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THEMA: Vitaminen und andere Medikamente für DiaKids

Vitaminen und andere Medikamente für DiaKids 30 Apr 2017 12:42 #105091

  • mibi74
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Hallo nochmal,

jetzt hatte ich ja was zu veganer Ernährung geschrieben, und es wieder gelöscht, weil ich dann die Diskussion doch nicht weiter anheizen oder aufheizen will.

Ernährungsmodelle sind wie Politik, da werden die Gemüter erhitzt und die Waffen gewetzt und immer, immer finden sich Argumente und Gegenargumente.

Daher ist es besser wenn ich hier folgendes zum bedenken gebe, weil es ja um Vitamine und Ernährung geht:

Haben wir gerade ein Massensterben bei uns?
Sieht eigentlich nicht danach aus. Wir leben viel, viel länger, als es Menschen je getan haben. Wir leben länger gesünder, als es je Menschen getan haben.
Dass soviel Mangelerscheinungen aufgedeckt werden, liegt doch nur daran, dass überhaupt danach gesucht wird.
Und wer entscheidet ob ein Mangel vorliegt oder nicht? Wer entscheidet wo die Grenze liegt und wer was gesund und was krank macht? Das wurde irgendwann einmal festgelegt, von jemandem, dessen Motivation nicht vollkommen klar ist. Für uns nicht ersichtlich ist. Tat der Wissenschaftler es, weil er unabhängig war, oder weil er von irgendetwas beeinflusst wurde, wie bei der Sache mit dem Cholesterin oder die größte Studienfälschung der Neuzeit, ob Impfungen Autismus auslösen.

Nein, wir können das alles nicht überblicken. Dazu sind wir nicht in der Lage, weil das dermaßen Komplex ist. Wir können uns zusammenreimen, wie es sein könnte und müssen auf das hören, was uns Ärzte, die lange studiert haben, uns raten. Warum gehen wir denn in eine Praxis, um uns ärztlichen Rat zu holen, wenn wir nachher trotzdem tun, was Google sagt?

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Letzte Änderung: von mibi74.

Vitaminen und andere Medikamente für DiaKids 30 Apr 2017 13:12 #105092

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mibi74 schrieb: Nein, wir können das alles nicht überblicken. Dazu sind wir nicht in der Lage, weil das dermaßen Komplex ist. Wir können uns zusammenreimen, wie es sein könnte und müssen auf das hören, was uns Ärzte, die lange studiert haben, uns raten. Warum gehen wir denn in eine Praxis, um uns ärztlichen Rat zu holen, wenn wir nachher trotzdem tun, was Google sagt?


Das mit dem Überblicken ist in der Tat schwierig. Das medizinische Wissen hat inzwischen eine Halbwertszeit von fünf Jahren, hat mir ein Anästhesist mal gesagt. Es ist ja wirklich nicht so, dass in der Ärzteschaft einheitliche Meinungen vertreten werden. Und auch Google liefert alles und das jeweilige Gegenteil dazu. Wenn deine bisherigen Erfahrungen mit deinen Ärzten dich ihnen blind vertrauen lassen, schätze dich glücklich.

/Renate

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Vitaminen und andere Medikamente für DiaKids 30 Apr 2017 14:21 #105093

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renatek schrieb:

mibi74 schrieb: und müssen auf das hören, was uns Ärzte, die lange studiert haben, uns raten. Warum gehen wir denn in eine Praxis, um uns ärztlichen Rat zu holen, wenn wir nachher trotzdem tun, was Google sagt?

Wenn deine bisherigen Erfahrungen mit deinen Ärzten dich ihnen blind vertrauen lassen, schätze dich glücklich.


