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myGlucoDog – wenn Diabetes-Dokumentation einen vierbeinigen Begleiter bekommt

MyGlucoDogArtikelGlukosewerte, Insulin, Essen, Bewegung – wer mit Typ-1-Diabetes lebt, sammelt jeden Tag jede Menge Daten. Mit myGlucoDog möchte ein neues App-Konzept daraus mehr machen als nur Zahlen und Kurven: Ein virtueller Hund begleitet durch den Diabetes-Alltag, motiviert, vermittelt Wissen und soll vor allem Kindern und Jugendlichen ein bisschen mehr Spaß bei der täglichen Diabetes-Dokumentation bringen.

Und hinter der Idee steht jemand, den viele in der Diabetes-Community schon sehr lange kennen: Rechtsanwalt Oliver Ebert.

Ein echtes Urgestein im Diabetes-Universum

Oliver beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Diabetes – und zwar aus gleich mehreren Perspektiven. Er lebt selbst mit Typ-1-Diabetes, unterstützt als Rechtsanwalt Menschen mit Diabetes und ihre Familien bei rechtlichen Fragestellungen und engagiert sich seit vielen Jahren in der Diabetes-Community. Unter anderem war er zehn Jahre Vorsitzender des Ausschusses Soziales der Deutschen Diabetes Gesellschaft und ist Mitautor der Leitlinie „Diabetes und Straßenverkehr“.

Gleichzeitig ist Oliver vielen noch aus einer ganz anderen Ecke bekannt: als Kopf hinter DIABASS, einer Diabetes-Software, die über viele Jahre für sehr viele Menschen mit Diabetes sowie Diabetespraxen ein wichtiges Werkzeug für die Dokumentation und Auswertung von Diabetesdaten war und bis heute weiterentwickelt wird.

Man kann also durchaus sagen: Hier entwickelt niemand eine Diabetes-App nur am Schreibtisch. Oliver kennt die Herausforderungen des Diabetes-Alltags selbst, kennt die technischen Möglichkeiten – und weiß durch seine juristische Arbeit auch, welche Bedeutung Themen wie Datenschutz und der verantwortungsvolle Umgang mit Gesundheitsdaten haben.

Mit myGlucoDog bringt er diese Erfahrungen nun in eine App, die insbesondere auch Kinder, Jugendliche und Familien ansprechen soll.

Ein Hund als Diabetes-Begleiter

Das Besondere an myGlucoDog wird schon beim ersten Blick deutlich: Statt einer rein technischen Diabetes-App bekommt man einen kleinen digitalen Begleiter an die Seite.

Milo ist von Anfang an kostenlos dabei. In der Premium-Version stehen zusätzlich Luna, Flocke und Bruno zur Auswahl. Die Hunde reagieren auf Einträge, freuen sich über Fortschritte und können mit virtuellen Keksen belohnt werden.

Das klingt zunächst spielerisch – und genau das ist beabsichtigt. Gerade bei Kindern kann aus dem manchmal lästigen Dokumentieren so vielleicht eher ein kleines tägliches Ritual werden. Der GlucoDog bewertet dabei keine „guten“ oder „schlechten“ Werte, sondern begleitet und motiviert.

Aber myGlucoDog kann deutlich mehr als niedlich aussehen

Hinter den GlucoDogs steckt eine ziemlich umfangreiche Diabetes-Dokumentation. Unter anderem bietet die App:

  • Erfassung von Glukosewerten, Insulin, Mahlzeiten, Bewegung, Medikamenten und Befinden
  • Auswertungen mit Glukoseverlauf, AGP, Zeit im Zielbereich (TIR) sowie Tages- und Stundenvergleichen
  • eine Barcode-Lebensmittelsuche mit Nährwerten, Nutri-Score und Berechnung von Fett-Protein-Einheiten (FPE)
  • Quizfragen, Tipps und ein Diabetes-Lexikon, das wichtige Begriffe verständlich erklärt
  • lokale Erinnerungen für Diabetes-Routinen
  • eine Notfallkarte mit wichtigen persönlichen Informationen und Hinweisen bei Hypo- oder Hyperglykämien
  • Informationen, die beispielsweise für Schule, Kindergarten oder Betreuungspersonen hilfreich sein können
  • optional die Übernahme von Daten aus unterstützten Bluetooth-Messgeräten sowie Anbindungen an Dexcom Share und Nightscout
  • die Möglichkeit, Daten über DIABASS SecureSend an das Diabetes-Team zu übertragen.

