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Diabetes Komplikationen reduzieren oder der Blick über den Tellerrand

Andi78
Mitglied
Neuling
Neuling

Beiträge: 1

Re: Diabetes Komplikationen reduzieren oder der Blick über den Tellerrand

04 Okt. 2026 00:32
#131546
Hallo @Querulant, ich finde alles sehr interessant was du schreibst. Ich würde gern mit euch in Kontatk treten. Wäre es möglich? Könnt ihr die Heilpratiker und Ärzte, die euch geholfen hat, mal nennen? Herzlichen Dank, Andrea

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August26
Mitglied
Gold Schreiber
Gold Schreiber

Beiträge: 132

Re: Diabetes Komplikationen reduzieren oder der Blick über den Tellerrand

05 Okt. 2026 18:11
#131557
Hallöchen,

bin schon10 Jahre unterwegs hier . Habe ausschließlich gestillt als mein Sohn Diabetes bekam.

Gab ja schon öfter solche Ansätze hier .....waren sie weiterhin erfolgreich ?

Wäre ja schon interessant.

Ich habe einen Freund in Thailand, der kommt aus Irland.  Und der sagt in beiden Ländern würde Diabetikern geraten auf Gluten zu verzichten auch ohne Zöliakie.

Mein Sohn macht da leider nicht mit...der will gerade sein wie alle anderen...

LG 
 

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Querulant
Mitglied
Junior Schreiber
Junior Schreiber

Beiträge: 11

Re: Diabetes Komplikationen reduzieren oder der Blick über den Tellerrand

08 Okt. 2026 08:12
#131563
Hallo Zusammen, 

nun sind fast 10 Jahre vergangen, seit meinem Beitrag und ich bin Euch ein Update schuldig.
Rückblickend kann man sagen, dass in allem ein Fünkchen Wahrheit gesteckt hat.
Unser Sohn ist inzwischen ein stattlicher junger Mann und hat seinen Diabetes gut im Griff. Das war aber ein langer Weg dahin und er geht nur darüber, dass er irgendwann Verantwortung für sich und seine Gesundheit übernommen hat. 
Fazit: Für Ihn ist heute eine Kohlenhydrat reduzierte Ernährung aus mehreren Gründen sinnvoll. Aus sportlichen und aus gesundheitlichen. Der Sport war irgendwann die Motivation, das ist psychologisch auch einfach positiver belegt, als wegen einer Krankheit auf etwas zu verzichten. 
Früher haben wir alles auf Gluten und Kuhmilch geschoben. Und ja, wir haben es geschafft ihn mit dieser Ernährungsform zwei Jahre lang eine Restaktivität seiner Bauchspeicheldrüse zu erhalten, bis eines Tages eine große Portion Spaghetti eine stärkere Entgleisung ausgelöst hat und es mit der Restkapazität ziemlich vorbei war. Vermeiden konnten wir es also nicht, aber wir haben einiges daraus gelernt. Natürlich war diese Phase von Verzicht geprägt und es war nicht einfach für unseren Sohn. Nachdem es also mit der Restkapazität vorbei war und er der klassischen Diabetes-Therapie zugeführt wurde, hat er alles nachgeholt. Das war die Phase für seine Seele. Resultierend in wirklich schlechten HbA1 Werten und schlechten CGM-Kurven. 

Als er älter wurde und er aus eigenem Interesse seine Werte verbessern wollte, hat das Wissen über die Ernährung wieder geholfen. 
Bei uns ist es so, dass es nicht das Gluten an sich ist. Es gibt verträglichere Formen oder unverträglichere. Welche das sind, ist individuell unterschiedlich und auch innerhalb einer Person selbst abhängig von der Lebensphase. 

Was kann man tun? Das wichtigste ist zuerst: Ein unverträgliches Lebensmittel (das kann etwas sein, dass ihr grundsätzlich schlecht vertrag oder zu viel von etwas, das in kleinen Dosen geht), kann Eure CGM-Kurve bis zu 3 Tage durcheinander bringen. Wenn ihr also viel und zu schnell auf einmal testet, kommt nichts dabei raus.
Damit habt ihr den Schlüssel, selber zu experimentieren ohne in einen Verzicht von etwas zu gehen und trotzdem ganz viel Spaß am Leben zu haben. 
Als Beispiel: es macht einen Unterschied, ob ihr die Fertigbrötchen aus dem Supermarkt nehmt, deren Teigprozess künstlich beschleunigt wurde, oder ob ihr Lebensmittel zu Euch nehmt, die nach "alter Tradition" hergestellt wurden z.B. Sauerteig oder lange Gehzeiten beim Hefeteig. 

Grundsätzlich erlebe ich als Arzt in meiner Praxis, dass Unverträglichkeiten jeglicher Form zunehmen. Ob Diabetes oder nicht und sie sind ein Treiber von chronischer Entzündung im Körper. Diese äußert sich je nach Individuum in der Verdauung, bei anderen in verstärkten Allergien, wiederum bei anderen in schmerzenden Gelenken und bei andern im schnelleren Fortschreiten chronischer Erkrankungen. Ganz einfach, wer ständig Öl ins Feuer gießt, heizt alles an.

Strikter Verzicht und Angst sind nicht die richtigen Mittel und machen psychisch krank und auch das führt nicht zu körperlicher Gesundheit. Es ist wie immer die Mitte. 
Ich könnte aus unserer Geschichte mitnehmen, dass ihr sehr wohl Möglichkeiten habt, es Eurem Körper leichter zu machen und ihm zu helfen sich zu stabilisieren. Alles extreme ist langfristig nicht haltbar und auch nicht gesund.

Ich Wünsche Euch allen das best und verbleibe mit herzliche Grüßen,
Euer Querulant
 

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