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THEMA: Schulbegleitung bei privaten KV

Schulbegleitung bei privaten KV 01 Jul 2017 14:47 #105729

  • Juli
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Mama von Sophie, bleib gelassen! Auch wenn das jetzt leicht gesagt ist.
Es herrscht Schulpflicht in Deutschland und die MÜSSEN deine Tochter betreuen. Also müssen Wege gefunden werden ... auch ohne Schulbegleiter. Denn Fakt ist: Deine Tochter wird in 8 Wochen zur Schule gehen.
Trägt sie eine Pumpe? Benutzt ihr einen Bolusrechner? Dann muss ihr "nur" jemand helfen, das dort richtig einzugeben. Und ein Schulbegleiter, der keine Ahnung von Dia hat, hilft deiner Tochter auch nicht weiter ... höchstens der Schule als zusätzliches Personal.

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Schulbegleitung bei privaten KV 07 Jul 2017 11:48 #105775

  • Mama von Sophia
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Wir haben die Schulbegleitung von der KV genehmigt bekommen! Damit hätte ich so schnell nicht gerechnet.
Ich freue mich sehr über die Zusage.
Allerdings freue ich mich nicht über die Lösung. Die Idee, dass da ständig jemand hinter meinem Kind herrennt erscheint mir eigenartig und auch etwas überzogen.
Aber gut, zumindest fühlt sich jetzt jemand verantwortlich. Meine Hoffnung liegt darin, dass die Schule es dann doch recht zügig selber übernehmen wird?!!

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Letzte Änderung: von Mama von Sophia.

Schulbegleitung bei privaten KV 07 Jul 2017 12:55 #105777

  • mibi74
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Hallo Mama von Sophia!

So ist das nicht, wie du dir das vorstellst. :P Zumindest sollte es das nicht sein. Leider besteht oft der Irrglaube, dass den Kindern da was aufgebürdet wird, was du als überzogen schilderst.

Du hast einen Ansprechpartner. Dein Kind hat einen Ansprechpartner. Dein Kind hat jemanden, der sich mit dem Diabetes auskennt und da hilft, wo es NOCH Hilfe benötigt. Und dann ist das Ziel, in dem Tempo des Kindes loszulassen, bis es den normalen Schulalltag ohne packt.

So war das bei uns. In der 1. Klasse hat mein Kind noch die volle Unterstützung gebraucht und das wurde von Schuljahr zu Schuljahr immer weniger. In der 4. Klasse war die I-Kraft nur noch da, um einzugreifen, wenn mein Sohn daneben lag. In der 5. Klasse nur noch für den Sportunterricht und bis Jahresanfang bei den Ausflügen.
Nächstes Jahr ist Schluss. Mein Kind ist nun soweit und regelt den Schulalltag seit dem Frühjahr komplett allein, was bedeutet, dass er tageweise 8 bis 10 Stunden auf sich gestellt ist. Und das klappt auch recht gut. Und wenn es mal nicht so läuft, ja mein Gott, dann ist das halt mal so. Neuer Tag, neuer Versuch. Das ist ganz typisch für sein Alter.

Aber das kann man von einen 6 - 9 Jahre alten Kind unmöglich verlangen. Den Kindern wird, weil es oft auch gar nicht anders geht, viel zu viel zugemutet.

Also freue dich über diesen Luxus. Dir wurde etwas geschenkt, was andere Kinder bräuchten, aber die Ämter sich querstellen und Eltern, wie Asterix und Obelix mit den Passierschein A38 behandelt werden. Falls du das nicht kennst, guck mal bei YouTube. ;)

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Letzte Änderung: von mibi74.

