São Paulo – Ein „immunologischer Neustart“ durch eine hämatopoetische Stammzelltransplantation kann einen Typ-1-Diabetes mellitus im Anfangsstadium stoppen. Nach einer Publikation im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2009; 301: 1573-1579) kommen einzelne Teilnehmer seit bis zu vier Jahren ohne Insulininjektionen aus. Die Komplikationen der Therapie dürften einer breiteren Anwendung der Therapie jedoch vorerst im Wege stehen.

Der Typ-I-Diabetes mellitus ist eine Autoimmunerkrankung. Bei den meisten Patienten finden sich deshalb Antikörper im Blut, welche die Betazellen attackieren, in denen das Insulin produziert wird. Zum Zeitpunkt der Diagnose sind bei den meisten Patienten 60 bis 80 Prozent der Betazellen zerstört.

Wenn es gelänge, die Erkrankung in diesem Stadium zu stoppen, könnten viele Patienten ohne Insulin auskommen. Eine Möglichkeit besteht in einer autologen hämatopoetischen Stammzelltransplantation, welche die Gruppe um Julio Voltarelli vom Hemocentro de Ribeirão Preto in São Paulo seit November 2003 bei ausgewählten Patienten anwendet. Voraussetzung ist, dass die Diagnose des Typ-I-Diabetes mellitus erst sechs Wochen zurückliegt und Autoimmunantikörper im Blut vorhanden sind.

Mehr Information und Quelle : Aerzteblatt.de vom 15. 4. 2009

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