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THEMA: Umstellung von Pen auf Pumpe

Umstellung von Pen auf Pumpe 30 Jan 2017 22:49 #104061

  • Frye
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  • Therapieform: CSII + CGM (Insulinpumpentherapie mit Glukosesensor)
Guten Abend,

ich komme nun endlich mal dazu, im Forum zu stöbern und unsere spannende Umstellung mit all ihren Problemen und Problemchen mitzuteilen. Ich habe schon einige interessante Beiträge gefunden, der Link zu bre.parat ist klasse. Auch zum Thema Luftblasen, Katheter legen und Sensorauswertung habe ich schon was gefunden.

Wir haben vor 3 Wochen umgestellt auf Minimed 640G mit Enlite-Sensor und sind insgesamt schon sehr zufrieden - zumindest haben wir das Gefühl, dass sich mit dem neuen Versorgungssystem einiges verbessern lässt (wenn wir es denn mal irgendwann in den Griff bekommen). Wir hatten vorher schon freestyle libre, daher wissen wir einigermaßen mit Sensorwerten umzugehen (was übrigens sehr sehr hilfreich war!!)

Unser Sohn hat sich nun auch einigermaßen an den/die "Fremdkörper" gewöhnt, die ersten zwei Wochen war es schon hart für ihn!! Wie gesagt, wir sind schon zuversichtlich - allerdings stehen wir noch völlig am Anfang und könnten da noch etwas Hilfe von erfahrenen Nutzern gebrauchen! Denn in der Woche, die wir zur Pumpenschulung in der Klinik verbracht haben, haben wir alles "technische" gelernt aber kaum eine vernünftige Einstellung hinbekommen. Denn unser Sohn hatte einen Infekt und seine Werte und Stimmung waren entsprechend schwankend, so dass es ein einziges BZ-Chaos war. Nach einer Woche zu Hause bzw. in der Kita war er jetzt wieder eine Woche mit einer Mandelentzündung zu Hause ... Wir sind jetzt immer noch erst mal dabei, vernünftige Mahlzeitenfaktoren zu finden und die Basalrate für die Nacht zu optimieren. Bisher haben wir nur das Ausstellen vor Niedrig (ohne Alarm) und einen Alarm, wenn der Sensorwert unter 80 fällt (aus der Klinik mitgenommen).
Ich weiss, dass die BZ Schwankungen und Bedürfnisse bei jedem Kind anders sind, aber vielleicht kennen einige von euch ja trotzdem folgende Probleme und haben ein paar Tipps für uns! ZB:

1. Bisher ist es schon mehrmals vorgekommen, dass ein Bolus für eine Mahlzeit quasi gar nicht angekommen ist (auch direkt nach Katheterwechsel). Woran könnte das noch liegen?
2. Wir haben den Eindruck, dass das Mahlzeiteninsulin häufig erst nach ca. 1 h mal Auswirkungen hat, das kennen wir vom Pen nicht so. Manchmal passiert über eine Stunde fast nichts und dann kommt noch der Mega-Absturz ...
3. Habt ihr Tipps für gute Zeitpunkte zum Kalibrieren? Es hiess, dass häufigeres Kalibrieren (zu günstigen Zeitpunkten) zu genaueren Werten führt, aber solche "günstigen" Zeitpunkte ohne Trendpfeile gibt es nicht all zu oft am Tag bzw. unser Sohn ist ja auch einen Großteil des Tages in der Kita (und da sind wir erst mal froh, dass es schon läuft und haben den Erzieherinnen noch nichts davon erklärt ...)
4. Im Moment ist es ein Problem, dass wir nach dem Abendessen eigentlich immer anders vom BZ her liegen, so dass man nichts darüber herausfindet, wie viel Basal er überhaupt braucht in der Zeit von 21.00h-0.00h (Normalerweise starker Anstieg)
Unser Sohn ist 4,5 Jahre alt und man kann nie vorher genau sagen, wie viel er genau isst. Wie ist eure Praxis mit dem Essensbolus? Bolt ihr grundsätzlich vor dem Essen schon mal was und später den Rest oder arbeitet ihr zB mit dem Dualbolus? Wir haben bisher noch nicht genügend Erfahrungen damit, um irgendwelche Auswirkungen zu bemerken. Es ist teilweise wie verhext; am einen Tag reicht das Insulin überhaupt nicht und wir müssen noch mehrmals korriegieren, dann wiederum ist er schon nach ner Stunde fast in der Hypo usw. Wenn viel Aktivität vorher war passt gar nix mehr. Den Tipp, die temporäre Basalrate zu nutzen, haben wir schon versucht, umzusetzen, aber das passte auch meist nicht. Man weiss halt nicht so genau, wo man anfangen soll ...

Insgesamt muss ich noch dazu sagen, dass wir selbst noch die Pen-Erfahrungen im Kopf haben, was uns teilweise echt behindert. ZB. wirkte eine halbe Einheit mit dem Pen meist so als hätte man nicht gespritzt (jetzt kann 0,5 Korrektur schon recht viel sein) . Oder zu Beginn war schnell klar, dass die alten Faktoren definitiv zu hoch sind (er hatte vorher tagsüber gar kein Basal) und wir haben sie dann runtergesetzt. Nun zu Hause, hat man manchmal das Gefühl, es reicht vielleicht doch nicht (oder die Wirkung ist verspätet) oder oder oder


Sorry für das Chaos! Es passt zu meinem Kopf:-/
Freue mich auf eure Nachrichten und Tipps!
LG Martina

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Umstellung von Pen auf Pumpe 30 Jan 2017 23:49 #104063

  • mibi74
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  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo,

Ihr gabt also vor drei Wochen umgestellt, auf Minimed 640 und an der Einstellung hapert es noch, weil dein Kind gerade ein paar Infekte durchmacht.

