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THEMA: Diabetes wie diagnostizieren

Diabetes wie diagnostizieren 15 Mär 2017 10:06 #104502

  • Mathias
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  • Therapieform:
Ich bin Pflegevater und habe ein kind das tw sehr weinerlich und wütend aggiert dabei oft nach süßem verlangt gebe ich ihm dann etwas süßes verändert sich sein verhalten inerhalb von Minuten zum "Normalen"...
die eltern haben lt Blutbild vom Kinderarzt Diabetis ausgeschlossen... ich denke trotzdem daran wo hole ich mir hilfe. ??

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Diabetes wie diagnostizieren 15 Mär 2017 10:28 #104504

  • mibi74
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Hallo.

Nun, Zucker ist nicht nur ein Genussmittel sondern auch ein Suchtmittel. Es ist nicht auszuschließen, dass der Blutzuckerspiegel des Kindes sinkt und er deswegen so ungehalten wird. Das kommt auch bei gesunden Menschen vor. Ich bin einer davon. Gerade morgens kann es mir passieren, wenn ich nicht esse oder zu wenig, dass es mir den Blutzucker in einen kritischen Bereich haut. Deswegen bin ich auch schon umgekippt.

Weinerlichkeit und Aggression kann aber noch andere Ursachen haben, nämlich, dass das Kind gelernt hat, damit an sein gewünschtes Ziel zu kommen. Da wäre es interessant, wie die Eltern mit den Forderungen ihrer Kinder umgehen.
Und wenn sich sein Verhalten danach ändert ... es hat ja bekommen was es wollte und ist danach friedlich.

Ausschließen kann man es letztendlich erst mit Sicherheit, wenn in so einer Situation der Blutzucker gemessen würde. Läge der niedrig, also so um die 50 mg(oder noch tiefer), dann hat seine Wesensveränderung mit dem niedrigen Zuckerspiegel zu tun. Es gibt seltene Erkrankungen, die eine erhöhte Insulinproduktion erzeugen. Dies wiederum kann nur ein Arzt abklären.

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Diabetes wie diagnostizieren 15 Mär 2017 10:45 #104505

  • mibi74
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  • Geburtsjahr: 2005
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Übrigens, wenn der Diabetes auftritt, bzw diagnostiziert wird, fällt er durch eine ganz andere Symptomatik auf. Die Kinder haben ständig Durst, müssen ständig aufs Klo, verlieren an Gewicht, werden blass, lethargisch und das letzte Stadium geht dann mit Kurzatmigkeit einher. Man nennt das Kussmaulsche Schnappatmung.

Das kommt, weil der Blutzucker unnatürlich ansteigt, bis zum lebensbedrohlichen Bereich.

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Letzte Änderung: von mibi74.

Diabetes wie diagnostizieren 15 Mär 2017 15:17 #104507

  • marielaurin
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mibi74 schrieb: Weinerlichkeit und Aggression kann aber noch andere Ursachen haben, nämlich, dass das Kind gelernt hat, damit an sein gewünschtes Ziel zu kommen. Da wäre es interessant, wie die Eltern mit den Forderungen ihrer Kinder umgehen.
Und wenn sich sein Verhalten danach ändert ... es hat ja bekommen was es wollte und ist danach friedlich.
.


Sowas hatte ich auch als erstes vermutet. Klingt nach reinem Machtspiel und nach erlerntem Verhalten.

Was macht es denn wenn es keinen Süßkram bekommt? Weiter toben, heulen, schreien? Macht es das auch zu Hause? Um welchen Süßkram geht es denn genau? Was "verlangt" es?
Sind die Eltern beide berufstätig und das Kind bis 16/17 Uhr von früh bei dir?

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Sina *1999, DM seit 12/2010, ICT mit Levemir und Novorapid

Diabetes wie diagnostizieren 15 Mär 2017 16:02 #104508

  • marielaurin
  • Mitglied
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  • Beiträge: 901

  • Daten zum Kind:
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  • Geburtsjahr: 1999
  • Therapieform: ICT (Intensivierte konventionelle Therapie Mehr als 4 Spritzen am Tag)
Da fällt mir noch ein:

Woher weiß das Kind, dass du Süßigkeiten im Haus hast? Warum hast du Süßigkeiten im Haus? Eigenbedarf?

Was ist das Kind gewohnt zu essen/frühstücken? Wenn wir hier vom Weizenbrötchen mit Nutella reden, kann ich mir schon vorstellen, dass die Heißhungerattacke nach Süßem nicht ganz so lange auf sich warten lässt, das macht Kinder auch gerne mal aggressiv und/oder quengelig.

Gibt es bei euch (süßen) Nachtisch?
Habt ihr sowas wie eine Belohnungsstrategie, d.h. erst aufessen, dann gibts den Kinderriegel?
Steht den Kindern Obst als Alternative zur Verfügung?

