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Kindeswohlgefährdung? In Kita 15 Jul 2022 22:23 #118667

  • AnNA_83
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    Neuling
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  • Geschlecht: Mädchen
  • Geburtsjahr: 2018
  • Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
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Hallo,

vor ein paar Monaten bekam die Kind unserer integrativen Kita die Diagnose Diabetes Typ 1. Das Kind hat eine Pumpe mit sensor und Handy zur BZ 'Überwachung'.
Das Team + Leitung entschied sich dafür das Kind weiter zu betreuen. Es gab eine Schulung und bei den meisten viel persönliches Engagement in der Freizeit.
Es wurde ein i Platz beantragt und ein Föderplan geschrieben.
In der ersten Zeit waren die Eltern zu den Mahlzeiten da. Diese brachten vorgekochtes essen zum Mittag mit. Dies wurde von dem Kind verweigert, sodass wir uns entschieden haben ihre Mahlzeiten zu wiegen und zu berechnen.
Grundsätzlich läuft es sehr gut. Die Eltern stehen uns jederzeit telefonisch zur Verfügung.
Allerdings gibt es eine Kollegin, die sich nicht ganz an die 'Regeln' hält:
Das Handy wird,  im Garten, an Schülerpraktikanten übergeben, damit das Signal nicht verloren geht. Trotz mehrfacher bitte, ist dies wiederholt aufgetreten.
An manchen Tagen wiegt sie die Mahlzeit nicht ab & berechnet 'pi x daumen'
Heute hat sie dem Kind, ohne Absprache mit den Eltern, ein Stück Kuchen von einer Abschiedsfeier, gegeben. Sie hat es nicht gewogen oder einen Bolus dazu gerechnet.
Da diese Kollegin oft nur bis kurz nach dem Mittagessen in der Kita ist, baden die restlichen Kollegen die katastrophalen Werte des Kindes aus.
Heute habe ich erneut das Gespräch mit ihr und am Nachmittag mit der Leitung gesucht, die sich nicht klar dazu geäußert hat.
Die Kollegin mein, sie wolle experimentieren. Doch bei Werten von 2,9 oder über 13 bin ich nicht mehr entspannt. Andere Kollegen auch nicht. Und, ich kann doch nicht mit einen Kind, das sich in meiner Obhut befindet experimentieren.
In meinen Augen gefährde ich mit so einem Verhalten die Gesundheit des Kindes.
Mir ist bewusst, dass Kindeswohlgefährdung ein starker Begriff ist. Wo fängt die Gefährdung in diesem Fall an? Ist es eine Gefährdung? Oder bin ich zu unentspannt? 
Vielen Dank für eure Kommentare.
Anna

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Kindeswohlgefährdung? In Kita 16 Jul 2022 00:03 #118668

  • Cheffchen
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  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Mädchen
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  • Therapieform: CSII + CGM (Zugelassenes Closed Loop Insulinpumpensystem mit Glukosesensor)
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Hallo @AnNA_83,

klares ja.
Im Prinzip hat die Kita Leitung ja auch ein Problem.
Die Eltern haben mit Erzieher und bestenfalls mit wissen der Leitung einer Vereinbarung, ob Schriftlich oder nur Abspreche ist da egal.
Da werden sie ja festgelegt haben, wie, was und wann gemacht werden muss, wie zb jedes Essen Wiegen bzw Kohlenhydrate so genau wie möglich festlegen un eingeben.
Dies wird ja ignoriert durch das pi x daumen, okay hohe Werte sind jetzt nicht akkut gefährlich aber sind auf dauer halt nicht gut für die entwicklung. Wenn aber Hypo hat und sich dabei verletzt, hat sie das ja besseres wissen provoziert und macht sich natürlich Strafbar, Körperverletzung.
Leitung ist da natürlich mit im Boot, wenn die das weis und nichts gegen macht.

Da solltest Leitung vielleicht noch mal drauf hinweisen.
Wenn sich alle an Absprachen halten und was passieren sollte, ist das kein Thema, selbst wenn Eltern dann frei drehen, dann hilft auch die Unfallkasse den Erziehen, so sieht das aber eher schlecht aus und schauffelt sich selber ein Grab.


Da mal ein kleines Beispiel was keine Kindeswohlgefährdung/Körperverletzung ist, wo aber immer alle schreien. Wenn ein Kind durch zb fehlberechnung oder falsch eingeschätzte aktivitäten in eine Hypo geht und unmächtig wird und jetzt nur RTW ruft und keine Notfallspritze gibt, alles IO.

