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THEMA: Kampf um Inklusion

Kampf um Inklusion 12 Jul 2017 21:35 #105821

  • Mainzel72
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    Schreiber
  • Beiträge: 45

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2009
  • Therapieform:
Am 13.07.2017 um 20.15 Uhr sendet zur Sache Rheinland Pfalz einen Beitrag über den Kampf um Inklusion in Mainz .
Seit April kämpfen wir um die Weitergenehmigung der Integrationskraft , ohne Erfolg.
Ein großer Dank geht an Herrn Rechtsanwalt Oliver Ebert , der zum Thema freundlicherweise ein Interview gegeben hat.
Es war in unseren Augen, die letzte Möglichkeit über die Medien auf dieses Thema und den Kampf aufmerksam zu machen.
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Kampf um Inklusion 13 Jul 2017 21:32 #105832

  • Juli
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    Moderator
  • Beiträge: 997

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Mädchen
  • Geburtsjahr: 1998
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Beitrag angeschaut ... und mein Verständnis hält sich leider in Grenzen - auch wenn ich mich damit jetzt in die Nesseln setze ... aber er macht mich sogar ein wenig sauer.

Wieso kann denn ein normaler Drittklässer, mit Insulinpumpe, der Zahlen lesen kann, keine Schule mehr besuchen, nur weil er Diabetes hat?

Ein Drittklässer kann alleine messen und auch einen BE-Wert in die Pumpe eingeben. Darüber hinaus gibt es doch jede Menge Unterstützungsmöglichkeiten durch Technik: Bolusrechner, CGM, Pumpen, die bei Hypo abschalten oder auch Nightscout, mit Werte auf dem Elternhandy, wir leben im Zeitalter von whatsapp.
Da brauchts doch keinen I-Helfer, um Traubenzucker zu geben - das bekommt der doch alleine hin.

Dieser Beitrag macht unser ganzes Predigen von "unsere Kinder sollen eine ganz normale Kindheit haben", "die können alles was gesunde Kinder auch können", "können alles mitmachen" ... zunichte.
Statt dessen wird Diabetes zu einer schlimmen Krankheit, mit der man nicht am normalen Alltag teilnehmen kann. Dann ist es ja kein Wunder, wenn Lehrer Panik bekommen. Für mich steht da die Angst der Eltern im Vordergrund und nicht die normale Entwicklung des Kindes.

Unserer Tochter hätte das nie und nimmer gewollt. Sie wollte immer nur ein ganz normales Kind sein und nicht weiter aus dem Rahmen fallen. Sie hätte niemals eine Sonderrolle, geschweige denn eine I-Kraft gewollt und sie hat ihren Diabetes schon immer alleine gemanagt. Ich weiß also, dass das gut geht und kenne viele, viele Beispiele, bei denen das überhaupt kein Thema ist.

Es gibt sicher Fälle, bei denen eine I-Kraft notwendig ist - dieser hier zählt für mich nicht dazu.
Am Ende des Weges müssen unsere Kinder zu jungen Menschen gereift sein, die ihren Diabetes annehmen und lebenslang selbst managen können. Dabei müssen wir sie begleiten, fördern und unterstützen ... und nicht das Managment statt dessen auf anderen Personen übertragen ...

Es wird viele andere Meinungen geben ... das ist meine! :)
Folgende Benutzer bedankten sich: SandrineBlue, Püschi

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Kampf um Inklusion 13 Jul 2017 23:13 #105833

  • Püschi
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    Junior Schreiber
  • Beiträge: 5

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  • Geschlecht: Mädchen
  • Geburtsjahr: 2010
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Ich teile deine Meinung!
Es wurde in diesem Beitrag dramatisiert, dass unsere Kinder ohne spezielles Betreuungspersonal keine Schule mehr besuchen können.
Ich finde es sehr überzogen und es schürt
doch zusätzlich Panik bei den Leuten die
täglich mit den Kids zutun haben.

Ja klar sind unsere Kids krank und benötigen
oft Hilfestellung, aber sie deswegen in Watte packen und nicht zur Selbstständigkeit erziehen?

