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THEMA: Vorbereitung Einschulung Hamburg

Vorbereitung Einschulung Hamburg 27 Dez 2016 22:48 #103543

  • Sandra2016
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Kurz nach der Manifestation im Nov. 2016 steht für uns die Anmeldung unser Sohnes für die Grundschule (HH) für das Schuljahr 2017/2018 bevor. Nachdem wir die Info-Tage der Schulen leider im Krankenhaus verbracht haben, haben wir nun mit den in Frage kommenden (regulären staatlichen) Grundschulen vor Ort Kontakt aufgenommen. Dabei haben wir das Thema Diabetes mit angesprochen, um in einem persönlichen Gespräch genauer zu klären, wie eine mögliche Begleitung unseres Sohnes aussehen könnte, ob bereits Erfahrung mit Diabetes-Kindern vorliegt etc. Vorab wäre ich für Eure praktische und auch rechtliche Einschätzung dankbar.

Meine Kernfrage: Welches Szenario für die Unterstützung eines Erstklässlers (dann 6 Jahre alt und mit weniger als einem Jahr Diabetes-Erfahrung) haltet ihr für 1. realistisch und 2. wünschenswert und wie sähen die entsprechenden organisatorischen Schritte hierfür aus? Pflegedienst, Schulbegleitung, Selbstmanagement durch Kind+Lehrkraft, Eltern fahren in die Schule zum Bolen...Wie habt ihr es gemacht? Was hat gut geklappt, was nicht? Wo sind typische Stolpersteine? Was kann man einem Erstklässer an Selbstmanagement bereits zumuten?

Hintergrundinfos:
- Die Diabetes-Ambulanz, in der wir sehr gut betreut werden, vertritt den Standpunkt, dass jedes Kind mit Diabetes 1 einen Regelkindergarten und eine Regelschule besuchen können sollte. (Da stimmen wir natürlich zu! :)) Uns wurde signalisiert dass, sollten ErzieherInnen oder Lehrkräfte unseren Sohn nicht beim Diabetes-Management unterstützen können oder wollen, im ersten Schritt ein Pflegedienst engagiert werden sollte/könnte, der zu den Mahlzeiten den BZ misst und bolt. Dieser würde unproblematisch von der KK übernommen.

Allerdings: Bereits im KiGa haben wir hiermit gerade massive Probleme. Selbst mit dem Angebot eines Pflegedienstes (PD), der zwei Mal innerhalb von insgesamt 5 Stunden käme, trauen sich die Erzieherinnen aktuell nicht zu, unseren Sohn weiter zu betreuen. Einen Pflegedienst zu finden war schon schwierig (auch aufgrund der engen Zeitfenster zum Messen/Bolen), nun hätten wir endlich einen. Noch kann dieser seine Tätigkeit aber nicht aufnehmen, wir warten auf die Diabetes-Schulung der Erzieherinnen und auf deren Zustimmung oder Ablehnung, unseren Sohn zwischen den Messungen regulär weiter zu betreuen. Aktuell müssen wir noch permanent mit anwesend sein. Eine ungute Situation mit noch unklarer Auflösung.

- Unser Sohn hat aufgrund der kurzen Dauer der Krankheitsmanagements noch wenig Erfahrung mit dem Erspüren von Hypo- und Hyperglykämien. Er "verliert" sich auch noch stark im Spiel und Sport, so dass es zu unbemerkten Unterzuckerungen kommen kann (Schulsport, aber auch in der Schulpausen o.ä.). Bisher haben wir drohende Hypos Elternseits immer rechtzeitig erkannt (dank CGM). Dies sehe ich in der Schule aufgrund des erstmal unkalkulierbareren Tagesablaufes - der ja an sich auch noch viel Aufregung und viel Neues/viele Ablenkungen bereit hält- als deutlich größeres Risiko als aktuell im (sehr stark getakteten und ruhigen) Kindergarten.

Zwar haben wir nun noch ein halbes Jahr zum Üben, ich denke aber, dass er realistisch bis zum Schulbeginn zwar BZ selbst messen kann und mit dem Bolus-Rechner bolen kann. Er müsste aber zum Messen (und vorherigen Händewaschen...) ermuntert werden und jemand müsste die eingegebenen Zahlen prüfen. Er würde nicht erkennen können, wenn er überzuckert, wenn z.B. ein Kathederproblem auftritt (bisher einmal passiert). Auch kann er mehrstellige Zahlen (BZ-Werte) noch nicht einschätzen oder auf Warnhinweise der Pumpe reagierten ("Sensor nicht gefunden..." o.ä.). Fazit: Er braucht definitiv noch Hilfe zum Schulstart.

