Werde unser Facebook Fan

                                     

Forschungsansätze zur Heilung von Diabetes

Diabetes Typ 1 mit Insulin verzögern oder gar verhindern

München – Der Ausbruch der chronischen Stoffwechselerkrankung Diabetes Typ 1 könnte künftig verhindert werden. Mit der POInT-Studie geht jetzt die erste Prävenions­studie von der Pilotphase über in die klinische Prüfung. Bei mehr als 1.000 Kindern zwischen 4 und 7 Monaten mit Diabetes-Risikogenen wollen die Forscher um Anette-Gabriele Ziegler und Peter Achenbach vom Helmholtz-Zentrum München und der Technischen Universität (TU) München Insulinpulver doppelblind und placebo­kontrolliert testen. Das Ziel: Die Anzahl der Diabetesmanifestationen in den folgenden 7 Jahren halbieren.

Mehr Infos und Quellverweis: aerzteblatt.de vom 30.1.2019

Tags: Forschung, Studien, Helmholz Zentrum, Prävention

Drucken E-Mail


Cheffchen antwortete auf das Thema: #110810 11 Feb 2019 01:12
Hallo @IngaMarie,

es ist wie @Wenke, die wirkung passiert so, das Imunsystem wird trainiert, eine Art Hypersensiebiliesierung wie bei einer Allergie, nur hier bevor die Allergie auftritt.
Der Körper nimmt das Insulin ja nicht pur auf, sondern spaltet es weiter auf, so kann es zwar nicht mehr wirken, wie normal aber das Imunsystem erkennt immer noch die Andokstellen und so wird der körper Trainiert. (glaube ich mal gelesen zu haben)
Wie so die Dosen so groß sind? vielleicht werden doch Andokstellen zerstört und so wird sichergestellt das genügend ganze im Körper ankommen? oder.....?

Cheffchen
IngaMarie antwortete auf das Thema: #110803 10 Feb 2019 17:04
Hallo Heike,
wo die Wirkung des oralen Insulins erfolgt und die Antikörper verhindert werden, habe ich nicht gefunden.
Mir ist schon klar, dass keinesfalls alles im Blut ankommen kann, sonst wäre die Wirkung kaum kompensierbar.
Nichtsdestotrotz erscheint mir die Dosis im Vergleich zu injiziertem Insulin gewaltig. Der Preisvergleich ist wegen der unterschiedlichen Zusammensetzung kaum möglich, aber so ganz umsonst ist das sicherlich nicht.
LG Ralf
Wenke antwortete auf das Thema: #110780 07 Feb 2019 21:03

IngaMarie schrieb: Mir war schon klar, dass orales Insulin weniger wirksam ist, aber so viel weniger?
Hätte ich so nicht vermutet...


Hallo Ralf,

ist es nicht so, dass es, so wie es hier eingenommen wird, sowieso gar nicht wirkt? Also ich meine nicht in dem Sinne, dass es irgendwie den Blutzucker senken würde... Es wird doch verdaut und kommt gar nicht mehr wirksam im Blut an. Es soll doch nur bewirken, dass keine/weniger Antikörper gebildet werden.

Oder habe ich da was falsch verstanden?

LG Heike
IngaMarie antwortete auf das Thema: #110778 07 Feb 2019 18:57
Erstaunlich finde ich die vorgesehene Dosis: Für die geplante Studie sind das 3 Jahre lang jeweils 7.5 mg Insulin täglich, bei Vorgängerstudien wurden die besten Ergebnisse sogar bei 67 mg oral täglich erzielt (an 6 Teilnehmern).
Wir kennen ja stets nur die Insulineinheiten und können mit der Gewichtsangabe wenig anfangen, zumal vom injizierten Insulin das meiste aus Lösungsmittel besteht (Wasser, meine ich).
Ein kurzer Besuch bei Wiki ergibt den Umrechnungsfaktor von 28 IE/mg. Das wären dann ca. 200 IE (7.5 mg) bzw. bei 67 mg sogar 2000 IE täglich! Mir war schon klar, dass orales Insulin weniger wirksam ist, aber so viel weniger?
Hätte ich so nicht vermutet...
"A world without 1" klingt traumhaft - ob wir das (keine Neumanifestationen) erleben werden?
Ralf

Login