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Familie des Monats

Familie Quagliato: Familie des Monats

20130914 055Wo lebt ihr?
Bozen (Südtirol - Italien)

Wie würdet ihr Euch und Eure Familie am besten beschreiben?
Wir sind eine ganz normale Familie: Vater, Sohn und Stiefmutter. Wir Eltern arbeiten ganztags, unser Sohn geht auf die Schule. Unsere Hobbys sind Modellfliegen, Hockey, Computerspielen und Fotografie. Unser Motto ist “Geht nicht, gibt es nicht!”

Wer oder was macht Eure Familie glücklich?
Wir sind grundsätzlich eine sehr glückliche Familie. Glücklich macht uns das Miteinandersein, egal was wir unternehmen, auch wenn wir daheim sind und jeder mit den eigenen Hobbys beschäftigt ist.
Unser Kind besucht heuer die 1.Oberschule und obwohl er Diabetes hat, hat er seinen Wunsch die Sportschule zu besuchen nicht aufgegeben. Sein Ziel ist es, irgendwann in der DEL zu spielen. Seit Schulanfang lebt er unter der Woche im Heim (die Sportschule ist in Sterzing, 1 Stunde von Bozen entfernt) und händelt alles selbstständig. Wir sind auf unser Kind stolz, weil er seinen Traum nie aufgegeben hat – mit oder ohne Diabetes – und wir sind auf uns stolz, weil wir ihm die Sicherheit gegeben haben, dass wenn er will er alles schaffen kann.

Was sind Eure Hobbys und bevorzugten Aktivitäten?
Meine Lieblingshobbys sind Hockey und WordOfWarcraft.
Ich spiele selbst Hockey (bin Goalie): sowohl in meiner Vereinsmannschaft als auch im italienischen U15-Nationalteam. Meine größte Angst als mir gesagt wurde, dass ich Diabetes habe, war es, dass ich nicht mehr Sport betreiben konnte. Jedoch hat mir der Arzt sofort gesagt, dass Sportbetreiben das Beste für Diabetiker ist.

 Was hilft Euch durch den Alltag mit Diabetes?
Als unserem Kind Diabetes festgestellt wurde brach uns allen die Welt zusammen. Wir Eltern mussten aber auch gleich der Realität ins Auge blicken: es handelte sich nicht um eine tödliche Krankheit … wieso sollten wir deshalb unserem Kind nicht weiterhin ein normales Leben schenken können? Schon ab den ersten Stunden in der Klinik haben wir uns allen drei versprochen, dass wir es alle miteinander geschafft hätten. Und das haben wir!! Nach 7 Tagen Klinik konnten wir schon nach Hause, da unser Sohn schon bei Vielem selbstständig war. Wir haben unser Leben ganz gleich wie vor dem Diabetes geführt, wir haben auf nichts verzichtet und wollen und werden auch auf nichts verzichten, denn wir leben nicht für den Diabetes sondern wir leben mit dem Diabetes. Wenn man will schafft man alles. Was uns durch den Alltag führt? Unser Leben zu leben!

Was ist Euer Lieblingsessen oder Snack und warum?
Tja der Dok wäre wohl nicht so froh aber am Liebsten esse ich Pizza! Bin nicht so ein Snack-Esser, außer meine Sport-BE (da ist Pick-Up das Beste).

Welche Informationsquellen waren Euch seit der Diagnose Diabetes hilfreich?
Wir haben zwei Bücher gekauft, die uns bei Zweifeln geholfen haben:
- “Kinder und Jugendliche mit Diabetes” (Hürter – von Schütz – Lange)
- “Diabetes- und Sportfibel” (Ulrike Thurm/Bernhard Gehr)
Das Sportbuch empfehlen wir allen Sportlern, da sind interessante Tips & Tricks dabei!

Wann und wie wurde bei Eurem Kind bzw. Kindern Diabetes festgestellt?
Unserem Kind wurde am 27.07.2012 beim Urintest während der jährlichen Sportvisite Diabetes festgestellt. Der BZ war so hoch (fast 500) dass wir gleich ins Krankenhaus fahren mussten.

Habt Ihr bzw. Euer Kind schon mal an einem Diabetes Camp oder einer Diabetes Kur teil genommen und was sind Eure Erfahrungen?
Unser Kind war noch nie auf einem Camp und hat auch nie das Bedürfnis gehabt. Seine Freunde, Schul- und Hockeykameraden haben ihn wie immer behandelt, er hat sich unter anderen Leuten nie anders gefühlt, denn wie er schon am zweiten Tag einer Frau gesagt hat “Ich bin nicht krank, meinem Körper fehlt nur ein Baustein!”

Wie macht ihr am liebsten Urlaub und wie handhabt ihr den Diabetes im Urlaub?
Meinen Urlaub verbringe ich am Meer, im Wellness und bei den Hockeycamps (ganz allein schon nach 2 Monaten). Wieso sollte ich mir was fehlen lassen? :-)

Alles was ihr sonst noch schreiben möchtet. z.B. welche Fragen hier noch fehlen oder zuviel sind und wie ihr diese Aktion findet
Wir möchten allen Kindern und hauptsächlich allen Eltern Folgendes mitteilen: Lebt euer Leben!! Lasst eure Kinder Kinder sein, sie verdienen sich es, auch wenn sie Diabetiker sind. Ist mal der BZ hoch … kann ja mal vorkommen. Fühlt sich euer Kind wohl, wird sein BZ auch immer OK sein (Anfangs hatten wir einen HbA1c von 16,5%, nach zwei Monaten 8,5% nach einem Jahr ist er nun unter 7%). Perfekt kann BZ nie sein, wir sind ja auch nicht perfekt. Unterstützt euer Kind 100%, das würdet ihr auch tun wenn er nicht Diabetiker ist, oder? Behandelt es nicht “anders” denn unsere Kinder sind nicht “anders”, sie wollen auch nicht “anders” behandelt werden. Lehrt ihm mit Diabetes umzugehen, jedoch müßt ihr es davor auch lernen und akzeptieren. Euer Kind braucht euch, seid stark und zeigt nie eure Schwächen und traurigen Momente … er wird sonst sich selbst die Schuld geben, jedoch hat er keine Schuld, niemand hat daran Schuld.
Vergessen wir nie: es handelt sich um unser Kind!

Diabetes-Kids Mitglieder finden hier das Benutzerprofil von Fam. Quagliato

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