- Uns wurde seitens einer Grundschule und eines Pflegedienstes gesagt, Diabetes sei grundsätzlich keine Indikation, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf rechtfertige, und damit auch keine Schulbegleitung. Zugleich halte ich dies auf den ersten Blick für den Schulstart für die beste Lösung: jemand, der sich im Hintergrund hält, aber ein Auge auf ihn hat und im Notfall da ist (wenngleich ich weiß, dass es sich hierbei in aller Regel nicht um medizinische Fachkräfte handelt). Seht ihr dies auch so? Wie könnten wir dies erwirken (möglichst bereits vor Schulbeginn und nicht erst, wenn etwas schief gegangen ist)?

Während ich im KiGa glaube, dass ein Pflegedienst (PD) sehr gut funktioniert (zumal die Erzieherinnen ihn zwischendrin aufgrund der übersichtlichen Struktur immer im Auge haben können, es wenig unkalkulierbare Ereignisse gibt, keinen Sport o.ä.), so würde ich denken, dass ein PD-Einsatz in der Schule vielleicht zu punktuell und unflexibel wäre (Zeitfenster sehr knapp; PD verspätet sich leicht aufgrund der vielen Patienten, die angefahren werden müssen - schwierig für das Kind, das in der Schulpause warten muss; was ist mit Schulsport, Projektwochen etc. - kann ein PD diese Flexibiltät für das sehr geringe KK-Honorar überhaupt abbilden? Was sind Eure Erfahrungen?) Wenn die Werte "komisch" sind, also unerwartet deutlich höher oder niedriger als sonst, wäre es gut, jemand bolte z.B. bei niedrigen Werten nach statt vor der Mahlzeit oder überwachte das CGM für einige Zeit, um z.B. ein technisches Problem zu erkennen (Katheder abgeknickt o.ä.). Dafür hat natürlich kein PD Zeit... Ich selbst müsste meinen Beruf aufgeben, um dies übernehmen zu können und hielt es auch für psychologisch fraglich, permanent um meinen Sohn herumzuhelikoptern, also in jeder Schulpause da zu sein und ggf. länger zu bleiben, wo er doch eigentlich gerade dabei ist, ein Stück selbstständiger zu werden...

Ab wann waren Eure Kinder in der Lage welche "Diabetes-Management-Aufgaben" (Insulinpumpentherapie) selbst zu übernehmen?

Wir versuchen vor Schulbeginn einen Platz in einer Diabetes-Schulung speziell für seine Altersgruppe zu bekommen. Könnte aus Eurer Sicht evtl. auch eine längere Schulung im Rahmen einer Reha sinnvoll sein, um Tipps und Tricks vor Schulbeginn zu erlernen, mehr Routine zu gewinnen und sich in einem Umfeld mit anderen Diabetes-Kindern noch einmal anderes mit der Erkrankung auseinanderzusetzen als aktuell (wo er der einzige ist mit dieser Besonderheit)?

Für Tipps und Ratschläge wäre ich dankbar!

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Letzte Änderung: von Sandra2016.

Vorbereitung Einschulung Hamburg 28 Dez 2016 16:23 #103550

  • Sheila
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  • Geburtsjahr: 2009
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo Sandra,

herzlich Willkommen hier.
Schau mal unter der Suchfunktion nach bzw. unter der Kategorie Schule-Kindergarten, da gibt es bereits viele ähnliche Fragen.
www.diabetes-kids.de/offene-foren/schule-kindergarten

Generell kann ich empfehlen, mit der Schulärztin zu sprechen und schon frühzeitig in Kontakt mit dem Sozialamt (zumindest in Niedersachsen, bei uns, ist es das Sozialamt) wegen einer Schulbegleitung zu treten.
Der Antrag geht leider nicht immer reibungslos und wird oft abgelehnt, so dass man in Widerspruch gehen muss. Aber das kann von Bundesland, Landkreis / Stadt und Sachbearbeiter immer mal varieren.
Es ist ein Kampf, der oft auch nervenaufreibend ist.
Jedes Kind ist anders und ihr müsst schauen, wie es für Euch und Euer Kind passt.
Ich kann nur von unseren Erfahrungen bezogen auf uns und unser Kind berichten.

