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Kühlung von insulin 19 Sep 2017 11:58 #106399

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Mit Lagerhaltung von KK übernommen Sachleistungen machst dich strafbar, das kann bis zur Streichung der Leistung gehen wenn KK oder Zuliefer das mit bekommt.

Wenn das alles aus eigener Tasche bezahlst ist das natürlich egal.

Cheffchen
Nächstes Treffen 26.11.22 verschoben auf 03.12.2022, Berlin Marzahn/Ahrensfelde

---
Suche aus/in/um Berlin Kids bzw. Eltern für vielleicht mal auf eine Diät Cola ;O).
tslim x2 CIQ / Dexcom BYODA / xDrip / Nightscout

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Kühlung von insulin 19 Sep 2017 21:40 #106403

  • EgonManhold
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Hallo,

auch im Katastrophenfall, braucht man keinen Insulinvorrat für 2 Jahre - oder länger.
Es kann natürlich mal zu Produktionsausfall einer Insulinsorte kommen. Allerdings gibt es zu (fast) allen Insulinen alternative Produkte anderer Hersteller.

Es gibt eine mir bekannte Studie aus den 1970er Jahren, in der eine Pharmafirma ihre damaligen eigenen Insuline unter verschiedensten Bedingungen über unterschiedliche Zeiträume gelagert hat; und dann untersucht hat, wie sich das Insulin verändert bzw. an Wirkung verloren hat.
Die Ergebnisse wurden nicht breit veröffentlicht, sondern lediglich in Fachkreisen diskutiert.

Grundsätzlich sollte man Insulin so lagern und verwenden, wie es in den Beipackzettel beschrieben ist. Nur dann besteht auch die Garantie, dass ein Insulin auch wie geplant wirken kann.

Gruß, Egon
Achtung: Mein Beitrag / meine Antwort ist meist nur eine Kurzfassung und kann daher i.d.R. nicht alle möglichen Aspekte zu dem jeweiligen Thema berücksichtigen.
Häufig geben meine Beiträge nicht meine persönliche Meinung wieder, sondern beruhen auf Tatsachen bzw. fachlich anerkannte Meinungen....

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Kühlung von insulin 20 Sep 2017 09:05 #106404

  • Lili
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Hallo joki,

Joki schrieb: Ein gewisser Vorrat kostet nur etwas Denkaufwand (Logistik).


Wenn es nur der Denkaufwand wäre. Unser Kinderarzt verschreibt 10 Ampullen Insulin pro Quartal, nicht mehr. Von der Diabetes-Ambulanz bekommt meine Tochter 2x/Quartal Insulin verschrieben. Mehr bezahlt auch unsere Kasse nicht. D.h. ich muss haushalten, bzw. wirklich zu Beginn eines neuen Quartals schnell zum Kinderarzt und ein Rezept holen.

Wenn meine Tochter unbegrenzt Insulin verschrieben bekäme, wäre die Frage, wo lagern, dann eher zweitrangig.


LG Lili

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Kühlung von insulin 20 Sep 2017 10:44 #106405

  • mibi74
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Hallo Joki!

Natürlich sollte ein kleiner Vorrat an Insulin da sein. In Kleinkindzeiten musste ich mir immer das Datum aufschreiben, wann ich die Flasche angebrochen hatte und schon, wegen der Verdünnung nach 27 Tagen wegwerfen. Mit den Jahren stiegt der Verbrauch. Eine "Flasche" Humalog reicht bei meinen Sohn(12) ca 3 bis 4 Wochen. Wenn im Kühlschrank noch 2 bis 3 Flaschen stehen, besorge ich mir schon früher ein Rezept. Ansonsten reicht der Vorrat bis zur nächsten Diabetessprechstunde.

Gehen wir Deine Bedenken mal der Reihe nach durch.
Wie wahrscheinlich ist ein Katastrophenfall? In erster Linie sind die Gebiete betroffen, wo die Umwelt schaden anrichten kann. Also Wohngebiete in der Nähe von Wasser, vor oder auf Bergen. Das haben wir bei uns in den letzten Jahren schon öfter erlebt. Wasser kommt schnell, richtet immensen Schaden an und die Zeit zum reagieren reicht oft nicht.
Bei Feuer, das muss ich so direkt sagen, wäre man ziemlich dämlich, wenn man erst zum Kühlschrank rennen würde, um das Insulin zu holen, als die Kinder aus den Kinderzimmern. Da zählt jede Sekunde. Bei einer Rauchvergiftung ist der Blutzuckerspiegel herzlich egal. Das Gleiche gilt wenn die Wassermassen anrücken. In eiskalten Wasser überlebt man nicht lange. Habe ich selbst schon erleben müssen, dass im Juni 4 Grad kaltes Wasser aus dem Keller der Oma zu schöpfen, verdammt eisig wird. Offene Schachtdeckel werden zur Todesfalle. Meine Kinder hatten für 2 Tage komplette Ausgangssperre.
Wer also in gefährdeten Gebieten wohnt, IST normalerweise auf so etwas eingestellt, weiß wie er sich zu verhalten hat und sorgt dafür vor. Wer im Hochwassergebiet wohnt, wird sein Schlafzimmer möglichst oben haben und nicht im Keller. Wer in den Bergen wohnt hat Streugut und Schneeketten da, sowie Vorrat, wenn die Straße mal wieder verschüttet ist.

Das erste, was Du tun kannst, um dich sicherer zu fühlen: Facebook und Co NICHT als etwas zu betrachten, was uns die reale Welt zeigt. Das ist nämlich die wirkliche Katastrophe die uns droht! Eine Geisel unseres Geistes. Dazu gehören auch einschlägige Zeitungen, die mit Katastrophenmeldungen ihr Geld verdienen.

Das Bundesamt hat diese Anleitung nicht ohne Grund verfasst und veröffentlicht und jeder muss schauen, was in seiner unmittelbaren Umgebung an realen Gefahren lauert. Es hat in Deutschland schon Zeiten gegeben, da war in vereinzelten Ortschaften der Strom für ein paar Tage weg.
Aber Monate? Falls das mal auf uns zukommen sollten, dann ist eh alles zu spät. Weil nach 3 Monaten ohne Strom, leben wir in einer anderen Welt. Sofern sich kein Atomkraftwerk in der Nähe befindet, denn dann ist sowieso Schluss mit jeglichen Leben.

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