Eine nette zusätzliche Idee ist SnapShot: Damit lassen sich Bilder und Animationen mit dem eigenen GlucoDog erstellen und beispielsweise mit Familie oder Freunden teilen.

Interessant für Familien: Schule und Notfall gleich mitgedacht

Besonders gut gefällt uns, dass myGlucoDog nicht ausschließlich auf Glukosekurven und Statistik schaut.

Eltern können wichtige Angaben, Notfallkontakte sowie Hinweise für Unter- und Überzuckerungen hinterlegen. Damit können auch Lehrkräfte, Betreuungspersonen oder andere Menschen, die ein Kind nicht so gut kennen, schnell sehen, was im Ernstfall wichtig ist. Die Notfallinformationen können auf dem Smartphone angezeigt oder ausgedruckt werden.

Gerade diese Verbindung aus Diabetes-Dokumentation, Lernen, Motivation und Alltagshilfe macht die App aus unserer Sicht für Familien interessant.

Ein Punkt, der Oliver besonders wichtig ist: die Daten

Gesundheitsdaten gehören zu den sensibelsten persönlichen Informationen überhaupt. Entsprechend interessant ist der technische Ansatz von myGlucoDog.

Für die grundlegende Nutzung ist weder eine Registrierung noch ein Cloud-Konto notwendig. Tagebuch, Auswertungen, Quiz, Lexikon, SnapShot und lokale Erinnerungen können direkt auf dem Smartphone genutzt werden; Profil-, Gesundheits- und Dokumentationsdaten werden dabei nach Angaben des Anbieters lokal auf dem Gerät gespeichert.

Eine Internetverbindung wird nur für bewusst genutzte Online-Funktionen benötigt – beispielsweise für die Lebensmittelsuche, Dexcom Share, Nightscout oder die Datenübertragung per DIABASS SecureSend.

Für uns ist das durchaus bemerkenswert in einer Zeit, in der bei vielen Apps zunächst ein Benutzerkonto angelegt und ein umfangreicher Datenaustausch mit einer Cloud akzeptiert werden muss.

Kostenlos ausprobieren

myGlucoDog lässt sich zunächst kostenlos mit Milo nutzen. Auch die wesentlichen Funktionen stehen ohne Registrierung zur Verfügung. Wer weitere GlucoDogs und zusätzliche Komfortfunktionen möchte, kann die Premium-Version nutzen. Dazu gehören unter anderem weitere Hunde, das automatische Einlesen unterstützter Messgeräte, Vorlagen für wiederkehrende Einträge und der PDF-Export.

Die App ist für Smartphones und Tablets über Apple App Store und Google Play erhältlich.

Unser Eindruck

Wir finden die Idee ausgesprochen sympathisch.

Diabetes besteht schon im Leben von Kindern aus genügend Zahlen, Entscheidungen, Alarmen und Routinen. Wenn ein kleiner Hund dazu beitragen kann, Dokumentation und Diabetes-Wissen etwas spielerischer und positiver zu erleben, dann ist das zumindest einen Blick wert.

Und bei myGlucoDog finden wir auch die Geschichte hinter dem Projekt spannend: Oliver Ebert kennt Typ-1-Diabetes selbst, kennt die Sorgen und rechtlichen Probleme von Menschen mit Diabetes aus seiner Arbeit als Anwalt und beschäftigt sich als Entwickler von DIABASS seit Jahrzehnten mit Diabetesdaten und Software.

Diese Kombination aus eigener Erfahrung, technischem Know-how und langjähriger Beschäftigung mit Diabetes findet man sicherlich nicht hinter jeder App.

Natürlich gilt auch bei myGlucoDog: Die App ist kein Medizinprodukt und ersetzt weder die medizinische Betreuung noch Systeme und Apps, auf deren Daten Therapieentscheidungen getroffen werden. Darauf weist der Anbieter ausdrücklich hin.

Aber als digitaler Begleiter, Dokumentationshilfe und Motivation für den Diabetes-Alltag finden wir das Konzept spannend – und gerade für Familien mit Kindern mit Typ-1-Diabetes könnte Milo durchaus einen neuen Freund fürs Smartphone abgeben.

👉 Weitere Informationen: www.myglucodog.com

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