Auch unser Kind hat eine Schulbegleitung, weil wir eben wegen den schon von Dir genannten Gründen keinen Pflegedienst wollten bzw. es auch schwierig ist, einen geeigneten zu finden.
Wir wollten ihm ebenfalls den Übergang in die Schule erleichtern, weil er auch sehr schüchtern und zurückhaltend ist und ihn mit dem Diabetes-Selbstmanagement nicht zusätzlich überfordern.

Als er in die Schule kam, konnte er selbst Blutzucker messen und auch Bolen. Er kannte alle Zahlen in seinem Blutzuckerbereich (bis ca. 400 - kann man gut trainieren mit diesen Heften "Von Punkt zu Punkt") und konnte schon bis ca. 10 rechnen, als er in die Schule kam und wußte auch was hohe und tiefe Werte sind. Er bolt, bzw. bedient seine Pumpe selbst. Keiner in der Schule kann die Pumpe bedienen (auch seine Schulbegleitung nicht) und das ist meines Erachtens auch nicht notwendig.
Die Diabetesberaterin aus unserer Ambulanz hat in der Schule für die Lehrer und päd. Kräfte eine Schulung gegeben.

Ich kann nur empfehlen, Ängste abzubauen, immer wieder, ständig - und so wenig wie möglich, nur so viel wie nötig von den eventuellen Komplikationen zu erzählen. Ich bin in der Schule (und auch vorher im Kindergarten) immer eher dabei, alles zu "verharmlosen" als die schiere Wahrheit und unsere Ängste offenzulegen. Die Wahrheit und die Ängste will dort keiner hören und würde nur zu Ablehnung führen (was ich verstehen kann).
Von Hypokit haben wir in der Schule auch nicht gesprochen. Auch nicht im Kindergarten. Kann bzw. konnte keiner bedienen und haben wir auch nicht gefordert bzw. gar nicht erst gezeigt.
Für den Fall, dass etwas passiert, muss der Notarzt gerufen werden, das finde ich, versteht sich von selbst, steht aber auch auf der Übersicht, die wir erstellt haben (was wann gemacht werden muss).
Eltern in der Schule werden oftmals auch von der Schulleitung abgelehnt.
Schulbegleitungen werden gerne genommen, denn sie helfen oftmals auch sonst im Unterricht.
Generell würde ich immer vorziehen, wenn es ohne Schulbegleitung oder Pflegedienst geht. Es ist immer eine Sondersituation für das Kind.
Aber man muss immer das jeweilige Kind sehen und gerade wenn Euer Kind seine Hypos nicht rechtzeitig merkt, wäre eine Schulbegleitung sicher die beste Wahl.
Da kann ich nur sagen, aus meiner Erfahrung, es muss nicht jemand sein, der medizinisch geschult ist, sondern nur jemand, der engagiert ist, der keine Berührungsängste hat und der gewillt ist, dazuzulernen. Manchmal ist es schwieriger, wenn man jemanden hat, der "scheinbar" medizinisch gebildet ist, aber dann doch keine Ahnung hat.

Eine Reha ist bestimmt sinnvoll. Haben wir auch gemacht, insbesondere als Vorbereitung für die Schule. Da würde ich mich mit dem Antrag aber ganz schnell beeilen, denn die Kinder-Reha-Kliniken für Diabetes sind oft schnell ausgebucht und ihr wollt ja noch vor Schuleintritt und nicht erst danach.

Alles Gute erst mal.
LG
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Letzte Änderung: von Sheila.