Nur mal zur Verdeutlichung: Es gab früher mal eine Werbung im Fernsehen, da ging es um Traubenzucker als Energiekick. Ich glaube dem Kind wurde das vor einer Klassenarbeit gegeben und es wurde so angepriesen. Was passiert wenn man sowas Hochprozentiges an Kohlehydrate wie Traubenzucker isst auch wenn es nur ein einziges Plättchen ist? D.h. die Frage sollte eher sein, was passiert mit dem Blutzuckerspiegel? Der steigt und steigt und dann stürzt er ab. Ganz schnell. Das bringt keinen Energiekick, das bringt weiteren Hunger, Unkonzentriertheit, Verlangen nach weiterem Süßen. Wir reden hier von gesunden Kindern. Natürlich ist sowas für die Traubenzuckerindustrie super, man wird förmlich süchtig danach, weil es schnellen Erfolg bringt, aber man begibt sich in einen Teufelskreis. Ich verstehe bis heute nicht, warum immer noch Traubenzucker in Apotheken ausgegeben wird. Das ist alles Vermarktungsstrategie, nicht weil man um Gesundheit besorgt ist.

Und nun zu unseren Supermärkten: Diese komischen "Kinderprodukte" sind genauso Mist wie alles, was früher "für Diabetiker geeignet" war. Das Zeug ist voll von unnützem Zucker. Kinderjoghurt in kleinen bunten Behältern ... wow. Kindermilch, Kinderdingens hier, Kinderdingens da. Was ich damit sagen will: Wenn so ein Kind vorwiegend süß ernährt wird, das fängt beim regelmäßigen Nutellabrot an, geht über gesüßten Tee oder gar Säfte (auch Schorlen), das Essen regelmäßig Reis-Nudel-Kartoffellastig ist und dann auch noch Nachtisch in Form von bunten Wasauchimmer obendrauf kommt, müssen wir uns nicht über Zuckermonster wundern, die zwischendrin immer wieder ihren Kick brauchen.

Nach den Eltern habe ich gefragt weil, vorab, nein, es ist nicht überall so, ich einige Eltern kenne, die beide berufstätig sind, um 17 Uhr völlig fertig ihr Kind abholen und dann ihre Ruhe haben wollen, die zwei Stunden die sie noch hätten mit Kind. Viele stellen ihre Kinder gerne mit Süßkram, Flasche, Kakao und TV "ruhig" und wundern sich wenn sie 8 sind über Respektlosigkeit, Frechheit, immer größer werdende Agressivität, Lustlosigkeit, Quengeln, Essensschwierigkeiten haben und nur Nudeln verlangen. Dazu gehören aber immer zwei. Der der es verlangt und der, der das mitmacht.

Meine Kinder wollten auch immer gerne süß. Aber ich war diejenige, die die Kontrolle hatte weil ich es gekauft habe ;) Bei uns gab es ein Süßteil pro Tag, sofern nicht danach gequengelt wurde. Wollte ja nicht das Verhalten noch verstärken. Wenn gequengelt wurde, musste das Kind bis zum nächsten Tag warten. War nervig, anstrengend und sehr laut, aber es hat auf lange Sicht was gebracht.

Gute Nerven!

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Sina *1999, DM seit 12/2010, ICT mit Levemir und Novorapid

Diabetes wie diagnostizieren 17 Mär 2017 09:36 #104530

  • Mathias
  • Neuling
    Neuling
  • Beiträge: 2

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2010
  • Therapieform:
der Kleene ist zw 11und 17.00 bei mir Mittag ißt es um 11.30...
seine Atacken bekommt er idR gegen 15.00... ist dann auf normale weise zu beruhigen.. schneller geht es mit Vesper...
er ist geistig leicht behindert IQ zw 60/80
diabetes kommt in der Familie vor
deshalb wurde er aud Diabetes getestet (nur Blutbild)
das war unauffällig
wer in Berlin diagnostiziert so was genau oder ist ein Blutbild ausreichend ??
Syntome wie starker durst sind nicht...
Ernährung ist normal
Auffällig ist nur ein extremes schlafbedürfniss 12 h Nacht und 2h am Tag...

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Diabetes wie diagnostizieren 17 Mär 2017 11:51 #104533

  • mibi74
  • Mitglied
  • Moderator
    Moderator
  • Beiträge: 703

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2005
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo Mathias,

ganz so unnormal ist das gar nicht, denn unser Leistungstief befindet sich genau in diesen Zeitraum. Der Körper braucht eine Zeit um wach zu werden, in Form zu kommen, der Leistungshochstand und die beste Zeit zum Lernen oder Arbeiten wird im Zeitraum von 10 Uhr genannt. Danach gehts wieder abwärts. Zeit zum Mittagessen. Der Körper verdaut und wird schwerfällig. Die richtige Zeit für ein Mittagsschläfchen. Danach braucht der Körper wieder einen Antriebsstoff, denn der eigene Blutzuckerspiegel sinkt nun. Jetzt kommt der Moment, wo man nur noch eins will: etwas Süßes. Das geht ins Hirn und man hat das Gefühl, wach zu werden und leistungsfähig zu sein.