Mibi, dann hast du noch nie in einer scheinbar ausweglosen Situation gesteckt und dein Kind den Bach runter gehen sehen mit totalem Verfall. Ich meine jetzt nicht den Diabetes.
Das hat nichts mit Vitaminen oder sonstwelchen Nahrungsergänzungsmitteln zu tun, aber ich mag es trotzdem kurz erklären, eigentlich kennt ihr die Sache:

08/2015: Sina wird zunehmend müder
10/2015: Sina hat die vierte Mandelentzündung in Folge, ihre Fingelnägel brechen immer wieder komisch ab
11/2015: Es heißt, es ist Pfeifferisches Drüsenfieber, weil die Blutwerte dazu passen, mein Kind fehlt im November 3 Wochen in der Schule. Sie hat Unmengen an Haaren in der Hand wenn sie duschen war
12/2015: Aufraffung immer mal wieder für 2,3 Schulstunden. Zunehmend müde, sie spricht von Herzrasen
wegen des Herzrasens waren wir in der Notambulanz, man könne nichts tun bei Pfeiffferischem Drüsenfieber, das ist halt so und dauert. Aha.
01/2016: das Herzrasen wird mehr, sie sagt sie kann sich nicht mehr konzentrieren, ihr ist alles zuviel
wieder Notambulanz bei einer Herzrasattacke, tja, wer will raten? Geeeeenau, der Pfeiffer ... wieder drei Mandelentzündungen im Januar/Februar, sie fängt an, bis zu 12 Stunden durchzuschlafen, macht ihre Schultage nicht mehr voll mit, kommt nach Hause, geht ins Bett und schläft
02/2016: Überweisung zum Kardiologen, 24-h-EKG. Ergebnis: Sie hat Herzrasen immer wieder. Diagnose: Keine Ahnung.
Die Uniklinik testet die Schilddrüsenwerte, es sei alles im Rahmen.
03/2016: Ich habe eine Autoimmunerkrankung seit vielen Jahren. Mir hat 10 Jahre lang niemand zugehört, ich hatte damals sehr ähnliche Symptome wie Sina
04/2016: Ich frage in der Uniklinik nach einem Thyroxinversuch. Wir werden nur komisch angeguckt und es hieß "Also wenn ihr Kind mal zwei Jahre nicht wächst, dann schauen wir uns die SD genauer an". Aso.
Zwei Tage später haben wir einen Termin bei unserem Hausarzt. Er hört sich die Symptome und den Verlauf der letzten 8 Monate an. Sina geht aktuell nicht zur Schule weil sie fix und fertig ist. Ich frage ihn nach einem Thyroxinversuch. Er willigt ein und sagt, 6 Monate auf Probe mit regelmäßiger Kontrolle der SD-Werte. Er findet Sinas SD-Werte schon auffällig, würde aber noch keine Symptome vermuten. Wir starten mit Thyroxin. Nach 4 Wochen lebte mein Kind wieder. Alles war weg. Nach einer Woche merkte sie dass das Herzrasen weniger wurde. Dann alle paar Tage war irgendwas anderes besser. Sie schlief weniger, sie war insgesamt wacher, sie ging wieder zur Schule. In Woche 3 schaffte sie ganze Schultage. Der Haarausfall hörte allerdings erst so nach einem halben Jahr auf.
Ich weiß nicht, wo mein Kind gelandet wäre, wenn ich nicht durch eigene Erfahrung mit ingnoranten Medizinern so hartnäckig gewesen wäre.

Zum DM: Wir hatten ja wegen verschiedener Auffälligkeiten zwei Ärzte konsultiert. Es hieß, das ist alles Pubertät. 4 Monate später war mein Kind auf der Intensivstation mit einem Diabetes, einer fetten Ketoazidose und einem HbA1c von 15,8%. Zu dem Zeitpunkt der Arztkonsultationen vorher vertraute ich ihnen noch. Ich dachte wirklich, wir hätten die falsche Schulform gewählt und mein Kind ist den ganzen Anforderungen einfach nicht gewachsen. Dass das hinterher so lebensbedrohlich wurde, war mir damals bis zur Intensivstation überhaupt nicht klar. Und im Krankenhaus hieß es "Sie hat ja schon den typischen Hautausschlag, warum waren Sie eigentlich nicht beim Arzt vorher?" Tja ... der Hautausschlag wurde als gegeben hingenommen und als Pubertät abgestempelt, nachdem der Kinderarzt mit allen Allergietests ohne Ergebnis durch war und die Hautärztin sagte "es störe sie ja nicht, da warten wir mal ab".