Vorbereitung Einschulung Hamburg 28 Dez 2016 16:55 #103552

  • niki2010
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Hallo,

wir stehen nächstes Jahr vor demselben Problem. Mein Sohn hat allerdings schon 4 Jahre Diabetes-Erfahrung. Messen, Bolen und temporäre Basalraten einstellen kann er auf Ansage selbst. Wenn es nur um die Essensversorgung ginge, würde er das mit Erinnerung durch die Lehrer und Vorgabe der BE durch uns, selbst hinbekommen. Wir haben jedoch derart starke, unvorhersehbare Schwankungen, dass der Kindergarten in der Betreuung zum Teil viel zu tun hat. Ein Pflegedienst könnte uns nicht helfen. Wir werden daher versuchen, eine Eingliederungshilfe zu bekommen.
Das scheint jedoch je nach Bundesland unterschiedlich schwierig zu sein. In NRW wohl eher schwierig. Wir hoffen also.
Vieles wird sich bei euch einspielen. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr für euch die richtige Lösung findet. Es ist, glaube ich, keine Pauschallösung, die für alle Situationen und Kinder die passende ist.
LG

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Vorbereitung Einschulung Hamburg 28 Dez 2016 20:20 #103567

  • Deival
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Hallo und herzlich Willkommen.

Ich kann dir nur Empfehlen, das Gespräch mit der zukünftigen Klassenlehrerin zu suchen.
Bei uns waren allesamt sehr engagiert mit dem Diabetes.
Mein Sohn ging genau 3 Wochen zur Schule als wir die Diagnose bekamen. Alles ging ganz schnell. Während wir noch im Krankenhaus waren, hatte sich die Schulrektorin über Möglichkeiten informiert. Sie war es dann auch die eine I-Kraft organisierte. Das eigentlich Sache der Eltern wäre. Diese kommt jetzt NUR zum Sportunterricht und/oder sonsige Ausflüge/Veranstaltungen. Da wird dann wegen Sport-KE essen ect. geschaut. Da bei Sport ja alles anders läuft.... Alles andere managt die Lehrerin. Falls ihr was komisch vorkommt oder etwas unklar ist, ruft sie mich an. (Das kommt allerdings wie nie vor). Alles andere ist auch Mist. (Ist meine Meinung). Was bringt der Pflegedienst wenn der 2 mal kommt, wenn es dem Kind bereits 1 Stunde vorher/nachher schlecht ging. Ich muss zwar jetzt dazu sagen, das wir nicht spritzen in der Schule. Er isst sowieso nur die ZWM die ich ihn zum Frühstück mitgebolt habe. Bei uns war es auch so dass das komplette Kollegium eine Schulung erhalten hatte, im Fall der Fälle.....
Ach ja unser Sohn hatte das ganz schnell verstanden wie das Blutzucker messen geht. Das macht er alles selbstständig. Und du wirst sehen dein Kind beherrscht das auch im Nu. Und Hypos wird er sicherlich auch rasch wahrnehmen. Ich drück euch auf alle Fälle die Daumen, daß alles so wie ihr das haben wollt klappt.
Lg

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Letzte Änderung: von Deival.

Vorbereitung Einschulung Hamburg 28 Dez 2016 23:21 #103569

  • mibi74
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Hallo.

Sobald du weisst, wer die Klasse übernimmt, ein Gespräch suchen. Aber das wird sehr spät sein, da meist erst kurz vor Anfang der Sommerferien oder sogar erst am Ende, der Klassenlehrer feststeht.
Daher sollte die Schule das schon vorher wissen, damit sie Planen kann. Und dir auch sagen , wann große Pausen und Sportunterricht ist. Das wäre für dich wichtig zu wissen.

Soviel schon mal im Voraus ... Schule ist kein Kindergarten... im positiven Sinn!
Sie haben am Tag nicht mehr so viel Bewegung. Und der Schultag ist normal viel regelmäßiger als Kindergarten. Sie werden definitiv mindestens 3 Stunden im Klassenzimmer verbringen. Normal mit ein und dem gleichen Lehrer. :P

Wichtig für euch wann fängt die Schule an, wann endet sie?
Gibt es Nachmittagsunterricht?
Wann ist große Pause? (meist 15 Minuten)
Wird vor der Pause gegessen oder die Kinder mit dem Vesper in die Pause entlassen?
Wann ist Sportunterricht. (Meist 2 Stunden pro Woche)
Wie lange ist eine Unterrichtseinheit 45 min 60 oder 90(das kann sehr unterschiedlich sein.)

Zum Thema, was kannst du von deinem Kind erwarten. Was realistisch ist.

Da dein Kind noch nicht solange Diabetes hat und ihr noch nicht so vertraut seid, musst du aufpassen, nicht zu überfordern.
Misst dein Kind selbst den Blz? Das wäre schon mal ein guter Anfang. Mit dem Messen kommt das Gespühr für Zahlen, wo im Vorschulalter sowieso beginnt. Aber ich bezweifle, ob das bis zur Einschulung klappt. Doch bis Ende der 1. Klasse könnte ich mir das vorstellen. Dein Kind wird die 1. und 2. Klasse auf jeden Fall auf Hilfe angewiesen sein.
Vielleicht kannst du mit deinem Kind eine Schulung machen. Da könnte sein Wissensstand abgefragt werde und dir vielleicht mehr Aufschluss geben.

So richtig mit wiegen und schätzen hatte ich erst in der 3. Klasse angefangen.
Aber da jedes Kind anders ist, kannst du nie wissen, wie schnell deins lernen wird.

Wie das bei euch mit den Pflegedienst, kann sehr unterschiedlichen sein. Bei uns in Baden-Württemberg ist das mit der Integration sehr gut geregelt. Kinder mit Diabetes bekommen diese, wenn angefordert, vom Landratsamt. Mein Sohn hat von der 1. Klasse an eine I-Kraft gehabt und Jahr für Jahr weniger Stunden gebraucht. Jetzt in er der 5. Klasse nur noch für Sport. (Er macht aber einen Sportzug)

Übrigens hat das nichts mit Sonderpädagogischem Förderbedarf zu tun. Dein Kind soll doch zur Grundschule und nicht in die Förderschule. Da muss das nämlich festgestellt werden.



(Da mein Tablet und das Internet heute ganz schön bockt, hoffe ich, dass ich keine zu groben Fehler oder falsche Worte hatte. Ich habe gefühlte 2 Stunden mit dem Text gekämpft.) :(
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Letzte Änderung: von mibi74.

Vorbereitung Einschulung Hamburg 29 Dez 2016 09:19 #103571

  • Sheila
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mibi74 schrieb: und Jahr für Jahr weniger Stunden gebraucht. Jetzt in er der 5. Klasse nur noch für Sport. (Er macht aber einen Sportzug)
(

Hallo Mibi,
darf ich mal fragen, kommt die I-Kraft dann nur für die Sportstunden in die Schule?
Ich stelle mir das aus beruflicher und organisatorischer Sicht für die I-Kraft persönlich schwierig vor. Wer ist daran interessiert, für zwei oder auch drei, möglicherweise auseinander liegende Stunden pro Tag in eine Schule zu fahren, um da ein Kind zu betreuen?
War es schwierig so jemanden zu finden?
Danke.
LG

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Vorbereitung Einschulung Hamburg 29 Dez 2016 10:27 #103572

  • mibi74
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Guten Morgen,

wie hatten in beiden Fällen, der Grundschule und in der weiterführenden Schule großes Glück. In der Grundschule hat es eine Lehrerin gemacht. Die war immer da und daher schnell erreichbar und konnte alles abdecken. Auch die Ausflüge, für die man extra Stunden bekommt und ebenfalls im Rahmen der Integration bezahlt werden.

Die jetzige I-Kraft ist ebenfalls in der Schule angestellt. Sie arbeitet in der Mensa, macht Hausaufgabenbetreuung oder guckt nach den Kindern, wenn mal Unterricht ausfällt. Außerdem wohnt sie nur 5 Minuten von der Schule entfernt und ist auch noch gelernte Arzthelferin.
Für Schulausflüge hat mein Sohn 10 Stunden pro Halbjahr zur Verfügung. Schullandheim wäre extra. Da würden alle Kosten für die I-Kraft übernommen. Aber da fließt noch viel Wasser den Bach hinunter. Bis dahin kann alles schon wieder ganz anders aussehen. Wenn ich sehe, wie er sich seit September entwickelt hat, dann kann ein Jahr Wunder bewirken!