Wir haben für die Schule einen Pflegedienst
der zwei mal am Tag kommt.
Wenn sie sich nicht gut fühlt dann gibt sie den Lehrern oder Erziehern Bescheid.
Falls es dann nötig ist werde ich angerufen
und sage was zutun ist.
Wir haben eine Vereinbarung, dass sie selber
die Pumpe im Notfall bedient und ein Erwachsener dann schaut, dass sie auch die richtige Zahl eingibt.

Ich denke das ein fast Drittklässler, dass auch
hin bekommt.
Meine Tochter wird in der 3. Klasse
niemanden mehr haben wollen der nur
wegen ihr in die Schule kommt!;)
Folgende Benutzer bedankten sich: Juli, SandrineBlue

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Kampf um Inklusion 14 Jul 2017 06:23 #105834

  • mibi74
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  • Beiträge: 772

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2005
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo zusammen!

Das war doch zu erwarten. Ein Beitrag muss so gebracht werden, sonst bewegt sich nichts! Wird nichts zur Kenntnis genommen und nicht drüber diskutiert.

Wir wollen doch, dass sich was ändert oder etwa doch nicht?
Unsere Kinder sollen weitestgehend normal aufwachsen. Sie sollen all das tun können, was andere Kinder auch tun. Sie können all das tun, was andere Kinder auch tun, doch in einer Sache muss ich widersprechen ...
Auch wenn der Diabetes nach einer gewissen Zeit eher nebensächlich wird, ist er doch da!
Unsere Kinder haben ihn und egal wie schön wir uns das reden, sie HABEN etwas, was sie benachteiligt.

Behindertenausweise, die für Kinder mit Diabetes beantragt werden, sind doch nicht ohne Grund auf 50% ausgestellt. Das ist doch nichts, was an der Marktbude erstanden wird. Und wer so einen Ausweis hat, der hat es sogar ganz hochoffiziell amtlich bestätigt, dass das Kind eine Behinderung hat. Und damit Anspruch auf Leistungen. Wozu sonst wird der Ausweis denn gestellt?

Mein Kind wird jetzt langsam flügge und kommt gut klar, doch ich darf nicht - und das ist der Fehler, der hier gemacht wird - von mir ausgehen.
Sondern die Kunst ist, persönliches auszublenden und nur die Person sehen, um die es geht.

Statt in den Rücken zu fallen und gleich mit ABER anzufangen sollten wir lieber dahinter stehen und sagen: Ja so isses!
Folgende Benutzer bedankten sich: Cheffchen, Kosima, Mainzel72

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Letzte Änderung: von mibi74.

Kampf um Inklusion 14 Jul 2017 07:04 #105835

  • mibi74
  • Mitglied
  • Moderator
    Moderator
  • Beiträge: 772

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2005
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Und was ich noch sagen wollte:

In der Politik haben viele Menschen unterschiedliche Ansichten. Sie einigen sich auf ein paar wichtige Themen und ziehen das geschlossen durch auch wenn der Einzelne das anders sehen mag.
Nur so kann man was bewegen!
Zusammen und mit einer Stimme.

Ansonsten brauchen wir uns nicht zu wundern, warum nach so vielen Jahren kaum eine Veränderung eingetreten ist.
Folgende Benutzer bedankten sich: Gottwalt, Mainzel72

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Kampf um Inklusion 14 Jul 2017 07:30 #105836

  • SuSanne36
  • Mitglied
  • Gold Schreiber
    Gold Schreiber
  • Beiträge: 126

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Mädchen
  • Geburtsjahr: 2009
  • Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
Ich schließe mich Mibi74 an.
Wir sollten nicht gegeneinander gehen. Denn wie ich schon an anderer Stelle gesagt habe, sollte es doch darum gehen, dass ein Gesetz aussagt, wenn Eltern diese Leistung für das eigene Kind beantragen, das sie diese auch ohne Rechtsstreit bekommen.

