Forschungsansätze zur Heilung von Diabetes

Protein-Duo regt insulinproduzierende Zellen erfolgreich zur Vermehrung an

Diabetes vom Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Körperabwehr irrtümlicherweise die insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Um überleben zu können, muss dem Körper das fehlende Insulin regelmäßig künstlich zugeführt werden. Doch es geht auch anders, zumindest bei diabeteskranken Mäusen: Einem internationalen Forscherteam ist es mit Hilfe eines einzigen Moleküls gelungen, die Teilungsrate der Beta-Zellen so sehr zu steigern, dass sich die Insulinproduktion wieder normalisierte. Der Effekt hielt vier Wochen lang an.

In der renommierten Fachzeitschrift Nature wurde ein Studie veröffentlicht , bei der es Forschern aus der Schweiz gelungen ist, in einem transgenen Tiermodell nachzuweisen, dass sich vorhandene Glukagon-produzierenden Alpha-Zellen in Insulin produzierende Beta-Zellen umwandeln können. Dazu wurden zunächst alle Beta-Zellen durch Gabe eines Giftstoffes (Diptherietoxin) zum Absterben gebracht. Sechs Monate später waren so viele Beta-Zellen neu gebildet worden, dass keine der zuvor insulinpflichtigen Tiere noch Insulin benötigten.

Medizinische Forscher am Massachusetts General Hospital untersuchen derzeit, ob ein lange bekannter Impfstoff  vielleicht Typ-1-Diabetes heilen kann.

"Eine permanente Umkehr der Krankheit ist das Ziel", sagte Dr. Denise Faustman

Faustman sagte, sie glaubt, dass ein Impfstoff namens Bacillus Calmette-Guérin, Diabetes bei Menschen umkehren kann. Den Impfstoff gibt es schon seit 80 Jahren, gegen Tuberkulose und Infektionen an der Blase.

Immunologen am DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien der TU Dresden finden eine Vorläuferpopulation von Immunzellen, die Typ-1-Diabetes in die Schranken weisen könnte. Diese Immunzellen können die Zerstörung der Insulin-produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse durch das eigene Immunsystem unterdrücken. Diese Ergebnisse bieten neue Ansätze für Therapien von Typ-1-Diabetes.

Versuche mit Mäusen zeigen, dass körpereigene Stammzellen gegen Diabetes helfen. Das ist der prinzipielle Nachweis dafür, dass diese Therapie auch beim Menschen erfolgreich sein kann.

Eine Therapie mit körpereigenen Stammzellen hilft Mäusen gleich gegen beide Formen der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus – und das teils über mehrere Monate hinweg. Damit sei der prinzipielle Nachweis erbracht, dass dieses Verfahren auch beim Menschen funktionieren kann, berichtet ein Team um David Ward vom Krebsforschungszentrum der Universität von Hawaii.

Brüssel – Zwischenerfolg für die Immuntherapie des Typ-1-Diabetes mellitus. Eine Kurztherapie mit einem monoklonalen Antikörper ist laut einer Publikation in Diabetologia (2010; 53: 614-623) in der Lage, eine Restfunktion der Beta-Zellen über vier Jahre zu erhalten. Die besten Ergebnisse wurden bei jüngeren Patienten erzielt.

Wenn ein Typ-1-Diabetes mellitus manifest wird, ist in der Regel die Masse der Beta-Zellen bereits zerstört. Für eine gewisse Zeit bleibt noch eine Restproduktion von Insulin. Ihr Erhalt ist das Ziel der Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Otelixizumab (vormals ChAglyCD3).

Stuttgart – Die Betazellen der Langerhans’schen Inseln in der Bauchspeicheldrüse produzieren das lebenswichtige Hormon Insulin. Sind die Betazellen nicht in ausreichendem Maß vorhanden, in ihrer Funktion gestört oder durch Autoimmunprozesse vernichtet, kommt es zu Diabetes. Experimentelle Studien zeigen, dass Betazellen prinzipiell zur Erneuerung fähig sind. Außerdem ist es bereits möglich, sie zu transplantieren. Wie diese Erkenntnisse für die künftige Therapie von Menschen mit Diabetes genutzt werden könnte, ist ein Thema der 45. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG). Sie findet vom 12. bis 15. Mai 2010 im Internationalen Congress Center Stuttgart statt.

Bei Autoimmunkrankheiten richten sich unsere Abwehrzellen fatalerweise gegen den eigenen Körper - zum Beispiel, bei Typ-1-Diabetes, gegen die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Forscher um Pere Santamaria von der Calgary University haben nun einen Weg gefunden, solche Attacken gezielt zu bremsen, ohne dabei das ganze Immunsystem lahmlegen zu müssen: Sie stärken dabei mit einem raffiniert zusammengesetzten Nanoimpfstoff eine bislang unterschätzte Sorte von T-Zellen, die vielleicht auch in gesunden Menschen allzu übereifrige Abwehrzellen bremst.

Sanofi-aventis und CureDM unterzeichnen exklusive weltweite Lizenzvereinbarung über neuartige regenerative Therapie zur Behandlung von Diabetes

Neue Human-Peptidsequenz für die Anwendung in der regenerativen Medizin

Paris, 8. April 2010 – Laut heutiger Bekanntgabe haben sanofi-aventis (EURONEXT: SAN und NYSE: SNY) und CureDM Group Holdings, LLC, eine globale Lizenzvereinbarung über Pancreate™ – ein neuartiges Humanpeptid – unterzeichnet. Mithilfe dieses Peptids soll die Fähigkeit zur Produktion von Insulin und anderen in der Bauchspeicheldrüse gebildeten Hormonen bei Patienten mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 wiederhergestellt werden.

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