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Neues aus Forschung

Fr1da-Studie initiiert zweite Typ 1 Diabetes-Telefonaktion

fride2Ein erfahrenes Expertenteam aus Kinderärzten, Diabetologen und einer spezialisierten Diabetes-Psychologin der bayernweiten Fr1da-Studie bietet interessierten Anrufern zwei Stunden lang die Möglichkeit, Antworten auf alle Fragen zum Thema Typ 1 Diabetes zu erhalten.

Typ 1 Diabetes betrifft ca. 5 – 10 Prozent aller Diabeteserkrankungen und ist im Unterschied zum Typ 2 Diabetes nicht durch Übergewicht oder Bewegungsmangel bedingt. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine Autoimmunerkrankung, die durch ein fehlgeleitetes Immunsystem bedingt fälschlicherweise die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse angreift und zerstört. In Folge müssen die Betroffenen ihr Leben lang Insulin spritzen. Doch dies ist nicht der einzige Unterschied zwischen Typ 1- und Typ 2 Diabetes.

Vielmehr beginnt der Typ 1 Diabetes in aller Regel im Kindes- und Jugendalter, so dass die Erkrankten über einen wesentlich längeren Zeitraum Insulin spritzen müssen. Demzufolge treffen bei unzureichender Blutzuckereinstellung häufiger Spätfolgen wie Nervenschädigungen, Nierenerkrankungen, Gefäßverkalkungen oder auch diabetische Netzhauterkrankungen auf. Ferner gestaltet sich die Blutzuckereinstellung gerade im Kindes- und Jugendalter oft als eine große Herausforderung für die Familien. Nicht nur, weil die Kinder selbst früh lernen müssen, den Blutzucker selbständig zu messen und verantwortungsvoll mit der Insulin-Therapie umzugehen. Durch Wachstums- und Entwicklungsphasen lässt sich der Blutzucker mitunter nur schwer kontrollieren. 

Deshalb möchten die Initiatoren der bayerischen Fr1da-Studie in Kooperation mit dem Sender Bayern 2 des Bayerischen Rundfunks insbesondere Menschen mit Typ 1 Diabetes die Möglichkeit eröffnen, am 15. November 2016 von 19 – 21 Uhr Fragen und Sorgen im Rahmen der Telefonaktion mit fünf Experten zu besprechen. Die Fr1da-Studie ist ein bayernweites Typ 1 Diabetes-Früherkennungsprogramm, an dem alle Familien mit Kindern zwischen 2 und 5 Jahren in Bayern kostenlos teilnehmen können. 

Unsere Experten

  • Dr. med. Désirée Dunstheimer, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Diabetologin DDG, leitende Oberärztin am Klinikum Augsburg
  • Dr. med. Ilse Engelsberger, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Leiterin der pädiatrischen Diabetesambulanz, Oberärztin an der Kinderklinik München Schwabing
  • Dr. med. Uwe Ermer, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Oberarzt in der Kinderklinik der Kliniken St. Elisabeth in Neuburg a. d. Donau
  • Prof. Dr. rer. nat. Karin Lange, Diplom-Psychologin, Fachpsychologin Diabetes DDG, Leiterin der Forschungs- und Lehreinheit Medizinische Psychologie an der Medizinischen Hochschule Hannover
  • Dr. med. Horst Seithe, Facharzt für Kinder-und Jugendmedizin, Diabetologie, Allergologie - Leiter der Diabetes-Ambulanz für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene am Klinikum Nürnberg Süd

Wann? 15. November, 19 – 21 Uhr

Telefonnummer 0800 – 44 11 55 4

Weitere Informationen www.fr1da-studie.de

Fr1da-Studie

Die Fr1da-Studie ist ein weltweit einmaliges Projekt zur Früherkennung von Typ 1 Diabetes. Im Rahmen der U-Untersuchungen beim Kinderarzt (U7, U7a, U8, U9), aber auch bei jedem anderen Kinderarzttermin, können alle in Bayern lebenden Eltern ihre Kinder im Alter zwischen 2 und 5 Jahren kostenlos auf ein Frühstadium des Typ 1 Diabetes untersuchen lassen. Der Test wird anhand weniger, aus dem Finger entnommener Blutstropfen durchgeführt. 

Die Fr1da-Studie wird vom Helmholtz Zentrum München in Kooperation mit der Technischen Universität München, dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V., dem Landesverband Bayern und dem PaedNetz Bayern sowie dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege durchgeführt. Schirmherrin des Projekts ist die bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml, MdL.

Helmholtz Zentrum München

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für
Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 31.000 Beschäftigten angehören. www.helmholtz-muenchen.de

Das Institut für Diabetesforschung (IDF) befasst sich mit der Entstehung und Prävention von Typ 1 Diabetes und Typ 2 Diabetes als Spätfolge eines Gestationsdiabetes. Ein vorrangiges Projekt ist die Entwicklung einer Insulin-Impfung gegen Typ 1 Diabetes. In groß angelegten Langzeitstudien untersucht das IDF den Zusammenhang von Genen, Umweltfaktoren und Immunsystem für die Pathogenese von Typ 1 Diabetes. Mit den Daten der Geburtskohorte BABYDIAB, die 1989 als weltweit erste prospektive Diabetes-Geburtskohorte etabliert wurde, konnten Risikogene sowie Antikörperprofile identifiziert werden. Diese lassen Vorhersagen über Entwicklung und Ausbruch von Typ 1 Diabetes zu und werdendie Klassifizierung und den Diagnosezeitpunkt verändern. Das IDF ist Teil des Helmholtz Diabetes Center (HDC).

Hinweise zur Teilnahme:
Wann? 15. November, 19 – 21 Uhr

Telefonnummer 0800 – 44 11 55 4

Weitere Informationen www.fr1da-studie.de 

Tags: Heilung, Forschung, Fr1da Studie, DDG, Ursachen, Helmholz Zentrum, Prävention, Organisationen

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