Pflegedienste betreuen oft keine Kinder, kommen nicht zu einer festen Uhrzeit und bleiben auch nicht bei dem Kind um eine Hypo zu behandeln.
Und außerdem ist es meine Meinung, dass wenn jemand in einen weißen Kittel in die Schule kommt ,macht es mein Kind noch mehr krank. ( Für die Fremdwahrnehmung)

Ich finde auch, jeder sollte das für sein Kind selber entscheiden, was er diesem Zutraut und schon Zumuten möchte.

Ob genug Vertrauen vorhanden ist, einem Lehrkörper die Pumpe bedienen zu lassen, denn gerade bei einer Pumpe passieren Fehler sehr schnell. Es sieht so leicht aus, es wird eine Leichtigkeit impliziert.
( bei meinem Kind wurden anstatt 3KE
3.00Einheiten ein- und abgegeben, das waren 2,10 Einheiten ZUVIEL!! Was meint ihr, was das Ende hätte sein können)

Ich denke wir sollten zusammen halten, uns unterstützen und zusammen für die selbe Sachen einstehen.
Wenn ein Kind in der Schule keine I-Kraft bekommt, weil es zu teuer ist, wird der gleiche Maßstab auch bei Kindergartenkindern angesetzt.
Außerdem soll doch nur der, der diese Leistung beantragt, diese auch ohne Rechtsstreit bekommen können.
Folgende Benutzer bedankten sich: IngaMarie, Mainzel72

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Letzte Änderung: von SuSanne36.

Kampf um Inklusion 14 Jul 2017 10:38 #105837

  • Mainzel72
  • Mitglied
  • Schreiber
    Schreiber
  • Beiträge: 45

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2009
  • Therapieform:
Urteile erst über einen Menschen , wenn du 100 Tage in seinen Schuhen gelaufen bist.

Den Beitrag hätte man auf eine Stunde ausweiten können, aber den Zeitrahmen hat man nicht.
Herr Colic hat das Super gemacht.

Es geht um Fakten und nicht darum , ob und was ein Kind kann oder ob und was die Eltern Ihrem Kind zutrauen.

Zum Verständnis :
Maxi hat seit 3 Jahren Diabetes, seit einem Jahr Zöliakie und seit Januar Fructoseintolleranz.
Als er Diabetes bekam sagte der Kindergarten, kein Problem, wir lassen uns schulen. Als es soweit war lehnten sie die Verantwortung ab. Es wurde eine Ikraft beantragt und genehmigt. Diese wechselte auch mit in die Schule.
Zum neuen Schuljahr lehnt die Stadt bei allen , ausnahmslos allen Anträgen ab, egal welches Alter , auch im Kindergarten.

Maxi hat außerdem eine Hypowahrnehmungsstörung und eine Störung der Feinmotorik. Er ist nicht immer in der Lage , auch bei normalen Blutzucker sich selbst zu messen.
Seine Lehrerin hatte ihn auch in den ersten beiden Jahren und auch sie lehnt die Verantwortung nicht ohne Grund ab.

Ich war von Anfang bemüht ihn alters und entwicklungsentsprechend in seine Erkrankung zu unterstützen und seine Selbständigkeit zu fördern.
Im Januar waren wir 4 Wochen in der Rehaklinik in Gaißach, um auch da die Selbständigkeit zu fördern und mehr Stabilität in seinen Blutzuckerverlauf zu bekommen. Ich habe im Monat 2 Nächte in der das CGM mal nicht alarmiert und ich reagieren muß. Trotz CGM teilte mir die Ärztin mit , dass Maxi zu den sehr wenigen gehört , die nicht besser einzustellen sind. Wir müssen sehr viel mit temporärer Basalrate arbeiten, um ihn einigermaßen stabil zu halten.
Rehaklinik, Diabetologin und Kinderarzt sagen alle, das er dies nicht alleine machen kann und soll, weil er damit überfordert wäre und es nicht leisten kann. Diese Atteste interessieren niemand. Es wird nicht auf Maxis Problematik eingegangen und alle Eltern in Mainz haben das gleiche Ablehnungschreiben erhalten. In unserem stand sogar Tochter !!! und nicht Sohn.
Ich bin der Meinung, dass er zumindest in der 3. Klasse die Unterstützung braucht, damit er ganz normal dem Unterrichtsgeschehen folgen kann und an allem teilnehmen.
Inklusion kann auch bedeuten, dass jemand da ist , der unterstützt und eingreift, wenn es notwendig ist und sich ansonsten zurückzieht .
Wenn Eltern einen Antrag stellen, wird es Gründe dafür geben und dann sollten sie nicht kämpfen müssen.
Man sollte die Lehrerschulungen fördern, aber sie nicht dazu zwingen.
Da , wo es ohne klappt , umso besser, aber das Glück hat eben nicht jeder.

