Viele junge Typ-1-Diabetiker trinken sich zu Tode

Verfasst am . Veröffentlicht in Ernährung

Alkoholmissbrauch ist eine häufige Todesursache junger Typ-1-Diabetiker. Nach Daten aus Finnland steigert die Sucht bei ihnen seit den 1980er Jahren die Sterberate.

Fazit der Forscher: Die Daten zeigen, wie wichtig eine dauerhafte Beziehung von Ärzten zu den jungen Patienten ist.
Betroffene brauchen dabei mehr Rat und Hilfe im Umgang mit Alkohol und Drogen.

Mehr Info und Quellverweis: Ärztezeitung vom 19.9.2011

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iffi27 antwortete auf das Thema: #59151 26 Sep 2011 07:08
Hallo zusammen,

ich wäre mit den Ergebnissen der oben genannten Studie sehr vorsichtig: Es war einen Studie in Finnland, und wenn man genau liest, sterben mehr Finnen ohne Diabetes an Alkoholmissbrauch als mit Diabetes. Natürlich gibt es ein erhöhtes Risiko, unter Alkoholgenuss ärztliche Hilfe zu benötigen, aber Panikmache hilft da nicht viel.
Unser Sohn ist 17 und geht mit Alkohol vernünftig um. Auf Partys trinkt er häufig Radler oder andere Mischgetränke, weiß aber - auch dank einer super Schulung im betreuenden Krankenhaus - genau was er machen muss. Ich habe es nicht gern, wenn er nach der Party alleine zu Hause ist, aber er hat bisher immer super Werte danach gehabt.

Vermutlich kann man die Kinder nicht vor Erfahrungen mit Alkohol schützen. Unsere Tochter ist auch sehr experimentierfreudig, mehr als ihr Bruder (sie ist jetzt 19). Aber insgesamt gehen beide vernünftig damit um.

Mir war am Wichtigsten, dass unser Sohn genau weiß, wie er welchen Alkoholgenuss händeln muss. Und dass seine Freunde, die ihn begleiten, Bescheid wissen und notfalls den Arzt holen können, wenn doch einmal etwas schief gehen sollte.

Beim Mitlesen auf diabetes-teens.net sieht man auch, dass es zwei Fraktionen von jugendlichen Diabetikern gibt: Die einen verteufeln Alkohol und trinken niemals auch nur ein bisschen und die anderen scheinen einen Alkoholkonsum zu haben wie ihre Altersgenossen auch.

Ich denke, ein striktes Verbot oder Panik machen ist wenig hilfreich. Dann besser eine gute Aufklärung über die Wirkungsweise von Alkohol und das Einüben entsprechender Maßnahmen.

Liebe Grüße
Steffi
monday antwortete auf das Thema: #59119 24 Sep 2011 16:20
Hallo Kathrin
Bei mir in der Umgebung gibt es viele sehr behütete Kinder. Mädels wie Jungs... aber in der Grundschulzeit meines Sohnens waren ganz klar die Jungs behüteter (oder ich habe das nur so empfunden, weil ich auch einen Jungen in dem Alter hatte?)
Küsschen vor anderen ist zwar ab Kindergarten nicht mehr, aber dafür kuscheln die Jungs dann zu Hause umso mehr und schlafen ewig bei den Mamas im Bett... aber das sind mene persönlichen Eindrücke aus meiner Umgebung...
Allerdings haben die in der Schule meiner Tochter extra die Klassenzusammensetzungen geändert und die Klassen und Richtungen gemischt, damit sie keine Jungsklassen mehr haben, weil die pubertierenden Jungs so schwierig seien...
in Sachen Alkohol sind statistisch gesehen noch mehr Jungs betroffen, obwohl die Mädels sich Mühe geben...

Dabei spielen natürlich auch andere Dinge eine Rolle. Beim jüngsten Kind fällt das Loslassen meist schwerer.

Gruß Vera
Charly54 antwortete auf das Thema: #59105 23 Sep 2011 18:54
Hallo Vera,

Bei Jungs ist das vielleicht aber schwieriger. Viele Jungs sind sehr eng mit den Mütter verbunden, wenn sie klein sind und müssen sich dementsprechend mehr abgrenzen, wenn sie älter werden.

laut einer ehemaligen Elternzeitung ist das genau anders herum:
die Jungs fangen schon mit 3 Jahren an sich von der Mama abzukapseln. Da wird nicht mehr gekuschelt, das Küsschen im Kiga wird schon peinlich usw.
Bei den Mädels hält die Mama-Kind-Verbindung bis zur Pupertät an, weswegen wohl die Mädelmamas in der Pubertät größere Probleme hätte als die Jungsmamas.

Wie gesagt, das ist aus einem Erziehungsratgeber, meine Erfahrung begrenzt sich auf meine eigene Pubertät und die ist schon zu lange her. :D
Bei mir dauert das noch ein bisschen mit dem Alkohol.

liebe Grüße, Katrin
monday antwortete auf das Thema: #59102 23 Sep 2011 14:42
Hallo Tanja,
meine Tochter ist 17 geworden und darf jetzt ja schon ein Jahr lang Bier und Wein trinken. Sie hat selber aber totale Angst vor einer Unterzuckerung unter Alkoholeinfluss und übertreibt es von daher nicht.
Wichtig ist, dass man den Kindern erklärt, warum sie nie auf nüchternen Magen trinken dürfen und wie der Alkohol sich auf die BZ Werte auswirkt.
Als meine Tochter 16 wurde, hat sie an ihrem Geburtstag ein Bier getrunken und wir haben alle 2 Stunden den BZ gemessen. So konnte man genau beobachten, wie der Verlauf ist. Wir haben dann auch nicht korrigiert.
Durch den Zucker im Alkohol steigt der BZ erst einmal an, aber durch den Alkohol wird die Glucoseproduktion der Leber gehemmt, so dass der BZ wieder absinkt. Also nie für Alkohol spritzen.
Verbieten bringt da gar nix, sie müssen lernen damit umzugehen. (Wir leben leider in einer Gesellschaft, wo Alkohol als Gesellschaftsdroge gilt... Bei jedem Kindergartenfest Einschulung etc. gibt es Alkohol...
Wie sollen unsere Kinder da lernen, dass man auch ohne Alkohol feiern kann?)

Wichtig ist auch, dass die Freunde Bescheid wissen und reagieren, wenn die Diakids sich komisch verhalten oder gar unter Alkoholeinfluss schlafen. Hierfür ist Vertrauen wichtig.
Ich habe damals zu meiner Tochter gesagt: Wenn du Alkohol trinken möchtest, dann sag Bescheid, dann kannst du ein paar Freundinnen einladen und ihr trinkt einen Sekt oder so...und wir messen dann öfter, um zu sehen, wie dein Körper reagiert.
Das war glaube ich ganz gut so.
Bei Jungs ist das vielleicht aber schwieriger. Viele Jungs sind sehr eng mit den Mütter verbunden, wenn sie klein sind und müssen sich dementsprechend mehr abgrenzen, wenn sie älter werden. da hat man als Mutter dann wenig zu melden, sie machen dann eher das Gegenteil...
LG Vera
tjaymam antwortete auf das Thema: #59049 21 Sep 2011 15:19
also wenn man das so liest, wird einem schon angst und bange :-( markus wird 14, einige seiner freunde sind schon älter und dürfen von daheim aus radler (limo + bier) trinken, das will er natürlich auch, wobei er sich jetzt noch strikt ans verbot hält, wie lange halt noch.... als hätte man mit dem dm alleine nicht schon genug sorgen :-(