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THEMA: Augenarzttermin

Augenarzttermin 02 Feb 2010 13:52 #35329

  • Wilhelmchen
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Hallo alle zusammen,

ich muß hier meinem Ärger Luft machen. Ich war letzte Woche mit meiner Tochter bei dem jährlichen Augenarzt-Check. Dieser Halbgott in Weiß (das glaubt er bestimmt selber von sich!!!) wollte gleich den Langzeitwert wissen, was ja völlig iO ist. Als ich ihm den letzten Wert von 7,3 nannte, wies er mich vor meiner Tochter (6 Jahre) zurecht, daß der Wert sehr schlecht wäre u. das sich bestimmt auf die Augen auswirkt. Ein Wert über 7 ist für ihn absolut undiskutabel u. er kennt nur Kinder, die wesentlich besser eingestellt sind. Ich sollte gefälligst daran arbeiten. Ich konnte kaum etwas auf seine Äußerungen erwideren, zumal meine Tochter dabei war u. ich merkte, daß sie total überfordert war.
auch meine Hinweise, daß wir spritzen u. keine Pumpe haben u. Nina noch in der Remission wäre, schmetterte er sofort hab.
Wir haben die Untersuchung hinter uns gebracht, aber dieser Arzt sieht mich nie wieder.
Wie läuft das bei Euch so ab?
Wie oft geht Ihr zum Augenarzt?

Danke für s lesen, aber das mußte einfach raus.

Liebe Grüße aus dem tiefverschneiten Bayern

Petra

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Aw: Augenarzttermin 02 Feb 2010 14:29 #35331

  • Lili
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Hallo Petra,

wir gehen ab nächstem Jahr zum Augenarzt, weil unser Diabetologe sagte, eine jährliche Untersuchung sollte man ab dem 5. Jahr nach Erstmanifestation machen. Bei uns also, wenn meine Tochter 7 Jahre alt ist.

Der HbA1C von ihr liegt im Moment über 8. Auch wir arbeiten daran, dass er besser wird, aber ohne Pumpe ist das schwierig. Was hätte der Augenarzt wohl hierzu gesagt?

Ich suche jetzt gerade einen speziellen Kinder-Augenarzt, wo wir auch nicht so lange warten müssen. Als ich mal wegen eines Akutfalls vor 2 Jahren mit ihr bei meinem üblichen Augenarzt waren, mussten wir über 2 Stunden warten. Und diese 2 Stunden muss man in etwa auch einkalkulieren, wenn man einen Termin hat.

LG Lili

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Aw: Augenarzttermin 02 Feb 2010 16:12 #35337

  • Celina
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Hallo Petra,

ja es gibt immer Menschen die es besser wissen wollen.

Ich finde den Wert von 7,3 nicht wirklich Hoch. Besonders wenn deine Tochter in der Remission ist.

Mich würde dieser Augenarzt auch nicht wieder sehen.

Wir mussten auch 1x wechseln. Weil der erste Augenarzt Angst vor Körperkontakt hatte. Gab niemanden die Hand und machte alles auf Abstand. Wir kamen uns vor wie eine Bakterienschleuder die man schnell loswerden müsste.

Der neue Augenarzt ist super und geht super auf unsere kleine ein.

Gruss Nadja und Celina

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Aw: Augenarzttermin 02 Feb 2010 17:09 #35340

  • Gottwalt
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Hallo,

selbstverständlich macht einerseits der Ton die Musik, und sich vom Augenarzt abkanzeln zu lassen geht nicht. Ohne Frage.

Andererseits: Fachlich hat er recht, aus seiner Sicht. Denn die Augenärzte, Nierenärzte, Herz- und Gefäßärzte sehen die Spätfolgen, das ist ihr täglich Brot, da sehen die Kinderdiabetologen ihre ehemaligen Patienten schon lange nicht mehr. Und nach aktuellem Stand der Forschung ist gerade der Hba1c während der Kindheit und Jugend, und gerade während der ersten Jahre nach Erstmanifestation, besonders wichtig zur Vermeidung von Spätschäden. Und jeder Hba1c oberhalb der Normspanne ist grundsätzlich und immer verbesserungsbedürftig.

Mir ist klar, daß insbesondere in der Pubertät ein Hba1c von 7,3 ein Traumwert wäre, aber bei einer Sechsjährigen in der Remission, da ist sicherlich eine bessere Einstellung möglich, die Frage ist nur, zu welchem Preis. Du könntest ihm ja vorschlagen, daß er die Pumpe und den Dauersensor und eine regelmäßige Nachtwache bei der Krankenkasse durchsetzt, und dann darf er auch gerne einen Hba1c unter 7% fordern.

Lieben Gruß

Gottwalt

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Aw: Augenarzttermin 02 Feb 2010 17:22 #35341

  • MarieR
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Hallo Petra,
das ist ja echt eine Frechheit, was dieser Augenarzt da von sich gibt!
In der Fachliteratur heisst es, dass für Kinder unter 6 Jahren der HbA1c nicht unter 8 liegen sollte, weil sonst die Gefahr von Hypos zu groß ist. Erwachsene Diabetiker schaffen zwar Werte zwischen 5 und 6, aber häufig nur mit sehr viel Disziplin. Wie soll das bei einem Kind gehen?!!! 7,3 ist also ein Traumwert, lass Dich nicht verunsichern. Außerdem soll sich der Augenarzt ja um die Augen an sich kümmern, unabhängig vom HbA1c.
Maja

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Aw: Augenarzttermin 02 Feb 2010 17:34 #35343

  • Gottwalt
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Hallo Maja,

in welcher halbwegs aktuellen Fachliteratur steht das vom Hba1c (nicht Hba1) nicht unter 8? Das wüßte ich sehr sehr gerne!

Und zum Augenarzt: Nein, der muß sich schon auch um die Einstellung kümmern, zumindest muß er seine Sichtweise dazu mitteilen. Aber wie immer macht der Ton die Musik.
Da ich ja familiär ständig mit Ärzten zu tun habe, die eben die Folgen des Diabetes therapieren müssen, kann ich deren Sichtweise wirklich verstehen, und der Wunsch nach einer möglichst normnahen Blutzuckereinstellung ist wirklich berechtigt!

Lieben Gruß

Gottwalt

Nachtrag: Hier auf der ersten Seite ist doch direkt ein Artikel, der über entsprechende Studien zu Spätfolgen berichtet. Und auch die S3-Leitlinie ist diesbezüglich überdeutlich.
Ich kann mir allerhöchstens vorstellen, daß derartige Aussagen zu Zeiten der CT noch angemessen waren.

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Letzte Änderung: von Gottwalt.

Aw: Augenarzttermin 03 Feb 2010 16:40 #35380

  • Lamona
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Hallo Petra,

eben diesen Spruch habe ich mir vor Jahren vom Augenarzt meiner Tochter Lara auch anhören müssen. Der HbA1c war 7,2.
Trotz Pumpe. Mir war klar, der Mann meinte es nicht böse. Die Gefahr von Folgeschäden war und ist mir durchaus bekannt. Ich habe ihn daraufhin hingewiesen, aber ihn auch gefragt, wieviele Kinder in dem Alter (damals 5 Jahre) er denn schon mit einem normnahen HbA1c eingestellt habe. Das hat er verstanden, er wollte wohl nur sichergehen, dass ich die Sache nicht wie viele Diabetiker aus seiner Praxis schludern lasse... Im übrigen lasse ich mir von keinem Arzt und keinem Laien mehr sagen, der HbA1c müsse den oder den Wert haben. Wir versuchen es so gut wie möglich hinzukriegen und das mir allem uns möglichen Einsatz, aber Lara soll auch noch ein normales Leben haben. Die Entscheidung, für wie wichtig man den perfekten HbA1c hält und welchen Preis man (bzw. das Kind) dafür zahlt, muss jede Familie für sich treffen. Ich bin sicher, die meisten hier reiben sich für gute Werte ihrer Kinder auf, aber nicht bei jedem zeigt sich das im HbA1c.
Liebe Grüße
Cornelia

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Aw: Augenarzttermin 03 Feb 2010 18:10 #35383

  • Gottwalt
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  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Lamona schrieb unter anderem:

Wir versuchen es so gut wie möglich hinzukriegen und das mir allem uns möglichen Einsatz, aber Lara soll auch noch ein normales Leben haben. Die Entscheidung, für wie wichtig man den perfekten HbA1c hält und welchen Preis man (bzw. das Kind) dafür zahlt, muss jede Familie für sich treffen.


Und genau an diesem Punkt setze ich dann immer ein und fordere entsprechende Unterstützung. Haushaltshilfe als Nachtwache für die nächtliche Basalratenüberprüfung, lieber Augenarzt, bitte verordne uns das alle vier Wochen! Alternativ den Dauersensor.

