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Erkenntnisse in Insulin-Forschung könnte Spritzen unnötig machen

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Forscher aus den USA und Australien haben heraus gefunden, über welchen Mechanismus das Hormon Insulin in die Körperzellen gelangt. Dies könnte den Weg zu einer nadelfreien Anwendung ebnen.

Mehr Info und Quellverweis: Google vom 10. Jan. 2013

Tags: Insulin

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Joa antwortete auf das Thema: #77351 11 Jan 2013 20:53

WebAdmin schrieb:

AFP-Meldung schrieb: Forscher aus den USA und Australien haben herausgefunden, über welchen Mechanismus das Hormon Insulin in die Körperzellen gelangt.


Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich. :blink:

Der Insulinrezeptor wurde 1980 von von einem Herrn Solé entdeckt. Insuline mit veränderten Wirkzeiteigenschaften gegenüber Normalinsulin stellt man seit 1936 her. Inhalierbares Insulin wurde unter dem Markennamen Exubera 2006 von Pfitzer auf den Markt gebracht und verschwand schnell und ruhmlos wieder von selbigem. Einerseits weil es kaum jemand benutzte, andererseits weil die damit verbundenen Risiken erheblich waren.
An oralem Insulin (Insulinkapseln) wird seit langem geforscht und gebastelt, eine Marktreife ist nicht ersichtlich.

Also bitte keine falschen Hoffnungen aus solchen Humbug-Meldungen von offenbar völlig inkompetenten Nachrichtenagenturredakteuren schöpfen. ;)

Gruß
Joa

Nachtrag:
Da sich die Meldung ja auf eine Veröffentlichung bezog habe ich mal unter "Nature Magazine" geschaut. Der dort veröffentlichte Text lässt für den Laien (also mich) erst mal erkennen, dass es um die spezielle Art der chemischen Bindung von Insulin an den Rezeptor geht. Ein möglicher Nutzen aus diesen Erkenntnissen könnte eventuell mal für den Typ 2 Diabetes entstehen, dessen Problematik u.a. auch eine Insulinresistenz, durch verminderte Bindungsfähigkeiten des Rezeptors gegenüber dem Insulin sein kann.
Hier ein Anriß des Artikels im Magzine, dessen vollen Text man für 30€ erwerben könnte. :whistle: