In einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des IQWiG steht folgendes:

Kurzwirksame Insulinanaloga: Studien liefern keine Belege für Zusatznutzen bei Kindern und Jugendlichen mit Typ1-Diabetes

Langzeituntersuchungen fehlen / Schadenpotenzial bleibt unklar / Gerade für Menschen in der Entwicklungs- und Wachstumsphase wären aussagekräftige Studien dringend notwendig

Ob Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus Typ 1 von einer langfristigen Behandlung mit kurzwirksamen Insulinanaloga mehr Vor- oder Nachteile haben als von kurzwirksamem Humaninsulin, bleibt mangels geeigneter Studien unklar. Die verfügbaren Ergebnisse aus klinischen Vergleichen mit höchstens einjähriger Laufzeit liefern jedenfalls keine Belege für einen Zusatznutzen. Das gilt sowohl im Vergleich zu Humaninsulin als auch im Vergleich der Analoga untereinander. Zu diesem Ergebnis kommt der am 16. November veröffentlichte Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Weil Insulin gerade in der Wachstums- und Entwicklungsphase des Menschen vielfältige Funktionen hat, und es unklar ist, wie sich Insulinanaloga dabei auswirken, hält das Institut Studien mit längerer Laufzeit für dringend notwendig.

Quellverweis und mehr Informationen: IQWiG Pressemeldung vom 16.11.2009

 

Zusatzkommentar von Diabetes-Kids:
Es scheint als wolle das IQWiG wieder einmal an der Kostenschraube drehen und unseren Kindern diese modernen Medikamente vorenthalten. Der positive Einfluss von kurzwirksamen Insulinanaloga auf die Lebenqualität und Flexibilität unserer Kinder wird nicht in Betracht gezogen. Wir müssen wohl zu gegebener Zeit in dieser Angelegenheit wieder auf die Barrikaden.

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