Schulbegleitung bei privaten KV 07 Jul 2017 16:13 #105778

  • Sheila
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Hallo,
das ist doch super. Schön, so etwas auch mal zu lesen.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du die Schulbegleitung selbst (mit-)aussuchen kannst, bzw. dass sie Dir vorher vorgestellt wird.
Achte unbedingt darauf, dass ihr Euch sympathisch seid, dass Du Dir vorstellen kannst, dass sie Dein Kind den ganzen Schultag begleitet und das auch so umsetzt wie Du es Dir vorstellst, bzw. dass sie bereit ist, dazuzulernen und Deine Vorstellungen umzusetzen.
Wenn Du das Gefühl hast, dass die Person nicht die richtige ist, sprich das lieber gleich an und warte nicht bis später.
Wenn die Person gut ist und ihren Job versteht, dann springt sie nicht ständig hinter Deiner Tochter hinterher, sondern unterstützt nur da, wo es nötig ist und hält sich ansonsten im Hintergrund.
Die Schulbegleitung muss auch nicht direkt bei Deinem Kind sitzen (sondern es nur im "Auge" haben), oftmals helfen die Schulbegleitungen auch anderen Kindern im Unterricht, es fällt dann im besten Fall gar nicht auf, dass Dein Kind eine Sonderrolle hat.
Gerade wenn alle Kinder aus dem Kindergarten kommen, kennen sie es, dass meistens zwei Erzieherinnen in der Gruppe sind. Anders wird es dann in Eurer Schulklasse auch nicht sein.

Ach ja, mein Eindruck ist: Sofern eine Schulbegleitung einmal da war, ist es schwierig, den Lehrern die Aufgabe "aufzulegen", da sie 1. denken, dass es eine schwierige Krankheit ist, für die es ja sogar eine Schulbegleitung gibt und für die sie dann keine Verantwortung übernehmen wollen und 2. sich gar nicht mehr darum kümmern, weil sie hier eben auch von Anfang an die Verantwortung an die Schulbegleitung komplett abgeben (können).
Als bei uns die Schulbegleitung "weggefallen" ist, gab es auch erst mal "Stress" mit den Lehrern.

Viel Erfolg.
Liebe Grüße

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Letzte Änderung: von Sheila.

Schulbegleitung bei privaten KV 07 Jul 2017 20:42 #105784

  • AlexMo
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@Mibi:

Aber das kann man von einen 6 - 9 Jahre alten Kind unmöglich verlangen. Den Kindern wird, weil es oft auch gar nicht anders geht, viel zu viel zugemutet.


Ich denke, das sollte man so nicht verallgemeinern: Moritz hatte eine Woche vor seinem siebten Geburtstag Manifestation, er war dann noch drei Monate im 1. Schuljahr. Er "WOLLTE AUF KEINEN FALL" irgendjemanden, der für ihn in der Schule (ständig oder auch nicht ständig) für ihn vor Ort ist; selbst als ich eine Woche in der Schule mehr oder weniger greifbar war, wollte er es danach auch allein versuchen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass die Grundschullehrer sehr entgegen kommend waren und ihn insbesondere im 1. Jahr gut im Auge hatten und ihn immer zum Messen aufgefordert haben. Beim Sport habe ich in den ersten Wochen auf Abruf bereit gestanden. Ab dem zweiten Jahr ging dann auch Schwimmen los, wöchentlich zwei Stunden: Dafür hätte ich sehr gerne eine zusätzliche Aufsicht für ihn gehabt, doch auch hier wollte es Moritz nicht und da der Klassenlehrer auch gleichzeitig Schwimmen unterrichtet hat, hat er uns zwar beruhigt, aber wir haben dann versucht, dass einer von uns beiden Elternteilen außerhalb der Schwimmhalle in der Cafeteria war.
Vielleicht wäre es mit einer I-Kraft oder einer Pflegekraft für uns einfacher gewesen, so war ich auch beim ersten Wandertag oder den Bundesjugendspielen dabei. An meiner Stundenreduzierung hätte es aber nichts geändert, die habe ich aufgrund unserer Nächte sowieso beantragt... Daher wäre ich also auch ganz gut erreichbar gewesen.
In der Grundschulzeit musste ich allerdings nur ca. fünfmal außerplanmäßig dort erscheinen, weil Mo sehr hohe oder niedrige Werte hatte.

So ist Moritz im Umgang mit seinem Diabetes schon recht früh selbständig geworden, er wollte ja auch alleine auf Geburtstagsfeiern, zu Freunden zum Spielen oder ins Fußballtraining.