Das ist mal das, was so grob umrissen passiert.

Das Beste, was man gegen die Tiefs machen kann, eine kleine Zwischenmahlzeit einbauen. Das muss nichts aus dem Süßwagenregal sein. Ein Apfel oder Banane(Obst) kann das auch leisten. Immerhin braucht der Magen was zu tun, das Hirn Energie zum Denken und bis zum Abendessen sind es noch ein paar Stunden. Nach der Zwischenmahlzeit wäre übrigens der perfekte Zeitpunkt, um raus zu gehen. Etwas zu unternehmen. In Bewegung zu kommen.

Es ist nicht auszuschließen, dass das Kind einen schnellen und effizienten Stoffwechsel hat. In dem Alter haben sie, wenn ich da so an mein Kind denke, einen ungeheuerlichen Energiebedarf. Sie sind eigentlich phasenweise, nur mit essen beschäftigt.

Das Schlafbedürfnis ist individuell, liegt in der Altersklasse( ich hab es nachschlagen müssen), bei ungefähr 10 Stunden. Inwieweit das nun mit in das persönliche Bild des Kindes passt, weil du schreibst, dass es leicht behindert sei, kann ich natürlich nicht sagen. Bei größer Müdigkeit, wäre mein erster Verdacht ein Vitaminmangel. (z.B. Vitamin D) Auch das ist Angelegenheit des Arztes und kann nur mittels Blutbild bestimmt werden.

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Diabetes wie diagnostizieren 17 Mär 2017 12:11 #104534

  • netterene
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  • Senior Schreiber
    Senior Schreiber
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  • Geschlecht: Mädchen
  • Geburtsjahr: 2003
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo Mathias,

dieses von dir beschriebene etwas zickige, süßigkeiteneinfordernde Verhalten ist zwar unter anderem ein Symptom bei einer Unterzuckerung (= sehr niedriger Blutzucker), in dem von dir geschilderten Fall wahrscheinlich aber einfach eine Laune des Kindes, wenn es mit dieser Methode schon des öfteren Erfolg hatte.

Hätte dein Kind Diabetes, würde es nicht nach dem Essen (ohne äußerliche Insulinzugabe) unterzuckern, sondern der Junge wäre nach dem Mittagessen überzuckert (= sehr hoher Blutzucker), was sich durch verstärkten Durst, Mattheit, verstärktes Wasserlassen, ggf. Mundgeruch etc. bemerkbar machen würde. Süßes Vesper würde diese Symptome noch verstärken.

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Diabetes wie diagnostizieren 17 Mär 2017 18:27 #104535

  • mibi74
  • Mitglied
  • Moderator
    Moderator
  • Beiträge: 703

  • Daten zum Kind:
  • Geschlecht: Junge
  • Geburtsjahr: 2005
  • Therapieform: CSII (Insulinpumpentherapie)
Hallo Mathias,

Da meine Kinder heute Nachmittag außer Haus waren habe ich mich noch einmal hingesetzt und Fachlektüre gewälzt.

Vorab ich bin kein Arzt!!!, dies ist nur, was ich zu dem Thema Schlafbedürfnis und Behinderung gelesen habe.

Menschen mit intelektuellen Behinderungen haben ein höheres Schlafbedürfnis. (Den Volltext erspar ich dir) Zusammgefasst, ihr Schlaf ist nicht so tief und daher kann der Körper sich nicht so erholen, wie es sein sollte. Deshalb schlafen sie länger und machen tagsüber schlapp.
Dies kann tagsüber zu aggressivem oder hyperaktiven, reizbaren Verhalten führen.

Als pädagogische Massnahme wird immer wieder auf ein stabiles und ruhiges Umfeld hingewiesen. Rechtzeitig herunterfahren, damit es in den Schlaf kommt.

Jetzt zu meiner Überlegung als Mutter

Da das Kind bis 17 Uhr bei dir ist, ist zu bezweifeln, dass das hinhaut.
Ich habe selbst zwei sehr aufgeweckte Kinder, die nicht vom Abendbrottisch übers Zähneputzen ins Bett fallen und schlafen. Da gehört mehr als nur 1 Stunde zum Herunterfahren dazu.
Ich bezweifle stark, das dieses Kind, wenn es 17 Uhr bei dir abgeholt wird um 20 Uhr schläft. Bis 6 Uhr wären das 10 Stunden. 12 bis 8 Uhr. Die Rechnung geht bei mir da nicht ganz auf. Oder fängt die Schule erst um 9 an?
Auf jeden Fall ist dein Schützling vormittags in einer Schule, kommt anschließend zu dir und wird nach einem endlosen langen Tag abgeholt.

Bei einem Kind, was mehr Schlaf benötigt als gleichaltrige Kinder könnte ich mir schon vorstellen, dass es einfach nur körperlich erschöpft ist.

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