All diese Mediziner haben sicherlich lange studiert. Keiner von ihnen hat auch nur ein kleines bisschen rausfinden wollen, was mit meinem Kind nicht stimmt, weder beim Diabetes, noch bei der Schilddrüse. Wärst du nach solchen Erfahrungen nicht auch extrem vorsichtig und würdest mal selbst nachforschen, wenn es dir oder deinem Kind wirklich nicht gut geht, obwohl man dir dauernd sagt, es ist alles ok, du aber weißt, dass das vorher anders war?

Das kann man nun übertragen auf was auch immer für Mangelzustände, es gibt ja auch Aufnahmestörungen von Vitaminen z.B., wenn im Darm was nicht stimmt. Und bei entsprechenden Symptomen kann man da doch mal nachforschen?

Ich mag aber auch nochmal kurz anmerken, dass ich nicht auf gut Glück ausprobieren würde, und wenn es "nur" Vitamine sind. Da müssen schon Symptome/Auffälligkeiten da sein, dass man in Richtung X forscht. Einfach nur so dieses oder jenes geben weils bestimmt hilft geht gar nicht.

Was ist eigentlich Kreon?

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Sina *1999, DM seit 12/2010, ICT mit Levemir und Novorapid

Vitaminen und andere Medikamente für DiaKids 30 Apr 2017 14:46 #105094

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Hallo renatek,

Natürlich sind die Ärzte unterschiedlicher Meinung. Bei 50 Menschen in einem Raum, wirst du keine 100 % Übereinstimmung finden, egal um welches Thema es geht.
Ehrlich, ich höre in meinen Praxisalltag einiges, was mir die Stirn in Falten wirft. Was jeglicher physikalischer oder chemischer Grundlage widerspricht. Aber wer bin ich, dass ich die Leute belehren könnte?!
Das habe ich schon mal geschrieben, jede These die aufgestellt wurde, bleibt solange bestehen, bis sie durch praktische Anwendungen bestätigt oder widerlegt wird. Es wurde festgestellt, dass Fehlbildungen bei Kindern durch die Folsäure gemindert wird. Es hat sich bestätigt. Verdient jemand daran. Na klar! Forschung ist nicht umsonst, und dient immer einen Zweck, der nicht edelmütig sein muss. Wer profitiert noch davon? Na die Kinder natürlich und deren Eltern. Dass das Leben nicht fair ist, also das muss mir keiner mehr sagen. Habe ich selbst zu spüren bekommen.

Nein, was mich stört, ist das die ganzen Errungenschaften unserer Zivilisation keinen Bestand mehr haben sollen. All das was die Generation vor uns getan hat, um dahin zu kommen wo unsere Medizin heute ist. Das hat doch einen Grund! Die haben das alles hervorgebracht. Was gibt uns das Recht, alles Infrage zu stellen, wenn das Gegenteil, was dem widersprechen würde, nicht bewiesen werden kann? Sollen wir die Folsäure absetzen und warten, ob die Fehlbildungen wieder zunehmen, nur um zu sehen, oh, war doch richtig, was die herausgefunden haben?
Nein, wir müssen dem was sich bewiesen hat, Vertrauen entgegenbringen und dem, was noch nicht bewiesen wurde, mit Skepsis begegnen.

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Vitaminen und andere Medikamente für DiaKids 30 Apr 2017 15:14 #105096

  • mibi74
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Liebe marielaurin,

ich habe schon in vielen Situationen mit meinen Kind gesteckt, wo ich am liebsten kopfüber aus dem Fenster gesprungen wäre. Nenne es einfach Glück, mein Sohn hat damit überlebt und sämtliche psychischen Schäden sind auch behoben worden. Was nicht nur den Ärzten, sondern auch mein Einsatz und mein Verdienst war! So eitel bin ich jetzt einfach mal. Aber was weiß ich, was in 4 Jahren oder was schon morgen passieren könnte.
Das Leben bleibt einfach unberechenbar.

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Vitaminen und andere Medikamente für DiaKids 29 Mai 2017 16:03 #105379

  • Bärin2017
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Mediziner raten inzwischen von der Gabe von NEM´s ab. Bei gesunder ausgewogener Ernährung sind die Kids ausreichend versorgt.

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