen Großen einstürmen, dies muss ich mir immer wieder bewusst machen.
Der Druck von aussen ist vor allem echt ätzend und alle meinen: " ihm muss es doch bewusst sein"

NEEE warum rauchen so viele Erwachsene oder konsumieren Alkohol und Drogen??!!!?
Damit hab ich sie dann letztendlich, denn genau jene sind es, welche es machen weil sie es wollen und weil sie es müssen!!

Auf jenes Gerede gebe ich garnichts, dennoch wünscht man sich manchmal mehr Rückhalt....tja, wer nicht das Feingefühl besitzt sich dort hinein zu versetzen, darf sich gern mit seinem Kram beschäftigen.

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