Solange er richtig krank ist, und eine Mandelenzündung ist schon ein größerer Infekt, der die Werte ganz schön aus dem Ruder laufen lässt, wird es schwierig gescheit einzustellen.
Dazu muss er erst einmal gesund werden.

Ich hätte da folgende Überlegung. Als erstes, wenn ich jetzt so deine Ausgangssituation bedenke, wäre es nicht sinnvoll ihn ein zwei Wochen nicht zur Kita bringen. Damit er gesund bleibt. Gerade ist es extrem schwierig der Masse an Keimen auszuweichen.
Dann würde ich Basalratentests machen. Einen Tag morgens, einen mittags und einen abends.
Dann siehst du genau, wo die Basalrate nicht stimmt.
Ist die dann angepasste, sind die Bolosfaktoren keine große Sache mehr.

Zum Messen: Ich habe keine Ahnung WIE genau das Messergebnis ist, daher meine Frage, ob der Basalratentest nur blutig zu machen ist oder auch mit den Sensor gehen würde.

Zum 2. Punkt wäre meine Frage, oder Vermutung, ob es mit der Einstichstelle etwas zu tun hat. Hat sich das Insulin “eingekapselt“ . Ist beim Setzen etwas ungünstig gelaufen. Die Nadel zu lang oder zu kurz? Die Stelle entzündet. Lag dein Kind vielleicht darauf. Ist darauf herumgekugelt.
Bei meinem Kind passierte oft nach dem Herumhüpfen und Toben, dass der Katheder halblebig verstopfte.

Zum Bolus.
Kommt drauf an, was dein Kind isst. Je fettiger, um so geeigneter ist der verzögerte Bolus. Bei gut verdaulichen Lebensmitteln, ist der normale Bolus gut. Ausnahme Unterzucker oder niedriger Zucker. Da kann man auch darüber nachdenken, ob es verzögert eingegeben wird. Oder eben erst etwas später.

Bei höheren Werten, kann man das Essen schon vorher (Ess-Spritz-Abstand) durchlaufen lassen. Ist wie mit dem Spritzen auch. Aber ich weiß nicht, ob das so sinnvoll ist, weil sie in dem Alter mal gerne beschliessen, nichts zu essen, nur um zu sehen, was man macht.
Ich hatte daher immer nur die Korrektur vor dem Essen abgegeben. Und das was er isst zwischendurch.

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Umstellung von Pen auf Pumpe 31 Jan 2017 11:29 #104064

  • austria
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Hallo,
zuerst einmal, da gebe ich mibi74 völlig recht: solange er nicht gesund ist, wird es sehr schwierig eine passende Einstellung zu finden und dann gingen/gehen wir so vor (wir handeln uns von einer Anpassung zur nächsten - besonders im Winter) - ich versuche jetzt mal deine Fragen der Reihe nach zu beantworten.
ad 1) Ein Bolus kommt scheinbar nach dem Essen nicht an: Wenn mit dem Katheder alles in Ordnung ist, lässt sich die Ursache bei uns immer damit beheben, die Grundbasalrate anzupassen, denn die ist dann für diese Zeit zu niedrig und du hast automatisch das Gefühl, dass nix passiert - musst du aber zuerst über mind. 3 Tage beobachten. Möglichkeit 2: der Essensbolus ist zu gering - hier kannst du nur mit Versuch und Irrtum in kleinen Schritten arbeiten. Möglichkeit 3: zu wenig Zeit zwischen Abgabe und Essen: ich weiß schon, bei den Kleinen ist die Vorabgabe heikel, aber ich geh das Risiko immer ein, denn die eklatanten Wertunterschiede geben mir recht, dass es Sinn macht rechtszeitig den Essensbolus abzugeben. (Unser Notfallprogramm: Kekse zB geht bei uns immer - wird aber auch nicht ausgenutzt).
ad 2) wird wohl auch an oben genannten Ursachen liegen, da müsst ihr halt erst die passenden Einstellungen finden; und natürlich kanns auch sein, dass der Körper bei unterschiedlichen Lebensmitteln sehr unterschiedlich reagiert.
ad 3) hier bin ich keine Hilfe, wir verwenden den Libre
ad 4) Ausgangswert ist ja eigentlich "egal", denn mit einem korrekten Korrekturfaktor und Essensbolifaktor siehst du sehr genau, ob die Basalrate passt; Beispiel: bei uns hält eine Grundbasaleinstellung nie viel länger als vielleicht mal 3 Wochen - da habe ich dann zB die Situation, dass wir um 18 Uhr Nachtmahl essen; habe ich dann für etwa 2 Stunden stabile Werte und nichts Fettes zum Abendessen gegeben und etwa nach den 2 Stunden beginnt der BZ zu steigen, weiß ich, dass ab dann die Grundbasalrate nicht mehr passt; nach 3 Kontrolltagen passe ich stündlich schrittweise an, bis die Werte wieder stabil sind; hast du allerdings schon in den 2 Stunden nach dem Essen größere Anstiege/Abfälle kann es natürlich an beiden liegen: Essensboli und Basalrate - da hilft dir nur ein Basalratentest am Abend oder einige Tage Geduld mit Versuch und Irrtum.
Essensbolus: ich gebe den Essensbolus immer etwa 15-20 Minuten vor dem Essen ab und zwar in der Menge, von der ich sicher bin, dass sie gegessen wird; einen evtl. Nachschlag bole ich dann halt während des Essens. Manchmal, sehr selten, kommt es vor, dass er nicht aufisst, dann fülle ich den Rest mit kleinen goodies, die es sonst bei uns nicht gibt, das funktioniert super - ich hoffe, das bleibt so.
liebe Grüße, viel Geduld, sabine

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