Plymouth/Cambridge – Britische Forscher bringen den Typ-I-Diabetes mellitus mit Virusinfektionen in Verbindung. Eine Gruppe berichtet in Diabetologia (2009; doi: 10.1007/s00125-009-1276-0), dass 60 Prozent aller neu erkrankten Kinder Proteine von Enteroviren in den Beta-Zellen haben. Die andere Gruppe zeigt in Science (2009; doi: 10.1126/science.1167728), dass Varianten in einem Gen, das Interferone zur Virusabwehr reguliert, vor einem Typ-I-Diabetes mellitus schützen könnten.

Der Typ-I-Diabetes mellitus ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Antikörper die Beta-Zellen zerstören. Dies schließt weder eine genetische noch eine infektiöse Ursache aus. Für eine genetische Ursache gibt es gute Belege aus der Zwillingsforschung. Eineiige Geschwister von Typ-I-Diabetikern erkranken zu 40 Prozent ebenfalls an einem Typ-I-Diabetes mellitus.

Infektiöse Ursachen werden bei Autoimmunerkrankungen grundsätzlich diskutiert, weil eine zufällige Übereinstimmung von Antigenen der Erreger mit denen des Patienten eine versehentliche Attacke des Immunsystems plausibel erklären könnte.

Quelle und mehr Informationen beim Ärzteblatt vom 9.3.2009

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