Cheffchen
Nächstes Treffen 26.11.22 verschoben auf 03.12.2022, Berlin Marzahn/Ahrensfelde

---
Suche aus/in/um Berlin Kids bzw. Eltern für vielleicht mal auf eine Diät Cola ;O).
tslim x2 CIQ / Dexcom BYODA / xDrip / Nightscout

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Kindeswohlgefährdung? In Kita 16 Jul 2022 16:23 #118671

  • mibi74
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    Moderator
  • Beiträge: 1268

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2005
  • Therapieform: CSII + CGM (DIY Closed Loop Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
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Hallo Anna, beim Umgang mit der Erkrankung gibt es feste Regeln, an die man sich halten muss.
Trotzdem ist der Umgang nicht in Stein gemeißelt und was heute gilt, muss nicht in 3 Wochen gelten und in 2 Monaten kann man den Plan getrost über den Haufen werfen.

Meine Erfahrung ist: zuviel Köche verderben den Brei! 

Werden die Werte dokumentiert?

Ich habe für meine Begleitkinder angepasste Laufzeltel entworfen. Ganz individuelle, weil eins mit Pen spritzt und eins eine Pumpe trägt.

Die Zettel musste ich immer wieder anpassen, bis es so gut zu dokumentieren war, dass es ganz wenig Zeit dafür brauchte. Anfangs war es täglich ein neues Blatt, inzwischen reicht eine Wochenübersicht.
Es muss halt auch in den Alltag passen. 

Erst hatte nur ich das gemacht, aber nachdem die Lehrerin (2. Klasse) recht schnell gemerkt hatte, dass diese Form des Mehraufwandes durchaus auch Vorteile brachte, hatte sie in den Zeiten, wo ich nicht da war, allein eingetragen. Sie hatte nämlich gemerkt, dass es ihr half den Überblick zu bekommen und Rückschlüsse zu ziehen. 

Im Kindergarten kommen noch andere Kriterien ins Spiel.
Hatte das Kind viel Bewegung?
Bei mir kommt das auch oft vor,  dass etwas gratis geht, weil viel Bewegung im Spiel war. Oder ich etwas ausgetauscht hatte.

Aber ich schreibe alles ganz genau auf. Nicht nur um mich abzusichern, sondern auch weil es klarer 
wird, warum, was gewesen ist.

Damit genau so was nicht passiert.
Rede mit der Kollegin! 
Kommunikation ist der Schlüssel!
Ihr zieht zusammen am gleichen Strang und nicht in unterschiedliche Richtungen.

Mir scheint, ich werfe das jetzt mal in den Raum, dass ihr euch auch so nicht ganz grün seid. 

In der Schule habe ich es auch mit unterschiedlichen Charakteren zu tun. Manche wollen sich absolut gar nicht auf die Sache einlassen und sind alles andere als kooperativ. (Ja, das gibt's, aber sie waren dann auch ganz schnell weg.) 
Andere Lehrer sind mega korrekt und sobald das Wort Risiko durch ihren Kopf kreist, stehe ich allein da. Habe auch keine Chance mehr, sie ins Boot zu holen. Zumindest nicht sofort. Oder nicht in dem Tempo, wie es das Kind benötigen würde.
Das frustriert mich manchmal etwas, aber es gehört halt auch zu meinen Job dazu.

Ich muss nicht nur das Kind abholen, sondern auch die Lehrkräfte drum herum.
Und das kann dauern! 

Daher wäre, um die Sache hier zu entschärfen, ein freundliches Gespräch angesagt, wo man zum Beispiel vereinbart, wie im Krankenhaus, eine Übergabe zu machen.
 - Was war an dem Tag?
- Besonderheiten 
- Grad der Bewegung 
- Essen, höchster Wirkungsgrad vom Insulin nach dem Essen (falls das in den Zeitraum fällt)
- weitere geplante Aktivitäten
- andere Dinge, die wichtig sind

Und so ein Gedanke, den ich anmerken möchte: Es gibt viele Eltern, die keinen Kindergartenplatz wegen Ängste und Bedenken von Kindergärten bekommen. 
So eine Klage, oder die Androhung, sollte wohlüberlegt sein, denn sie kann unheimlich viel Schaden anrichten.

Ich hoffe, dass sich die Angelegenheit ohne Konflikt- und Kompetenzgerangel beseitigen lässt. Zum Wohl des Kindes. 

Liebe Grüße und gutes Gelingen

Michaela 


 

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