Was, wie und wann, muss man mit der I-Kraft ausmachen. Da wird geregelt, für was sie gebraucht wird. Mein Sohn ist jetzt 11 und will natürlich nicht betüttelt werden, daher schaut sie, ob er angekommen ist, fragt nach dem Blutzucker, sie sprechen kurz ab, was zu tun oder nicht zu tun ist. Er hat Montags 1 Stunde Ballsport. Nach dem Sport sitzt sie noch 30 Minuten draußen vor dem Klassenzimmer, falls der Blutzucker zu stark nach unten rauscht, was da schon öfter vorkam. Am Dienstag treffen sich die Beiden in der Mensa. Das ist aber freiwillig. Mein Sohn muss nicht, aber bis jetzt haben sie sich immer verabredet. Nachmittags hat er dann 2 Stunden Schwimmunterricht (da sitzt sie in einer Ecke, liest und wartet auf ihren Einsatz :) )und da stellt sie sicher, dass der Wert dann für die Heimfahrt passt. Mittwoch ist morgens Sport und am Nachmittag Bogenschießen. Das ist körperlich aber nicht so anstrengend. Erst nächstes Jahr wird das Bogenschießen durch 2 Stunden Tennis ersetzt. Da wird sie dann mehr gefordert. ;)

Ich muss nur leider sagen, es ist nicht selbstverständlich, dass es in jedem Bundesland so gut läuft, oder abgesichert ist. In manchen Bundesländern muss man sich auf Kampf und Absagen einstellen oder andere Wege beschreiten, weil es Absagen über Absagen hagelt.

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Letzte Änderung: von mibi74.

Vorbereitung Einschulung Hamburg 29 Dez 2016 16:15 #103576

  • Sandra2016
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Vielen Dank für Eure Antworten!

Die Unterschiede hinsichtlich einer möglichen Bereitstellung einer I-Kraft/Schulbegleitung zwischen den Bundesländern sind wirklich riesig und von Schule zu Schule, Lehrkaft zu Lehrkraft gibt es ebenfalls eine große Varianz, wie bereits man ist, sich einzulassen, ein Kind mit Diabetes zu unterstützen. Hier in HH erhält man nach meinem Verständnis eine Schulbegleitung tatsächlich nur, wenn sonderpäd. Förderbedarf vorliegt. Unser Sohn hat zwar keine Schwierigkeit, sich in eine Gruppe einzufügen oder fachlich mitzukommen, nichtsdestotrotz muss scheinbar über diesen Hebel (Integrationshilfe; Diabetes als Teilhabehindernis, nicht als rein körperliches/medizinisches Problem, sondern eines, das sich auf seine Teilhabe am Gemeinschaftsleben der Schule auswirkt) argumentiert werden, um eine Schulbegeleitung bewilligt zu bekommen. Wir werden uns hier noch mal durch die Ämter telefonieren, sobald die Schule feststeht. (Für Vorab-Tipps und Erfahrungen von Hamburgern zu diesem Thema bin ich sehr dankbar! Ich habe ad hoc in der Foren-Historie nichts gefunden.)

Was ihr schreibt hilft mir, die Lage besser einzuschätzen. Es bestärkt mich, dass ein Pflegedienst allein uns während der ersten zwei Schuljahre wenig nützt. Auch darin, dass unser Sohn unterstützt werden soll (vor und während des Schulbeginns), zunehmend Diabetes-Selbstmanagement zu übernehmen, ihn dabei aber auch nicht zu drängen oder zu überfordern. Er darf Hilfe bekommen, er braucht sie auch noch. Auch habt ihr mich sensibilisiert, dass insbesondere der Sportunterricht engmaschiger begleitet werden ´sollte, als nur z.B. von einem PD, der einmal vorher, einmal nachher vorbei kommt. Kann der Sportlehrer den BZ nicht im Blick behalten, muss optimalerweise jemand anderes anwesend sein, auch noch eine Zeit über den Sportunterricht hinaus. Dass auch Klassenfahrten etc. evtl. begeleitet werden könnten, hätte ich fast nicht zu träumen gewagt und dachte, ein Familienmitglied müsse wahrscheinlich mitfahren, um unserm Sohn die Teilnahme zu ermöglichen (z.B. um einen Katheder neu setzen zu können - das kann doch die I-Kraft nicht, oder doch?); warten wir's ab. Manche Eurer Berichte geben mir doch die Hoffnung, dass eine Lösung greifbar ist, die mich nicht für die nächsten zwei Jahre an den Schulhof binden. :)

Es wird vieles vom Lehrerkollegium, v.a. dem Klassenlehrer abhängen. Wenn dies/r ihn täglich unterstützt, wäre das Gold wert. Man bräucht wenig externe Hilfe, es wäre eine konstante Bezugsperson für ihn da, es würde auch den Schulablauf und sein eigenes Sozialleben (Störung durch PD in Pausen...)wenig stören. Darauf haben wir aber keinerlei Einfluss und werden erst spät erfahren, in welche Klasse er zugeteilt wird und ob die Lehrkräfte sich vorstellen können, ihm zu helfen. Allein die Schulzuweisung erfolgt nicht vor April. Es bleibt uns also, bei den Schulen anzufragen, ohne Panik zu verbreiten (wie Sheila schreibt). Und bis April zu warten, bevor hoffentlich ein Klassenlehrer feststeht und ggf. eine Schulbegeleitung beantragt werden kann.