Abschließend muss ich sagen, im Vergleich zu jetzt (nach zwei Jahren Gymnasium und einsetzender Pupertät) war Moritz in der Grundschule echt gewissenhafter, was das BZ-Messen und Bolusabgeben angeht, auch wenn bestimmt nicht alles super lief und er es auch dieser Zeit hin und wieder vergessen hat. :silly:

Also, es geht auch ohne "Betreuungskräfte" , ist aber ganz sicher vom Kind und dem Umfeld, zB den Lehrern, abhängig.

LG Alex

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Alexandra mit Moritz *04/2005, Diabetes Typ 1 seit 04/2012,
Insulin Novorapid, Medtronic 640G (seit 09/2016); CGM (seit Nov 2017)

Schulbegleitung bei privaten KV 07 Jul 2017 22:46 #105789

  • mibi74
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Das hat nichts mit Verallgemeinerung zu tun.

Fakt ist, dass ein Kind verlässlich im 100er Zahlenraum Plus- und Minusrechnen können muss. Welcher Erstklässler kann das schon? Kann der auch schon Kommarechnen? Oder weiß der was 0,5 bedeutet? Und was ergibt das, wenn man das x 3 nimmt?

Würden wir Erstklässler solche Aufgaben stellen, dann wären damit bestimmt alle überfordert.
Denk doch mal an den Grundschullehrplan zurück, was wann erlernt wird.
Erst kommt Lesen lernen und rechnen im 10er Bereich.
Ende der 2. Klasse kommen sie zur 100 und am Ende der 3. Klasse rechnen sie bis 1000 und höher. Das 1x1 wird auch erst in der 2. Klasse begonnen. Sicher sitzen muss es in der 3. Klasse.

Den Sport und Schwimmunterricht sehe ich weniger problematischer als das Mittagessen. Da Kinder heute noch viel länger zur Schule gehen, ist das ein Umstand, wo oft Hilfe benötigt wird. Wo Kinder mit Diabetes überfordert werden. Wir reden also nicht von gechillten 4 Stunden Unterricht in einer normalen Schule. (10 Uhr Frühstück, 12 Uhr geht's Heim) Also das ist wirklich locker flockig nach kurzer Zeit hinzubekommen.

Sondern von 7 bis 8 Stunden. Das ist viel zu lang.

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Letzte Änderung: von mibi74.

Schulbegleitung bei privaten KV 07 Jul 2017 23:08 #105790

  • Sheila
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AlexMo schrieb:
Also, es geht auch ohne "Betreuungskräfte" , ist aber ganz sicher vom Kind und dem Umfeld, zB den Lehrern, abhängig.

LG Alex


Das glaube ich auch. Dennoch hatte ich persönlich auch ein besseres Gefühl mit einer Schulbegleitung als mein sehr schüchternes Kind, das vor Fremden kaum reden konnte, vom "behüteteren" Kindergarten in die Schule gewechselt ist. Dieser Übergang ist manchmal nicht so einfach und auch uns haben die Diabetologen gesagt, dass die Verantwortung für einen gerade 6-Jährigen zu groß ist.

Die Schulbegleitung wurde uns zuerst für das erste Schulhalbjahr bewilligt und dann noch einmal ein weiteres Jahr. Danach, also seit dem 2. Halbjahr zweite Klasse, war die Schulbegleitung weg. Seitdem macht mein Kind alles alleine. Die Lehrerin erinnert ihn nur unregelmäßig, sie vergißt es - laut ihrer eigenen Aussage - ständig. Im Libre-Lesegerät, das er im Bauchgurt trägt, haben wir zu bestimmten Zeiten Vibrationsalarm eingestellt, dann misst er und handelt entsprechend (er kennt den Zettel, was er bei welchem Wert zu tun hat, auswendig).
Alles klappt bei uns seitdem besser (die Schulbegleitung war bei uns aber auch einfach die falsche Person), er geht auch 2x die Woche bis 16 Uhr, mit Mittagessen abwiegen (da unterstützt ihn aber eine Küchenhilfe). Selbst das Schulschwimmen klappt nach Anfangsschwierigkeiten, die aber auch noch von der Schulbegleitung getriggert waren.