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Kampf um Inklusion 14 Jul 2017 11:01 #105838

  • feuerblume
  • Junior Schreiber
    Junior Schreiber
  • Beiträge: 5

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2009
  • Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
Stimme dir voll und ganz zu, es gibt solche und solche Kinder, die einen packen es mit der Diabetes die anderen sind zögerlich und müssen mehr angehalten werden. Wenn mein Kund allein auf dem Schulhof steht und keine Lehrer weit und breit zur Verfügung steht, bekommt er mit seinen zittrigen Händchen kein Traubenzucker auf, es tut sich endlich was, seit doch froh, dass das Thema angesprochen wird in den Medien. Die Kinder brauchen Unterstützung, ohne wenn und aber, nicht die Kinder im Regen stehen lassen, sie sollen ihre Diabetes annehmen lernen und nicht verfluchen.
Folgende Benutzer bedankten sich: Mainzel72

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Kampf um Inklusion 14 Jul 2017 11:05 #105839

  • mibi74
  • Mitglied
  • Moderator
    Moderator
  • Beiträge: 772

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2005
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo Mainzel72!

Da kann man nur hoffen, dass sich etwas bewegt. Dazu gehört schon eine Menge Mut - muss ich hier mal so schreiben - sich in die Öffentlichkeit wagen und sich in sein Leben gucken lassen. Wie du schriebst, steht ja nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung und der Diabetes ist nun mal eine Erkrankung, die wahnsinnig kompliziert und nicht in 10 Minuten erklärbar ist.

Ich drücke Euch für das nächste Schuljahr ganz doll die Daumen!
Folgende Benutzer bedankten sich: Mainzel72

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Kampf um Inklusion 14 Jul 2017 14:47 #105840

  • Juli
  • Mitglied
  • Moderator
    Moderator
  • Beiträge: 997

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Mädchen
  • Geburtsjahr: 1998
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Ich bin nicht der Meinung, dass man pauschal Kindern mit einem Integrationshelfer etwas Gutes tut. Es ist nun mal nicht "normal" einen "Aufpasser" mit in die Schule zu bekommen und deshalb werde ich das auch nicht pauschal unterstützen. Ich bin ja - Gott sei Dank - auch kein Politiker! Und ich bin auch großer Fan davon, verschiedene Meinungen zu diskutieren, denn nur so erhält man neue Impulse und Sichtweisen und kann wachsen. Da bin ich einfach anders gestrickt und unterstütze nicht Dinge, von denen ich nicht überzeugt bin. Und ich beginne Sätze sehr gern mit "Aber".

Liebe Bettina, dein Post rückt den TV-Beitrag nochmal ein wenig in ein anderes Licht. Aber dann war der Beitrag ja noch schlechter. Wenn dein Kind noch mehr Beeinträchtigungen hat, warum wurden die denn mit keinem Wort erwähnt? Statt dessen ist der Eindruck entstanden ein 9-jähriger Diabetiker kann nicht allein am normalen Unterricht teilnehmen.

Das ist doch für die, bei denen es gut funktioniert, ein Schlag ins Gesicht. Meinst du nicht, dass deren Lehrer sich jetzt auf einmal auch Gedanken machen, dass sie das vielleicht gar nicht verantworten könnten?
Folgende Benutzer bedankten sich: SandrineBlue, Püschi

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