Gingen Eure Kinder Grundschulkinder teils in den Hort? Alle Schulen bieten eine Nachmittagsbetreuung an. Vor der Diagnose hätten wir diese auf jeden Fall genutzt (bis 15 Uhr; Schule beginnt um 8 Uhr). Der Diabetes macht auch hier vieles komplexer, weil hier ab 13 Uhr wieder ein anderer Träger, andere Personen zuständig sind. Ich befürchte, es könnte zu riskant sein - mehr als 5 Std. ohne jemanden, der den BZ-Verlauf wirklich einschätzen kann. Ich erinnere mich auch aus einen entsprechenden Passus aus dem Standardwerk Kinder und Jugendliche mit Diabetes in dem es in etwa hieß Schule sei kein Problem, Nachmittagsbetreuung noch mal eine andere Nummer. :unsure: Wir werden hier auch noch mal das Gespräch mit den Hortleitungen suchen...Vielleicht wird das CGM + Sendung der Werte an uns Eltern per Smartphone o.ä. ja auch Möglichkeiten eröffnen, die es vor Jahren so noch nicht gab. Wenn ich vor allen drei Mahlzeiten weiß, dass der BZ im grünen Bereich ist - dann müsste es doch eigentlich auch möglich sein, dass er bis 15 Uhr bleibt. Ich übe mich erstmal in Geduld, bis wir mehr wissen. ;)

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Letzte Änderung: von Sandra2016.

Vorbereitung Einschulung Hamburg 29 Dez 2016 20:34 #103579

  • rosa14
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Hallo,
Wir hatten in bis jetzt ausschließlich einen ambulanten kinderkrankenpflegedienst der Maximilian in der Schule begleitet hat. Den ersten Monat den ganzen Schultag über, dann nur zum Frühstück und insulinabgabe und während des Sportunterrichts. Das hat unser Arzt dann entsprechend auf die Verordnung geschrieben. In der zweiten Klasse kam der Pflegedienst nur zum schwimmunterricht und jetzt in der dritten Klasse einmal in der Woche zum Mittagessen weil Maximilian nur einmal in der Woche in der Schule isst. Das war sehr sehr schwer das bei der Krankenkasse durchzusetzen, letztlich nur über unseren Anwalt, ich kommuniziere quasi nicht mehr mit der dak persönlich. I Kraft hatte das Sozialamt sofort auch nach Widerspruch mehrmals abgelehnt.
Ansonsten gibt es Mittag zu hause. Ich, mein Mann und die grosseltern sind jederzeit in ca. 10 Minuten in der Schule, sollte etwas sein, Katheter raus oder irgendein piepen. Kommt vielleicht alle drei Monate vor das einer hin muss....
Die Lehrer und Betreuungskräfte sind allesamt vom diabetesteam geschult worden, sind aber komplett raus was Maximilians diabetesmanagement angeht. Finde ich persönlich auch wichtig und richtig, ist schließlich nicht deren Aufgabe.
Maximilian könnte in der ersten Klasse auch selbstständig messen und konnte die Werte einordnen und mich ggf. anrufen. Insulinabgabe über Pumpe war auch kein Problem. Er ist ein halbes Jahr nach der Diagnose zur Schule gekommen und ich fand es furchtbar das er soviel Verantwortung tragen musste. Finde ich übrigens immer noch, nützt ja aber nix und letztlich ist er daran auch sehr gewachsen, aber man muss schon sehen das man das Kind nicht überfordert. Dafür managt er seinen Diabetes auch sonst sehr zuverlässig und hat viele Freiheiten.
Aber man muss sicher von Kind zu Kind schauen.
Für uns hat das so gereicht, aber ich arbeite nicht, bin jederzeit erreichbar und Maximilian ist nicht im Hort....
Das Kollegium, das sehr große Zweifel und Ängste vor einem Kind mit Diabetes hatte findet es jetzt allerdings total unproblematisch.
Ach ja, wir haben allen Lehrern und Betreuern die mit Maximilian zu tun haben mit Traubenzucker versorgt und an vielen Stellen bz-Geräte deponiert. Über das hypokit habe ich nicht gesprochen, bei jedem bewusstlosem Kind würde man ja den rettungswagen rufen, ich habe nur gesagt der Notarzt müsse wissen das das Kind Diabetes habe.
Nur Mut, ich kann die Ängste die man hat so verstehen, bei uns ist alles gut geworden
Liebe Grüße
Svenja