Ab der 3. Klasse bekommt er eine neue Klassenlehrerin und weitere andere Lehrer, mal sehen, wie die den Diabetes "aufnehmen". Sorgen mache ich mir auch eher wegen der Pubertät, denn so zuverlässig wie mein Kind jetzt gerade ist, wird es wahrscheinlich nicht bleiben.

Aber jedes Kind ist anders und braucht andere Unterstützung und auch jede Schule reagiert / unterstützt anders. Eine Schulbegleitung ist auch nur dann eine Hilfe, wenn es die richtige Person ist.
Wenn aber eine Schulbegleitung genehmigt ist, dann sehe ich das positiv. Beenden, wenn das Kind es nicht mehr benötigt, kann man dann immer noch.

Liebe Grüße
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Schulbegleitung bei privaten KV 07 Jul 2017 23:27 #105791

  • Sheila
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mibi74 schrieb: Fakt ist, dass ein Kind verlässlich im 100er Zahlenraum Plus- und Minusrechnen können muss. Welcher Erstklässler kann das schon? Kann der auch schon Kommarechnen? Oder weiß der was 0,5 bedeutet? Und was ergibt das, wenn man das x 3 nimmt?

Würden wir Erstklässler solche Aufgaben stellen, dann wären damit bestimmt alle überfordert.


Das ist auch eine Verallgemeinerung.
Es gibt Kinder, die auch in der 1. Klasse schon bis 100 und in 0,5 Schritten rechnen können und die alle Zahlen kennen, in denen sich der Blutzucker bewegen kann, kennen (kann man übrigens auch toll mit Punkt-für Punkt-Zeichnen- Büchern üben) - auch wenn das nicht im Lehrplan steht. Sicherlich können das nicht alle Kinder, aber es gibt Kinder, die das können.

Ich hatte eher Sorgen, weil mein Kind anfangs nicht lesen konnte (hat er aber auch ganz schnell gelernt zum Glück), damit er den Anweisungszettel, was er wann zu tun hat, lesen konnte. Und ich hatte viel mehr Sorge, dass er sich aus Angst und Schüchternheit nicht bemerkbar macht, wenn er unterzuckert.
Es gibt den Bolusrechner in der Pumpe und den nutzen wir und dem vertrauen wir auch.
Es gibt auch Kinder, die ganz schnell raus haben, wieviel 3, 4 oder 5 KE Nudeln oder Kartoffeln wiegen. Und ja, mein Kind schätzt auch Essen, wenn es sein muss und es passt meistens (ok, die Lasagne letztens hat nicht so gut gepasst).

Deswegen ist es schwierig, es zu verallgemeinern. Ich wollte mein Kind auch nicht überfordern mit der zusätzlichen, (schwerwiegenden) Aufgabe, aber er macht es alleine sooo viel besser als mit Schulbegleitung (die übrigens nicht die KEs auf einer Verpackung berechnen konnte, sondern alles meinem Kind immer mit nach Hause gegeben hat, seit die nicht mehr da ist, kann er endlich auch mitessen, wenn etwas ausgeteilt wird). Und er macht es noch gerne und fühlt sich tatsächlich - u.a. wegen dem Grund mit dem Essen - nicht mehr so eingeschränkt.
Deswegen: für mich steht und fällt es auch mit der Person der Schulbegleitung.

Liebe Grüße
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Schulbegleitung bei privaten KV 08 Jul 2017 09:53 #105794

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@mibi:

Fakt ist, dass ein Kind verlässlich im 100er Zahlenraum Plus- und Minusrechnen können muss. Welcher Erstklässler kann das schon? Kann der auch schon Kommarechnen? Oder weiß der was 0,5 bedeutet? Und was ergibt das, wenn man das x 3 nimmt?


