Werde unser Facebook Fan

                                     

Infos zum GdB und Pflegegeld

Pflegegrade bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes

diabetesdeWenn ein Familienmitglied an Diabetes erkrankt ist, kann es sich lohnen, einen Pflegegrad anerkennen zu lassen, zum Beispiel bei einem Kind oder auch bei den älter werdenden Eltern. Menschen sind pflegebedürftig, wenn sie gesundheitlich in ihrer Selbstständigkeit oder den Fähigkeiten eingeschränkt sind und deswegen Hilfe anderer Menschen benötigen und wenn die Beeinträchtigungen, gesundheitliche Belastungen oder Anforderungen nicht alleine ausgeglichen oder bewältigt werden können.

Pflegegrade sind in fünf Grade eingeteilt; je höher der Pflegegrad, umso höher die finanzielle Unterstützung. Ab Pflegegrad 1 werden 125 € für Pflegesachleistungen bezahlt, ab Pflegegrad 2 besteht Anspruch auf Pflegegeld oder Sachleistungen, bis hin zu Pflegegrad 5, bei dem Menschen mit schwersten Behinderungen umfassende Unterstützung erhalten.

Nach dem formlosen Antrag an die Krankenkasse erfolgt im Hause des Betroffenen eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK). Es muss dabei bewiesen werden, dass eine Mehrarbeit anfällt, die bei einem gesunden Menschen im gleichen Alter nicht notwendig ist. Idealerweise sollten Sie ein Tagebuch führen, in dem Blutzuckermessungen bis hin zur Fingerkuppenpflege, zeitlicher Aufwand und alle weiteren Details dokumentiert sind.

2017 wurden bei Kinder mit Typ-1-Diabetes 80 % der Anträge anerkannt. Weitere Infos erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse sowie auf der Website des MDK: www.pflegebegutachtung.de.

Quellverweis: Diabetes-News ad hoc von DiabetesDE vom 8.3.2019
Unterstützen Sie die Arbeit vo DiabetesDE: Jetzt Förderer werden.

Tags: DiabetesDE, Pflegegeld, Behinderung, Politik, Finanzielles

Drucken E-Mail


Cheffchen antwortete auf das Thema: #112817 03 Dez 2019 18:31
Schau mal hier, da findest einige tips auch wenn jetzt für klarge schon relativ spät ist.
www.diabetes-kids.de/index.php?option=co...limitstart=30#111797

Die frage ist doch einfach, wo meinst das zu wenig Punkte bekommen hast und warum?

Cheffchen
MatHar antwortete auf das Thema: #112815 03 Dez 2019 18:06
Hallo Brini,
wir haben nach langem hin und her, etlichen MDK-Begutachtungsterminen und mithilfe unserer Anwältin letztlich Pflegegrad 2 knapp ohne Klage erreicht.

Punkte gab es nur in folgenden Modulen:

4.3.8 Abwehr pflegerischer oder anderer unterstützender Maßnahmen:
häufig (3 Punkte) -> gewichtete Punkte 7,5
Erklärung: Heftige Gegenwehr beim Setzen/Entfernen des Katheters

4.5.16 Einhaltung einer Diät und anderer krankheits- oder therapiebedingter Verhaltensvorschriften:
unselbstständig (3 Punket) -> gewichetet Punkte 20
Erklärung: Das Kind benötigt immer Anleitung, Beaufsichtigung. Das Bereitstellen der Diät reicht nicht aus. Darüber hinausgehendes Eingreifen ist (fast) durchgehend erforderlich. Das Kind weiß nicht, was es essen darf oder nicht.

Wir wünschen euch viel Erfolg!
Brini antwortete auf das Thema: #112811 03 Dez 2019 14:21
Hallo
Vielleicht kann mir hier jemand helfen! Versuche für meine Tochter PG2 zubekommen! Sind jetzt mit der Klage dran und sieht alles nicht gut aus? Wer hat es geschafft und würde mir Tips geben oder vielleicht auch sagen wo ihr Punkte bekommen habt bei welchen Modulen? Liebe Grüße
Sandra2016 antwortete auf das Thema: #111394 26 Apr 2019 16:11
P.s. Gerade fand ich noch einen zweiten Passus an anderer Stelle im Fließtext des Gutachtens, der auf die Nahrungsaufnahme eingeht und der vorhergehenden Formulierung teils widerspricht (--> nämlich auf mehr nötige Interventionen pro Tag hindeutet). Hier heißt es nun: "Bei schwankenden BZ-Werten (...) ist auf eine Einhaltung der Nahrungsmenge besonders zu achten. Aufgrund des Alters sind Aufforderungen dazu erforderlich."
Sandra2016 antwortete auf das Thema: #111393 26 Apr 2019 15:52
Wir bekamen bei unserem Kind (damals 6 Jahre, HH, Diabetes u.a.) zunächst nur PG1, nach Widerspruch (persönliche Neubegutachtung) PG2. Im zweiten Gutachten wertete der MDK unter 4.5.16 die Diät als "überwiegend selbstständig" mit der Notiz: "Erinnerung/Einhaltung der Nahrungsaufnahme ist aufgrund des Alters max. 1 x täglich erforderlich. Das Essen wird durch die Eltern bereitgestellt."
Es ist natürlich nicht so, dass wir durchschnittlich nur "max. 1 x täglich" erinnern, sondern wir müssen häufiger mit TZ/schnellen KE intervenieren wenn der BZ absinkt, müssen ans Essen oder Essensbeginn (wenn z.B. Bolus schon abgegeben) erinnern, etc., aber wir haben hier nicht nochmals Widerspruch eingelegt und es gut sein lassen, da uns im zweiten Durchgang zumindest andere wichtige/angemessene Punkte zuerkannt wurden, die insgesamt zu PG2 führten.
Für angemessen halte ich bei Kindern in diesem Alter (und zumal bei Vierjährigen) die Wertung "überwiegend unselbstständig", da ja eine Überwachung erforderlich ist (Auswiegen, Bereitstellen, Schauen, dass alles gegessen wurde, ggf. KE ersetzen wenn nicht aufgegessen wurde usw.).
Ich hoffe, das hilft!

Das könnte auch interessant sein

Login