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Vorbereitung Einschulung Hamburg 30 Dez 2016 00:53 #103581

  • Sheila
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Hallo,

unser Kind geht 2x die Woche in die Ganztagsbetreuung bis 16 Uhr inkl. Mittagessen, ansonsten bis 13 Uhr. Mein Mann und ich arbeiten ca. 30 Minuten entfernt.
Zwischendrin in die Schule wegen des Diabetes mussten wir noch nie.
Es ist bisher noch nie (sollte ich vielleicht nicht schreiben, dann passiert es womöglich übernächste Woche) ein Katheter während der Schulzeit raus.
Katheterwechseln kann auch keiner in der Schule (auch nicht die Schulbegleitung), dafür müßten wir in die Schule kommen.
Auch wenn unser Kind eigentlich ganz gut eingestellt ist, passiert es einfach, dass die Werte nicht immer im grünen Bereich sind, auch wenn sie das meistens sind. Er hat eine Tabelle, nach der er korrigieren muss. Bei Werten über 250 mg/dl werden wir angerufen - von der Schulbegleitung. Unser Kind hat noch kein Handy.
Generell möchte ich allen Lehrern danken, die das Diabetesmanagement übernehmen bzw. auf das Kind acht geben und es z.B. ans Blutzucker messen erinnern.
Das ist für mich immer die erste Wahl!
Wir haben mit der Lehrerin geredet einige Wochen vor Schulstart, das gleiche mit den pädagogischen Kräften. Sie haben uns Unterstützung zugesagt. Dann wurde doch die Schulbegleitung bewilligt und die Lehrer, päd. Kräfte aus dem Ganztag haben sich "zurückgezogen", denn die Schulbegleitung kümmert sich doch. Und genau das finde ich jetzt im nachhinein schwierig, denn wenn die Schulbegleitung nicht mehr da ist, was unser kurzfristiges Ziel ist, dann kümmert sich gar keiner mehr.
Ich trauere immer noch dem Kindergarten nach, im dem alles so selbstverständlich einfach ging und die Erzieherinnen alles gelernt haben und überhaupt gar kein Problem daraus gemacht haben.
Das ist in der Schule anders - bei uns. Leider.
Eine Schulbegleitung zu haben, gibt ein besseres Gefühl, wenn man auf der Arbeit oder woanders ist. Es ist einfach jemand da, der einen anderen bzw. einen besonderen Blick darauf hat. Die Lehrerin hätte das nicht leisten können (sie hat genug mit den anderen Kindern zu tun und kann sich nicht zuverlässig dafür Zeit nehmen). Dennoch gibt es auch Momente, in denen ich bereue, diese Schulbegleitung durchgesetzt zu haben, denn manche Probleme sind erst durch die Schulbegleitung entstanden (vieles ist u.a. verkompliziert worden). Es ist eben auch schwierig, die richtige Person dafür zu finden.
Eine Sondersituation in der Klasse ist für unser Kind zum Glück nicht entstanden. Die Erstklässler kennen es ja meistens aus dem Kindergarten, dass zwei Erzieherinnen da sind und so sind jetzt zwei Erwachsene im Klassenraum. Das hat die anderen Kinder also nicht sonderlich verwundert.
Wenn es eine Klassenfahrt gibt (möglicherweise in der 3. Klasse), wird mein Kind sicherlich (hoffentlich) keine Schulbegleitung mehr haben. Diese würde auch nicht zwingend mitfahren, überschreitet ja doch eindeutig ihren Stundenumfang.
Deswegen wird wohl doch eher ein Elternteil mitfahren (müssen).
Alles Gute.

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