Ich kann hier nur von Moritz sprechen, aber - wie gesagt - er war "schon" fast am Ende des ersten Schuljahres: Im Grunde musste er nicht groß im Hunderterbereich (Be-)Rechnen, da er auch von Beginn an den Bolusrechner genutzt hat; sein BZ-Messgerät hat seine Werte direkt auf die Pumpe übertragen, so dass er ggf. eine eventuelle Korrektur bestätigen musste. Ende des ersten Schuljahres konnte er auf jeden Fall unterscheiden, ob sein Wert jenseits von 150 oder zB unter 100 liegt. Auf dem Pult klebte ein Zettel, wie viele KE zB zu nehmen sind, wenn er niedrig war.
Was das Essen betrifft, so wusste er auch, dass eine halbe KE mit 0,5 abgegeben wird. Zugegeben, er hat in der Grundschule nie zu Mittag gegessen, da das dort nicht angeboten wurde; es handelte sich um eine sog. "betreute Grundschule", d.h. er hatte immer zur ersten Stunde und mind. bis nach der 5. meist bis nach der 6. Stunde; an drei Tagen war er dann noch bis 13:30 Uhr in der Betreuung.
Daher spreche ich auch nicht von "gechillten vier Schulstunden".

Sehr viel schwieriger wäre es ohne die Pumpe mit der genutzten Funktion des Bolusrechners gewesen, denn mal eben einen Faktor von 0,25 mit 3,5 KEs zu multiplizieren hätte er sicher auch nicht geschafft.

Zuhause haben wir aber immer wieder auch mal KEs und Faktoren multipliziert, um es zu üben.

Übrigens hatten uns bei unserem KH-Aufenthalt weder der Arzt noch die Diabetesassistentinnen darauf aufmerksam gemacht, dass wir eine Pflegekraft oder einen Integrationshelfer beantragen könnten. Irgendwie war das dort nie Thema. Ich habe erst hier im Forum davon gelesen und bei einem der nächsten Ambulanztermine den Arzt darauf angesprochen; er hatte uns dann gefragt, warum wir das wollten, da Moritz schon recht selbständig mit seinem Diabetes umgehe. Dessen Antwort war dann, dass er (Mo) es ja auch gar nicht wolle...

Daher denke ich eben, dass es situationsabhängig ist, eine Schulbegleitung zu beantragen, unabhängig davon, ob man einen Anspruch darauf hat oder nicht. Und bei den vielen tausend Mitgliedern hier im Forum wird es viele ganz unterschiedliche Situationen und Gründe geben, die für oder gegen eine Grundschulbegleitung sprechen.

LG Alex

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Alexandra mit Moritz *04/2005, Diabetes Typ 1 seit 04/2012,
Insulin Novorapid, Medtronic 640G (seit 09/2016); CGM (seit Nov 2017)

Schulbegleitung bei privaten KV 08 Jul 2017 10:08 #105795

  • AlexMo
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@Sheila:

Dennoch hatte ich persönlich auch ein besseres Gefühl mit einer Schulbegleitung als mein sehr schüchternes Kind, das vor Fremden kaum reden konnte, vom "behüteteren" Kindergarten in die Schule gewechselt ist. Dieser Übergang ist manchmal nicht so einfach und auch uns haben die Diabetologen gesagt, dass die Verantwortung für einen gerade 6-Jährigen zu groß ist.


Für Kinder, die bereits vom Kindergarten mit Diabetes in die Grundschule wechseln, stelle ich mir eine Schulbegleitung in der Tat auch sehr sinnvoll und hoffentlich auch hilfreich vor (wenn sie denn zB auch KEs berechnen können :whistle: ); da ist es sicher immer gut, jemanden im Hintergrund zu haben, der einfach auch ein wachsames Auge hat und entsprechend handeln/unterstützen kann.

Eine Schulbegleitung ist auch nur dann eine Hilfe, wenn es die richtige Person ist.
Wenn aber eine Schulbegleitung genehmigt ist, dann sehe ich das positiv. Beenden, wenn das Kind es nicht mehr benötigt, kann man dann immer noch.


Dem schließe ich mich gerne an.
Ich drücke Euch die Daumen, dass es im neuen Schuljahr dann auch ohne Schulbegleitung gut gelingt!

Liebe Grüße

Alex

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Alexandra mit Moritz *04/2005, Diabetes Typ 1 seit 04/2012,
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