Zum Hauptinhalt springen

Werde unser Facebook Fan

Buchtips

Neu erschienen: „Take it Easy – Vorpubertär mit Diabetes Typ 1“

Take it easy Vorpubertär mit Diabetes Typ 1Wenn die Eltern peinlich werden und der Diabetes trotzdem mitmuss

Irgendwann kommt sie fast unweigerlich: die Zeit, in der aus unseren Kindern langsam Teenager werden. Plötzlich sind Eltern peinlich, Absprachen werden vergessen, Selbstständigkeit wird großgeschrieben – und gut gemeinte Erinnerungen kommen nicht immer besonders gut an.

Schon ohne Diabetes ist die Vorpubertät eine spannende Zeit. Mit Typ-1-Diabetes bekommt das Ganze noch einmal eine zusätzliche Dimension.

Genau darum geht es im neuen Buch „Take it Easy – Vorpubertär mit Diabetes Typ 1 – Wenn die Eltern peinlich werden“ von Maren Sturny. Die Autorin nimmt ihre Leserinnen und Leser mit in den ganz normalen – und manchmal ziemlich turbulenten – Familienalltag mit ihrer Tochter Sarah-Léonie.

Zwischen Loslassen und Verantwortung

Wie viel Verantwortung können und sollen Kinder bereits selbst übernehmen? Wann sollten Eltern eingreifen? Wie schafft man es, Kontrolle abzugeben, ohne die Verantwortung aus den Augen zu verlieren?

Diese Fragen kennen vermutlich viele Familien mit einem Kind mit Typ-1-Diabetes.

Maren Sturny beschreibt diese Phase sehr persönlich und aus dem echten Leben. Sarah-Léonie übernimmt zunehmend ihr Diabetesmanagement selbst, während ihre Mutter lernen muss, sich Schritt für Schritt zurückzunehmen. Gleichzeitig gibt es Situationen, in denen elterliche Unterstützung weiterhin notwendig bleibt. Genau dieses Spannungsfeld zwischen Vertrauen, Loslassen, Begleiten und Beschützen zieht sich durch das Buch.

Dabei geht es keineswegs nur um Diabeteswerte. Hormone, Schule, Freunde, Abgrenzung von den Eltern, das Bedürfnis nach Privatsphäre und der Wunsch, einfach genauso zu sein wie alle anderen, spielen mindestens eine ebenso große Rolle.

Warum klappt plötzlich so vieles nicht mehr?

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, was während der Vorpubertät eigentlich im Körper und im Kopf unserer Kinder passiert.

Maren beschreibt sehr anschaulich, warum Absprachen plötzlich vergessen werden, weshalb Jugendliche impulsiver reagieren und warum das Diabetesmanagement zeitweise scheinbar einen Schritt zurückmacht.

Für Eltern kann allein dieser Perspektivwechsel hilfreich sein: Nicht jedes vergessene Bolus, jeder ignorierte Alarm oder jede nicht eingehaltene Absprache geschieht aus Gleichgültigkeit oder böser Absicht. Im Buch wird immer wieder dafür geworben, die Veränderungen während dieser Lebensphase mitzudenken und Kinder weiterhin zu begleiten, statt nur zu kontrollieren.

Viel echter Diabetesalltag

Besonders schön finden wir, dass „Take it Easy“ kein theoretisches Lehrbuch sein möchte.

Maren hat Situationen, Notizen und Screenshots aus ihrem Familienalltag zwischen Frühjahr 2024 und Frühjahr 2026 gesammelt. Das Buch begleitet Sarah-Léonie durch ihr zwölftes und dreizehntes Lebensjahr und erzählt offen von Erfolgen ebenso wie von Chaos, Unsicherheit und Situationen, in denen eben nicht alles nach Plan läuft.

Dazu gehören unter anderem:

  • hormonbedingte Achterbahnfahrten der Glukosewerte und Herausforderungen beim Diabetesmanagement,
  • Loslassen und zunehmende Eigenständigkeit,
  • Essen, vergessene Boli und Technikprobleme,
  • Quartalstermine und Schule,
  • alleinige Aufenthalte bei den Großeltern und Bahnfahrten,
  • eine Skifreizeit ohne Eltern sowie
  • Interviews und Statements von Kindern und Familien.

Der Aufbau verbindet Hintergrundwissen, persönliche Erlebnisse, konkrete Fallbeispiele und Erfahrungen aus der Community.

Ein Buch, bei dem wir sehr gerne dabei waren

Eine ganz besondere Verbindung zu Diabetes-Kids gibt es ebenfalls:

Wir durften das Grußwort für das Buch schreiben – und haben das sehr gerne getan.

Denn viele Gedanken des Buches passen hervorragend zu dem, was uns bei Diabetes-Kids seit mehr als 25 Jahren wichtig ist: Familien miteinander zu verbinden, Erfahrungen zu teilen und immer wieder zu zeigen, dass niemand mit den Herausforderungen des Diabetesalltags alleine ist.

Gerade in der Vorpubertät verändern sich die Rollen. Unsere Kinder brauchen uns vielleicht anders als früher – aber deshalb nicht weniger.

In unserem Grußwort haben wir es so zusammengefasst: Das Buch macht Mut, ohne etwas schönzureden, nimmt Druck heraus, ohne Verantwortung kleinzureden, und zeigt, dass Entwicklung eben nicht geradlinig verläuft, sondern manchmal mit einigen Kurven und ziemlich viel Chaos dazwischen.

Unser Fazit

„Take it Easy“ dürfte vor allem Eltern an vielen Stellen ein bekanntes „Ja, genauso ist es bei uns auch!“ entlocken.

Und genau das kann ungemein guttun.

Nicht jede schwierige Phase muss sofort gelöst werden. Nicht jeder Glukoseverlauf muss perfekt sein. Und nicht jede Auseinandersetzung bedeutet, dass etwas grundsätzlich schiefläuft.

Unsere Kinder werden größer, wollen selbst entscheiden und ihren eigenen Weg finden. Unsere Aufgabe verändert sich dabei zunehmend vom Management hin zur Begleitung.

Oder um es mit dem Titel des Buches zu sagen:

Take it easy.

Denn irgendwann werden wir uns vermutlich sogar ein wenig nach der Zeit zurücksehnen, in der wir noch regelmäßig hören durften:

„Mama, Papa – du bist peinlich!“ 😉

Buchinformationen

Maren Sturny:
Take it Easy – Vorpubertär mit Diabetes Typ 1. Wenn die Eltern peinlich werden

Auflage 2026
ISBN Softcover: 978-3-693-85007-7
Weitere Informationen: www.marensturny.com 
Bestellung und Vertrieb erfolgen laut Impressum über Nova MD.

Zu Kaufen bei:

Buchtips, Expertenrat, Pubertät, Lesetip

  • Erstellt am .