Ich bin sicher, die meisten hier reiben sich für gute Werte ihrer Kinder auf, aber nicht bei jedem zeigt sich das im HbA1c.
Liebe Grüße
Cornelia


Die allerwenigsten Ärzte (auch die allerwenigsten Diabetologen!) wissen, welche Belastung diese Erkranung zumindest phasenweise für uns Eltern bedeutet. Ich erlebe das derzeit im Freundeskreis, wo nun Herz- und Gefäßarzt, Nierenarzt, Augenarzt und Nervenarzt zum ersten Mal "hautnah" erleben, was es bedeutet, eine nahezu normoglycämische Einstellung hinzubekommen. Auch, was da vom Kind gefordert wird!

Lieben Gruß

Gottwalt

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Aw: Augenarzttermin 03 Feb 2010 20:04 #35385

  • MarieR
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Hallo Cornelia,
danke, Du sprichst mir aus dem Herzen!

@Gottwalt: "nicht unter 8" ist wohl etwas irreführend, ich meinte, dass HbA1c bis 8 bei Kleinkindern absolut in Ordnung sind. Je älter der Diabetiker ist, umso eher sollte man natürlich darauf achten, möglichst normale Werte zu bekommen. Aber ein BZ von 250, schnell entdeckt und korrigiert, löst keine Folgeerkrankungen aus.

Gottwalt, Du tust alles, damit Semjon nahezu normale BZ-Werte hat. Aber sei Dir sicher, das versuchen wir und die meisten aktiven Eltern hier auch. Wie weit jedes einzelne Elternpaar geht, muß jeder für sich entscheiden. Du forderst Nachtwache, Sensor usw. Aus eigener Erfahrung - Marie trägt den Sensor - kann ich da nur sagen: wir tun auch unser Bestes. Aber wenn von 10 aufeinanderfolgenden Nächten der BZ-Verlauf total unterschiedlich ist, kann man die Basalrate zT nicht optimal einstellen. Und selbst, wenn ein Kind wochenlang traumhafte Werte hat, zeigt sich das nicht unbedingt im HbA1c, auch diese Erfahrung haben wir gemacht und unsere Diabetologin wußte keine Erklärung.
Manchmal scheint es mir so, als würde sich bei Dir und Semjon alles nur noch um den Diabetes drehen. Ich hoffe, das ist nicht so und dass Du Semjon auch Stunden verschaffst, in denen sein DM nicht so präsent ist.

Maja

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Aw: Augenarzttermin 03 Feb 2010 20:32 #35387

  • Gottwalt
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Hallo Maja,

danke für Deine Antwort, und die klaren Worte!
Bereits in meinem ersten Beitrag hier schrieb ich ja

da ist sicherlich eine bessere Einstellung möglich, die Frage ist nur, zu welchem Preis.

.
Und das ist genau der Punkt, den Du zu recht anmahnst.

Für mich persönlich ist hier in diesem Forum der Ort, wo es sich um den Diabetes dreht, auch, damit er eben ansonsten nicht dominant ist. Also die virtuelle Selbsthilfegruppe.
Wie ich auch schon schrieb: Die Fachärzte hier aus dem Familienkreise, die permanent mit den Diabetesfolgen zu tun haben, erleben tatsächlich bei Semjon zum ersten Mal konkret, was es wirklich bedeutet, ein diabetisches Kind täglich zu betreuen. Und, ich schrieb es schon woanders, der Patenonkel unseres Jüngsten, seines Zeichens unter anderem Kardiologe, Internist/Endokrinologe, Sozial- und Rehamediziner, scheiterte kläglich beim Versuch, Semjon wenigstens einen Nachmittag lang beim Schlittenfahren zu betreuen, trotz häufigen Kontakts und knapper, aber vollständiger "Einweisung". Semjon hatte bei ihm die erste kräftige Unterzuckerung seit einem Jahr. Und er vergaß doch tatsächlich das Messen und Bolen vor dem Essen. Das ist halt die Sache mit Theorie und Praxis.

Er forderte z. B. immer mit Vehemenz von seinen Herzpatienten schon im Vorfeld der geplanten Operationen eine normoglykämische Einstellung (weil dies die postoperative Heilung extrem verbessert) und hatte bisher nicht wirklich realisiert, was das im Alltag bedeutet (z. B. für einen alleinstehenden Diabetiker, der einfach Angst vor nächtlichen Unterzuckerungen hat, weil sie halt gelegentlich auftreten ...). Nun lernt er, und setzt seither vermehrt die dafür notwendigen Hilfen ein ...

Lieben Gruß

Gottwalt

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